DE580579C - Verfahren zur Herstellung der Schneidkanten von duennen Rasierklingen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung der Schneidkanten von duennen Rasierklingen

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DE580579C
DE580579C DE1930580579D DE580579DD DE580579C DE 580579 C DE580579 C DE 580579C DE 1930580579 D DE1930580579 D DE 1930580579D DE 580579D D DE580579D D DE 580579DD DE 580579 C DE580579 C DE 580579C
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DE
Germany
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grinding
pressing
cutting edges
embossing
edges
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Expired
Application number
DE1930580579D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Willy Fischer
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TONSOR AB
Original Assignee
TONSOR AB
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D53/00Making other particular articles
    • B21D53/60Making other particular articles cutlery wares; garden tools or the like
    • B21D53/64Making other particular articles cutlery wares; garden tools or the like knives; scissors; cutting blades
    • B21D53/645Making other particular articles cutlery wares; garden tools or the like knives; scissors; cutting blades safety razor blades

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
13. JULI 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 580579 KLASSE 7c GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Dezember 1930 ab
Die Herstellung von Rasierklingen geschieht gewöhnlich in der Weise, daß zunächst an den beiden Kanten des Klingenblattes eine keilförmige Schneide durch Erzeugung schräger Flächen mittels keramischer Schleifscheiben ausgebildet wird. Das Wegschleifen des Materials erfolgt in zwei Stufen, indem die Klinge zunächst vor- und dann nachgeschliffen wird.
Die beiliegende Zeichnung zeigt die eine Kante eines Klingenblattes in stark vergrößertem Maßstabe (Abb. 1). Beim Vorschleifen wird gewöhnlich nur so viel Material entfernt, daß das Klingenblatt (das beispielsweise 0,15 mm stark sein mag) etwa auf ein Drittel seiner Stärke (0,05 mm) verjüngt wird (Abb. 2), beim zweiten Schleifprozeß wird dann das übrige Material bis zum Entstehen der Schneide fortgenommen (Abb. 3).
Diese Schneide wird dann gewöhnlich durch ein dreistufiges, mit gröberem und feinerem Schmirgel sowie mit härteren und weicheren Scheiben ausgeführtes Polierverfahren geglättet und geschärft und schließlich noch zweimal, und zwar mittels Leder- und Filzscheiben, abgezogen.
Von allen diesen Bearbeitungsvorgängen sind die beiden ersten die schwierigsten und zugleich die wichtigsten, weil von ihnen die Güte der Klinge hauptsächlich abhängt. Das Abschleifen des Materials muß mit großer Vorsicht und in sehr geringer Schicht erfolgen, damit an der Bearbeitungsstelle keine zu große Wärme entsteht; andernfalls würde das auf einen bestimmten Grad gehärtete Stahlblatt, da es wegen seiner geringen Stärke die Wärme nicht abzuführen vermag, an den Kanten wieder angelassen, also zu weich werden. Weiterhin muß beim Beginn des Vorschleifens unbedingt darauf geachtet werden,, daß die scharfe Kante des Klingenblattes (a in Abb. 1) nicht auf die Schleifscheibe aufläuft, weil sich sonst in dieser sofort eine scharfe Rille eingräbt, die die Schleiffläche unbrauchbar macht. Trotz aller Sorgfalt läßt sich aber diese nicht notwendige und schädliche Abnutzung der Schleifscheibe gewöhnlich nicht vermeiden; die Folge ist, daß die Schleifflächen häufig abgedreht werden müssen und demgemäß ein großer Verbrauch an Schleifscheiben eintritt, da diese unterhalb eines bestimmten kleinsten Durchmessers nicht mehr verwendbar sind. Wegen der unvermeidlichen ungleichen Abnutzung der Schleifscheiben ist es natürlich auch schwierig, genau symmetrisch liegende Schneidkanten an der Klinge zu erhalten, vielmehr liegt die Schneidkante gewöhnlich nicht genau in der Mittelebene (vgl. Abb. 3). Es ist auch bereits vorgeschlagen worden,
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Willy Fischer in Berlin-Hermsdorf.

Claims (1)

  1. die Schneidkanten von gewöhnlichen Rasiermessern durch kaltes Schlagen in fein polierten Stahlformen zu bilden.
    Die Schwierigkeiten und Mängel der übliehen Herstellung der Klingenschneidkanten durch Schleifen werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß an Stelle des Vorschleifens ein Arbeitsvorgang tritt, bei welchem die schrägen Kanten durch Pressen to oder Prägen, also durch Umlagerung anstatt durch Abnahme des Materials, erzeugt werden. Diese Bearbeitung ist natürlich vorzunehmen, bevor das Stahlblatt der Weiterbehandlung unterworfen wird, nämlich dem Härten, Schleifen, Läppen und Polieren. Der Preß- oder Prägevorgang hat sich als das beste Verfahren zur Herstellung der Schneidkanten erwiesen. Die Erfahrung hat nämlich gezeigt, daß dieses Pressen oder Prägen nicht so durch das bei gewöhnlichen Rasiermessern bekannte Hämmern oder durch das Walzen ersetzt werden kann, weil bei diesen zuletzt erwähnten Herstellungsverfahren die Klingen ihre glatte Form verlieren. Bei diesem neuen Herstellungsverfahren beschränkt sich dabei die Schleifarbeit lediglich auf das Nachschleifen, bei welchem die Schleifscheiben mangels Angriffs einer scharfen Kante verhältnismäßig wenig beansprucht werden. Diese Nachschleifarbeit kann bedeutend beschleunigt werden, weil die Schneiden sich nicht so stark anwärmen, als wenn verhältnismäßig viel Material abgeschliffen werden muß. Dazu kommt als besonderer Vorteil, daß durch das Pressen oder Prägen eine wesentliche Verbesserung des Materials erzielt wird, dieses wird in der Struktur feinkörniger.
    Das Pressen oder Prägen der Schneidkanten kann unter Umständen so weit getrieben werden, daß eine vollkommene Schneide ausgebildet und somit auch der zweite Schleifvorgang entbehrlich gemacht wird. Es wird dann eine wesentliche Verbilligung in der Herstellung der Rasierklingen erzielt, da die' gesamten Schleifeinrichtungen und dementsprechend die beiden teuersten Arbeitsvorgänge in Fortfall kommen.
    In Abb. 4 ist der Vorgang beispielsweise veranschaulicht. Das Klingenblatt K liegt zwischen zwei Preßbacken W und W, von denen die untere unverrückbar gelagert ist, während die obere in Richtung des Pfeiles verstellbar ist und mit einem Druck angepreßt wird, der beispielsweise 40 bis 50 t auf ι cm2 beträgt. Die Preßbacken weisen auf einer Länge I, die annähernd der Breite der Schneidkanten entspricht, die gewünschte Abschrägung auf. Bei Annäherung der Preßbacken wird das Material seitwärts herausgedrückt, so daß sich bei b eine scharfe Kante bildet, die wellig oder zackig verlaufen wird. Die ungleichmäßigen Kanten auf beiden Seiten der Klingen werden nach dem Preß- oder Prägevorgang, z. B. durch Schleifen, Schneiden o. dgl., fortgenommen, so daß eine glatte Schneidkante entsteht.
    Zweckmäßig wird das Pressen oder Prägen der Schneidkanten, gleichgültig, ob es sich nur auf die Verformung oder das vollkommene Anpressen der Schneiden handelt, mit dem Ausstanzen der zum Befestigen der Klinge dienenden Löcher oder Schlitze zu einem Arbeitsvorgang vereinigt. Es ist dann für den Preß- oder Prägevorgang kein besonderer Arbeitsvorgang notwendig, während andererseits das Vorschleifen oder das Vor- und Nachschleifen als gesonderte Arbeitsgänge entfallen. Da ferner die für das Pressen oder Prägen der Kanten erforderlichen Einrichtungen verhältnismäßig einfach und billig sind, so lassen sich wesentliche Ersparnisse sowohl hinsichtlich der Herstellungseinrichtungen als auch hinsichtlich des Herstellungsverfahrens erzielen, abgesehen von der erwähnten Verbesserung durch Vergütung des Materials. Es kommt hinzu, daß zufolge des beiderseitigen gleichmäßigen Drukkes eine wesentlich erhöhte Gewähr für die Ausbildung einer genauen ' symmetrischen Spitze geleistet ist.
    Das Verfahren gemäß der Erfindung kann Anwendung finden., gleichgültig, ob die Klingen einzeln gestanzt und an den Kanten bearbeitet werden oder ob die Herstellung in der Weise erfolgt, daß zunächst ein durchlaufendes Stahlband an seinen beiden Kanten mit Schneiden versehen und hierauf in einzelne Klingenblätter zerlegt wird.
    Pat ent ansi'uüch:
    Verfahren zur Herstellung der Schneidkanten von dünnen Rasierklingen, dadurch gekennzeichnet, daß das Klingen- blatt an seinen beiden Schneidkanten durch Pressen oder Prägen abgeschrägt wird, bevor die Weiterbehandlung (Härten, Schleifen, Läppen, Polieren) stattfindet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    BERLIN. finmUJCKT IN DER
DE1930580579D 1930-12-21 1930-12-21 Verfahren zur Herstellung der Schneidkanten von duennen Rasierklingen Expired DE580579C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0271481A3 (en) * 1986-12-12 1988-10-12 Vereinigte Edelstahlwerke Aktiengesellschaft (Vew) Method of producing cutting tools
DE102010060244A1 (de) * 2010-10-29 2012-05-03 Wolfcraft Gmbh Vorrichtung zum Schneiden von Laminat-Fußbodenplatten
US8590355B2 (en) 2004-04-19 2013-11-26 Rasspe Systemtechnik Gmbh & Co. Kg Chopping blade and counterblade for a chopping device and process for its production

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