DE659286C - Schneidscheibe und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Schneidscheibe und Verfahren zu ihrer Herstellung

Info

Publication number
DE659286C
DE659286C DEN37853D DEN0037853D DE659286C DE 659286 C DE659286 C DE 659286C DE N37853 D DEN37853 D DE N37853D DE N0037853 D DEN0037853 D DE N0037853D DE 659286 C DE659286 C DE 659286C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
side surfaces
disc
cutting
cutting disc
grains
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN37853D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DEUTSCHE NORTON GmbH
Original Assignee
DEUTSCHE NORTON GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DEUTSCHE NORTON GmbH filed Critical DEUTSCHE NORTON GmbH
Application granted granted Critical
Publication of DE659286C publication Critical patent/DE659286C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24DTOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
    • B24D5/00Bonded abrasive wheels, or wheels with inserted abrasive blocks, designed for acting only by their periphery; Bushings or mountings therefor
    • B24D5/12Cut-off wheels
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24DTOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
    • B24D18/00Manufacture of grinding tools or other grinding devices, e.g. wheels, not otherwise provided for

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)

Description

• Es ist bekannt, bei Schneidscheiben für enge Schnitte die achsensenkrechten Seitenflächen künstlich !aufzurauhen, um eine freiere Schneidwirkung zu erzielen, den SpäneabfLuß zu erleichtern und damit Klemmungen, die besonders bei ungenauem Lauf der Scheibe auftreten können, zu vermeiden.
Erfmdungsgemäß weisen die Seitenflächen eine ein gleichmäßiges Muster bildende punktförmige Aufrauhung auf. Hieraus ergibt sich ein gleichmäßiges Bearbeiten der Seitenflächen des Einschnittes bei durchweg gleichmäßig freiem Schnitt, Späneabfluß und Luftzutritt, so daß ein hervorragend kühles Arbeiten gewährleistet ist und dementsprechend hohe Schnittgeschwindigkeiten ermöglicht werden.
Auf verschiedene Arten wurden bisher künstliche Aufimihungen der Seitenflächen von Schneidscheiben erzeugt. Es wurde z. B. auf die fertige Scheibe ein rauher Überzug durch nachträgliches Auftragen einer lockeren Schleifmasse aufgebracht. Ein solcher Überzug konnte nach den Erfahrungen mit Schmirgelpapier und -leinen infolge ungenügend fester Bindung der aufgetragenen Schleifkörper nicht dauerhaft sein.
Es wurden femer in die achsensenkrechten Seitenflächen der fertigen Scheibe in der Umfangsrichtung verlaufende, ζ. Β. spiralförmige Rillen eingearbeitet. Die zwischen die-, sen Rillen stehenbleibenden Rippen bildeten dabei einen zusammenhängenden Damm, der dem Späneabfluß hinderlich war. Bei Einarbeitung der Rillen wurden ferner in ganz unregelmäßiger Weise Schleifkömer mit Gewalt aus dem Verband der Scheibe'herausgerissen, so daß trotz der Regelmäßigkeit des Verlaufes der Rippen die Verteilung der mit den Spitzen oder Kanten in den Ursprungliehen Seitenflächen liegendien Körner eine ganz unregelmäßige und somit die Schleifwirkung 'eine ungleichmäßige war. Dabei bildeten die Rillen lediglich eine Unterbrechung der durch Pressen erhaltenen im wesentlichen glatten Oberfläche, die auf den stehengebliebenen Rippen nach wie vor bestand und keine frei vorstehenden Körner aufwies.
Eine Schleifflächengliederung durch ein Netz von sich kreuzenden Rippen ist gleichfalls bekanntgeworden. Hierbei ist der Späneabfluß noch schlechter, weil sich bei Berührung mit dem Werkstück lauter in sich geschlossene Zellen bilden. Im übrigen wird durch das notwendige Abrichten der Schleiffläche die Gliederung zerstört. Bei einer Schneidscheibe, für deren Seitenflächen ein Abrichten nicht in Frage kommt, bleibt da-
gegen die Gliederung dieser Flächen dauernd erhalten. Dafür ist die Tatsache mitbestimmend, daß die Stirnfläche der Scheibe den Weg durch das zu zerschneidende Werkstücks· bahnt und die Seitenflächen von den Seite flächen des Trennschlitzes nur zusätzlich}1* das abschleifen, was die Stirnfläche stehen>läßt.
Die Bildung des Gliederungsmusters auf
to den Scheibenseitenflächen erfolgt zweckmäßig in einem besonderen Arbeitsgang zwischen dem Pressen und dem Brennen oder Härten des Rohlings.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht,
Fig. ι bis 3 erläutern das Herstellungsverfahren.
Fig. 4 bis 6 zeigen in starker Vergrößerung Bruchstücke verschieden ausgeführter Schneidscheiben nach der Erfindung.
Die neue Schneidscheibe wird in an sich bekannter Weise in sehr geringer Stärke bei verhältnismäßig großem Durchmesser hergestellt und besteht aus einem Gemisch von Schleifkorn und einem Bindemittel, das ein keramisches oder ein organisches, z. B. Gummi, Schellack, natürliches oder Kunstharz, insbesondere Phenolharz, sein kann.
Die fertige Schneidscheibe io (Fig. 4 bis 6) besitzt zwei aufgerauhte ebene Seitenflächen, die in regelmäßiger Verteilung eine große Zahl kleiner, in Abständen voneinander liegender zahnartiger Vorsprünge 12 aufweisen, die aus 'entweder einzeln (Fig." 4) oder häufchenweise (Fig. 5 und 6) über die Seitenflächen, vorstehenden, mit diesen durch kleine Bindemittelmengen 14 zu einem einheitlichen Körper verbundenen Schleifkörnem 13 bestehen. Diese zahnartigen Vorsprünge 12 wirken mit den frei stehenden scharfen Schneidkanten der einzelnen Körner als Schneidwerkzeuge.
Um eine im wesentlichen gleichmäßige Zahngröße und gleichmäßigen Zahnabstand zu erhalten, werden eine Anzahl von in gleichmäßigen Abständen angeordneten sich schneidenden Nuten 15, die ein Netz- o. dgl. Muster bilden, in die Seitenflächen der Scheiben eingedrückt. Die Nuten 15 werden zweckmäßig schmal im Verhältnis zu der Größe der vorspringenden Schneidzähne gehalten, so daß diese den größeren Teil der Seitenflächen bedecken. Die Anzahl und Größe der "Zähne bestimmen den Rauhigkeitsgrad, Das bevorzugte Verfahren zur Herstellung der neuartigen Schneidscheibe besteht darin, daß vor dem Verfestigen des Bindemittels ein feinmaschiges Drahtgewebe auf jede Seitenfläche der vorgeformten Schleifscheibe gedrückt wird. Dabei werden durch jede Masche des Gewebes ein oder mehrere Schleif körner unter Bildung der erwähnten, • aus den Seitenflächen vorstehenden Schneidzähne herausgedrückt.
vy^Das rohe Scheibengemisch muß von sol-',.eier Beschaffenheit sein, daß es leicht kalt ;'fo'der warm" vorgeformt werden kann. Nach 'diem Aufrauhen der Seitenflächen erfolgt die dem verwendeten Bindemittel entsprechende Verfestigxing. ·
Gemäß Fig. 1 wird das rohe Scheibengemisch zunächst in einer auf den Preßstich 2.2 aufgesetzten Form, die beispielsweise aus Preßplatten 20, 28, einem Formring 27 und einem in mittlere Bohrungen 25 der Preßplatten passenden Kern besteht, zu einem glatten Scheibenkörper 30 gepreßt. Dieser wird dann auf eine auf die ebene Oberfläche 34 einer Tragplatte 33 (Fig. 3) gelegte Drahtgewebescheibe 32 (Fig. 2) von etwas größerem Durchmesser gesetzt. Auf die obere Seitenfläche des Scheibenkörpers 30 wird eine zweite gleiche Drahtgewebescheibe 32 und darüber eine Druckplatte 36 mit ebener Unterfläche 37 gelegt. Unter dem Druck der entsprechend schweren Platte 36 drücken sich die beiden Drahtgewebe 32 in. die Seitenflächen des Scheibenkörpers 30 ein und erzeugen auf ihnen ein dem Gewebe entsprechendes Muster. Nötigenfalls kann auch noch ein zusätzlicher Druck ausgeübt werden. Durch auf der Oberfläche der Tragplatte 33 angebrachte Abstandspflocke 40 wird das Eindrücken der Drahtgewebe in die Scheibenseitenflächen begrenzt. Bei der bevorzugten Ausführung werden die Drähte der Drahtgewebe ungefähr bis zur Hälfte ihrer Stärke in die Scheibenmasse gedrückt. Dabei werden zahlreiche, oberflächliche Schleifkörner durch die Drähte erfaßt und so gerichtet, daß je ein oder mehrere Körner durch die Maschen des Gewebes heraustreten, wie Fig. 4, 5 und 6 zeigen. Es entstehen auf diese Weise Vorsprünge, die durch sich schneidende Eindrücke voneinander getrennt sind.
Beispielsweise sind mit Erfolg Schneidscheiben mit rauhen Seitenflächen hergestellt worden-durch Verwendung von Drahtgeweben mit acht Maschen auf den laufenden Zentimeter und 0,45 mm Drahtstärke bei einer Schleifmasse, die aus einem Phenolharzbindemittel und Tonerde- oder Siliciumcarbidkörnem von solcher Größe bestand, daß ein oder mehrere Schleifkörner gleichzeitig durch eine einzelne Masche heraustreten. Infolge der-115 unregelmäßigen Gestalt und der vielen vorspringenden Kanten der Körner kann eine grobkörnige Scheibe das Gewebemuster nicht so deutlich wiedergebien wie eine feinkörnige Scheibe.
Durch passende Wahl der Drahtstärke und der Maschenweite des Gewebes, der Tiefe
des Eindrückens des Gewebes in die Scheibe, der Schleifkorngröße sowie der Menge und Art des Bindemittels' lassen sich die Form, die Größe und die Umrisse der auf den Seitenflächen der Scheibet erzeugten Schneidzähne beeinflussen.
Aa Stelle von Drahtgeweben können als Hilfsmittel zum Aufrauhen der Seitenflächen der Scheibe auch Druckplatten, Rollen o. dgl.'
ίο mit' entsprechender Oberflächengliederung verwendet werden. Bei Verwendung solcher Hilfsmittel werden die Körner und das Bindemittel nicht bis zur Berührung mit den Nutenböden des Druckwerkzeuges herausgedrückt.
so daß auch hier vorspringende Körner mit freien Schneidkanten erhalten werden.
Bei Verwendung harzartiger Bindemittel geschieht das Verfestigen der Scheibe zweckmäßig vor Abnahme der Drahtgewebe o. dgl.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Schneidscheibe für enge Schnitte mit künstlich aufgerauhten achsensenkrechten Seitenflächen, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen eine ein gleichmäßiges Mustier bildende punktförmige Aufrauhung aufweisen.
2. Verfahren zur Herstellung einer Schneidscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen der aus einem Gemisch von Schleifkörnern und rohem Bindemittel geformten dünnen Scheibe vor dem Verfestigen des Bindemittels durch Aufdrücken von mit Erhebungen versehenen Schablonen gerauht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Schablone ein Drahtgewebe verwendet wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEN37853D 1934-03-05 1935-03-02 Schneidscheibe und Verfahren zu ihrer Herstellung Expired DE659286C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US659286XA 1934-03-05 1934-03-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE659286C true DE659286C (de) 1938-04-29

Family

ID=22066078

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN37853D Expired DE659286C (de) 1934-03-05 1935-03-02 Schneidscheibe und Verfahren zu ihrer Herstellung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE659286C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE971204C (de) * 1944-01-28 1958-12-24 Franziska Dorfner Geb Ott Metallgebundener Schleifkoerper

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE971204C (de) * 1944-01-28 1958-12-24 Franziska Dorfner Geb Ott Metallgebundener Schleifkoerper

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2462565C2 (de) Preßeinrichtung mit Preßstempel zum Befestigen von mehreren Halbleiterwerkstücken auf einer Montageplatte
EP0095055B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Schleifkörpers
DE69412643T2 (de) Verfahren zur herstellung von befestigungsnuten für turbinenschaufeln
DE2230931A1 (de) Verfahren zur herstellung von kohlenstoffbremsscheiben
EP0234009B2 (de) Verfahren zum Herstellen eines Schneid- und Ritzwerkzeuges
EP0048356A2 (de) Verfahren zum Abrichten von Schleifscheiben
DE659286C (de) Schneidscheibe und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2256079C3 (de) Verfahren zur Herstellung einer Diamantschleiffolie
DE2322602A1 (de) Laepp-kissen
EP0008360B1 (de) Vorrichtung zum freien Polieren von Werkstücken und Polierverfahren
DE3236045C2 (de) Steinbearbeitungswerkzeug
DE3422874C2 (de)
DE580579C (de) Verfahren zur Herstellung der Schneidkanten von duennen Rasierklingen
DE2942217A1 (de) Hochgeschwindigkeitsschleifstein und verfahren zu seiner herstellung
DE2651293A1 (de) Verfahren zur feinbearbeitung optischer flaechen, werkzeug zur durchfuehrung dieses verfahrens sowie verfahren zur herstellung des bearbeitungswerkzeugs
DE3138163C2 (de)
DE2844602A1 (de) Trennen von polykristallinem material
WO2021170298A1 (de) Polierwerkzeug
DE2348338A1 (de) Flaechiges schleifmittel
AT132591B (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Reibbelägen.
DE736517C (de) Verfahren zum Pressen von musterlosen Messerklingen
EP1436121B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Abrasivelementes, insbesondere für Bohrkronen von Hohlbohrern
DE689582C (de) Verfahren zur Herstellung von Schleif- und Schneidscheiben mit schleifmittelfreiem Kern
DE1813617A1 (de) Siebscherfolie aus Stahl fuer Trockenrasierapparate und Verfahren zu deren Herstellung
AT158536B (de) Verfahren zur Erzeugung mehrfarbiger Werkstoffe einheitlichen Gefüges.