DE58035C - Apparat zur Herstellung von gelbem und rothem Bleioxyd - Google Patents
Apparat zur Herstellung von gelbem und rothem BleioxydInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01G—COMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
- C01G21/00—Compounds of lead
- C01G21/02—Oxides
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- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Oxygen, Ozone, And Oxides In General (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gewöhnlich erfolgt die Herstellung von rothem Bleioxyd in Reflexöfen.
Man bringt auf die Ofensohle Blei in Blockform. Sobald dasselbe rothwarm geworden
ist, wird es beständig umgerührt, um hierdurch die Oxydbildung zu beschleunigen.
Nach durchgeführter Oxydation wird das gewonnene Product auf der Ofensohle gleichmäfsig
ausgebreitet und in die Masse ,Rillen gezogen, so dafs die Luft auch an diejenigen
Theile gelangen kann, welche noch nicht vollständig oxydirt sind.
Während dieses Vorganges mufs die gröfste Sorgfalt auf die richtige Erhaltung des Feuers
verwendet werden. Ist die Oxydation genügend durchgeführt, so läfst man das Feuer erlöschen
und den Ofen erkalten, worauf derselbe etwa nach 24 Stunden, ausgeräumt wird.
Das auf diese Weise gewonnene gelbe Bleioxyd enthält jedoch noch eine Menge nicht
oxydirten Bleies, welches folgendermafsen beseitigt
wird.
Die. Masse kommt in einen grofsen, mit
Deckel und Rührwerk versehenen Behälter.' Das Rührwerk wird mit Wasser gespeist, und
letzteres führt das gelbe Bleioxyd fort, während das nicht oxydirte Blei im Rührwerkbehälter
verbleibt. Das mit Oxyd gesättigte Wasser wird nach Cisternen geleitet, in welchen
sich dasselbe niederschlägt. Später wird es alsdann zu rothem Bleioxyd verarbeitet, indem
man es einem nochmaligen, lang dauernden Glühprocefs unterwirft.
Diese eben geschilderte umständliche Darstellungsweise soll nun durch folgende einfachere
ersetzt werden.
Die Erfindung besteht in einem Verfahren, bei dem Oefen zur Verwendung gelangen, die
durch überhitzten Dampf geheizt werden und mittelst deren Blei in rothes Bleioxyd umgewandelt
oder gelbes Bleioxyd in rothes verarbeitet werden kann.
Zu diesem Zweck mufs das Blei in Pulverform gebracht werden. Man erhält Bleistaub
durch Zerkleinern von geschmolzenem Blei mit Hülfe des Giffard'sehen oder jedes anderen
Dampfstrahlapparates, indem das geschmolzene Blei dem Druck und der zerstäubenden Wirkung
eines Dampfstrahles ausgesetzt wird. In diesem Zustande ist das Blei leicht oxydirbar
und die Ueberführung in rothes Bleioxyd läfst sich leicht bewirken.
Zur Ausführung dieses Verfahrens dient die in der beiliegenden Zeichnung dargestellte Vorrichtung.
Fig. ι zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Apparat;
Fig. 2 ist ein waagrechter Schnitt nach der Linie 1-2,
Fig. 3 ist ein Stirnansichtschnitt nach der Linie 3-4 (Fig. 2).
ab ist ein Behälter, in welchem bewegliche
Schieb fächer g, auf Leisten ff ruhend, angebracht sind.
Dieser Behälter wird von einem mit überhitztem Dampf gefüllten Mantel χ umgeben.
Der Behälter selbst ist in den Feuergaskanal i eingebaut.
c bezeichnet den Feuerherd. d ist der Dampfüberhitzer, welcher durch das Rohr e
mit dem Mantelraum h in Verbindung steht. k ist ein Austrittsrohr für den Dampf aus h.
Die Feuergase von c durchlaufen die Kammer i und treten bei j aus.
Zum Einlafs der für die Oxydation erforderlichen Luft ist der die Platten g g enthaltende
Raum mittelst Oeffnungen ρ mit der äufseren Luft in Verbindung gesetzt.
Die bei c entwickelte Wärme überhitzt den Dampf in d und im Raum des Mantels x.
Das gelbe Bleioxyd oder das gepulverte Blei liegt über oder in den Schieberfächern g ausgebreitet,
wo es während 12 bis 15 Stunden der Berührung der durch ρ eintretenden Luft
• unter Einwirkung der entwickelten Strahlwärme des Dampfes innerhalb des Behälters a b
ausgesetzt bleibt. Nach Verlauf dieser Zeit zieht man die Schiebefächer heraus und man
hat fertiges rothes Bleioxyd. Die Arbeitstemperatur läfst sich mit Hülfe des vorbeschriebenen
Apparates leicht und genau regeln, auch kann der Dampf vom Behälter α b zurück nach
dem Ueberhitzer d geleitet werden, wodurch sich die Auslagen für das Brennmaterial verringern.
Die Vorzüge des neuen Apparates sind demnach folgende:
1. eine regelmäfsige und zuverlässige Fabrikation
von gelbem und rothem Bleioxyd durch Anwendung von überhitztem Dampf, dessen
Temperatur sich leicht genau auf 300 bis 3200
reguliren läfst;
2. geringer Brennmaterialverbrauch;
3. Zeitersparnifs, weil der ganze Vorgang drei- bis viermal weniger Zeit erfordert als die
bisherigen Methoden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Apparat zur Herstellung von gelbem und rothem Bleioxyd, dadurch gekennzeichnet, dafs in den Zug i eines Ofens ein Rahmen a b eingebaut ist, welcher von einem zweiten χ χ eingeschlossen ist, so dafs dadurch ein Hohlraum gebildet wird, welcher dazu dient, den vom Dampferzeuger d im gleichen Ofen abgehenden Dampf aufzunehmen, um ab zu erhitzen, wobei α b und χ χ aufserdem noch dem Einflufs der Feuergase im Zuge i ausgesetzt sind, während auf den Leisten f im Hohlraum des Kastens α b Schiebfächer g mit dem zu oxydirenden Blei aufgestellt sind, denen durch Oeffnungen ρ in den Zugwandungen die erforderliche Oxydationsluft zugeführt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE58035C true DE58035C (de) |
Family
ID=332368
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT58035D Expired - Lifetime DE58035C (de) | Apparat zur Herstellung von gelbem und rothem Bleioxyd |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE58035C (de) |
-
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- DE DENDAT58035D patent/DE58035C/de not_active Expired - Lifetime
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