DE579196C - Verfahren zur Herstellung von witterungsbestaendigen Anstrichen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von witterungsbestaendigen AnstrichenInfo
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Classifications
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Description
- Verfahren zur,,Herstellung von witterungsbeständigen Anstrichen Es ist bekannt, Dachpappen mit einem metallischen Überzug dadurch zu versehen, daß teerhaltige oder teerfreie Dachpappen mit einem Anstrich von Benzol versehen werden und, bevor dieser Anstrich trocken geworden ist, ein zweiter Anstrich von in Benzol aufgeschwemmten Metallflittern - aufgebracht wird. Ebenso ist es bekannt, beim Überziehen. von Dachpappen dem körnigen: Material, das auf- die noch klebrige Dachpappe aufgestreut wird, Aluminiumpulver zuzumischen.
- Beide Verfahren gestatten nur die Herstellung einer dünnen, nicht dichten Metallaufläge und sind auf die Verwendung für Dachpappen beschränkt.
- Es ist weiter auch bekannt, Wetterschutzanstriche für Dacheindeckungen und Fassaden sowie Rostschutzanstriche in der Art herzustellen, daß Lösungen von bituminösen Stoffen oder Pechen Metallpulver zugemischt werden.
- Die Metallpulver steigen nach durchgeführtem Anstrich an die Oberfläche desselben und bilden eine den Bitumenanstrich nach außen gegen den Luft- und Lichteinfluß schützende -Schicht. 1 Die Wirkung des Bitumenanstriches an sich ist bekannt. Es wurde festgestellt, daß die Mischung von Bitumenlösungen mit Metalleulvern eine Reihe schwerer -Xachteile für die Verwertbarkeit als Anstrichmittel mit sich bringt. Um das Aufsteigen der Metallteilchen in der bituminösen Anstrichschicht leicht zu- ermöglichen, muß der Bitumenlösung viel Lösungsmittel zugesetzt werden. Die Steigfähigkeit der Metallpulver nimirit bei längerem Lagern in zunehmendem -Maße ab, und die Verwendbarkeit des Anstrichmittels. kann dadurch ganz in Frage gestellt werden. 1 In jedem Falle wird dadurch die fabrikmäßige Herstellung des flüssigen Anstrichmittels erschwert oder unmöglich gemacht.
- Eine Mischung erstan der Verbrauchsstelle ergibt aber, abgesehen von der Unbequemlichkeit, große Zerstäubungsverluste an Metallpulver, wenn man ,nicht teuere und umständliche Hilfseinrichtiuigen-verwendet.
- Nach dem, letztgenannten Verfahren läßtsich aber- auch keine -genügende Stärke der Bitumenunterschicht, welche nach- dem Aufsteigen des Metallpulvers zurückbleibt, erzielen, weil man zwecks Bildung einer wirksamen, gut aussehenden Metallschicht ein gewisses Minimum an Metallpulver in die Mischung einbringen muß. Wird dieses Minirnum nicht erreicht, so erhält man keine Metalldeckung." -Der'Züsatz an Metallpulver findet:aber,eine Grenzean der Spritzfähigkeit des- Ansfrichhiittels; 'welche bei etwa 3o °@o Metallpulvergehalt erreicht ist.
- Erfindungsgemäß lassen sich aIle diese Nachteile befriedigend in der Weise lösen, daß man gleichzeitig oder unmittelbar aufeinanderfolgend. erst einen Bitumenanstrich und dann. einen bitumenfreien, das Metallpulver enthaltenden Anstrich aufbringt. , Die Ausführung eines solchen Anstriches erfolgt in der Art, daß man die beiden An-'strichmittel- gleichzeitig mit einer -doppelläufigen Spritzpistole in entsprechender Menge aufspritzt. Statt einer doppelläufigen. Pistole können auth zwei gewöhnliche Spritzpistolen verwendet werden.
- Durch diese Arbeitsweise lassen sich leicht Bitumenmetallpulveranstriche von bestem Aussehen und höchster Schutzkraft erzielen, was nach den bisherigen Verfahren nicht möglich war.
- Es lassen sich die nach der Erfindung verwendeten beiden Flüssigkeiten auch fabrikmäßig herstellen und beliebig lange lagern. Die eine Flüssigkeit ist eine Lösung von Bitumen mit beliebigen Zusätzen von Weich= machungs- und sonstigen Beeinflussungsmitteln. Die andere Flüssigkeit besteht aus beliebigen geeigneten ölen o. dgl. und Metall-, pulver, wobei diese Flüssigkeit. nach den alten Erfahrungen der Anstrichtechnik so gewählt ist, daß das Aussehendes Metallpulvers auch bei langer Lagerung nicht leidet. In der Zusammensetzung der beiden Flüssigkeiten ist man völlig frei. Werden diese- beiden verschiedenen Flüssigkeiten -gleichzeitig oder in- kurzer Aufein.-andetfolge aufgespritzt; so tritt, wie die Erfahrung gezeigt hat, eine absolut innige Mischung ein, in welcher das Metallpulver ebensogut steigt wie in der bisher vorgeschlagenen frischen Lösung von Bitumen in Benzol mit Metallpulver. Dabei erhält aber die Bitumenunterschicht die wünschenswerte Weichheit bzw:: Elastizität. -:Auch kann sie ohne weiteres die nötige 'Stärke erhalten, weil ihre Spritzfähigkeit in keiner Weise durch Metallzusatz beeinträchtigt ist.
- Nachfolgendes Beispiel zeigt eine Zusammensetzung einer Bitumenlösung . und einer Metallpulverdispersion.
- Bitumenlösung: ioökg Bitumen, 8ökgBenzol, 2o kg chinesisches- Holzöl, 8 kg Kobaltsikkativ.
- Aluminiumdispersion: Zoo kg Alumiriiumbronze, Zoo kg White Spirit (Kunstterpentin), 5o kg chinesisches Halzöl-Standöl.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von witterungsbeständigen Anstrichen auf Dächern, Fassaden, Metallteilen. unter Verwendung von bituminösen, Metallpulver enthaltenden Lösungen, dadurch gekennzeichnet, daB man unter getrennter Zuführung gleichzeitig mit der Lösung von Bitumen oder Teer, Pech, Petroleumpech oder Stearinpech oder unmittelbar nach-derselben eine Metallpulverdispersion; z. B: von Aluminiumbronze, in einem Gemisch von Terpentin oder Kunstterpentin und chinesischem Holzöl aufspritzt.
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