DE577706C - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus mehrbasischen Saeuren und mehrwertigen Alkoholen mit Ausnahme des Sorbits, gegebenenfalls unter Mitverwendung einbasischer Saeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus mehrbasischen Saeuren und mehrwertigen Alkoholen mit Ausnahme des Sorbits, gegebenenfalls unter Mitverwendung einbasischer Saeuren

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DE577706C
DE577706C DE1930577706D DE577706DD DE577706C DE 577706 C DE577706 C DE 577706C DE 1930577706 D DE1930577706 D DE 1930577706D DE 577706D D DE577706D D DE 577706DD DE 577706 C DE577706 C DE 577706C
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Germany
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sorbitol
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weight
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Expired
Application number
DE1930577706D
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English (en)
Inventor
Dr Friedrich Frick
Dr Adolf Kinsky
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/68Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen
    • C08G63/698Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen containing boron
    • C08G63/6984Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen containing boron derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds

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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 3. JUNI 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 577706 KLASSE 12o GRUPPE 26o2
12 Oi I 293. Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 18. Mai
I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges. in Frankfurt a. M.*)
Mitverwendung einbasischer Säuren
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. März 1930 ab
Es wurde gefunden, daß bei der Kondensation mehrwertiger Alkohole mit Ausnahme des Sorbits mit mehrbasischen Säuren, die bekanntlich in mehreren Stufen über schmelzbare und lösliche Zwischenprodukte hinweg schließlich zu unschmelzbaren und unlöslichen Massen führt, ein geringer Zusatz von Borsäure die Erreichung des unlöslichen Endzustandes verzögert oder unter Umständen ganz verhindert. Dieses Verhalten ist insofern von erheblicher praktischer Bedeutung, als es gestattet, hochkondensierte Produkte von vorzüglichen mechanischen Eigenschaften herzustellen, die dennoch eine genügende Löslichkeit in bestimmten Lösungsmitteln besitzen, um sich beispielsweise auf wertvolle Lacke verarbeiten zu lassen.
Bei denjenigen Kondensationsprodukten, die außer den Resten mehrbasischer Säuren auch
ao solche von einbasischen, insbesondere mehrfach ungesättigten und daher dem Produkt an der Luft trocknende Eigenschaften, verleihenden Carbonsäuren besitzen, ist das vorliegende Herstellungsverfahren von besonde- rem Nutzen, da die hauptsächlichen Verwendungszwecke dieser Produkte eine gute Löslichkeit voraussetzen und es durch den Zusatz der Borsäure gelingt, das während der Herstellung sonst nicht tinter allen Umständen zu vermeidende Eindicken und dadurch Unbrauchbarwerden der Reaktionsmasse mit Sicherheit zu verhindern.
Die Höhe des Borsäurezusatzes richtet sich, nach dem Grade der angestrebten Wirkung; es empfiehlt sich jedoch nicht, über etwa 8 bis 9 0/0 hinauszugehen.
An Stelle der Borsäure kann man das Anhydrid oder Ester derselben verwenden.
Das Verfahren wird durch folgende Beispiele veranschaulicht:
1. 100 Gewichtsteile Glycerin werden mit 200 Gewichtsteilen Phthalsäureanhydrid und· 18 Gewichtsteilen Borsäure auf 2500 erhitzt. Nach 2 Stunden ist das Kondensationsprodukt noch in Aceton löslich, während bei demselben Ansatz unter den gleichen Bedingungen ohne Borsäurebeigabe bereits nach 23 Minuten der unlösliche Zustand erreicht ist.
2. 352 Gewichtsteile Monoleinölsäureglycerinester (Gemisch der Dioxypropylester der im Leinöl 'enthaltenen Säuren) werden mit 184 Gewichtsteilen Glycerin, 518 Gewichtsteilen Phthalsäure und 30 Gewichtsteilen Borsäure während 2 Stunden auf i8o°, dann so lange auf 200 bis 2200 erhitzt, bis der gewünschte Kondensationsgrad erreicht ist.
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Friedrich Prick und Dr. Adolf Kinsky in Krefeld-Uerdingen.
Selbst nach 36 Stunden bei 2200 ist die Masse noch gießbar und gut löslich, während sie ohne Borsäurezusatz bereits nach. 1 Stunde eindickt und nicht mehr aus dem Reaktionsgefäß entfernt werden kann.
An Stelle des Glycerins oder neben ihm können in den obigen Beispielen Glykole, Polyglykole sowie andere mehrwertige Alkohole mit Ausnahme des Sorbits verwendet werden, an Stelle der Phthalsäure andere mehrbasische Carbonsäuren, wie z. B. · Bernsteinsäure, Maleinsäure, Ätherdicarbonsäuren, Trimellithsäure, an Stelle der Leinölsäuren Elaeomargarinsäure, Ricinolsäure sowie die durch Wasserabspaltung aus ihr hervorgehenden mehrfach ungesättigten Säuren, Harzsäuren u.a.m.
3. 176 Gewichtsteile Glycerinmonoleinölsäureester, 92 Gewichtsteile Glycerin, 200 Gewichtsteile Adipinsäure und 20 Gewichtsteile Borsäureanhydrid werden 2 Stunden auf i8oQ, darauf auf 2000 erhitzt. Das Harz wird nach 6 Stunden unlöslich, während es ohne Borsäureanhydrid schon nach 1 Stunde unlöslich wird.
4. 300 Gewichtsteile Leinölsäure, 276 Gewichtsteile Glycerin, 470 Gewichtsteile Phthalsäureanhydrid und 75 Gewichtsteile Borsäurebutylester werden 2 Stunden auf i8o°, dann auf 22o° erhitzt. Das Harz wird unlöslich nach 11 Stunden, ohne Borsäurebutylester schon nach 3 Stunden.
5. 298 Gewichtsteile Ricinolsäure, 276 Gewichtsteile Glycerin, 470 Gewichtsteile Phthalsäureanhydrid und 40 Gewichtsteile Borsäuremethylester werden 2 Stunden auf i8o°, dann auf 220° erhitzt. Das Harz dickt ein nach 22 Stunden, ohne Borsäuremethylester schon nach ι Stunde.

Claims (1)

  1. Patentanspruch :
    Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus mehrbasischen Säuren und mehrwertigen Alkoholen mit Ausnahme des Sorbits, gegebenenfalls unter Mitverwendung einbasischer Säuren, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensation in Gegenwart von Borsäure oder deren Estern oder in Gegenwart von Borsäureanhydrid ausgeführt wird.
DE1930577706D 1930-07-07 1930-03-30 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus mehrbasischen Saeuren und mehrwertigen Alkoholen mit Ausnahme des Sorbits, gegebenenfalls unter Mitverwendung einbasischer Saeuren Expired DE577706C (de)

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GB2055530A GB358491A (en) 1930-07-07 1930-07-07 Improvements in or relating to the manufacture of condensation products from polybasic acids and polyvalent alcohols

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DE1930577706D Expired DE577706C (de) 1930-07-07 1930-03-30 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus mehrbasischen Saeuren und mehrwertigen Alkoholen mit Ausnahme des Sorbits, gegebenenfalls unter Mitverwendung einbasischer Saeuren

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