DE57735C - Ein auf der Schnur eines Drachen laufendes Spielzeug - Google Patents
Ein auf der Schnur eines Drachen laufendes SpielzeugInfo
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- DE57735C DE57735C DE189057735D DE57735DA DE57735C DE 57735 C DE57735 C DE 57735C DE 189057735 D DE189057735 D DE 189057735D DE 57735D A DE57735D A DE 57735DA DE 57735 C DE57735 C DE 57735C
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- Germany
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- toy
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- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 claims description 2
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63H—TOYS, e.g. TOPS, DOLLS, HOOPS OR BUILDING BLOCKS
- A63H27/00—Toy aircraft; Other flying toys
- A63H27/08—Kites
Landscapes
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung bezieht sich auf ein selbsttätiges Seilfahrerspielzeug,
welches namentlich beim Drachensteigenlassen mit Verwendung finden wird.
In beiliegender Zeichnung ist dasselbe in Fig. ι bis 3 erläutert.
Fig. ι ist eine Seitenansicht und Endstellung der Vorrichtung, Fig. 2 eine Vorderansicht
und Fig. 3 ein Querschnitt mit den verschiedenen Arbeitsstellungen I, II.
Fig. ι zeigt die beiden Schnurrollen A und a,
zwischen welchen die Schnur S, längs welcher das Spielzeug laufen soll, eingezogen wird.
Diese schräge, in die Höhe gehende Leitschnur S kann am oberen Ende sowohl an
einen festen Punkt P, als auch an einen labilen Endpunkt, z. B. an die Haltschnur eines
Drachens, anschliefsen.
Die beiden Rollen A und α sind in einer
Gabel b b, Fig. 1 und 2, einer Schiene -B gelagert,
die unterhalb der Rollen ein Auslösewerk C trägt, das die zusammenklappbaren
Flügel D D beeinflufst. An der Schiene B ist nach unten eine Rippe E mittelst Halfter c c
und Steckstift c1 befestigt, welche auch Oesen dd,
Fig. 2, trägt, in welchen die von den Strebearmen e e der Flügel D D breit ausgehenden
Segel FF festgezogen werden.
Die angespannten Segel F in der Offenstellung I, Fig. 2 und 3, bewirken, indem sich
der Wind in denselben fängt, die Fortbewegung des Spielzeuges mittelst der Rollen auf
dem eingeschalteten Leitseil S.
■ Der Ein- und. Ausschaltmechanismus C für die Flügel DD bezw. Segel FF wird, wie
Fig. ι zeigt, am Endpunkt der Laufbahn von einer den Anprall mildernden federnden
Klappe G ausgelöst und besteht aus dem Buffer/ der U - förmigen Gabel g·, die sich
seitlich in den Oesen h h der Schiene B führt und an einem Hebel i angreift, der in dem
festen Quersteg H bei k gelagert ist. Der andere Schenkel il des Hebels fafst oberhalb
des Steges H in eine federnde Nase Z, die beim Herausziehen eines unter Federdruck stehenden
Knopfes m mit Anschlag m1 aus der Hülse m2
(s. punktirte1 Stellung in Fig. 1) hinter diesen
Anschlag ml einklinkt, also den Kopf festhält. An letzeren sind aber die Zugschnüre ο ο angeschlossen,
die seitlich, links und rechts an der Schiene B vorbei nach den Flügeln D D
greifen und hier bei ρ ρ festgeknotet sind. Wie aus Fig. 1 und 3 ersichtlich, sind die
Flügel DD mit den Segeln -FF gelenkig mit
einem Vorsprung der Schiene B verbunden und in der zusammengeklappten Stellung II,
bei welcher die Zugfäden ο ο lose liegen, durch die Federn q q gegen einander gedrängt. Wird
jedoch der Knopf m, Fig. 1 und 3, unter Ueberwindung
des Federdruckes in der Hülse m2 nach aufsen gedrängt, also in die punktirte
Arbeitsstellung gebracht, so ziehen die Fäden 0 0 die Flügel D D gleichzeitig nach links und
rechts aus einander, so dafs sie in einer Ebene liegen.
Die Inbetriebsetzung dieses Spielzeuges ist nun folgende:
Die schräg nach oben gehende Leitschnur S, zu welcher, wie bereits erwähnt, am bequemsten
die Aufwickelschnur eines aufgestiegenen Drachens benutzt werden kann, wird in die
Rillennuth der beiden Rollen A und α gebracht
und das Ganze in ungefähr verticaler Lage mit der Mittelrippe E auf den Boden gestellt,
so dafs das grofse Laufrad A gewissermafsen beim Vorwärtsgehen in der Pfeilrichtung auf
dem Leitseil 5 reitet, wobei das am Arme r( eingehängte Gewicht r das Ganze ins Gleichgewicht
bringt. Wird nunmehr der Knopf m mit der Hand aus der Stellung II in die Arbeitsstellung I gezogen, so ziehen gleichzeitig
die Schnüre ο ο die Flügel D D mit den Segeln FF in die Offenstellung (Fig. 2 und 3)
und halten dieselben hier fest, weil die federnde Nase / hinter dem Anschlag m1 eingeklinkt
ist. Der Wind hat nun eine Angrifffläche in den Segeln FF, vorausgesetzt, dafs
man dieselben in die Windrichtung bringt, und die ganze Vorrichtung wird entsprechend
der jeweiligen Windstärke und der verschiedenen Schräglagen der Führungsschnur S
selbsttätig in die Höhe laufen, wobei das Gewicht r am Arme η das Gleichgewicht herstellt.
Kommt nun das Ganze oben an, wie es Fig. ι zeigt, so wird der Buffer f mit voller
Gewalt gegen die am Drachen bezW. der Drachenschnur angeschlossene federnde Klappe G
stofsen, der Buffer wird mit seiner U-förmigen Gabel g zurückgeschoben und der angeschlossene
Hebel i, Fig. 1, zurückgestofsen, die federnde Nase I niedergezogen, so dafs der Anschlag
w1 seinen Halt verliert und in die ausgezogene
Stellung zurückschnellt, wobei natürlich die Zugfäden ο ο nachlassen und nunmehr die
Federn q q Gewalt bekommen und die Flügel D D mit den Segeln F F aus der
Arbeitstellung I in die Ruhelage II zusammenklappen. Hierdurck ist der Druckwirkung des
Windes Einhalt gegeben und das Spielzeug wird, durch sein Eigengewicht veranlafst, denselben
Weg wieder zurückrollen.
Unten angelangt, wird es aufgefangen und das Spiel kann von neuem beginnen, wie vorher
angegeben.
An der Achse des grofsen Laufrades A können Kurbeln angebracht werden, welche
die beweglichen Theile einer Figur, eines Reiters, Turners u. s. w. in Gang setzen und
so dem Ganzen ein gefälliges Ansehen geben.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein auf der Schnur eines Drachens durch Winddruck hinauflaufendes Spielzeug, an welchem Treibflächen (Segel) angebracht sind, die durch einen Mitnehmer in der Treiblage gehalten und durch Anstofsen an einen auf der Drachenschnur oder am Drachen sitzenden Anschlag ausgelöst werden, so dafs die Treibflächen aufser Thätigkeit treten und das Spielzeug auf der Drachenschnur durch die eigene Schwere zurückkehren kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE189057735D DE57735C (de) | 1890-10-06 | 1890-10-06 | Ein auf der Schnur eines Drachen laufendes Spielzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE189057735D DE57735C (de) | 1890-10-06 | 1890-10-06 | Ein auf der Schnur eines Drachen laufendes Spielzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE57735C true DE57735C (de) | 1891-07-14 |
Family
ID=332085
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE189057735D Expired DE57735C (de) | 1890-10-06 | 1890-10-06 | Ein auf der Schnur eines Drachen laufendes Spielzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE57735C (de) |
-
1890
- 1890-10-06 DE DE189057735D patent/DE57735C/de not_active Expired
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