DE62969C - Einspannvorrichtung für Zugthiere - Google Patents
Einspannvorrichtung für ZugthiereInfo
- Publication number
- DE62969C DE62969C DENDAT62969D DE62969DA DE62969C DE 62969 C DE62969 C DE 62969C DE NDAT62969 D DENDAT62969 D DE NDAT62969D DE 62969D A DE62969D A DE 62969DA DE 62969 C DE62969 C DE 62969C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- attached
- animal
- draft
- clamping device
- drawbar
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 241001465754 Metazoa Species 0.000 title claims description 22
- 230000001404 mediated effect Effects 0.000 claims 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 2
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 2
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62C—VEHICLES DRAWN BY ANIMALS
- B62C5/00—Draught assemblies
- B62C5/005—Starting aids
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Catching Or Destruction (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einspannvorrichtung für Zugthiere, durch welche
bezweckt wird, für die Zugrichtung jederzeit selbstthätig denjenigen Winkel zu erzielen,
welcher den jeweilig obwaltenden Verhältnissen des Weges am besten entspricht, derart, dafs
die zur Bewegung des Fahrzeuges oder sonstigen Geräthes erforderliche Kraft stets eine möglichst
geringe ist. Es wird dies dadurch erreicht, dafs einerseits zwischen dem Fahrzeug
und Zugthier eine mit einer Kraftquelle versehene Verbindung geschaffen wird, welche beständig
bestrebt ist, den Vorderkörper des Zugthieres anzuheben', und andererseits den
Zugseilen eine derart geneigte Lage gegeben wird, dafs hierdurch auf das Zugthier ein nach
Mafsgabe der Zugwirkung desselben sich ändernder, nach abwärts gerichteter Zug eintritt.
Aus dem Zusammenwirken beider Kräfte ergiebt sich eine Resultirende, deren Richtung,
durch - die Befestigungsstelle der Zugseile am Kummet hindurchgehend, zwischen der Richtung
der Zugseile und der durch die genannte Befestigungsstelle gedachten Lothrechten
schwankt. Durch diese auf das Zugthier wirkende Resultirende wird erzielt, dafs das Thier
stets unter demjenigen Winkel seine Zugkraft ausübt, welcher den jeweiligen Verhältnissen
des Weges am besten entspricht.
Die erwähnte Verbindung zwischen Fahrzeug und Zugthier besteht zweckmäfsig aus Federn,
welche einerseits am Vorderwagen, andererseits mit dem vorderen Theil der Deichsel (bei
Scheerendeichseln) oder auch unmittelbar mit dem Gurt des Zugthieres verbunden sind und
derart wirken, dafs sie das Zugthier am Vordertheil zu heben streben.
Behufs Erzielung einer stark geneigten Lage der Zugseile sind am Vorderwagen nach abwärts
gerichtete Arme befestigt, an deren unterem Ende die Zugseile angreifen.
Fig. ι der Zeichnung veranschaulicht in Seitenansicht
ein zweiachsiges Fahrzeug, welches mit einer solchen Einrichtung versehen ist. Fig. 2
ist eine obere Ansicht des Vorderwagens mit abgenommenem Wagenkasten. Fig. 3 zeigt den
Wagen ebenfalls in Seitenansicht mit angelegten Zugseilen.
Fig. 4 veranschaulicht ein Fahrzeug mit Zugthier. Die Einrichtung zeigt hinsichtlich der
Hubvorrichtung eine Abänderung. Eine dritte diesbezügliche Abänderung ist in Fig. 5 dargestellt
und Fig. 6 zeigt endlich noch eine Vorkehrung, welche es ermöglicht, die Kraft zu verändern, mit welcher die Hubvorrichtung
den Vordertheil des Zugthieres zu heben sucht.
Bei den durch Fig. 1, 2, 3 und 5 veranschaulichten
Einrichtungen besteht die Hubvorrichtung aus den Spiralfedern 10, welche
von je einer vierkantigen Hülse 11 ausgehen, die auf die vierkantigen Enden 8 von Stangen
13 aufgeschoben und mittelst Schrauben 14 in dieser Lage gesichert sind. Die Stangen 13
ruhen drehbar in Lagern 15, welche mittelst Schrauben 16 am vorderen Querbaum des
Vorderwagens .12 befestigt sind. Die Spiralfedern 10 gehen in je einen sich nach vorn
erstreckenden Arm über, welche unter Haken oder Bügel 17 greifen, die an den Bäumen 18
der Scheerendeichsel befestigt sind. Letztere
ist mittelst der Augen 19 drehbar auf den Stangen 13 gelagert.
Auf den Vierkantenden 8 der Stangen 13
sind einstellbare und abnehmbare Anschläge 20 angeordnet (Fig. 3), welche unter den vorderen
Querbaum des Vorderwagens reichen und dazu dienen, ein Mitdrehen der Stangen 13 zu verhindern,
wenn die Deichsel 18 aus der angehobenen Ruhelage (Fig. 1) zwecks Einspannens
des Zugthieres in die durch Fig. 3 veranschaulichte Lage gesenkt wird. Es werden hierdurch
die Federn 10 gespannt. Letztere können statt mit der Deichsel auch unmittelbar mit
dem Gurt des Zugthieres verbunden sein, und zwar in der Weise, dafs entweder jede der
beiden Federn an einer Seite am Gurt befestigt wird, oder dafs beide Federn vorn mitten über
dem Zugthier mit einander und mit dem oberen Theil des Gurtes verbunden sind.
Bei der durch Fig. 4 veranschaulichten Abart ist die Spiralfeder durch eine Schraubenfeder
ersetzt, welche an einer am Vorderwagen befestigten Stütze 22 befestigt is_t und mittelst
einer Zugstange 21 auf die an der Deichsel befestigte Oese 17 wirkt und die Deichsel 18
nach oben zu drehen sucht.
Wie Fig. 5 zeigt, kann auch die Deichsel 18
unmittelbar aus der vorderen Verlängerung der Spiralfeder 10 hergestellt sein.
■ Die Verlängerung ist dann so gedreht, dafs sie hochkantig steht. Auf beiden Seiten der im Querschnitt rechteckigen Verlängerung wird je ein Holzfutter befestigt, so dafs die drei Theile zusammen den bei Deichseln üblichen Querschnitt bilden.
■ Die Verlängerung ist dann so gedreht, dafs sie hochkantig steht. Auf beiden Seiten der im Querschnitt rechteckigen Verlängerung wird je ein Holzfutter befestigt, so dafs die drei Theile zusammen den bei Deichseln üblichen Querschnitt bilden.
Um die Wirkung der Spiralfeder dem Gewicht des betreffenden Zugthieres anpassen zu
können, ist, wie Fig. 6 zeigt, an den Stangen 1 3 je ein Handhebel 23 angebracht, mittelst dessen
die betreffende Stange derart gedreht werden kann, dafs die Spannung der Feder erhöht oder
erniedrigt wird. Um die Feder bei der betreffenden Spannung festzulegen, ist auf der
Stange 13 ein Sperrrad 24 befestigt, in welches eine am Rahmen des Vorderwagens gelagerte
Klinke 25 eingreift, welche mittelst einer Zugstange ausgelöst werden kann.
Um den Zugseilen 28, welche vorn mit dem Kummet 29 verbunden sind, eine möglichst
stark geneigte Lage zu geben, sind am Rahmen des Vorderwagens nach abwärts gerichtete
Arme 30 in Lagern 31 drehbar gelagert. Am unteren Ende der Arme 30 sind Haken 32
zum Einhängen des Zugseiles einerseits und einer an der Vorderachse 34 befestigten Kette 33
andererseits angebracht. Statt der drehbaren Arme können auch starr am Vorderwagen befestigte
Arme angeordnet werden. Die Kette 33 kann dann fortfallen.
Es ist ersichtlich, dafs bei vorliegender Einrichtung die Federn 10, welche entweder vermittelst
der Deichsel oder direct auf den Gurt wirken, das Zugthier zu heben suchen. Aufser
dieser Hubkraft wirkt auf das Zugthier eine Kraft, welche beim Ziehen des Fahrzeuges zufolge
der stark geneigten Lage der Zugseile entsteht und welche als Verticalcomponente
der Zugkraft sich mit dieser ändert. Die Resultirende beider Kräfte wechselt ihre Richtung
je nach dem Ueberwiegen der einen oder anderen Kraft. Mit zunehmender Zugkraft wird
die auf Heben des Zugthieres wirkende Kraft mehr und mehr aufgehoben, der Bauchgurt
des Zugthieres wird in gleichem Mafse schlaffer, so dafs das Gewicht des Thieres in entsprechend
zunehmendem Mafse zur Wirkung kommt.
Zur drehbaren Verbindung des Vorderwagens mit dem Wagenkasten ist an ersterem eine
Büchse 36, Fig. 1 und 2, mittelst der Arme 37 befestigt. In diese Büchse greift der am Wagenkasten
mittelst der Arme 39 befestigte Zapfen 38 ein, in welchem eine Ringnuth 41 vorgesehen
ist, in die eine in der Büchse sitzende Schraube 40 eingreift, um hierdurch ein Herausspringen des
Zapfens 38 aus der Büchse 36 zu verhindern.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Einspannvorrichtung für Zugthiere, gekennzeichnet durch am Fahrzeug befestigte Federn (10), welche entweder unter Vermittelung der Deichsel (18) oder unmittelbar am Bauchgurt den Vordertheil des Zugthieres anzuheben suchen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE62969C true DE62969C (de) |
Family
ID=336924
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT62969D Expired - Lifetime DE62969C (de) | Einspannvorrichtung für Zugthiere |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE62969C (de) |
-
0
- DE DENDAT62969D patent/DE62969C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1482482A1 (de) | Einstellvorrichtung an einem Dreipunktgestaenge zum Anbau eines landwirtschaftlichen Geraetes an einen Schlepper | |
| DE1940024A1 (de) | Anhaengerkupplung | |
| DE1531251B2 (de) | Klappbarer Kran | |
| DE62969C (de) | Einspannvorrichtung für Zugthiere | |
| DE1430224C3 (de) | Lösbare Zugvorrichtung zum Verbinden eines Anhängers mit einer Zugmaschine | |
| DE809353C (de) | Greiferherz, das von der Steigerolle eines Lastenaufzuges getragen wird | |
| DE311001C (de) | ||
| DE840586C (de) | Zug- und Hubvorrichtung mit einem Metallseil | |
| DE87506C (de) | ||
| DE1032958B (de) | Vorrichtung zum seitlichen Verstellen eines Anbaugeraetes | |
| DE260292C (de) | ||
| DE54798C (de) | Vorrichtung zur Erleichterung des Anziehens von Fuhrwerken aller Art | |
| DE396472C (de) | Wiegevorrichtung | |
| DE189676C (de) | ||
| DE222731C (de) | ||
| DE652055C (de) | Ausloesevorrichtung fuer den Greifer o. dgl. von Heuaufzuegen o. dgl. | |
| DE78956C (de) | Seilgreifer für Hängebahnwagen | |
| DE215267C (de) | ||
| DE10381C (de) | Neuerungen an der unter P. R. 4484 patentirten selbstthätigen Bremse für Eisenbahnwagen | |
| DE239490C (de) | ||
| DE20914C (de) | Neuerungen an HängegerQsten | |
| DE85590C (de) | ||
| DE494052C (de) | Kupplung zwischen Zugwagen und Anhaenger mit einer selbsttaetig wirkenden Einrichtung zum Belasten des Zugwagens durch einen Teil des Gewichtes des Anhaengers | |
| DE932102C (de) | Stubbenrodevorrichtung mit einem an einem dreibeinigen Stuetzgeraet aufgehaengten Flaschenzug | |
| DE102022130489A1 (de) | Arbeitsbühne |