DE575384C - Greifervorrichtung fuer Naehmaschinen - Google Patents
Greifervorrichtung fuer NaehmaschinenInfo
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-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B57/00—Loop takers, e.g. loopers
- D05B57/08—Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines
- D05B57/10—Shuttles
- D05B57/14—Shuttles with rotary hooks
- D05B57/143—Vertical axis type
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Greifer "für
Nähmaschinen und verfolgt vor allem den Zweck, ein sicheres Festhalten des mit der
Naht zusammenhängenden Schenkels der Fadenschleife zu ermöglichen. Bei den bekannten
Greifern sind hierzu an der Greiferbahn oder einem mit dieser verbundenen Teile Spitzen
o. dgl. vorgesehen, bei denen die Gefahr besteht, daß sie sich leicht verbiegen können. In einem
solchen Falle hat dann der Faden zuviel oder zuwenig Luft und kann sich infolgedessen
leicht verklemmen. Ferner haben die bekannten Anordnungen den Nachteil, daß infolge des
notwendigen Spielraumes Geräusche beim Arbeiten des Greifers entstehen.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, daß das an der Greiferbahn angeordnete
Mittel zum Festhalten des mit der Näht zusammenhängenden Schenkels der Faden-
ao schleife und der Greifer derart ausgebildet werden, daß sie nach dem Erfassen des Schenkels
durch die Greiferspitze federnd miteinander in Eingriff treten. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
des Erfindungsgegenstandes wird der Greifer mit einer kreisförmig ausgenommenen Nut versehen, in die ein an der Greiferbahn
angeordneter federnder Stift o. dgl. eingreift, der den Schenkel der Fadenschleife zurückhält.
Zur Sicherung einer guten Führung des Stiftes wird dieser vorzugsweise nur in seiner axialen
Richtung beweglich gemacht. Ein gutes Eingreifen des Stiftes in die" Nut kann vorzugsweise
dadurch erzielt werden, daß die Nut mit einer Anlauffläche versehen ist.
Es ist ferner notwendig, den Deckel des Greifergehäuses derart auf dem Gehäuse zu
befestigen, daß seine Winkelstellung eindeutig festliegt und daß er sicher auf das Greifer-'
gehäuse gedrückt wird. Zu diesem Zweck werden an dem Greifergehäuse mindestens zwei
Schrauben mit unrunden Köpfen angeordnet, und der Deckel wird in seinem unteren Teil
mit der Form der Schraubenköpfe entsprechenden Ausnehmungpn versehen, die sich im oberen
Teil des Deckels in zylindrische Ausdrehungen fortsetzen, deren Durchmesser um ein ganz
geringes größer ist als der größte Durchmesser der Schraubenköpfe. Besonders vorteilhaft
für die Herstellung dieser Schrauben und eine gute Sicherung des Deckels gegen Verdrehen
ist es, den Querschnitt der Schraubenköpfe nach einem Viereck zu gestalten,, das von zwei
parallelen Geraden und zwei Kreisbogen mit dem Symmetriepunkt als Mittelpunkt begrenzt
ist. ·
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung,
in welcher eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt ist.
Abb. ι ist eine Draufsicht auf die ganze Greifervorrichtung,
wobei der Deckel strichpunktiert eingezeichnet ist; die Abb. 2 und 3 sind Schnitte
der Abb. ι nach aufeinander senkrechten Ebenen; Abb. 4 zeigt den Greifer in Vorderansicht
Abb. 5 diesen in Seitenansicht; die Abb. 6 und η stellen den Deckel in Draufsicht und Schnitt dar.
In einer an der Tischplatte der Nähmaschine befestigten Brücke ι befindet sich ein Lager
für die mit dem Greifertreiber η fest verbundene Schwingachse 3. Sie trägt unten ein Ritzel 4,
welches mit einem Zahnsegment 5 kämmt. Dieses ist an dem einen Arm eines doppelarmigen
Schwinghebels 6 befestigt, der an einem Zapfen an der Unterseite der Tischplatte gelagert ist
und dessen anderer Arm auf geeignete Weise, beispielsweise mittels eines um eine waagerechte
Achse .schwingenden Schwinghebels, dessen oberer Arm eine auf der Hauptwelle der Nähmaschine
sitzende Nocke umfaßt, die Schwingbewegung erhält. Der Greifertreiber 7 weist für den Greifer eine kreisbogenförmige, sich
aufwärts erstreckende Rippe 9 auf, deren eines Ende 10 sich etwas von dem Mittelpunkt des
Kreisbogens nach außen flach zulaufend ent-.fernt, um dem Faden mehr Spielraum zu geben.
Ferner sind beide Enden der Rippe 9 zur Erleichterung des Fassens bzw. Abwerfens des
Fadens abgeschrägt, wie aus Abb. 3 hervorgeht. Der Greifer 8 wird von oben auf den Greifertreiber
7 aufgesetzt und liegt dann mit seiner Unterfläche auf der Sitzfläche 8° des Gehäuses
auf. Er wird dadurch gegen eine Verdrehung in dem Greifertreiber 7 gesichert, daß die Enden
von dieser Rippe 9 sich an die Enden seines äußeren ringförmigen Teiles legen, wobei jedoch
zwischen diesen Teilen ein derartiger Zwischenraum vorgesehen ist, daß der Faden hindurchtreten
kann. Der Greifer 8 ist in der Mitte ausgebohrt und trägt einen Zapfen 11 für die
Lagerung der Spule und der Spulenkapsel, welche in an sich bekannter Weise ausgebildet
sind. Der Greifer 8 weist als eine Begrenzung der Ausbohrung eine Schneide 12 auf und als
eine Begrenzung seines äußeren Umfanges eine Spitze 13, welche den mit der Naht zusammenhängenden
Schenkel der Fadenschleife erfaßt. Der Greifer 8 ist nahe seines kreisbogenförmigen
Umfanges an der Unterseite mit einer Nut 14 versehen, welche in der Nähe
der Spitze 13 mit einer Anlauffläche versehen ist (Abb. 4). Gleichzeitig ist auch die äußere
Begrenzungsfläche entsprechend dem Tieferwerden der Nut abgeschrägt, so daß eine Spitze
zum leichteren Erfassen des Nadelfadens gebildet wird.
Die äußere Fläche 15 des Greifers bewegt sich mit ganz geringem Spiel in der zylindrischen
Ausdrehung 16 des Greifergehäuses 17, welches an der Brücke 1 angeschraubt und mit einer
Ausnehmung 18 für den Durchtritt der Nadel der Nähmaschine versehen ist. Auf einem
kleinen Stück des Umfanges von Ausnehmung ab im Uhrzeigersinn gerechnet ist der Durchmesser der Ausdrehung 16 etwas vergrößert,
so daß auf dieser Strecke ein kleiner Zwischenraum zwischen der äußeren Fläche 15
des Greifers 8 und der inneren Fläche der Ausdrehung 16 entsteht, welche genügend groß
ist, daß der Faden frei durch sie hindurchfreten kann. Vor dem Ende der Vergrößerung des
Zwischenraumes zwischen der Ausdrehung 16 und dem Greifer ragt ein lotrechter Stift 19
vom Boden des Greifergehäuses 17 gegen den Greifer 8, und zwar in dessen Nut 14 hinein.
Der Stift 19 ist nicht fest an dem Greifergehäuse befestigt, sondern kann nach unten
zu federnd nachgeben. Zu diesem Zwecke ist er in Richtung seiner Achse gleitbeweglich
durch eine Bohrung eines an dem Greifergehäuse 17 angeschraubten zylindrischen Lagerstückes
20 hindurchgeführt und unten mit einem Kopf von größerem Durchmesser versehen,
welcher in einer an ihrem freien Ende mit Muttergewinde versehenen Bohrung 21 des
Lagerstückes 20 von entsprechend größerem Durchmesser ebenfalls gleitbeweglich ist. Zwischen
einem in das Muttergewinde eingeschraubten Schraubenbolzen 22' und dem Kopf des
Stiftes 19 ist eine Schraubenfeder 23 in die
Bohrung eingelegt, welche den Stift 19 beständig aufwärts zu drücken versucht. Bei einer
Bewegung des Greifers im Uhrzeigersinn nach Abb. ι kommt daher zuerst der an der Spitze 13
befindliche tiefere Teil der Nut 14 in Eingriff mit dem Stift 19, und bei einer weiteren Drehung
wird der Stift entsprechend der abnehmenden Tiefe der Nut abwärts gedrückt, so daß durch
die Federung des Stiftes immer ein guter Eingriff zwischen Nut und Stift gesichert ist.
Der Deckel 24 des Greifergehäuses ist ebenfalls auf besonders einfache Art abnehmbar.
Das Greifergehäuse trägt an zwei einander diametral gegenüberliegenden Stellen zwei
Stifte 31, welche in entsprechende Bohrungen 30 des Greifergehäusedeckels 24 eintreten und ein
genaues Aufsetzen des Deckels sichern. Ferner trägt das Greifergehäuse zwei Bohrungen 25
mit Muttergewinde, in welche Schrauben 26 eingeschraubt sind, von deren zylindrischem
Kopf mit Rille zwei Segmente abgeschnitten sind (s. Abb. 1 und 2). Der Deckel 24 ist an den
den Schrauben 26 entsprechenden Stellen mit ,ylindrischen Bohrungen 27 versehen, welche
jedoch nicht von oben bis zur unteren Fläche reichen, sondern nur so tief sind, daß noch
genügende Fleischstärke übrigbleibt, um ein Durchbrechen des Bodens zu verhindern, der
entsprechend der Form der Schraubenköpfe mit Schlitzen 28 versehen ist. Beim Aufsetzen
des Deckels 24 werden die Schrauben 26 derart ;estellt, daß ihre Köpfe durch die Schlitze
des Deckels 24 hindurchtreten können. Es genügt dann ein geringes Verdrehen der Schrauben,
um den Deckel 24 am Greifergehäuse zu
befestigen, da sich sodann die unteren Flächen der Schraubenköpfe gegen die Bodenflächen
der zylindrischen Bohrungen 27 legen.
Der Deckel 24 trägt ferner eine Bohrung für den Durchtritt der Nadel, welche sich gegen
den Mittelpunkt zu in einen Schlitz 29 fortsetzt, in welchem der radiale Arm der bekannten
Spulenkapsel eintritt und diese gegen Verdrehung sichert. Der Deckel 24 ist an der dem
to Stoffschieber zugewendeten Seite abgenommen
' und abgeschrägt (s. Abb. 6 und 7).
Die Wirkungsweise des Greifers ist folgende: Wenn die Nadel abwärts durch die Bohrung
des Greifergehäusedeckels hindurchgeht, so befindet sich der Greifer in einer solchen Stellung,,
daß die Spitze des Greifers sich links (nach Abb. 1) von der Nadel befindet. Es bewegt
sich sodann der Greifer im Sinne des Uhrzeigers, und die Spitze 13 des Greifers erfaßt die Nadeiao
fadenschleife. Bei der weiteren Bewegung des Greifers kommt die Nut 14 des Greifers
mit dem Stift 19 in Eingriff, wodurch der mit der Naht zusammenhängende Schenkel der
Fadenschleife durch den Stift 19 zurückgehalten wird. Der Nadelfaden bewegt sich
somit bei einer weiteren Bewegung des Greifers im Uhrzeigersinn nicht aus dem .durch die
Vergrößerung des Durchmessers gebildeten Schlitz nach rechts heraus, so daß ein Abreißen
des Fadens durch eine Klemmung des Fadens zwischen der Außenfläche 15 des Greifeis und
der Innenfläche der Ausdrehung 16, welche bei Fehlen des Stiftes 19 eintreten würde,
verhindert wird. Die Stichbildung selbst erfolgt in bekannter Weise, so daß sie nicht näher
beschrieben zu werden braucht. Das Abwerfen der Schleife erfolgt über die Spulenkapsel
hinweg, wenn der Greifer seine Bewegung umkehrt.
Es kann selbstverständlich der Stift auch seitlich angeordnet werden und dementsprechend
auch die Nut in dem Greifer.
Claims (5)
1. Greifervorrichtung für Nähmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß das an der
Greiferbahn angeordnete Mittel (19) zum Festhalten des mit der Naht zusammenhängenden
Schenkels der Fadenschleife und der Greifer derart ausgebildet sind, daß sie nach dem Erfassen der Fadenschleifenspitze
durch die Greiferspitze (13) federnd miteinander in Eingriff treten.
2. Greifervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer (8) eine zur Greiferachse konzentrische, kreis- 55 ·
förmig ausgenommene Nut (14) aufweist, in die ein an der Greiferbahn angeordneter
federnder Stift (19) o. dgl. eingreift, der die
Schenkel der Fadenschleife zurückhält.
3. Greifervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift (19)
• nur in seiner axialen Richtung beweglich ist.
4. Greifervorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nut (14) in der Nähe der Greiferspitze (13) mit einer Anlauffläche versehen ist.
5. Als Bahngreifer ausgebildeter Greifer nach einem der vorhergehenden Ansprüche
mit abnehmbarem, durch Schrauben am Greifergehäuse gehaltenen Greiferbahndeckel,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schrauben (26) mit untereinander und zur Schraubenachse parallelen Flachseiten versehene
Köpfe aufweisen und der Deckel (24) der Höhe der Schraubenköpfe entsprechend tiefe und dem Längsdurchmesser
der Schraubenköpfe entsprechend weite, zylinderförmige Ausdrehungen besitzt, deren
Boden mit dem Querschnitt der Schraubenköpfe entsprechenden Schlitzen versehen
ist, so daß nach Lockerung und einer Teildrehung der Schrauben der Deckel über die
Schraubenköpfe hinweg abgezogen werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT738725X | 1931-06-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=3680226
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|---|---|---|---|
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| DEG80492D Expired DE575384C (de) | 1931-06-17 | 1931-08-25 | Greifervorrichtung fuer Naehmaschinen |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG85776D Expired DE602105C (de) | 1931-06-17 | Bahngreifer fuer Naehmaschinen |
Country Status (3)
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
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- 1931-08-25 DE DEG80492D patent/DE575384C/de not_active Expired
-
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-
1933
- 1933-06-22 FR FR43624D patent/FR43624E/fr not_active Expired
Also Published As
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| DE602105C (de) | 1934-08-31 |
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| NL34888C (de) |
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