DE559584C - Naehmaschine zur Herstellung von Noppen - Google Patents

Naehmaschine zur Herstellung von Noppen

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DE559584C DE1930559584D DE559584DD DE559584C DE 559584 C DE559584 C DE 559584C DE 1930559584 D DE1930559584 D DE 1930559584D DE 559584D D DE559584D D DE 559584DD DE 559584 C DE559584 C DE 559584C
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Nähmaschine zur Herstellung von Noppen mit einer Stoffvorschubvorrichtung und einer Hakennadel ο. dgl., die Fadenschleifen durch ein Stoffstück hindurchzieht, und mit einem Fadenschneidmesser, mittels dessen die von der Nadel durch das Stoffstück hindurchgeführten Schleifen aufgeschnitten werden.
Gemäß der Erfindung ist die Einrichtung so getroffen, daß das Fadenschneidmesser \ron der Stoffvorschubvorrichtung so getragen wird, daß es die Fadenschleifen nacheinander aufschneidet.
Bei der vorzugsweise zur Anwendung gelangenden Ausführungsform der Erfindung, bei der ein eine Viereckbewegung ausführender oberer Vorschubfuß sowie ein Drückerfuß vorgesehen sind, der abwechselnd zu dem Vorschubfuß mit dem Stoff in Eingriff tritt, so wird das Fadenschneidmesser von dem Vorschubfuß so getragen, daß es jeweils die gerade von der Nadel gebildeten Fadenschleifen aufschneidet.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar ist
Fig. ι ein Längsschnitt, teilweise in Ansicht, einer vorzugsweise zur Anwendung gelangenden Ausf ührungsf orm der Erfindung, und Fig. 2 ist eine Draufsicht hierzu von unten. Fig. 3 ist eine schaubildliche Ansicht und veranschaulicht die gegenseitigen Stellungen der Fadenschneidscheibe und der abgeflachten Nadel.
Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt des Vorschubfußes durch die Achse der an diesem Fuß befestigten Schneidscheibe hindurch.
Fig. S ist eine schaubildliche Ansicht der Stichplatte.
Fig. 6 ist eine vordere Endansicht der Nähmaschine, teilweise im Schnitt.
Fig. 7 ist eine Draufsicht und
Fig. 8 eine hintere Seitenansicht, beide teilweise im Schnitt, des freien Endteils des Maschinentragarms.
Fig. 9 veranschaulicht in schaubildlicher Darstellung den Drückerfuß und den Vorschubfuß.
Fig. 10 ist eine Draufsicht, teilweise im Schnitt, des Schleifenführungsblatts, des Drückerfußes, des Vorschubfußes und eines Teils des Arbeitsstücks.
Fig. 11, 12 und 13 sind Einzeldarstellungen in der Seitenansicht der Schleifenbilde- und Stoffvorschubglieder, wobei diese Ansichten nacheinander aufeinanderfolgende Stellungen der Teile bei der Führung einer Fadenschleife durch den Stoff hindurch und in die Schneidstellung darstellen.
Fig. 14, 15 und 16 veranschaulichen den Fadeneinleger und den den Faden zurückhaltenden Teil in der Draufsicht, wobei der Faden die den Fig. 11,12 und 13 entsprechenden Stellungen einnimmt.
Fig. ΐγ is"t eine schaubildliche Ansicht, teilweise im Schnitt, des Fadeneinlegers und des mit dem Faden in Eingriff tretenden Endes des fadenzurückhaltenden Teils.
Fig. 18 ist eine schaubildliche Ansicht, teilweise im Schnitt, des-unteren Endes der Nadelstange und der von ihr getragenen Hakennadel.
Das Nähmaschinengestell weist eine Grundplatte ι auf, deren obere Fläche zur Stoffunterstützung dient. Von der Grundplatte ι ragt der röhrenförmige Ständer 2 empor, dessen Maschinenarm 3 in den Kopf 4 ausläuft. In dem Maschinenarm 3 ist die waagerechte Maschinenantriebswelle 5 gelagert, die an dem einen Ende eine antreibende Schnurscheibe 6 und an ihrem anderen Ende eine Kurbelscheibe/ trägt. Letztere weist die übliche Lenkerverbindung 8 mit der auf und ab gehenden Nadelstange 9 auf. Die Nadelstange 9 ist in durchbohrten Lagerlappen 10, 11 eines Schwingrahmens 12 gelagert, der mit seinem oberen Ende auf einem Lagerzapfen 13 schwingbar gelagert ist, der parallel zu der Welle 5 verläuft und durch eine Stellschraube 14 in einer Bohrung des Kopfes 4 befestigt ist.
An dem unteren Ende der Nadelstange 9 ist eine Nadel 15, beispielsweise eine Hakennadel, befestigt, die auf der einen Seite von der Nadelspitze aus über den größeren Teil ihrer Länge weggeschnitten ist, um eine flache Fläche 16 (Fig. 18) herzustellen, die im wesentlichen nach einem Durchmesser der Nadel verläuft und in das zylindrische Schwanzende 17 der Nadel ausläuft. Dieses zylindrische Ende 17 der Nadel ist in eine Bohrung eingesetzt, die in dem unteren Ende der Nadelstange 9 vorgesehen ist, und wird in dieser Bohrung durch eine Stellschraube 18 festgehalten. Oberhalb ihrer Spitze ist die Nadel mit einem die Fadenschleife aufnehmenden Haken 19 versehen, dessen eine Seite von der Nadelabflachung 16 begrenzt wird. Der Rahmen 12 wird um den Lagerzapfen 13 durch eine wirksame Verbindung mit einem Kurbelarm 20 ausgeschwungen, der auf dem einen Ende einer Schwingwelle 21 sitzt, die in Lagern des Maschinenarms 3 in paralleler Lage zu der Welle 5 ruht. Auf das andere Ende der Schwingwelle ist ein gegabelter Arm 22 festgeklemmt, der ein einstellbares Exzenter 23 umfaßt, das auf der Maschinenantriebswelle 5 sitzt; dieses Exzenter beeinflußt die Schwingwelle 21 in der richtigen zeitlichen Beziehung zu den senkrechten Aufundabbewegungen der Nadel derart, daß letzterer seitliche, den Stoff vorschiebende Bewegungen erteilt werden.
Die den Stoff vorschiebenden Bewegungen der Nadel treten gleichzeitig mit den Bewegungen eines* Vorschubfußes 24 auf, der einen in senkrechter Richtung durchbohrten Schaft 25 besitzt, welcher· auf dem unteren Ende einer Vorschubstange 26 befestigt ist. Diese Vorschubstange 26 ist zur Ausführung längsgerichteter Hinundherbewegungen in einer senkrecht durchbohrten Lagernabe 27 des Schwingrahmens 12 gelagert, und ihr oberes Ende ist durch einen Lenker 28 mit dem einen Arm 29 eines Winkelhebels 29, 30 verbunden. Der andere Arm 30 dieses Winkelhebels ist durch einen Lenker 31 mit einem Kurbelarm 32 auf dem einen Ende einer waagerechten Schwingwelle 33 verbunden, die in Lagerlappen 34 auf der Hinterseite des Maschinenarms ruht. Die Schwingwelle 33 trägt einen anderen Kurbelarm 35, der mit dem einen Ende eines Lenkers 36 schwingbar verbunden ist (Fig. 7), dessen anderes Ende einen Bügel 37 aufweist, der ein Exzenter 38 auf der Maschinenantriebswelle S umfaßt.
Der Winkelhebel 29, 30 besitzt eine Nabe 39, die auf einem Lagerzapfen 40 schwingbar gelagert ist, der seitlich von einem Arm 41 eines Bundes 42 (Fig. 7 und 8) hervorragt, der auf einer senkrecht verlaufenden Drückerstange 43 festgeklemmt ist. Der Hebel 29, 30 wird auf seinem Lagerzapfen 40 mittels einer Schraube 44 gehalten, die in das Ende des erwähnten Zapfens 40 eingeschraubt ist. Die Drückerstange 43 kann in Lagern des Kopfes 4 Aufundabbewegungen ausführen. In dem geschlitzten unteren Ende dieser Drücker- go stange ist der Schaft 45 eines Drückerfußes 46 befestigt, der neben dem Vorschubfuß 24 auf dessen der Nadel 15 abgekehrten Seite liegt. Die Drückerstange wird durch eine Feder 47 niedergedrückt, die auf der Hinterseite des Maschinenarms angeordnet ist und sich auf einen Lappen 48 auflegt, der von einem Bunde 49 hervorragt, der auf der Drückerstange befestigt ist. Der Bund 42 besitzt divergierende Arme 50, 51, von denen der Arm 50 in Eingriff mit dem üblichen Lüftungshebel 52 kommen kann, der auf dem Maschinenarm 3 gelagert ist, während der Arm 51 mit dem üblichen von Hand zu bedienenden Hebel 53 in Eingriff kommt, so daß die Drückerstange und die Vorschubstange zusammen entgegen der Wirkung der Feder 47 angehoben werden. Diese Bauart der Vorschub- und Drückervorrichtung ist die der allgemein bekannten, abwechselnd wir- H0 'kenden Drückervorrichtung, bei der der Drückerfuß und der Vorschubfuß abwechselnd mit dem Stoff in Eingriff kommen.
Mit der Nadel arbeitet unterhalb des Stoffes ein umlaufender Fadeneinleger 54 zusammen, der dazu dient, einen Faden in den Nadelhaken einzulegen; dieser Fadeneinleger führt zwei Umdrehungen für jede Auf undabbewegung der Nadel aus. Der Fadeneinleger 54 wird von dem oberen Ende einer aufrecht stehenden Welle 55 getragen, die in in einem gewissen Abstand voneinander liegen-
den Lagernaben 56 drehbar ist, welche an einem Lagerbock 57 vorgesehen sind. Dieser Lagerbock 57 ist auf einem Ansatz 58, der von der Grundplatte 1 hinabhängt, mittels einer Schraube 59 befestigt, die durch eine längliche Ausnehmung 60 des Lagerbocks hindurchgeht, so daß letzterer in der Längsrichtung der Grundplatte 1 eingestellt werden kann. Der Lagerbock 57 ist mit einer durchbohrten und gespaltenen Nabe 61 versehen, die durch eine Schraube 62 auf einer Buchse 6$ festgeklemmt ist, die in einem waagerecht durchbohrten Lappen 64 befestigt ist, der von der Grundplatte 1 nach unten ragt (Fig. 1); diese zusätzliche Befestigungsvorrichtung für den Lagerbock 57 ermöglicht dessen bequeme Einstellung.
Von der Fadeneinlegerwelle 55 wird ein Schraubenrad 65 getragen, das in Eingriff mit einem zweiten Schraubenrade 66 auf der Antriebswelle 67 steht, die parallel zu der Maschinenantriebswelle 5 verläuft und in der Buchse 63 sowie in Lagern ruht, die in von der Grundplatte 1 nach unten ragenden Lappen 68, 69 gebildet sind. Das Rad 66 hat die doppelte Größe des Rades 65, so daß die Fadeneinlegerwelle 55 für jede Umdrehung der Welle 67 zweimal umläuft. Die Welle 67 trägt eine am Umfang mit einer Nut versehene Scheibe 70, die durch einen Riemen 71 mit einer ähnlichen Scheibe J2 auf der Maschinenantriebswelle 5 verbunden ist, so daß die Wellen 5 und 67 im Gleichklang umlaufen.
Der Fadeneinleger 54 besitzt eine Bodenplatte JT,, von der eine zylindrische Seitenwand 74 emporragt, welche gegenüber der Bodenplatte in einen einwärts gerichteten Flansch 75 ausläuft, der eine mittlere, einen freien Raum für die Nadel darstellende Öffnung 76 einschließt, die konzentrisch zur Achse des Fadeneinlegers liegt. Der Flansch 75 ist mit einem zur Abgabe des Fadens dienenden öhr Jj versehen (Fig. 1 J), das auf die Achse des Fadeneinlegers zu schräg nach unten verläuft; die Fadeneinlegerwelle 55 besitzt eine längsverlaufende Bohrung 78, durch die hindurch ein Zierfaden von einer Vorratsquelle zu dem öhr Jj und durch letzteres hindurchgeführt werden kann; das öhr JJ mündet in der flachen oberen Fläche des Fadeneinlegers. Auf einer mit einer Schulter versehenen Aussparung in der Wand der Bohrung 76 sitzt eine mit einem Flansch versehene Einsatzhülse 79; der größere Teil des oberen Endes dieser Hülse liegt bündig mit der Oberfläche des Fadeneinlegers. Diese Einsatzhülse ist mit einer einen freien Raum für den Faden darstellenden Aussparung 80 zu einem weiter unten noch näher erläuterten Zweck versehen. Die Einsatzhülse 79 ist an dem Fadeneinleger durch eine Stellschraube 81 (Fig. 11) befestigt, die in die Seitenwand des Fadeneinlegers eingeschraubt ist. Diese Bauart ermöglicht eine Einstellung der Lage der Aussparung 80 mit Bezug auf das" Öhr JJ durch einfaches Drehen der Einsatzhülse in ihren in dem Fadeneinleger vorhandenen Sitz.
Bei ihrer den Stoff durchstechenden Bewegung geht die Nadel 15 durch den Stoff und durch das in der Stichplatte 83 vorgesehene Stichloch 82 hindurch; die Stichplatte ist hierbei auf der Grundplatte 1 befestigt, und das Stichloch 82 ist in der Richtung der den Stoff vorschiebenden Bewegung der "Nadel verlängert. Es ist vorzuziehen, den von dem Stichloch 82 zu dem Öhr Jj des Fadeneinlegers verlaufenden Faden in dichter Berührung mit der Oberfläche des Fadeneinlegers zu halten, bevor dieser Faden von der Nadel erfaßt wird, da in dieser Lage der Faden im wesentlichen senkrecht zu der Nadel verläuft und demzufolge für das Erfassen von der Nadel günstiger liegt, ohne daß eine Reibung an dem Nadelhaken eintritt. Um diese Wirkung herbeizuführen, ist die Stichplatte 83 (Fig. 5) mit einem verdickten Teil 84 versehen, der über der Oberfläche des Fadeneinlegers und in nächster Nähe dieser Fläche liegt, so daß der Faden zwischen der Stichplatte und dem Fadeneinleger dicht eingeschlossen ist.
Die Nadel 15 geht in der von der Einsatzhülse 79 gebildeten Öffnung des Fadeneinlegers exzentrisch zur Fadeneinlegerachse nach unten, bis der Nadelhaken unter der Oberfläche des Fadeneinlegers Hegt, und arbeitet alsdann während der den Stoff vorschiebenden Bewegung der Nadel seitlich quer über die Mitte der genannten Öffnung. Wenn die Nadel emporsteigt, so erfaßt ihr Haken 19 den Faden, der durch den Fadeneinleger um die Nadel herumgeschlungen wird, und führt diesen Faden in Form einer Schlinge durch den Stoff hindurch, die von der Oberfläche des Stoffs in einer Richtung im wesentlichen senkrecht zu ihr hervorragt. Um eine Verkürzung dieser Schlinge oder eines Schenkels der letzteren, falls die Schlinge aufgeschnitten worden ist, während der Bildung der nächstfolgenden Schlinge durch die Nadel zu vermeiden, ist die Maschine mit einer Einrichtung versehen, die eine Lockerung in dem zwischen der Nadelbahn und dem Stoff befindlichen Teil des Fadens herstellt, wobei der Betrag der hergestellten Fadenlockerung vorzugsweise im wesentlichen gleich der Länge des entsprechenden Schenkels der nächstfolgenden von der Nadel durch den Stoff hindurchgezogenen Schlinge ist.
Die die Fadenlockerung herstellende Vorrichtung besitzt einen aus schwingenden und den Faden zurückhaltenden Teil in Form eines Fingers 85, der an seinem freien Ende einen nach unten ragenden Knopf 86 besitzt, der unmittelbar über der Arbeitskreisbahn des Öhrs J1J liegt. Der Knopf 86 schwingt auf die obere Fläche des Fadeneinlegers zu und von letzterer hinweg in einer Richtung, die im wesentlichen senkrecht zu dieser Fläche verläuft, und zu diesem Zweck wird der Finger 85 von einem gebogenen Arm 87 (Fig. 14) getragen, der mittels Schrauben 88 auf einem Schwingrahmen 89 befestigt ist. Dieser Rahmen 89 wird von einem Lagerbolzen 90 (Fig. 2) zwischen den in einem gewissen Abstand voneinander liegenden Armen einer kurzen Welle 92 getragen, die durch eine Stellschraube 93 einstellbar in einem waagerecht durchbohrten Lagerlappen 94 ruht, der von der Grundplatte 1 nach unten ragt. Diese Anordnung sieht somit eine Einstellung der Lage des Knopfes 86 in quer verlaufender Richtung vor, d. h. eine Einstellung in der Längsrichtung der Welle 92, um die Lage des Fingers 85 in der Längsrichtung zu verschieben, wodurch die Länge der zurückgehaltenen Fadenschleife verändert wird, oder eine Einstellung der Arm© 91 um die Achse der Welle 92, wodurch der Finger in einer Richtung quer zu seiner Länge wieder eingestellt wird, um die Bahn der Schwingbewegung des Knopfes 86 mit Bezug auf die fadenabwerfenden Bewegungen des im Fadeneinleger vorgesehenen Öhrs 77 zeitlich einzustellen.
Der Rahmen 89 wird durch ein Exzenter 95 auf der Fadeneinlegerantriebswelle 67 ausgeschwungen (Fig. 2). Dieses Exzenter wird von einer Gabel 96 umfaßt, die auf dem Rahmen 89 durch eine Schraube 97 befestigt ist, welche durch einen senkrecht verlängerten Schlitz 98 einer Leiste 99 hindurchgeht, die von dem Rahmen 89 nach unten ragt. Die beschriebene Befestigungsvorrichtung für die Gabel 96 sieht somit eine Einstellung des Knopfes 96 in senkrechter Richtung vor, um im besonderen den verschiedenen Fadenstärken Rechnung zu tragen, die verwendet werden. Um zu gewährleisten, daß die zurückgehaltene Fadenschleife von dem Knopf 86 während der den Faden freigebenden Bewegung des Fingers 85 abgestreift wird, ist der verdickte Teil 84 der Stichplatte 83 mit einer Ausnehmung 100 versehen, in die der Finger in nächster Nähe der Seitenwandungen dieser Aussparung eintritt. Der Finger 85 tritt in diese Aussparung 100 in einer solchen Entfernung ein, daß der Knopf 86 den Faden bei der wirkungslosen Umdrehung des Fadeneinlegers freigibt.
Wenn es erwünscht ist, die Fadenschleifen aufzuschneiden, die von der Nadel durch den Stoff hindurchgezogen werden, so kann hierzu irgendeine geeignete Fadenschneidvorrichtung benutzt werden. Vorzugsweise wird die Fadenschneidscheibe 101 auf dem Vorschubfuß 24 (Fig. 4, 6 und 9) befestigt, so daß sie seitlich zusammen mit der Nadel arbeitet und demzufolge ihre Schneidstellung mit Bezug auf die Nadel ohne Rücksicht auf die Vorschublänge aufrechterhält. Zu diesem Zweck ist der Vorschubfuß 24 auf seiner Nadelseite mit einer abgeflachten Fläche 102 versehen, an der die Schneidscheibe 101 durch einen mit einer Schulter versehenen Bolzen 103 gehalten wird, der durch eine Bohrung der Scheibe hindurchgeht und einstellbar in einem in senkrechter Richtung verlaufenden Längsschlitz 104 des Vorschubfußes 24 gehalten wird. Der Bolzen 103 wird durch eine Mutter 105 mit genügendem Druck festgeklemmt, um zu verursachen, daß eine Reibungsscheibe 106, die zwischen dem Kopf des Bolzens und der Schneidscheibe eingeschaltet ist, letztere unter normalen Arbeitsbedingungen gegen Drehung zurückhält, aber eine geringe Drehung dieser Scheibe unter ungewöhnlichen Arbeitsbedingungen zuläßt, so daß ein neuer Teil der Schneidkante der Scheibe selbsttätig in die Bahn der von der Nadel getragenen Fadenschleife gebracht wird. Bei einer älteren Bauart liegt die flache Seite der Nadel exzentrisch zu der Schneidscheibe in Berührung mit letzterer. Zu diesem Zweck und desgleichen dazu, um eine Führung für die Nadel zu erhalten, ist die flache Fläche 102 des Vorschubfußes mit einer senkrecht angeordneten Nut 107 versehen, in die gleitbar die runde Seite der Nadel eintritt; diese Nut hat eine solche Tiefe, daß die flache Fläche 16 der Nadel im wesentlichen bündig mit der Seitenfläche 102 des Vorschubfußes liegt. Vorzugsweise ist der Vorschubfuß 24 mit einem senkrecht verlaufenden und einen freien Raum für den Faden darstellenden Schlitz 108 (Fig. 9) versehen, der sich von der mit dem Stoff in Eingriff tretenden Fläche dieses Fußes bis zu einem Punkte über der Stelle erstreckt, an der die Fadenschleifen aufgeschnitten werden; dieser Schlitz 108 schneidet die Nadelnut 107 in dem Fuß und stellt einen freien Raum für den Schenkel der Fadenschlinge zwischen Nadel und Vorschubfuß dar. Ein zusätzlicher freier Raum für diesen Schenkel der Fadenschleife wird durch eine Fadennut an der Nadelspitze (Fig. 18) gebildet.
Wie im besonderen aus Fig. 10 hervorgeht, ist der Vorschubfuß 24 auf seiner Nadelseite und hinter der Nadel weggeschnitten, so daß er mit dem Stoff vollständig auf der einen Seite der aufgeschnittenen Fadenschleifen in
Eingriff kommt, wodurch ein Niederdrücken der Florfaden vermieden wird. Da außerdem der Drückerfuß 46 vollständig an der der Nadel abgekehrten Seite des Vorschubfußes mit dem Stoff in Eingriff tritt, so können die durch die Nadel gebildeten Florfaden in aufrecht stehender Lage mit dem Stoff frei vorgeführt werden, ohne daß diese Fäden verzerrt oder niedergedrückt werden. Vor der to Nadel verläuft der Vorschubfuß 24 quer zu der Reihe der gebildeten Fadenschleifen, um eine zur Führung der Schleifen dienende Fläche 110 vorzusehen, die die Florfäden der vorher gebildeten und im wesentlichen parallelen Reihe der aufgeschnittenen Schleifen an einem Umfallen in die Nadelbahn schützt. Um ferner zu gewährleisten, daß die Florfaden der vorher gebildeten Reihe daran verhindert werden, unter den Vorschubfuß zu
ao gelangen, ist eine Florfadenführung vorgesehen, die ein längliches Führungsblatt 111 aufweist, das im allgemeinen in der Richtung der zu bildenden Schleifenreihe- verläuft und mit seiner Kante sich auf die Stoffunter-
*5 Stützung zu erstreckt, so daß es gerade die Oberfläche des Stoffstückes freigibt. Das Führungsblatt 111 (Fig. 10) biegt sich fortschreitend in eine aufrechte Lage, beginnend an seinem vorderen Ende, an dem es schräg zur Stoffunterstützung verläuft, während es in die senkrechte Ebene der Vorschubfußführungsfiäche 110 ausläuft. Die untere Kante dieses Blattes ist ferner an dessen vorderem Ende zu der Reihe der hergestellten Schleifen schräg gestellt, so daß es sich einer Linie nähert, die dicht neben der Reihe der Schleifen liegt.
Von dem Führungsblatt 111 ragt ein Schaft 112 nach oben, der mittels Schrauben 113 zwecks Einstellung in senkrechter Richtung an einem xA.rm 114 befestigt ist," der durch einen Schraubzapfen 115 an einem Lappen 116 des Lagerbocks 117 schwingbar gelagert ist, der seinerseits durch Schrauben 118 an dem Maschinenkopf 4 befestigt ist. Vorzugsweise wird eine Reibungsscheibe 119 in die schwingbare Lagerung des Arms 114 eingeschaltet, so daß die Führung in jeder Stellung gehalten wird, in der sie durch Drehung um ihren Lagerzapfen geschwungen wird. Die Schwingbewegung der Führung in ihre Arbeitslage wird vorzugsweise durch eine Schraube 120 begrenzt, die in den Maschinenkopf 4 einstellbar eingeschraubt ist und mit dem Arm 114 in Eingriff kommen kann.
Die Arbeitsweise ist folgende:
Ein Faden A wird von der Zuleitungsquelle
durch die Bohrung der Fadeneinlegerwelle und durch das Öhr JJ hindurchgeführt, worauf die Maschinenantriebswelle gedreht wird, so daß die Nadel 15 den Faden erfaßt und ihn durch das Stichloch 82 der Stichplatte hindurchzieht. Ein Stoffstück B wird alsdann auf die Werkstückunterstützung unter den Drückerfuß und den Vorschubfuß 6g gelegt, worauf das Arbeiten der Maschine beginnen kann, wobei das Führungsblatt 111 vorzugsweise in die unwirksame Lage nach oben geschwungen ist. Die niedergehende Nadel 15 durchsticht das Stoffstück B und tritt in die mittlere Ausnehmung des Fadeneinlegers 54 exzentrisch zu der genannten Bohrung ein, worauf der Nadel im Gleichklang mit der den Stoff vorführenden Bewegung des Vorschubfußes 24 eine seitliche Bewegung erteilt wird. Die Nadel beendet ihren Niedergang während ihrer seitlichen Bewegung, und der Nadelhaken 19 befindet sich alsdann unterhalb der oberen Fläche des Fadeneinlegers 54. In der Zwischenzeit bewegt sich der den Faden zurückhaltende Finger 85 nach unten, bis sein Knopf 86 gerade die obere Kante der Einsatzhülse 79 freilegt, so daß der Faden A um diesen Knopf 86 durch das Öhr Jj des Fadeneinlegers herumgeführt wird, wodurch eine Bucht in demjenigen Teil des Fadens gebildet wird, der unmittelbar neben dem Stichloch der Stichplatte liegt. Wenn die Nadel emporzugehen beginnt, hat das Öhr Jj den Faden im wesentlichen in waagerechter Richtung von dem Knopf 86 quer zu der Nadel und an deren Hakenseite geführt, worauf der Faden von dem Nadelhaken 19 erfaßt wird (Fig. 11 und 14). Unmittelbar darauf (Fig. 12 und 15) geht der Finger 85 empor, und die Aussparung 80 des Fadeneinlegers kommt in senkrechte Übereinanderstellung zu dem Knopf 86, worauf die durch den Knopf zurückgehaltene Schleifbucht praktisch augenblicklich freigegeben und die notwendige Fadenlockerung in dem von der Nadel zu dem Stoff verlaufenden Schleifschenkel hergestellt wird, so daß irgendein wesentlicher Zug auf diesen Fadenschenkel durch die schleifenbildende Bewe- i°5 gung der Nadel vermieden wird. Die Freigabe der Fadenschleife von dem Knopf 86 wird durch die den Faden abstreifende Wirkung der Seitenwandungen der in der Stichplatte vorgesehenen Aussparung 100 gewährleistet, in die der Finger 85 eintritt.
Wenn die Nadel sich dem oberen Ende ihrer Emporbewegung nähert, führt sie die von dem Nadelhaken gehaltene Fadenschleife gegen die Kante der Schneidscheibe 101, worauf die Fadenschleife im wesentlichen in der Mitte ihrer Bucht aufgeschnitten wird, so daß die getrennt liegenden Schleifenschenkel A1 Florfäden oder Noppen von praktisch der gleichen Länge bilden.
Nachdem eine Florfadenreihe gebildet worden ist, kann eine andere Reihe parallel
hierzu dadurch hergestellt werden, daß zuerst das Führungsblatt in in seine Arbeitslage geschwungen wird, um zu gewährleisten, daß umfallende Florfaden der vorher' gebildeten Reihe aus der Bewegungsbahn des Vorschubfußes und der Nadel abgelenkt werden. Da eine jede Reihe von gebildeten Florfäden von der Schleifenbildungsstelle ohne Verzerrung oder Niederdrücken der Schleifen vorgeführt ίο wird, so haben die Florfaden nicht ein verflochtenes Aussehen, wie dies bei den mit den bisher bekannten Maschinen hergestellten Erzeugnissen oft der Fall war.

Claims (3)

  1. *5 Patentansprüche:
    i. Nähmaschine zur Herstellung von Noppen mit einer Stoff vorschubvorrichtung und einer Hakennadel o. dgl., die Fadenschleifen durch ein Stoffstück -hindurchzieht, und mit einem Fadenschneidmesser, mittels dessen die von der Nadel durch das Stoffstück hindurchgeführten Schleifen aufgeschnitten werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenschneidmesser von der Stoffvorschubvorrichtung so getragen wird, daß es die Fadenschleifen nacheinander aufschneidet.
  2. 2. Nähmaschine nach Anspruch 1 mit einem eine Viereckbewegung ausführenden oberen Vorschubfuß und einem Drükkerfuß, der abwechselnd zu dem Vorschubfuß mit dem Stoff in Eingriff tritt, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenschneidmesser von dem Vorschubfuß so getragen wird, daß es jeweils die gerade von der Nadel gebildeten Fadenschleifen aufschneidet.
  3. 3. Nähmaschine nach Anspruch 1, bei der die Nadel sowohl seitliche Vorschubbewegungen als auch Aufundabbewegungen ausführt, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenschneidmesser mitsamt der Stoffvorschubvorrichtung im Gleichklang mit den seitlichen Bewegungen der Nadel sich seitlich bewegt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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