DE574173C - Steuerhebel fuer die Bremseinrichtung an Fahrzeugen - Google Patents
Steuerhebel fuer die Bremseinrichtung an FahrzeugenInfo
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- DE574173C DE574173C DE1930574173D DE574173DD DE574173C DE 574173 C DE574173 C DE 574173C DE 1930574173 D DE1930574173 D DE 1930574173D DE 574173D D DE574173D D DE 574173DD DE 574173 C DE574173 C DE 574173C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T13/00—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems
- B60T13/74—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with electrical assistance or drive
- B60T13/748—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with electrical assistance or drive acting on electro-magnetic brakes
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Description
DEUTSCHE'S REICH
AUSGEGEBEN AM
10. APRIL 1933
10. APRIL 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 201 GRUPPE
2ol K 274. Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents:
Dr. Philipp Kremer in Frankfurt a. M.
Steuerhebel für die Bremseinrichtung an Fahrzeugen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Dezember 1930 ab
Gegenstand der Erfindung ist eine Bremseinrichtung für elektrische Fahrzeuge mit
Frischstrombremsung und Verklinkung der Bremse in der angezogenen Stellung.
Die Bremseinrichtung zeichnet sich durch einen neuen Steuerhebel aus, der erfindungsgemäß
vier Stellungen besitzt: In der ersten Stellung ist der Stromkreis des Bremssolenoids und des die Verklinkung entgegen
der Wirkung einer Federkraft lösenden Klinkensolenoids unterbrochen; in der zweiten Stellung ist der' Stromkreis des
Klinkensolenoids erregt; in der dritten Stellung ist der Stromkreis des Bremssolenoids
geschlossen; zwischen zweiter und jdritter
Stellung ist der Stromkreis des Klinkensolenoids und des Bremssolenoids geschlossen;
in der vierten Stellung sind Bretnssolenoid und Klinkensolenoid abgeschaltet.
In der Figur ist eine Einrichtung mit dem
neuen Steuerhebel dargestellt.
Das Anziehen der Bremse wird durch das Solenoid 1 über das Gestänge 2 entgegen der
Wirkung einer Feder 10 vorgenommen. In der angezogenen Stellung werden, die
Bremsen durch eine Verklinkung gehalten, die aus der Klinke 3 und der am Bremsgestänge
angebrachten Zahnstange 4 besteht. Die Klinke 3 wird durch einen Magneten S
gesteuert, und zwar bewirkt eine Erregung des Magneten die Lösung der Klinke entgegen
der Feder 9. Die Betätigung der Bremse erfolgt durch den Bremshebel 6, der auf den Kontakten 7 und 8 schleift. .
Der Bremshebel besitzt vier Stellungen. In der Stellung 61 befindet sich der Bremshebel
während der Fahrt des Fahrzeuges. Sowohl das Bremssolenoid 1 sowie das Klinkensolenoid
S sind stromlos. Ein unnötiger Stromverbrauch wird daher vermieden. Soll
das Fahrzeug gebremst werden, so wird der Bremshebel in die Stellung 63 gebracht. Der
Bremshebel wird dabei durch die Stellung 62 hindurchbewegt, in der der« Klinkenmagnet
5 erregt ist. Hat der Bremshebel die Stellung 63 erreicht, in der das Solenoid 1
über das Gestänge 2 die Bremsung bewirkt, so ist die Klinke 3 vorher stoßweise gelöst
worden. Man vermeidet damit ein Abdrücken der Klinke von der Zahnstange und erhöht
deren Lebensdauer wesentlich. In der Stellung 63 selbst ist der Stromkreis des Klinkenmagneten
wieder unterbrochen. Die Klinke 3 wird durch die Feder 9 an die Zahnstange 4 angedrückt und hält die Bremse in der angezogenen
Stellung. Der Bremshebel kann nun in die Stellung 64 gebracht werden, in der auch das Bremssolenoid r abgeschaltet ist.
DieBremsung kann also ohne Stromverbrauch fortgesetzt werden. In die Stellung 64 wird
man den Bremshebel 6 vorteilhaft bei Stillstand des Fahrzeuges bewegen, um ein Abrollen
zu verhindern.
Zum Lösen der Bremse wird der Bremshebel durch die Bremsstellung 63 hindurch in
die Stellung 62 gebracht. Das Bremssolenoid erhielt hierbei über die Kontakte 8 kurzzeitig
Spannung. Durch den Stoß, der dadurch auf
das Bremsgestänge ausgeübt wurde, wird ein Lösen der Klinke wesentlich erleichtert. Man
kommt daher mit sehr kleinen Kräften bei dem Klinkenmagneten aus. In der Stellung
62 selbst ist die Klinke 3 gelöst. Durch die Federkraft wird auch das Bremsgestänge in
die Lösestellung gebracht. Nach Lösen der Bremse wird nun der Klinkenmagnet wieder
abgeschaltet.
Die beschriebene Bremseinrichtung eignet sich besonders zur Ergänzung der Kurzschlußbremsung
für geringe Fahrgeschwindigkeiten.
Den Bremshebel wird man vorteilhaft senkrecht oder annähernd senkrecht stehend
mit horizontaler Drehachse auf der Deckplatte des Fahrschalters anbringen. Er eignet
sich dann auch für Straßenbahnfahrzeuge, bei denen der Führer während der Fahrt sitzt.
Will man ein Durchreißen des Bremshebels aus der Fahrstellung durch die Bremsstellung
hindurch mit Sicherheit ausschließen, bevor das Bremssolenoid angezogen hat, so kann man die Bewegung des Bremshebels
nach zwei Richtungen unterteilen. Man bewegt dann den Bremshebel von der ersten in die dritte Stellung um eine horizontale
Achse, von der dritten in die vierte Stellung um eine hierzu senkrechte Achse.
Das charakteristischeMerkmal der mit dem neuen Steuerhebel versehenen Bremseinrichtung
liegt darin, daß sowohl bei angezogener Bremse als auch bei gelöster Bremse keinerlei
Haupt- oder Hilfssolenoide unter Spannung stehen, trotzdem die Betätigung und Steuerung der Bremse rein elektrisch erfolgt.
Es sind bereits magnetische Frischstrombremsen bekannt, die in der Bremsstellung
durch einen Klinkenmagneten festgehalten werden. Im Gegensatz zu den bekanntenBremsen
wird bei der neuen Bremseinrichtung die Sperrklinke durch eine Feder in die Sperrstellung
gedrückt und durch Erregung eines Magneten gelöst. Bei angezogener Bremse kann das Hauptbremssolenoid abgeschaltet
werden, da die Sperrklinke ein Lösen der Bremse verhindert. Das Sperrklinkensolenoid
kann ebenfalls abgeschaltet werden, da die Klinke durch ihre Feder festgelegt ist.
Die nach der Erfindung vorgenommene Unterteilung der Betriebsstellungen des
Steuerhebels hat eine besonders zweckmäßige Schaltfolge zum Ergebnis. Die nur teilweise
Überdeckung der Kontakte 7 und 8 der Figur bewirkt, daß sowohl bei der Bremsbewegung
als auch bei der Bremslüftbewegung die Verklinkung entlastet wird. Dies hat zur Folge,
daß der Klinkenmagnet nur sehr geringe Kräfte auszuüben braucht. Der Steuerhebel
mit kleinen Kontaktflächen benötigt dadurch nur geringen Raum. Die gesamte Bremseinrichtung
läßt sich billig herstellen und eignet sich vorzüglich als Zusatzgerät zur nachträglichen
Verbesserung von Fahrzeugen mit vorher eingebauter mechanischer Bremsung.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Steuerhebel mit mehreren Stellungen für die Bremseinrichtung elektrischer Fahrzeuge mit Frischstrombremsung und Verklinkung in der angezogenen Stellung der Bremse, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerhebel (6) vier Stellungen hat; in der .ersten Stellung ist der Stromkreis des Bremssolenoids (i) und eines die Verklinkung (3,4) entgegen der Wirkung einer Federkraft (9) lösenden Klinkensolenojds (5) unterbrochen; in der zweiten Stellung ist der Stromkreis des Klinkensolenoids (5) erregt; in der dritten Stellung ist der Stromkreis des Bremssolenoids (1) geschlossen; zwischen zweiter und dritter Stellung ist der Stromkreis des Klinkensolenoids (5) und des Bremssolenoids (1) geschlossen; in der vierten Stellung sind Bremssolenoid (1) und Klinkensolenoid (5) abgeschaltet.
- 2. Steuerhebel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß seine Bewe- go gung von der ersten in die dritte Stellung durch Drehung um eine zweckmäßig horizontale Achse, von der dritten in die vierte Stellung durch Drehung um eine zur letztgenannten senkrechte Achse erfolgt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE574173T | 1930-12-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE574173C true DE574173C (de) | 1933-04-10 |
Family
ID=6569444
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930574173D Expired DE574173C (de) | 1930-12-14 | 1930-12-14 | Steuerhebel fuer die Bremseinrichtung an Fahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE574173C (de) |
-
1930
- 1930-12-14 DE DE1930574173D patent/DE574173C/de not_active Expired
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