DE57397C - Strickmaschine mit mechanischem Minderapparat - Google Patents

Strickmaschine mit mechanischem Minderapparat

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DE57397C
DE57397C DENDAT57397D DE57397DA DE57397C DE 57397 C DE57397 C DE 57397C DE NDAT57397 D DENDAT57397 D DE NDAT57397D DE 57397D A DE57397D A DE 57397DA DE 57397 C DE57397 C DE 57397C
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DENDAT57397D
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English (en)
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THE WlLCOMB KNITTING machine company in New-Jersey, V. St. A
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B7/00Flat-bed knitting machines with independently-movable needles
    • D04B7/04Flat-bed knitting machines with independently-movable needles with two sets of needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Strickmaschine ist eine Verbesserung der in- der Patentschrift No. 43491 beschriebenen flachen Zungennadel-Strickmaschine mit mechanischem Minderapparat und wird durch einen verbesserten Mustermechanismus zur Bestimmung und Regelung der Arbeit der Zungennadeln und Decknadeln gekennzeichnet.
Bei ihr sind ebenso wie bei der bereits geschützten Maschine zur Uebertragung der Maschen Decknadeln verwendet, welche im Zusammenhang mit den Zungennadeln das Mindern und Zunehmen der Waare bewirken. Die den Zungennadeln und den Decknadeln gegebenen Bewegungen sind bei beiden Maschinen die gleichen. Es werden zuerst die die Maschen tragenden Zungennadeln nach vorn bewegt, bis die Maschen auf den Zungen liegen; darauf werden die Decknadeln -vorgeführt, um die Haken der Zungennadeln zu decken, dann werden die Zungennadeln und Decknadeln zusammen so weit zurückgezogen, bis die Maschen auf den Decknadeln sich befinden , worauf die Decknadeln mit den Maschen gehoben und seitlich verschoben werden, um mit anderen Zungennadeln in Eingriff zu treten, an welche nach entsprechendem Vorschieben dieser Zungennadeln zusammen mit den Decknadeln die Maschen abgegeben werden. . . . .
Der Mustermechanismus. besteht aus einem Schaltcylinder oder Schaltrad N2, welches durch Schaltklinke JV1. intermittirend gedreht wird und auf Hebel einwirkt die die Schiebemuffen auf der Hauptantriebswelle zur Bethätigung der Zungennadeln und Decknadeln verschieben, sowie aus einem Apparat zur Regelung _der Drehung des angeführten Schaltcylinders 2V2.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand dargestellt:
Fig. ι ist ein Grundrifs der Maschine mit weggenommenem Fadenführer,
Fig. 2 ein Längsschnitt der Maschine,
Fig. 3 ein Verticalquerschnitt der Maschine nach der Linie x-x, Fig. 2, wobei einzelne Theile, obgleich sie hinter der Schnittlinie liegen, der gröfseren Deutlichkeit wegen im Schnitt gezeichnet sind,
Fig. 4 eine perspectivische Ansicht der Maschine,
Fig. 5 ein Querschnitt durch den oberen Theil der Maschine;
Fig. 6, 7 und 8 zeigen Ansichten des Fadenführers und seines Bewegungsmechanismus;
Fig. 9 zeigt den Grundrifs der Maschine, wobei einzelne Theile der Maschine der gröfseren Deutlichkeit wegen gebrochen gezeichnet bezw. weggelasseri sind,
Fig. 10 die Einrichtung des Schlosses und des Gleitstückes, sowie der Stellvorrichtung für dasselbe im Grundrifs,
Fig. 11 einen Querschnitt durch das Stellexcenter und das Gleitstück;
Fig. 12 ist ein Längsschnitt in Richtung der Schnittlinie x-x, Fig. 11;
Fig. 13 zeigt die untere Ansicht der Lade und des Schlosses,
Fig. 14 eine perspectivische Ansicht der Vorrichtung zum Einstellen der Gleitlade,
Fig. 15 den Decknadelrahmen in schaubildlicher Darstellung,
Fig. 16 diese Vorrichtung im Längsschnitt; Fig. 17 und 18 zeigen Details der Fig. 16;
Fig. 19 zeigt den unteren Theil der Strickmaschine im Verticalschnitt nach der Schnittlinie y-y 1 Fig. 2, von dem Maschineninnern aus gesehen;
Fig. 20 und 21 zeigen die Vorrichtung zum Seitlichbewegen der Decknadeln beim Mindern oder Zunehmen im Detail und in Ansicht und im Querschnitt;
Fig. 22 zeigt einen Querschnitt durch die Strickmaschine in Richtung der Schnittlinie \-\, Fig. 2, vom Maschineninnern aus gesehen, .wobei das Gestell der Maschine in punktirten Linien angegeben ist;
Fig. ,23 zeigt den Querschnitt durch den Musterapparat,
Fig. 24 einen Schnitt durch die in Fig. 23 dargestellten Theile in anderen Stellungen,
Fig. 25 eine weitere Stellung der Theile nach Fig. 23,
Fig. 26 die Vorrichtung zum Bewegen der Gleitlade in Oberansicht,
Fig. 27 im Detail die Bremsvorrichtung für die Welle des Sperrcylinders,
Fig. 28 die Hauptantriebswelle mit den Vorrichtungen zum Stricken auf beiden Seiten.
Zur erforderlichen allgemeinen Kennzeichnung der vorliegenden Strickmaschine sei einleitend bemerkt:
In den Zeichnungen bedeuten AA, Fig. 2, 4 und ι g, die Endständer der Maschine, welche durch die Streben 1, 2 versteift sind. Die Nadelbetten sind mit BB1 und die Gleitrahmen mit B2 bezeichnet, welche die gewöhnlichen Nadelschieber Rs und die Querverbindungen α α, die mit dem Gleitrahmen J32 verbunden sind, tragen, Fig. 1..
Der Mechanismus zum Hin- und Herbewegen der Gleitrahmen B2 besteht aus der senkrechten Zahnstange D, Fig. 2 und 19, den horizontalen Zahnstangen bb, welche an den Querverbindungen α α sitzen, ferner aus den Zahnrädern c c und dem Zahntrieb c\ welcher in den Ständern b1 gelagert ist, der Pleuelstange di, der Kurbelscheibe d3, der Welle E und den Rädern ef. Letzteres sitzt auf der Hauptantriebswelle F.
Der Fadenführer hat eine gleiche Einrichtung als derjenige der deutschen Patentschrift No. 43491 und auch die denselben bethätigenden Vorrichtungen ähneln einander. Der Fadenführer H, Fig. 5 bis 8, bewegt sich in den Führungen h h; seine von den Kappen. 20 gehaltene Spindel/?1 trägt den Führerhaken/j2.
Die Curvenmuffe 21 wird in dem Fadenführer H senkrecht auf- und abbewegt mittelst einer mit Nuth versehenen Stange ft6, in welche ein Stift 22 an der Curvenmuffe . greift, der durch einen Schlitz 24 des Fadenführers hindurchgeht. Die Curvenmuffe 21 besitzt eine schräge Nuth 25, welche den Stift 23 an der Fadenführerspindel ft' führt; die Spindel ft1 wird somit gedreht, wenn die Stange ft6 und die Curvenmuffe 21 in senkrechter Richtung bewegt werden. Die Enden der Stange ft6 sind abgeschrägt und ruhen auf Abschrägungen der Führungen -ft, Fig. 6. Die Stange ft8 wird durch eine Schiebeplatte h3 gehoben und gesenkt, die wiederum geneigte Schlitze besitzt, in welchen Fülirungsklötzchen an der Stange ft6 gleiten. Die Schiebepialte ft3 ist mittelst Riegels 26 mit einer Stange Λ4 verbunden und wird durch dieselbe in Längsrichtung bewegt. Der Fadenführer H wird durch die Stange ft9 bewegt; er greift mit seinem Arm 27 um die Stange ft4 und stöfst in seinen Grenzlagen gegen elastische Anschläge ft5 auf der Stange ft4, wodurch letztere verschoben und 'damit der Fadenführer selbstthätig gedreht wird.
Im Nachstehenden sind kurz die verschiedenen Anordnungen zum Zweck der Zungennadelbewegung angegeben; hierauf ist der Mustermechanismus in Verbindung mit den Zungennadeln klargelegt und dann die Wirkung der Decknadeln in Verbindung mit genanntem Mustermechanismus beschrieben.
Die Nadelvorwä'rts- und Rückwärtsbewegung ist in folgender Weise abgeleitet:
Die Nadeln ruhen auf den Nadelbetten B Bλ und gleiten nach vorn und nach hinten zwischen beweglichen Platinen f1, welche durch Gleitschienen F1 gestellt werden, sowie zwischen Abschlagzähnen/3, welche durch Schieber f5 belhätigt werden, wie dies bereits in der Patentschrift No. 43491 beschrieben ist. Die Nadeln werden für das gewöhnliche Stricken durch die Gleitrahmen B2 bethätigt, welche die Nadelschieber R3 besitzen. Die Bewegung der Nadeln bei der Uebertragung der Maschen zum Zweck des Minderns oder Zunehmens wird erzielt von einem Gleitstück R an der Unterseite der Gleitrahmen B2, welches eine Nuth für die Nadelhaken besitzt. Das Gleitstück R wird nach rückwärts und nach vorwärts aus der in Fig. 13 dargestellten Lage in diejenigen Fig. 10 geschoben, um die. Nadeln vorzurücken oder zurückzuziehen, und zwar wird die Verschiebung des Gleitstückes R mittelst einer Gleitschiene C10 erreicht, welche schräge Schlitze C11 besitzt, die die Klötze 20a an dem Gleitstück R aufnehmen. Diese Gleitschiene C10 wird durch den folgenden Mechanismus bewegt: .
Die drehbare Curvenscheibe J an den Zapfen 34 steht mit dem Gleitstück C10 durch
eine Stange i2 in Verbindung, die wiederum einen Klotz 33 in der Excenternuth j kufen läfst. Die Curvenscheibe / wird durch die Welle 38 gedreht, welche eine Muffe 37 besitzt, deren Zahnräder 36 in ein Zahnrad 35 an der Curvenscheibe eingreift. Die Welle 38 trägt das Kettenrad k1, dessen Kette kz um das Kettenrad k2 geht und von einer,auf dem Zapfen 39 sitzenden Muffe A:4 angetrieben wird (s. Fig. 9, 22 und 26).
Die Muffe Ä4 und das Zahnrad k2 werden wiederum durch eine sich drehende zweite Muffe 41 bethätigt, welche mit der Muffe &4 durch einen Zapfen 40 gekuppelt ist; die Muffe 41 trägt einen Zahntrieb A:5, der in das Zahnsegment I an dem Rad K eingreift; letzteres dreht sich stets mit der Hauptantriebswelle F; Dieser Zahntrieb kb wird in geeigneter Zeit in Eingriff mit dem Zahnsegment / gebracht, um die verschiedenen, bei dem Uebertragen der Maschen erforderlichen Bewegungen einzuleiten.
Die beschriebenen Mechanismen sind auf jeder Seite der Strickmaschine angeordnet, das entsprechende Rad auf der anderen Seite ist mit ke und'das Zahnsegment an dem Rad K mit Z1 bezeichnet, Fig. 2.
Die Zahntriebe kskß werden abwechselnd durch Hebel L L1 verschoben, welche von der Feder 63 gehalten werden, deren Spannung dem durch die Bänder /5Z6 und die Hebel 43, 44, Fig. 23 und 26, eingeleiteten Zug entgegenwirkt. Diese Hebel 43, 44 reichen unter die Daumen MM1 auf der Hauptantriebswelle. Die Bänder /5Z6 sind mit den Hebeln 43, 44 durch Hebel L2 an dem Ständer Z,3 drehbar und durch die Stange V verbunden, Fig. 26 und 3. Jeder Hebel hat an seiner äuiseren Seite eine Schiebemuffe 43% 44a und diese werden durch den Mustermechanismus abwechselnd, und zwar dann, wenn die Minderung oder Erweiterung beginnen soll, seitlich unter ihre entsprechenden Daumen m oder m1 verschoben. Wenn nun die Schiebemuffen 43a, 44a verschoben und dadurch die Hebel 43, 44 nach abwärts geprefst sind, so kommen die Zahnräder &5 /c6 in Eingriff mit dem Zahnsegment Z bezw. Z1, und die Nadeln werden zum Zweck der Uebertragung der Maschen vorwärts oder rückwärts bewegt. Die Verstellung der Zahntriebe ks k6 erfolgt abwechselnd.
Der Minderapparat besteht aus einem Haupt-Mustermechanismus und in dem Hülfsmustermechanismus oder dem Schaltcylinder, welch letzterer durch den Haupt-Mustermechanismus controlirt und bewegt wird und seinerseits den Uebertragungsmechanismus auf beiden Seiten der Maschine bethätigt.
■ Die Schiebemuffen 43s, 44s werden bei jeder Umdrehung der Hauptantriebswelle F unter die Daumen mm1 gebracht, und zwar durch Hebel m'2 m3, Fig. 26 und 28, welche mit anderen Hebeln M3 M4 durch Gelenke m4 verbunden sind. Die Hebel M3 M4 werden nun von der Hauptwelle aus durch einen Hebel JV gestellt, dessen senkrechter Arm einen langen Zapfen trägt, der so angeordnet ist, dafs er mit beiden Hebeln M8 M4 in Berührung kommt und dieselben bewegt. Der andere Arm 50 des Hebels N ist gegabelt und umgreift einen von einem anderen Hebel N1. gehaltenen Klotz. Dieser Hebel 2V1 wird durch einen Daumen 52 der auf der Mitte der Haupt-'antriebswelle angeordneten Daumenscheibe n, welche gegen die Frictions welle 51 wirkt, nach abwärts geprefst. Durch diese Hebel NN1 werden die Schiebemuffen 43% 44a bei jeder Umdrehung der Welle seitlich verschoben. Damit aber der Daumen m oder m1 auf seine entsprechende Schiebemuffe 43a oder 44a einwirkt, mufs diese in ihrer Lage controlirt und gehalten werden. '
Dies .wird erreicht mittelst des Schaltcylinders JV"2, welcher Anschläge w2 n1 besitzt, die in Richtung der Hebel M3 M4 liegen, und wenn ein Anschlag oder Ansatz nl (oder w2) unter seinen Hebel M3 M* gebracht ist, so werden die mit diesem Hebel verbundenen Theile in ihrer entsprechenden verschobenen Lage gehalten, um die Schiebemuffen 43% 44s unter den zugehörigen Daumen m m ' zu bringen.
Einer von den Ansätzen an dem Schaltcylinder ist gegen den anderen versetzt, so dafs zu jeder Zeit nur ein Ansatz gegen seinen Hebel wirkt, während der andere freie Hebel zu seiner normalen Stellung zurückkehrt und seine Schiebemuffe aus der Berührung mit dem Daumen bringt, bevor letzterer sich wieder vollkommen herumgedreht hat. Der Schaltcylinder N^ wird ruckweise, und zwar bei jeder Umdrehung der Welle um ein Stück weiter gedreht mittelst eines an ihm befestigten Schaltrades und einer Schaltklinke M3 an dem Hebel N', welcher in der beschriebenen Weise bei jeder Umdrehung der Hauptantriebswelle einmal bethätigt wird.
Beim gewöhnlichen Stricken, also bevor der Haupt - Mustermechanismus in Thätigkeit ist, um das Mindern zu veranlassen, wirkt die Schaltklinke w3 auf einen grofsen Zahn ■ w4 (s. Fig. 23) des Schaltcylinders IV2, welcher gröfser als die Bewegung der Schaltklinke κ3 ist, und dementsprechend werden die Ansätze η1 κ2 nicht unter die Hebel M3 M4 gebracht, und letztere können mit ihren Rollen in ihre normale Lage zurückkehren, ohne dafs die Nadeln zum Mindern bewegt werden. Wenn dagegen in der nachstehend beschriebenen Wreise der lange Zahn durch den Haupt-Mustermechanismus abwärts gedreht wird, so
wird der Schaltcylinder successive bethä'tigt und die Anschläge M1W2 werden jeder für sich in Wirkung unter die Hebel Ai3 M* gebracht, so dafs diese und damit die Hebel 43, 44 und Schiebemuffen 43% 44% sowie die Hebel LL1 bewegt werden, also eins der Räder ks k6 in Eingriff mit dem Segmentrad I11 ist und durch letzteres somit die Gleitstücke R bewegt werden und die Nadeln zuerst auf der einen Seite, der Maschine und dann auf der anderen Seite mindern.
Die Vorwärtsbewegung der Hebel M3M* erfolgt gleichzeitig mit der Bewegung des Schaltcylinders N2, da beide von demselben' Hebel N1 bethätigt werden, und die Anschläge werden demgemäfs unter die Hebel gebracht, wenn diese gehoben werden.
Zwischen den Ansätzen nl n2, die die Zungennadeln bethätigen, liegt ein anderer Ansatz |, Fig. 24, 25 und 26, welcher durch geeignete Uebertragung die Bewegung derjenigen Decknadeln hervorruft, welche in Verbindung mit den Nadeln in Wirkung kommen müssen, die durch den Ansatz n1 gestellt werden, und hinter dem Anschlag w2 ist ein vierter Anschlag , welcher als Begleiter des Ansatzes w2 die Bethätigung der zweiten Reihe Decknadeln bestimmt. Die Wirkungsweise dieser Ansätze ist später näher beschrieben.
Die Hauptmusterkette O1, Fig. 23 und 26, controlirt die Bewegung des Schaltcylinders ΛΓ2, indem dieselbe dem letzteren eine erforderlichenfalls theilweise Drehung giebt, damit derselbe über die langen Zähne des Schaltrades Ns geht. Die Muslerkette wird über ein Kettenrad O2 geführt in Richtung des Pfeiles. Dieses Rad wird ruckweise durch ein Schaltrad o6, eine Schallklinke o5, sowie Hebel o8 gedreht, welch letzterer durch ein Excenter P auf der Hauptantriebswelle F bethätigt wird. Die Kette hat Ansätze p, Fig. 23, welche; den Hebel P1 bewegen, der an einem Arm o11 drehbar angeordnet ist. Auf der Welle des Schaltcylinders N" sitzt eine Scheibe o, die einen Zahn o1 besitzt, gegen welchen eine Schaltklinke o2 wirkt, die an dem Hebel o7 angeordnet ist, Fig. 23.
Der Hebel P1 ist' mit der Schaltklinke o7 durch ein Band 54 verbunden, welches über eine Rolle 56 geht. Wenn ein Ansatz ρ an der Kette den Hebel P1 bewegt, so wird die Scheibe 0 gedreht und damit der Schaltcylinder, so dafs die regelmäfsigen und normal langen Zähne durch die Schaltklinke n3 erfafst werden, welche sodann den Schaltcylinder ruckweise bewegt, indem er abwechselnd seine Ansätze κ1 n2 in Wirkung -bringt und so das Mindern zunächst auf der einen Seite und dann auf der anderen Seite der Maschine während einer completen Umdrehung des Cylinders verursacht. Wenn der grofse Zahn unter der Schaltklinke na steht, so liegt dann auch die Schaltklinke o2 wieder gegen den Zahn der Scheibe o, welche dadurch zu 'neuer Bethätigung durch die Musterkette bereit ist.
Eine Klinke 67, Fig. 9 und 26, wird dazu verwendet, um die Zahntriebe A5 und ka in oder aufser Eingriff mit den Zahnsegmenten I und I1 zu halten. Diese Klinke hat Einschnitte 57, welche die Stifte 58 und 59 der Hebel LL1 aufnehmen, so dafs immer ein Zapfen oder ein Stift gehalten ist, während der andere aufserhalb des Einschnittes liegt. Diese Klinke 67 wird bei jeder Umdrehung der Hauptwelle F durch einen Daumen 61 (siehe Fig. 2 und 22) auf dem Zahnrad as bewegt, welches Excenter gegen einen Zapfen 60 auf der Spindel p1 stöfst, und die Klinke 67 läfst so zu geeigneter Zeit die Stifte 58, 59- an den Hebeln LL1 frei, so dafs die Hebel LL1 durch den Mustermechanismus von neuem beeinflufst werden können, nachdem dieselben durch die Feder 63 in ihre Normallage gebracht werden. Eine Spiralfeder 62 hält die Klinke 67 in ihrer normalen Position.
In Fig. 26 ist der Hebel Af4 durch den ihm zugehörenden Ansatz n2 festgehalten dargestellt, und die Nadeln sind auf der Rückseite der Maschine vorgerückt. Die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung der Decknadeln wird in folgender Weise abgeleitet:
Die Decknadeln Fig. 3, 5, 9 und 1 5 werden von einem Rahmen' Q gehalten, der um die Gleitplatte Q.' drehbar ist. Das Decknadelgestell Q2 sitzt auf den beiden Wellen .R1A2; die Welle R1 hat einen Zahntrieb q1, in den die Zahnstange q an der Gleitplatte Q1 eingreift. Durch Drehen des Zahntriebes q1 werden die Decknadeln vorwärts und rückwärts bewegt. Die Welle R1 wird durch ein Zahnsegment r3 gedreht, Fig. 3 und 9, in welches der an dem einen Ende der Welle R1 sitzende Zahntrieb q1 eingreift. Hebel ^3 qe tragen die Zahnsegmente, und die mit Rollen versehenen Arme q* genannter Hebel reichen über die Excenterwelle und werden durch die Daumen r r> auf der Hauptwelle gehoben und gesenkt.
Wenn nun genannte Daumen denselben gegenüberliegen (die Mittel zur Erzielung dieses sind später angegeben), so werden die Gleitplatten Q1 vorwärts bewegt, und es kommen dann die Decknadeln über die Zungennadeln zu liegen. Die Abwärtsbewegung (Senken) der Decknadeln erfolgt durch Anheben der Armer31, welche auf der Welle R3 aufgekeilt sind, die durch ein Excenter 89 auf der Hauptantriebswelle unter Vermittelung eines Hebels 85, der Stange 81 und des Armes 8oa auf der Welle R3 bethätigt werden. Die Arme r31 wirken auf den Arm 73 des drehbaren Rahmens Q.
Wenn die Decknadeln auf den Zungennadeln aufliegen und die Maschen auf den
Decknadeln liegen, so heben sich alsdann die Decknadeln durch die Einwirkung der Feder 91 wieder (s. Fig. 3).
Nachdem die Decknadeln mit den darauf befindlichen Maschen sich gehoben haben und die Nadeln sich wieder zurückbewegen, müssen die Decknadeln seitlich verschoben werden, um die Maschen der nächsten Nadeln zu übertragen, und dies wird erreicht durch Schraubenspindeln jR2, welche die Gestelle Q2 tragen und die durch eine Kette 92 bethätigt werden. Letztere geht über Kettenräder auf diesen Spindeln jR2.' Die Kette 92 wird durch ein Kettenrad 5 auf der Welle 91 (s. Fig. 3,5 und 9) angetrieben. Auf dieser Welle sitzt eine Scheibe 93, Fig. 9, 19 bis 21, welche durch eine Federklinke 94 an dem Arm s, der lose auf der Welle sitzt, gedreht wird. Der Arm 5 wird durch den Hebel sl unter Vermittelung eines Bandes s2 gedreht. Eine zweite Federklinke u an dem. Arm u1 ist wie diejenigen s eingerichtet und dient dazu, die Drehung der Spindeln in entgegengesetzter Richtung zu bewirken, und wird ebenfalls von dem Hebel s1 unter Vermittelung eines Bandes M2 bethätigt. Jede Federklinke 94 und u kann in die Höhe gezogen und dadurch aufser Eingriff mit der Scheibe 93 gesetzt werden, dafs man dieselbe um '/4 Kreis dreht, wodurch der Zapfen v11 an den Federklinken in den Einschnitt v6 eingreift1 und dadurch die Welle 91 freigegeben wird. Diese kann dann in die eine oder andere Richtung zum Zweck des Weiterns öder Minderns gedreht werden. Der Hebel i1 hat eine Rolle, welche für gewöhnlich auf dem concentrischen Theil der. Scheibe sB läuft. Letztere hat einen Knaggen s4. Wenn die Rolle durch theilweises Herabdrücken des Hebels verschoben wird, so kommt die Rolle über den Ansatz si und zieht den Hebel s1 vollkommen herab. Der Hebel wird von seiner Welle s5 in Thä'tigkeit gesetzt, welche Hebel 93 und 94, Fig. 28, besitzt, die unter dem Einflufs der Schiebemuffen 95, 96 auf der Hauptwelle stehen.
Da beide Spindeln i?2 durch die beschriebe^ nen Mechanismen in gleicher Richtung gedreht werden, und da ferner gleichzeitig nur die Bewegung einer Spindel erforderlich ist, so sind Mittel vorgesehen, welche die Drehung einer Schraube unwirksam machen und die der anderen Schraube erhöhen, damit letztere die Decknadeln in geeignetem Mafse verschieben. Dies wird erreicht durch die Schraubenzapfen i2, welche in Zickzacknuthen in den Curvenhülsen t an den Spindeln wirkt, und zwar wird dies in solcher Weise erzielt, dafs auf der wirksamen Seite die Schraube so viel bewegt wird, dafs die seitliche Verschiebung, welche durch die Drehung der Spindel RB hervorgerufen wird, noch vermehrt wird, während auf der anderen Seite die Spindel R2 in der Längsrichtung entgegengesetzt bewegt wird, so dafs dadurch die Bewegung der Deckhadeln, die bisher durch die Drehung der Spindeln hervorgerufen wurde, aufgehoben und unwirksam gemacht wird.
Die beschriebenen Bewegungen der Nadeln und Decknadeln . werden sämmtlich durch Daumen von der Hauptantriebswelle F. abgeleitet, und zwar ist ein besonderer Satz für die Nadeln und Decknadeln auf jeder Seite der Strickmaschinen vorhanden, so dafs die Einwirkungen der entsprechenden Hebel unabhängig -von einander sind, obgleich sie auf einander folgen.
Jeder Satz (s. Fig. 2 und 28) ist in seiner Gesammtheit mit.Xbezw. Y bezeichnet; beide Sätze werden durch Federn χ γ geführt; die Längsverschiebung auf der Hauptantriebswelle F gestattet, die Daumen aus und in ihre normale Lage zu bringen, und wenn ein solcher Satz verschoben wird, so kommen die verschiedenen Daumen ihren entsprechenden Hebeln gegenüber, während die Hebel des anderen Satzes aufser Berührung mit den entsprechenden Daumen sind. Die beiden Sätze Daumen werden gewöhnlich durch Federn 99 aufser Einwirkung auf einander gehalten.
An dem inneren Ende der Feder, welche den Daumen X trägt, sitzt eine Muffe M mit Abschrägungen w. Die Feder des anderen Satzes Y trägt eine ähnliche Muffe M1, und die Anordnung ist so, dafs, um den einen oder anderen Daumen in Richtung der entsprechenden Hebel zu bringen, die Muffen M oder Af1 gegen die Mitte der Maschine hin. geschoben werden, und zwar durch die entgegengesetzte Verschiebung der entsprechenden Muffen M oder M1. Die Umschaltstifte UU1 dienen zur Aus- und Einrückung der Muffen MM1. Wenn einer dieser Stifte in vorgerückter Lage festgehalten wird, so legt sich die Abschrägung der betreffenden Muffe '.gegen denselben und bewirkt auf diese Weise die Umschaltung des Satzes. Das Vorstofsen der Stifte UU1 erfolgt jedesmal, wenn die Abschrägungen jp1 w der Muffen MM1 mit denselben in gleicher Richtung liegen, d. h. bei jeder Umdrehung der Welle oder zweimal während einer Rundstrickung.
Wenn das Stricken ohne Mindern oder Weitern stattfinden soll, so können die Stifte sofort ohne Einwirkung auf die Muffen zurückgehen·, dies mufs mit Rücksicht auf das Aufserthätigkeitsetzen des Minderapparates und der Wirkung der Feder 100 folgen. Die Stifte U. U1 werden vorwärts bewegt durch schwingende Hebel VV1, welche ähnlich wie die Hebel M3M* eingerichtet sind, und werden bei jeder Rotation der Hauptantriebswelle F durch den Hebel JV bethätigt, welcher wiederum
in Bewegung gesetzt wird durch den Hebel N1 und dieser durch den Daumen 52 auf der Hauptwelle.
Alle diese Hebel werden gesondert und in entsprechender Weise durch den Mustermechanismus controlirt. Der erste Hebel, der festgehalten wird, ist M3, der, nach vorn gehalten , die Schiebermuffe 43s am Hebel 43 in der Richtung mit dem Daumen ml und das Vor- und Rückwärtsgehen der Nadeln verursacht. Der Ansatz n1, Fig. 26, welcher diesen Hebel aufhält, wird am Schaltcylinder iV2 vorgerückt. Der nächste in Thätigkeit tretende Daumen ist ^ für den Hebel V1, welcher, wenn nach, vorwärts gehalten, den Stift v1 hält, so dafs der Satz Y seitlich verschoben wird und die Decknadeln der hinteren Reihe veranlafst werden, auf die Zungennadeln der vorderen Reihe einzuwirken. Diese Hebel M3 und V1 gehören somit in ihrer Wirkung zu einander. Der weitere in Wirkung tretende Ansatz n2 liegt hinter dem Ansatz \ und regulirt den Hebel M4, welcher mittelst des Hebels 44 das Inthätigkeittreten der Zungennadeln auf der hinteren Reihe bewirkt, und hinter diesem Ansatz n2 liegt derjenige
welcher
auf den Hebel V einwirkt zur Bewegung der Decknadeln an der Vorderseite der Maschine. Wenn die Schaltklinke η3 dadurch in die Möglichkeit des Arbeitens gesetzt wird, dafs der lange Zahn η4 am Schaltrad N3 durch die Musterkette nach unten gedreht ist, so werden nach einander die Ansätze n1, ^, ra2, ^2 in Wirkung gebracht und die Minderung findet statt, und zwar erst an der Vorderseite' und dann, an der Hinterseite der Maschine, bis der Schaltcylinder N2 eine vollständige Umdrehung ausgeführt hat, und zwar findet das Arbeiten der Schaltklinke η3 in der Weise statt, dafs bei je einer Umdrehung der Hauptantriebswelle F ein Ansatz in Wirkung tritt. Die Musterkette bestimmt die Zeit und Dauer der Umdrehung dieses Schaltcylinders N2.
Fig. 23 macht die Mindervorrichtung in normaler Lage ersichtlich. So lange glatte Arbeit ausgeführt wird, liegt die Klinke o2 in dem einzelnen Zahn der Scheibe o, bereit, den langen Zahn η4 des Schaltrades iV3 nach unten zu drehen, so dafs dann die Schaltklinke.«3 in Wirkung tritt. Wenn die Musterkette die Klinke o2 bethäfigt, so beginnt das Mindern bezw. Zunehmen infolge des Drehens des Schaltcylinders N2.
Um die Nadeln unwirksam zu machen , ist je ein Schieber 102 (s. Fig. 2 und 5), an der Kante des Bandes durch Platten 104 gehalten, vorgesehen. Diese Schieber 102 werden durch Schrauben i?4 bethätigt, welche in Muttern 108 des Schiebers greifen und durch eine Kette 92 und Kettenräder ähnlich wie die Decknadelspindeln R2 gedreht werden, Fig. 1 und 3.
Die erste Arbeit der Nadeln zum Zweck des Abnehmens und Uebertragens ihrer Maschen wird dadurch eingeleitet, dafs die Schiebemuffen 43a, 44a gegen die Daumen m1 m2 geschoben werden. Die Rollen kehren sofort in ihre normale Lage zurück und die zweite Bewegung der Nadeln, damit dieselben wieder, die übertragenen Maschen auffangen, wird ihnen durch dieselben Daumen mm1 gegeben, welche selbst mit dem ganzen Satz Daumenscheiben verschoben wurden, um entsprechend die Decknadeln zu bethätigen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Strickmaschine nach Patent No. 4349.1 mit mechanischem Minderapparat, sofern Bei derselben das für ein regelrechtes Arbeiten des Minderapparates sich ■ erforderlich machende fehlerfreie Arbeiten der Musterkette (Ol ρ) dadurch erreicht wird, dafs die letztere nicht direct auf den Minderapparat einwirkt, sondern im geeigneten Augenblick einen Mustercylinder (N2 N3J in Thätigkeit setzt, durch welchen der Minderapparat beeinflufst wird.
    Hierzu 5 Blatt Zeichnungen.
DENDAT57397D Strickmaschine mit mechanischem Minderapparat Active DE57397C (de)

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