DE573296C - Vorrichtung zur Lotterieziehung - Google Patents

Vorrichtung zur Lotterieziehung

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DE573296C
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07CTIME OR ATTENDANCE REGISTERS; REGISTERING OR INDICATING THE WORKING OF MACHINES; GENERATING RANDOM NUMBERS; VOTING OR LOTTERY APPARATUS; ARRANGEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS FOR CHECKING NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • G07C15/00Generating random numbers; Lottery apparatus
    • G07C15/001Generating random numbers; Lottery apparatus with balls or the like

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Description

  • Vorrichtung zur Lotterieziehung Die Erfindung betrifft -eine Vorrichtung zur Lotterieziehung, bei der die Los- und Gewinnnummern an zwei voneinander getrenntenTrommeln o. dgl. gezogen werden und bei dem. die Ziehung auf mechanischem Wege. vor sich geht.
  • Die bisherigen Vorrichtungen, bei denen die Nummern in Trommeln gemischt wurden, haben den Nachteil, daß die Ziehung selbst durch Herausholen je einer Nummer aus der mit einer Klappe versehenen Trommel von Hand vor sich geht. Dabei können unkontrollierbare Unregelmäßigkeiten auftreten, indem der Ziehende durch geschickte Handbewegung eine Nummer, die sich in seiner Hand befindet, zum Schein in die Trommelöffnung einbringen kann, um sie als Gewinn zu proklamieren. Ein weiterer Nachteil ist es, daß die Trommel bei jeder neuen Ziehperiode mit neuen Nummern gefüllt werden muß, was mit einer zeitraubenden, kostspieligen Arbeit verbunden ist.
  • Bei der Vorrichtung des Erfinders werden diese Nachteile vermieden, indem die Nummern bzw. die nummerntragenden Teile während einer Ziehperiode zum Teil oder alle eine cyclische Wanderung ausführen, ohne daß der Ziehende mit ihnen während einer Ziehperiode oder einer Mehrzahl dererunmittelbar inBerührung kommt. Zu dem Zweck besteht erfindungsgemäß jede Trommel aus zwei Räumen, wobei die Losnummern- bzw. Gewinnbezeichnungsträger während einer Ziehungsperiode einzeln von dem einen Trommelraum in den anderen übergeführt werden. Hierfür ist ein beide Trommelräume verbindender besonderer Kanal vorgesehen, durch den die Träger einzeln und nacheinander derart geleitet werden, daß sie in einem, wie an sich bekannt, durchsichtig ausgeführten Teil des Kanals vorübergehend angehalten werden, so daß eine Ablesung oder Sichtbarmachung der auf den Trägern vorhandenen Bezeichnungen an dieser Stelle erfolgen kann.
  • Die beiliegenden Zeichnungen geben eine beispielsleise Ausführung der Vorrichtung nach der Erfindung schematisch wieder.
  • DieTrommel besteht aus zwei Räumen rund 2, die durch den Schieber 3 getrennt werden. In der eingerückten Stellung kann dieser Schieber mittels eines Keiles io o. dgl. gesperrt und versiegelt werden. Der Raum i besitzt einen seitlich abgebogenen trichterförmigen Kanal 4, der durch den Querschieber 5 unten abgeschlossen wird. Der Schieber 5 bewegt sich im Führungskasten 7. Die Öffnung des Führungskastens mündet- in den trichterartigen Raum 6 ein, dessen untere Wände 8 und g durchsichtig sind. 'An diesen Raum schließt. sich das Fallrohr 12 an, das wiederum in den Raum 2 mündet. An der Mündung ist eine Klappe 23 befestigt, die sich durch den Druck der durch das Rohr i2 fallenden Körper öffnet. Sie wird durch eine schwache Feder gegen die Mündung -gedrückt. Zwischen ,dem trichterartigen Raum 6 und dem Fallrohr 12 ist ein zweiter Querschieber i= eingebaut. Die Schieber 5 und ii werden durch die Vermittlung der Übertragungsglieder 2o, 16, 18 und xg und des Hebels 13, der um die auf der Trommel befestigte Lagerung i4,15 drehbar ist, gleichzeitig, und zwar jeweils in entgegengesetzter Richtung, bewegt. An" der Trommel ist eine Lichtquelle 21 angebracht, die die durchsichtigen Wände 8, 9 durchleuchtet. Durch eine optische Vorrichtung 22 wird der zwischen den durchsichtigen Teilen der Wände' befindliche Körper auf eine nicht gezeichnete Projektionswand vergrößert abgebildet. Die Trommel ist mit Drehzapfen versehen, die im Bock 24 lagern. Sie kann vollständig herumgedreht werden.
  • Die nummerntragenden Teile können aus beliebigem Material (z. B. Leichtmetall oder Preßstoff) bestehen und werden zweckmäßigerweise in Münzform, entsprechend Abb. 3 und 4, ausgeführt. Die Zahlen werden in zwei Reihen 31, 32 übereinander ausgestanzt. In der einen Reihe 31 ist die normale Zahl, in der anderen, 3z, das Spiegelbild derselben Zahl ausgestanzt, so daß eines der Zahlenbilder immer normal erscheint, entsprechend den Abbildungen 3 und 4.
  • Diese Münzen 28 werden durch die von der Klappe 25 verschlossene Offnung in den Raum i hineingebracht, die Klappe geschlossen und versiegelt. Der Schieber 3 ist ebenfalls versiegelt, und die Leitschieber 5, Il befinden sich in der Stellung entsprechendAbb. i. DieTrommel wird jetzt gedreht, und zwar in der Drehrichtung entsprechend dem Pfeil 26 der Mischdrehrichtung. Die Münzen werden dabei durcheinandergeworfen. Der obere Teil 4 ist derartig gebogen, daß sich bei dieser Drehung dort keine Münzen festsetzen können. Die Mischung erfolgt durch ein- oder mehrmaliges Drehen der Trommel.
  • Ist die letzte in der Lage entsprechend der Abb;. i angelangt, so wird sie in der entgegengesetzten Richtung entsprechend Pfeil 27 der Spielrichtung einmal herumgedreht. Dabei bleiben im Raum 4 mehrere Münzen liegen, und zwar lagern sie sich flach übereinander infolge der Verjüngung dieses Raumes, dessen unterer Durchmesser ein wenig größer als der Münzdurchmesser ist. Sie legen sich also auf den Schieber 5 auf. Der Schieber hat die Dicke einer Münze. Wird der Hebel 1,3 entsprechend Abb. 2 am Griff 17 nach rechts gedreht, so werden die Schieber 5 und 9 zurückgezogen und der Druchgang zwischen 6 und 12 am unteren Schieber freigegeben. Am oberen Schieber senken sich die Münzen, so daß die unterste auf den Boden des Führungskastens 7 gelangt. Nun wird der Hebel 13 nach links gezogen. Dabei schließt der Schieber 1i, während der Schieber 5 die vor ihm liegende Münze vorschiebt und sie in den Raum 6 wirft. Infolge der Verjüngung dieses Raumes gelangt die Münze in senkrechter Stellung zwischen die durchsichtigen Wände 8 und 9, indem sie auf dem Schieber 11, entsprechend Abb. i, mit ihrem Rande steht. Die durchleuchteten Räume erscheinen auf der Projektionswand. Wird der Hebel wieder nach rechts gezogen, so öffnet sich der Durchgang nach 12, und die Münze fällt, entsprechend Abb. 2, in den Aufbewahrungsraum 2, während eine neue flachliegende Münze oben vor den oberen Schieber gelangt.
  • Bei jeder Nummernziehung wird der Hebel 13 am Griff 17 von Hand oder durch eine mechanische Vorrichtung einmal hin- und herbewegt. Diese Arbeit kann ohne Gefährdung des Ziehergebnisses auch durch einen Laien aus denn bei derartigen Ziehungen anwesenden Publikum ausgeführt werden. Nach jeder Nummernziehung kann durch Drehung der Trommel neu gemischt werden, wobei die urgespielten Nummern im Raum i, die gespielten im Raum 2 verbleiben. Den letzten ist ein Eindringen in dasFallrohr 12 durch dieKlappe 23 unmöglich gemacht.
  • Ein mechanisches Zählwerk am Hebel kann die Zahl der gezogenen Nummern anzeigen. Ist eine Lotterie zu Ende gespielt worden, so wird die Trommel um 18o° zur Stellung der Abb. i gedreht, der Schieber 3 herausgezogen, und die gespielten Nummern 29 fallen durch ihr Eigengewicht in den Spielraum i. Der Schieber 3 wird wieder hineingeschoben und seine Stellung versiegelt, Die neue Ziehung kann wieder beginnen, indem der beschriebene Kreislauf von neuem durchgeführt wird.
  • Zweckmäßig ist es, im Schieber 11 eine Vorrichtung anzubringen, die es gestattet, die Münzen um ihre Achse zu drehen und ihre Zählenreihe j eweils waagerecht stellen zu können.
  • Eine beispielsweise Ausführung einer derartigen Vorrichtung ist in Abb. 5 wiedergegeben. Der Schieber x1 hat quer zu seiner Bewegungsrichtung einen zweiten, 33, dessen Oberfläche gekordelt ist. Er kann hin und her bewegt werden und besitzt Anschläge, die sein Herausziehen aus dem Hauptscbieber verhindern. Man riffelt den Rand der Münzen, damit eine Drehung der Münze beim Bewegen des Einstellschiebers gewährleistet wird, und versieht den Führungskasten des Schiebers=imit Schlitzen34, in denen sich der Nebenschieber 33 bei der Bewegung des Hauptschiebers 11 verschieben kann (s. Abb. 5).
  • Kuppeltmanzwei obenbeschriebeneTrommeln miteinander, und zwar nicht nur, indem man sie gemeinsam dreht, sondern indem man auch die Leitglieder miteinander verbindet, so hat man durch diese Maßnahme die Möglichkeit, beide Nummern, die Los- und Gewinnummer, gleichzeitig und nebeneinander auf der Projektionswand erscheinen zu lassen.
  • Es ist an sich gleichgültig, welche Form die Trommel besitzt, ob die Leitglieder Schieber oder Klappen sind und ob die Betätigung dieser Leitglieder durch einen Hebel oder durch eine elektromagnetische Vorrichtung vor sich geht. In jedem Fall wird eine unmittelbare Berührung der ziehenden Personen mit den Bezeichnungsträgern verhindert, und sind die Vorgänge bei der Ziehung für jedermann leicht zu übersehen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Lotterieziehung, bei der die Los- und Gewinnummern an zwei voneinandergetrennten, drehbarenTrommeln o. dgl. gezogen werden und die Losnummern-und Gewinnbezeichnungsträger mit den Ziehenden in keine unmittelbare Berührung gelangen, dadurch gekennzeichnet, daß jede Trommel aus zwei Räumen besteht und die Losnummern- bzw. Gewinnbezeichnungsträger während einer Ziehperiode einzeln von dem einen Trommelraum in den anderen übergeführt werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Träger durch einen die beiden Trommelräume verbindenden besonderen Kanal einzeln und nacheinander derart geleitet werden, daß sie in einem, wie an sich bekannt, durchsichtig ausgeführten Teil des Kanals vorübergehend angehalten werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebshebel der den Durchgang der Los- und Gewinnummernträger in den besonderen Kanälen der beiden voneinander getrennten Trommeln überwachenden Steuerglieder durch von der Drehbewegung beider Trommeln. unbeeinflußte Verbindungsglieder gekuppelt sind. q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerglieder in an sich bekannter Weise aus zwei miteinander gekuppelten, eine . gegenläufige Bewegung ausführenden Schiebern, und zwar einem Sperr- und einem Vorschubschieber (Auswerfer), bestehen, wobei der Vorschubschieber die Los- und Gewinnummernträger in Richtung seiner Verschiebung in einen vom Sperrschieber abgeschlossenen Raum bewegt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Los- und Gewinnnummernträger die Form einer Münze besitzen.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahlen aus den Los- und Gewinnummernträgern in zwei übereinanderliegenden Reihen ausgestanzt sind, wobei die eine Zahl im Spiegelbild der anderen erscheint. .
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Los- und Gewinnummernträger durch Drehen der Trommel in einen trichterförmig abgebogenen und verjüngten Teil gebracht werden, in dem sie sich flach übereinanderlagern. B. Vorrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die Los- und Gewinnnummernträger, parallel zu den Schieberebenen liegend, in einen abgesetzten trichterförmigenTeil des Führungsganges geschoben werden, in dessen verjüngten, durchsichtigen Teil sie sich senkrecht zur Schieberebene stellen. g. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in den durchsichtigen Teil des Führungsganges gelangenden Nummern durch eine an sich bekannte, an der Trommel befestigte optische Vorrichtung auf eine Proj ektionsflächevergrößert werden. io. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber, auf welchen die Münzen senkrecht zu lagern kommen, einen Zwischenschieber mit Rasten oder eine ähnliche Vorrichtung zum Drehen der Münzen um ihre Achse besitzt.
DE1930573296D 1930-07-05 1930-07-05 Vorrichtung zur Lotterieziehung Expired DE573296C (de)

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