DE57151C - Verfahren zur Darstellung rother basischer Farbstoffe aus Benzil und Nitrobenzilen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung rother basischer Farbstoffe aus Benzil und Nitrobenzilen

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DE57151C
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Germany
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benzil
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nitrobenzilene
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red
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Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/28Pyronines ; Xanthon, thioxanthon, selenoxanthan, telluroxanthon dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die C'ondensationsfähigkeit· der Diketone, wie z. B. des Benzils, mit alkylsubstituirten Oxyanilinen war bisher noch nicht geprüft worden. Diese Körper, sowie deren Substitutionspro-. ducte, z. B. die Nitrobenzile, vereinigen sich mit tertiären m-Oxyanilinen zu rothen basischen Farbstoffen, welche ähnliche Eigenschaften wie die in der Patentschrift No. 54190 beschriebenen Farbstoffe zeigen.
Die Reactionsfähigkeit dieser Körper mit den m-Oxyanilinen ist eine sehr grofse. Es genügt, die Componenten ohne Zusatz eines Condensationsmittels zusammen zu schmelzen, um zu den neuen Farbstoffen zu gelangen.
Man kann auf das Benzil, als ein Diketon, 2 oder 4 Molecule eines m-Oxyanilins einwirken lassen, jedoch ist es, soweit bis jetzt gefunden wurde, vortheilhaft, mit 4 Molecülen zu arbeiten.
Beispiel I.
1,05 kg Benzil, 2,75 kg m-Oxydimethylanilin, 0,6 kg Chlorzink werden im Oelbade unter Umrühren 10 Stunden lang bei 120 bis 1300 erhitzt. Die Schmelze wird in verdünnter Salzsäure gelöst, die Lösung filtrirt und der Farbstoff durch Kochsalz und Chlorzink abgeschieden. Er fällt als rothbraunes Harz aus, welches beim Trocknen zu einer metallglänzenden spröden Masse erstarrt.
Durch Wiederholung dieser Operation läfst sich der Farbstoff rein darstellen.
Beispiel II.
1,27 kg Mononitrobenzil (oder 1,5 kg Dinitrobenzil), 3,3 kg m-Oxydiäthylanilin werden ohne Zusatz von Condensationsmitteln im Oelbade auf 120 bis 1300 erhitzt, bis sich die Schmelze in verdünnter heifser Salzsäure vollkommen auflöst.
Der so erhaltene Farbstoff wird, wie oben, isolirt. Ein Zusatz von Chlorzink ist bei der Ausfällung nicht unbedingt erforderlich.
Die in dieser Weise gewonnenen Farbstoffe werden als grüne, metallglänzende, spröde Massen erhalten, welche sich zu einem rothen Pulver zerreiben lassen. Sie sind in kaltem Wasser schwer, sehr leicht aber in heifsem, eventuell schwach angesäuertem Wasser löslich.
In Alkohol lösen sie sich mit bläulich rother Farbe und gelbrother Fluorescenz auf.
In Aether sind sie so gut wie unlöslich.
Der nach Beispiel I aus Benzil erhaltene Farbstoff färbt Seide schön bläulich roth und besitzt ein wesentlich gröfseres Färbevermögen als das Rhodamin. Er eignet sich speciell zum Färben von Baumwolle.
Mit dem Einführen von Nitrogruppen in das Benzil werden die Farbstoffe blauer.
Ein weiterer Nüancenunterschied wird durch die zur Verwendung gelangenden alkylsubstituirten m-Oxyaniline bedingt, indem die mit Hülfe von m - Oxydiäthylanilin hergestellten Farbstoffe auf der Faser blauere Töne erzeugen, als die aus m - Oxydimethylanilin gewonnenen.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung rother basischer Farbstoffe, darin bestehend, dafs man 1 Molecül Benzil, Mononitrobenzil oder Dinitrobenzil mit 4 Molecülen m - Oxy dimethyl- oder m-Oxydiäthylanilin mit oder ohne Anwendung wasserentziehender Mittel bei Temperaturen von 100 bis 150° C. zusammenschmilzt.
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