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Schablonenkopiervorrichtung, insbesondere zur Herstellung von Schnittschablonen
für Schuhwerkteile Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum Kopieren von
Schablonen, insbesondere für die Herstellung von Schnittschablonen für Schuhwerkteile.
Derartige Maschinen bestehen vornehmlich aus vier zusammenwirkenden Hauptteilen,
nämlich dem Modellhalter, dem Werkstückhalter, der Modellführung und dem Werkzeug.
Diese Hauptteile sind miteinander durch einstellbare, pantographenähnliche Vorrichtungen
verbunden, so daß das Maß der Vergrößerung oder Verkleinerung des herzustellenden
Werkstückes gegenüber der in der Größe unveränderten Schablone geändert werden kann.
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Es kann nun bei manchen Schablonenmustern vorkommen, daß wegen ihrer
besonderen Art nur bestimmte Teile vergrößert oder verkleinert werden müssen. In
einem solchen Falle müssen verschiedene Einstellungen der Pantographen während des
Betriebes vorgenommen werden, wodurch sich natürlich gegenseitige Verschiebungen
einzelner Teile ergeben können, aus denen dann Ungenauigkeiten entstehen. Es ist
der Hauptzweck der Erfindung, diese Cbelstände zu beseitigen. Nach der Erfindung
sollen die bisher bekannten Vorrichtungen der angegebenen Art in der Weise vervollkommnet
werden, daß bei den erwähnten Einstellungen die Verschiebungen der einzelnen Teile
genau bestimmt und soweit erforderlich, ausgeglichen werden können.
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Wie bei derartigen Vorrichtungen üblich, bestehen die Pantographen
aus je einem Hebel, der mit zwei Gelenken an zwei der Hauptteile der Maschine angeschlossen
ist und an einem weiteren Gelenkpunkt einstellbar ist, so daß das Bewegungsverhältnis
der angeschlossenen Teile geändert werden kann. Nach der Erfindung ist nun noch
eine weitere Einstellmöglichkeit geschaffen, die es gestattet, die Ungenauigkeiten
erzeugenden Verschiebungen auszugleichen. Diese Einstellvorrichtungen sind mit Skalen
und Zeigern versehen, so daß ein genaues Einstellen möglich ist.
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Falls gewünscht, kann diese Einrichtung auch zur gradweisen Änderung
des Gradierfaktors benutzt werden, wenn man eine Reihe von Faktoränderungen und
Ausgleichseinstellungen vornimmt.
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Die Ausgleichseinrichtung nach der Erfindung kann auch dann wertvoll
sein, wenn Verkleinerungen ohne Änderung des Gradierfaktors vorgenommen werden müssen.
So ist es z. B. nicht zweckmäßig, die gesamte Höhe von Schuhschäften zu gradieren,
da hierdurch unschön wirkende Abmessungen entstehen würden. Bei den bekannten Vorrichtungen
hat man sich
dadurch zu helfen versucht, daß man den Pantographenhebel
an einer Stelle seiner Länge gekrümmt hat, wodurch natürlich aber wieder andere
Nachteile entstehen, die sich bei der Anordnung nach der Erfindung vollkommen beseitigen
lassen.
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Ferner können nach der Erfindung die Ausgleichseinrichtungen für die
Längen- und Breiteneinstellung von einer Stelle aus bedient werden, und zwar sowohl
einzeln als auch zusammen. Im letzten Fall kann das Maß der Änderung auch verschieden
sein: Schließlich kann nach der Erfindung am Werkstück noch ein konstanter Randstreifen
zugegeben werden, der z. B. für einen Saum benutzt werden kann. Hierzu ist es nur
nötig, den Schablonenführungsstift um den erforderlichen Betrag zu verschieben,
wobei dann besondere Einrichtungen dafür sorgen, daß die Breite des Streifens senkrecht
zur Kante immer genau gleich bleibt.
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In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung nach
der Erfindung dargestellt.
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Abb. i zeigt eine Vorderansicht der gesamten .Maschine, wobei allerdings
einige Teile zur Erzielung größerer Klarheit fortgelassen sind.
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Abb.2 ist eine Draufsicht ebenfalls unter Fortlassung einiger Teile.
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Abb. 3 ist eine in vergrößertem Maßstab gezeichnete Teilansicht von
vorn.
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Abb. ¢ ist eine Draufsicht auf eine Einzelheit. Abb.5 ist ebenfalls
eine Draufsicht, die in vergrößertem Maßstab den Schablonenführungsstift zeigt.
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Abb. 6 stellt in vergrößertem Maßstab eine Endansicht einer der Führungen
dar.
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Abb. 7 ist schließlich eine schematische Darstellung der gesamten
Pantographeneinrichtung. Der obere rechte Teil des Maschinenfußes geht oben in einen
gemäß Abb. i nach links gerichtete. Schwanenhals 3 über, der über einen ebenfalls
waagerecht liegenden Arm 5 ragt. Am freien Ende des Schwanenhalses 3 ist eine mit
einem Stanzblock 9 am Arm 5 zusammenarbeitende Stanze 7 vorgesehen, die über eine
Welle =i ihren Antrieb erhält. Durch einen Fußhebel 12 kann die Stanze? so weit
angehoben werden, daß sie trotz weiterlaufenden Antriebes nicht arbeitet. Diese
das Schneiden des Werkstückes bewirkende Vorrichtung steht in der Maschine ortsfest.
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Längs und quer beweglich ist über dem Schwanenhals 3 eine Schablonenführung
vorgesehen, die ganz allgemein mit 13 bezeichnet ist und einen Führungsstift i5
trägt.
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An der Maschinensäule i ist ferner unter den Armen 3 und 5 ebenfalls
waagerecht und mit den Armen in einer Ebene liegend, ein Ausleger 17 angeordnet,
auf dessen Oberseite Führungen =g für einen Wagen a= vorgesehen sind, der sich auf
Rollen-;,?, in Richtung auf den Führungsstift 15 und von diesem wegbewegen
kann. Der Wagen selbst erstreckt sich zu beiden Seiten über die Führungen =g hinaus
(Abb. 2) und trägt Führungen 23, die rechtwinklig zu den Führungen =g stehen. Auf
diesen Führungen 23 läuft mittels Rollen 27 (Abb. i) der Werkstückträger 25, der
sich also frei nach allen Richtungen bewegen kann. Durch besondere Rollen 29 und
31 wird jedes seitliche Spiel zwischen dem Wagen 21, dem Träger 25 und den entsprechenden
Führungen =g und 23 ausgeschaltet. Am Wagen 25 sind übereinanderliegende Klemmbacken
33 vorgesehen, die das Werkstück 35 halten, aus dem die Schablone ausgeschnitten
wird. Der Schluß der Klemmbacken 33 erfolgt mittels eines Nockenhebels 37, während
eine nicht gezeichnete Feder das Öffnen herbeiführt. Die Klemmbacken sitzen an den
Enden waagerecht angeordneter, rohrartiger Träger 39, die in schellenartigen Lagern
am Träger 25 liegen und deren äußere Enden durch einen Stift 41 -verbunden sind.
Auf diese Weise können die Klemmbacken jeweils entsprechend der Größe des Kartons
eingestellt werden. Die jeweilige Stellung wird durch eine Klemmschraube gesichert.
Um sehr große Kartons zu stützen, ist an der Hinterseite der Maschine ein leichter
Rahmen 45 angebracht.
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Der Modellhalter besteht aus einem flachen Rahmen 47, der während
der Arbeit eine waagerechte Lage dicht über dem Führungsstift 15 einnimmt (Abb.
i). Das Modell besteht aus einer flachen Platte 49, die durch Schrauben 51 in geringen
Abstand unter dem Rahmen ,17 gehalten wird. Der Rahmen 47 ist um einen waagerechten
Zapfen 53 am Träger 25 hochklappbar, um ein leichtes Auswechseln des Modells zu
ermöglichen, während ein Anschlag 55 die waagerechte Lage beim Arbeiten sichert,
so daß der Führungsstift i5 an der Seitenkante des Modells anliegen kann. Das Werkstück
liegt dann zwischen der Stanze 7 und dem Stanzblock.
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Nach rechts (Abb. 2) herausragend ist am Wagen 21 ein parallel und
etwa in gleicher Höhe mit dem Schwanenhals 3 verlaufender Arm 57 angebracht, der
am äußeren Ende mit einer Führung 59 versehen ist. In dieser etwa schwalbenschwanzförmigen
Führung 59 liegen übereinander zwei Schieber 61 und 63 (Abb. 2 und 6), von denen
der obere 61 kürzer als der untere 63 ist. Beide Schieber können zueinander eingestellt
werden und ebenso zu der Führung5g. An einem senkrechten Zapfen 67 (Abb. 2) des
oberen Schiebers 61 ist eine Lagerhülse 65 angebracht, durch die eine mit ihr drehbare
und in ihr längsverschiebbare Stange 69 läuft. Diese Stange bildet den Breitenpantographenhebel
und erstreckt sich bis über den Arm 3, wo sie an einen gewöhnlich festen, aber einstellbaren
Gelenkzapfen 71 angeschlossen ist, der im
folgenden als Breitenpantographmittelpunkt
bezeichnet wird.
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Zwischen den Punkten 65 und 71 ist der Hebel 69 mit einem aufrecht
stehenden Stift 73 versehen, der in ein Loch in einem Ansatz eines Quergliedes eines
«waagerechten Schlittens 75 eingreift, der als Breitenschlitten bezeichnet werden
soll. Dieser Schlitten bewegt sich in Führungen 77 auf dem Arm 3. Durch Rollen wird
eine leichte und sichere Bewegung des Schlittens 75 herbeigeführt. Am linken Ende
des Breitenschlittens ist der obengenannte Führungsstift 15 angeordnet.
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Der Breitenpantographmittelpunkt besteht aus einem Kulissenstein
79, der in einer Längsnut des Hebels 69 verstellbar und an einem senkrechten
Stift einer Einstellstange 81 gelenkig befestigt ist. Diese Stange kann in einer
waagerechten Führung eines festen Quergliedes vor- und rückwärts gleiten und ist
an ihrem vorderen Ende 85 gelenkig an einen mit Längsnut versehenen Hebel
87 angeschlossen. Das andere Ende dieses Hebels 87 liegt gelenkig an einer
Zahnstange gi, die ebenfalls vor- und rückwärts beweglich in einer Querführung am
Maschinenrahmen läuft. Auf der Zahnstange sind Teilungen angebracht, die durch eine
in der Führung vorgesehene und mit einer :Marke versehene Öffnung sichtbar sind,
so daß man die Einstellung genau beobachten kann.
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Die Einstellung der Zahnstange gi erfolgt mit Hilfe eines Zahnrades
93 (Abb. 3), welches mittels eines Handrades 95 an seiner Welle bewegt
wird. Eine Federklinke 97 sichert die jeweilige Stellung.
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Die Verbindung zwischen dem Hebel 87 und der Zahnstange gi erfolgt
mittels eines Stiftes ioi (Abb.3) an derZahnstange, welcher ineinen Kulissenstein
103 in der Nut des Hebels 87 eingreift. In der Nut des Hebels 87 liegt ferner ein
weiterer Kulissenstein io5, welcher durch einen senkrechten Stift io7 mit einem
darüberliegenden weiteren Kulissenstein iog verbunden ist. Dieser größere Kulissenstein
iog liegt (Abb. 3, q.) verschiebbar in einer Nut iii einer parallel zum Rahmenarm
3 angeordneten Führung 113.
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Man kann also sowohl durch Verschieben der Kulisse iog als auch durch
Verstellen der Zahnstange gi die Stellung des Breitenpantographmittelpunktes 71
verändern.
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Zur Verstellung des Steines iog (Abb. 3) dient ein darüberliegender
Arm oder Hebel 115, der an einer im Maschinengestell gelagerten und beidseitig mit
Handrädern im versehenen Welle iig befestigt ist. Die Verbindung zwischen dem Kulissenstein
iog und dem Hebel 115 erfolgt durch einen Stift 117, welcher einerseits in dem Stein
iog (Abb. q.) sitzt und andererseits in einen Stein i23 eingreift, der in einer
Längsnut des Hebels 115 beweglich lagert. Die Kulissensteine io5, iocy und 123 (Abb.
4.) sowie die Stifte 107 und 117 wirken zusammen wie ein Stift in den verschiedenen
Nuten in den übereinanderliegenden Teilen 87, 113 und 115. Außerdem liegen die Teile
so zueinander, daß bei Zusammenfallen des Stiftes oder Zapfens und des Gelenkes
85 an der linken Ecke des Schlitzes iii auch die Punkte 7i und 73 axial zusammenfallen.
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Als Führung für den am Maschinengestell drehbar gelagerten Hebel 115
(Abb. i) ist ein Kreisbogen 125 vorgesehen mit Teilungen, an denen man im Zusammenhang
mit den Einstellungen der Zahnstange gi feststellen kann, wie eine bestimmte Breitengradierung
herbeigeführt werden muß. Durch einstellbare Anschläge 127 an dem Kreisbogen kann
die Bewegung des Hebels 115 begrenzt werden.
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Die Teilungen auf dem Kreisbogen 125, vier an Zahl, sind so eingerichtet,
daß, je nach der benutzten Skala, eine Gradierung von ein Sechzehntel, ein Zwölftel,
ein Achtel oder ein Sechstel Zoll erreicht wird.
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Neben dieser für die Veränderung der Breite der Gradierung benutzten
Vorrichtung ist eine weitere Pantographeneinrichtung vorgesehen, die in ganz ähnlicher
Weise ausgebildet ist und zur Veränderung der Länge dient. Durch diese Vorrichtung
wird der Führungsstift rechtwinklig zum Maschinenarm 3 bewegt.
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Dieser Längenpantograph besteht aus einem Hebel i2g (Abb. 2 und 3),
dessen eines Ende mit dem Träger 25 so verbunden ist, daß er an dessen _Bewegungen
rechtwinklig zum Maschinenarm 3 teilnimmt, aber nicht an den Bewegungen parallel
zu diesem Arm. Dieses Ende des Hebels 129 lagert in einem hülsenförmigen Lager 131
an einem Schlitten 133 (Abb. 2), welcher an einer Führung 135 entlang gleiten kann.
Diese Führung ist an dem linken Ende des Breitenschlittens 75 (Abb. i und 2) befestigt
und verläuft rechtwinklig zum Arm 3. Der Schlitten 133 ist durch zwei nach unten
ragende und an den Enden mit Rollen versehene Stifte, von denen der eine bei 137
in Abb. 2 -gezeichnet ist, mit dem Träger 25 verbunden, indem die Rollen an den
Stiften in einer genuteten Führung 139 des Trägers 25 liegen. Diese Nut verläuft
parallel zu dem Arm 3. Jede Bewegung des Trägers 25, die eine senkrecht zum Arm
3 gerichtete Komponente einschließt, wird also eine Bewegung des Schlittens 133
an seiner Führung 135 hervorrufen, während alle anderen Bewegungen keine Bewegung
des Schlittens bewirken.
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Das andere Ende des Pantographenhebels 129 liegt gelenkig an einem
einstellbaren Zapfen 141 (Abb.7), der im folgenden als Längenpantographenmittelpunkt
bezeichnet werden soll und am Breitenschlitten 75 sitzt. Zum Einstellen des Längenmittelpunktes
dient ein
Schlitten 143 (Abb. a und 7) in einer Führungsbahn 145
im Breitenschlitten 75 parallel zum Arm 3. Der Mittelpunkt, d. h. der Stift 141,
bewegt sich mit Hilfe eines Kulissensteins 147 in einer Nut des Längenpantographenhebels
129 (Abb. 2). Auch hier wird zur Einstellung des Schlittens 143 in seiner Führung
durch einen mit ihm gelenkig verbundenen Schwinghebel 149 erreicht, welcher an der
Unter- und Oberseite längs genutet ist und in diesen Nuten Kulissensteine 151 und
153 aufnimmt. Der Stein 151 ist mit einer Zahnstange 157 verbunden, die in einer
zum Arm 3 parallelen Nut 155 des Breitenschlittens 75 beweglich ist. Die Zahnstange
157 wird mittels eines durch ein Handrädchen 159 bewegten Ritzels verschoben. Der
andere Stein 153 steht mit einem weiteren Kulissenstein in Verbindung, welcher in
einer zum Arm 3 senkrecht verlaufenden Nut 161 des Breitenschlittens 75 läuft. Die
Steuerung dieses Steines erfolgt durch einen weiteren Kulissenstein, der in einer
Nut eines schwenkbaren Kniehebels 163 läuft. Dieser Hebel 163 ist an einer bogenförmigen,
mit einstellbaren Anschlägen versehenen Skala 165 verstellbar. Die Verstellungsmöglichkeit
ist also hier dieselbe wie bei dem Breitenpautographen.
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Der Längenpantographenhebel 129 ist in der Nähe des Punktes 141 gelenkig
mit einem als Längenschlitten bezeichneten, in einer senkrecht zum Arm 3 am Breitenschlitten
angebrachten Nut 171 laufenden Hilfsträger 169 verbunden. Die Lage der Nut 171 ist
so gewählt, daß sich der Längenschlitten während der Bewegung des Trägers 25 über
der Stanze 7 bewegt.
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An dem Längenschlitten 169 ist nun in einer noch näher zu beschreibenden
Weise der Führungsstift 15 einstellbar befestigt, und zwar mit Hilfe einer Scheibe
173.
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Die Teile, soweit sie bisher beschrieben sind, gestatten also ein
Einstellen jeder gewünschten Größe nach ein und demselben Modell in folgender Weise,
wobei zur Erläuterung die schematische Abb. 7 benutzt wird, in der die Teile zwar
nicht in ihrer wirklichen Lage dargestellt sind, jedoch so, daß sich die gegenseitigen
Verstellungen verfolgen lassen.
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Wenn eine Größenänderung in der Breite erfolgen soll, kann man die
erforderlichen Einstellungen sowohl mittels der Zahnstange g1 als auch mittels des
Hebels 115 vornehmen. Bewegt man die Zahnstange g1, dann dreht sich der Hebel 87
um den feststehenden Punkt 107, und dadurch wird der Punkt 85 in der Führung 83
verstellt. Das hat zur Folge, daß auch der Breitenpantographenhebel 69 gedreht wird,
und zwar um den Punkt 67 an dem Schieber 61. Bei dieser Drehung des Hebels 69 wird
auch der Punkt 73 verschoben, und zwar in einer Richtung parallel zum Arm 3. An
diesem Punkt 73 ist aber der Breitenschieber 75 angelenkt, so daß dieser an der
Bewegung des Punktes 73 teilnimmt. Hierzu ist er ohne weiteres in der Lage, da die
Führungen 77, 137, 145 und 155 diese Bewegung zulassen. An dieser Verschiebung des
Breitenschlittens nimmt auch der Führungsstift 15 teil, der an dem in der Nut 171
des Breitenschlittens 75 laufenden Hilfsträger 169 befestigt ist. Der Führungsstift
15 wird also bei einer Verstellung der Zahnstange gi in der Breitenrichtung des
Modells ebenfalls verstellt.
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Die gleiche Verstellung kann man erhalten, wenn man statt der Zahnstange
g1 den Hebel 115 bewegt, indem man ihn um seinen Drehpunkt I19 schwenkt und an der
Skala 125 einstellt. In diesem Fall steht der Punkt 1o1 an der Zahnstange fest,
der Punkt 85 bewegt sich aber genau so, als ob die Zahnstange g1 verstellt worden
wäre. Ebenso erfolgt auch die Verstellung des Führungsstiftes 15, und zwar in der
Breitenrichtung des Modells.
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Zur Verstellung in der Längsrichtung des Modells muß der Führungsstift
senkrecht zu der eben beschriebenen Bewegung verstellt werden, und zu diesem Zweck
muß der Längenpantographenhebel 129 geschwenkt werden. Das geschieht in ähnlicher
Weise wie bei dem Breitenpantographenhebel 69.
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Entweder man verschiebt die Zahnstange 157 (Abb. 2) und verschwenkt
dadurch den Hebel 149 um den feststehenden Punkt 153 oder man läßt die Zahnstange
157 und damit den Punkt 151 stehen und bewegt den Hebel 163 an der Skala 165. In
beiden Fällen wird durch die Bewegung des Hebels 149 der Schlitten 143 verschoben
und dadurch der Längenpantographenhebel129 geschwenkt. Dabei dreht sich dieser Hebel
129 um den Punkt 131 und somit ergibt sich eine Verschiebung des Trägers 169 in
der Nut 171, d. h. da an dem Träger 169 der Führungsstift befestigt ist, eine Verschiebung
des Führungsstiftes 15 in der Längsrichtung. des Modells.
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Die Verstellung beider Pantographen kann natürlich auch gleichzeitig
vorgenommenwerden. Wenn während des Betriebes eine solche Einstellung vorgenommen
werden muß, empfiehlt es sich, die Anschläge an den beiden Skalen 125 und 165 zu
benutzen und von vornherein so einzustellen, daß während des Betriebes die Hebel
115 und 163 nur bis zu den Anschlägen bewegt zu werden brauchen. Um jedoch auch
nach Einstellung der Anschläge die Hebel, falls notwendig, auch über die Anschläge
hinaus bewegen zu können, sind die Hebel mit Klinken 175 versehen, die sich in ihrer.
Normalstellung an die Anschläge legen. Diese Klinken sind nach Abb. 4 um waagerechte
Zapfen 177 an den Hebeln drehbar und mit je einem kleinen Handgriff versehen, so
daß sie bei Druck auf den Handgriff mit ihren vorderen Enden über
die
Anschläge hinweg gehoben werden können. Es läßt sich somit jede vorherbestimmte
als auch jede andere Einstellung während des Betriebes schnell und mühelos herbeiführen.
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Wie oben dargelegt, verursacht jede Verstellung der Pantographen eine
Verschiebung des Führungsstiftes 15 gegenüber dem Träger 25. Es können nun Fälle
eintreten, in denen eine solche Verschiebung des Führungsstiftes zwar erwünscht
ist, aber nach der nötigen Verstellung der Pantographen noch einer Korrektur bedarf.
Auch eine solche Korrektur muß leicht und schnell herbeigeführt werden können.
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-Nach der Erfindung ist für diesen Zweck an jedem der beiden Schlitten
75 und z69 je ein Zeiger vorgesehen, und zwar an dem Breitenschlitten 75 der Zeiger
179 und an dem Längenschlitten 169 der Zeiger 181. Die beiden Anzeigevorrichtungen
bestehen aus je einer an dem betreffenden Schlitten befestigten, mit Teilung versehenen
Scheibe und einem sich über der Scheibe drehenden Zeiger, der an einer senkrechten
Welle mit einem Zahnrad an ihrem unteren Ende sitzt, welches in eine Verzahnung
eingreift, die für den Zeiger 179 am Maschinenrahmen und für den Zeiger Z81 an der
Führung 171 angebracht ist. Wenn man also die Stellungen der Zeiger vor und nach
der Einstellung der Pantographen vergleicht, kann man jeweils genau die Lageänderung
des Führungsstiftes feststellen. Will man nun nach Kenntnis der Lageänderung des
Führungsstiftes eine Korrektur vornehmen, so muß man eine Einstellung der Hülsenlager
65 und 131 vornehmen, um dadurch die Pantographenhebel in geringem Maße um ihre
Mittelpunkte zu schwenken, bis die Zeiger 179 und 181 die gewünschte Stellung angeben.
Zur Verschiebung oder Einstellung der Hülsenlager dient ein Handrad 183 (Abb. 2)
auf dem Werkstückträger 25. Dieses Handrad 183 ist mit den Enden zweier Paare von
Bowdenzügen 185 und 187 verbunden, deren andere Enden mit je einem der Hülsenlager
so verbunden sind, daß bei einer Drehung des Handrades 183 die Hülsenlager in ihren
Führungen bewegt werden. Der Bowdenzug 185 führt zu dem Hülsenlager 65, und zwar
ist die Ummantelung des Bowdenzuges an der Führung 59 befestigt, während die beiden
Drähte an dem Schlitten 61 liegen. Ein weiterer Draht läuft über eine kleine Führungsscheibe
an der Führung 59. Beim Bowdenzug 187 liegt die Ummantelung an einer Führung unter
dem Schlitten 133, während die Drähte an einer Barunterliegenden Führung 188 (Abb.
7) befestigt sind, an der auch das Lager 131 angebracht ist.
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Das Handrad 183 sitzt drehbar an einer senkrechten Welle 189, die
an ihrem unteren Ende mit einem im Gehäuse 1g1 liegenden, nicht gezeichneten Ritzel
versehen ist. Dieses Ritzel steht in Eingriff mit einer waagerechten, ebenfalls
nicht gezeichneten Verzahnung, die in einer mit dem Handrad fest verbundenen Führung
läuft und auf diese Weise gedreht werden kann. An der Verzahnung ist ein nach unten
ragender Stift (nicht gezeichnet) angebracht, der gewöhnlich mit der Welle 189 gleichach§ig
liegt. Dieser Stift geht nach unten durch einen Schlitz 192 einer kreuzförmigen
Führung 193 unter dem Gehäuse 1g1, deren nicht geschlitzter Arm parallel zum Rahmenarm
3 beweglich ist. An die Enden dieses Armes ist je einer der Drähte des Bowdenzuges
z85 angeschlossen. Unter dem kreuzförmigen Teil 193 ist ein ähnlicher Teil
195 so angeordnet, daß er sich rechtwinklig zum Arm 3 bewegen kann. Auch in den
Schlitz dieses Teiles ragt der obenerwähnte Stift hinein, und in gleicher Weise
wie oben sind an diesen Teil die Enden der Drähte des Bowdenzuges 187 angeschlossen.
Der an das vordere Ende des Teiles 195 angeschlossene Draht 187 läuft dabei auf
dem Wege zu seinem Befestigungspunkt über eine Führungsrolle 197 (Abb. 1 und a).
Die an den Teil 193 angeschlossenen Drähte laufen über vier Rollen. Am oberen, über
der Scheibe 183 liegenden Ende trägt die Welle 189 ein Handrad 1g9, mit dessen Hilfe
die Welle und damit die Verzahnung unter Benutzung einer Skala auf dem Handrad 183
verschoben werden kann. Ebenfalls nicht gezeichnete, einstellbare Anschläge auf
der Skala dienen zur Festlegung bestimmter Stellungen, zwischen denen das Handrad
gedreht werden kann, um bestimmte Einstellungen der Hülsenlager herbeizuführen,
die auch über die von den Zeigern 179 und 181 hinausgehen können. Wie gesagt, kann
die Führung der Verzahnung mittels des Handrades Z83 gedreht werden. Wenn die Führung
und damit die Verzahnung eine Stellung parallel zum Arm 3 einnehmen, bewirkt eine
Verschiebung der Verzahnung, daß der nach unten ragende Stift den kreuzförmigen
Teil 193 verschiebt, während der Stift in dem Schlitz des Teiles 195 leerläuft.
Dadurch wird dann eine Einstellung des an den Teil 193 angeschlossenen Hülsenlagers
über die zugehörigen Bowdenzüge erreicht. In gleicher Weise entsteht eine Verschiebung
des Teiles 195 und des daran angeschlossenen Hülsenlagers, wenn das Handrad und
damit die Führung der Verzahnung um go ° verdreht ist, wobei der Stift in der Nut
des Teiles 193 leerläuft. Bei einer Zwischenstellung «erden selbstverständlich beide
kreuzförmigen Teile 193 und 195 und auch beide Hülsenlager in einer entsprechenden
Zwischenrichtung bewegt.
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Die Anordnung der sich kreuzenden Teile 193 und 195 kann also zur
Vornahme von Korrekturen dienen, die sich aus der Verschiebung der Zeiger 179 und
181 als notwendig ergeben. Darüber hinaus kann diese Anordnung aber auch Verwendung
finden, wenn die Gradierung
gegenüber der von der -Maschine, d.
h. also von den Pantographen bewirkten, geändert werden, soll. Mittels des Handrades
z99 kann die Einstellung der Hülsenlager entsprechend der gewünschten Gradierungsänderung
bewirktwerden, während durch Drehen des Handrades 183, wenn das Modell den Führungsstift
umfährt, so daß der nach unten ragende Stift an der Verzahnung entweder den Teil
193 und damit das Hülsenlager 85 des Breitenpantographenhebels oder den Teil 195
und damit das Hülsenlager 131 des Längenpantographenhebels oder aber beide Lager
- je nach der Einstellung - bewegt, die richtige Gradierungsänderung auf die Schablone
übertragen wird. Als Beispiel sei folgendes angenommen:. Der von der Verzahnungsführung
nach unten ragende Stift sei um einen Betrag a aus der Achse der Welle 189 herausbewegt,
während sich die geschlitzten Querschieber in der neutralen Stellung befinden, d.
h. also parallel zu der Länge und Breite der Schablone. Wenn dann der Stift durch
das Handrad 183 und die zugehörigen Teile gedreht wird, bewegt er sich auf einem
Kreis mit dem Radius a und erteilt den kreuzförmigen Querschiebern Bewegungen, die
dem Sinus ünd dem Cosinus jenes Winkels proportional sind, um den der Stift geschwenkt
wurde. Entsprechende Bewegungen werden den Steuerschlitten 61 und dem entsprechenden
Schlitten am Ende des Längenpantographenhebels 129 und 130 erteilt und der
Führungsstift 15 wird auf einem Kreisbogen geführt. Wenn dann die Bewegung oder
Drehung des Handrades 183 annähernd der Schwenkung der Tangente an der Kante des
Modells im Berührungspunkt mit dem Stift 15 folgt, wird eine gleichmäßige Gradierungsänderung
an der Kante des Werkstückes hervorgerufen, und zwar so lange, als die Vorrichtung
in Tätigkeit gehalten wird, d. h. mit anderen Worten, -der Stift an der Verzahnung
erteilt den beiden kreuzförmigen Schiebern und den Steuerschiebern zwei einfache
harmonische Bewegungen, die rechtwinklig zueinander gerichtet sind und deren Resultierende
(bei gleichen Amplituden) eine Kreisbewegung ist. Um das Handrad 183 im richtigen
Maße und zu richtiger Zeit zu bewegen, ist die den Führungsstift 15 tragende Scheibe
173 auf einem drehbaren Teil 2o= angeordnet, der mit dem Handrad 183 so verbunden
ist, daß er sich im gleichen Sinne und um den gleichen Betrag wie das Handrad dreht.
In der Scheibe 173 ist ein .radialer Schlitz 203 (Abb. 5) vorgesehen, und
wenn man durch Drehen des Handrades dafür sorgt, daß dieser Schlitz zur Kante des
Modells immer senkrecht steht, wird die gewünschte Änderung genau und zur rechten
Zeit von dem Längen- auf den Breitenpantographen übertragen und umgekehrt. Wenn
jedoch an einer Kurve gearbeitet wird, bewirkt die Bewegung der kreuzförmigen Schieber
selbsttätig eine Einstellung, die der Resultierenden aus Längen- und Breitenänderung
entspricht.
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Eine Saumzugabe o. dgl. kann ebenfalls erreicht ;=erden. Zu diesem
Zweck ist der Führungsstift 15 in seinem Träger einstellbar, und zwar sitzt er auf
dem oberen Ende eines senkrechten Zapfens, der durch den Schlitz 203 in
der
Scheibe 173 hindurchgeht. Am unteren Ende dieses Zapfens sitzt ein Ritze-, welches
in eine gerade Verzahnung 205 in der Scheibe 173 (Abb. 5) eingreift. Durch
Drehung einer unmittelbar unter dem Führungsstift angebrachten Mutter ist es nun
möglich, den Zapfen zu drehen und damit den Führungsstift 15 in der Längsrichtung
der Nut 205 zu verschieben. Der Stift steht dann je nach der Einstellung
mehr oder weniger exzentrisch zur Achse der Scheibe 173. An einer Kreisskala 2o9
auf dem Zapfen kann man jederzeit den Grad der Exzentrizität des Stiftes feststellen.
Auch hier können durch einstellbare Anschläge 211 und 213 der Bewegung bestimmte
Grenzen gesetzt werden. An der auf Kugellagern laufenden Scheibe 173 ist ein trommelförmiger
Teil-g15 angebracht, an dem die Enden der Drähte eines weiteren Bowdenzuges befestigt
sind, der andererseits an dem Handrad 183 endet, so daß die Drehung des Handrades
eine entsprechende Drehung der Scheibe 173 hervorruft. Durch Drehung des Handrades
kann man also bei exzentrisch stehendem Stift bewirken, daß unabhängig von der Richtung
der Bewegung überall eine gleiche Zugabe vorgesehen wird. Der Stift an der Verzahnungsführung
wird dabei gewöhnlich seine -Mittelstellung einnehmen.
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Es kann nun vorkommen, daß der Breitenpantograplienhebe169 eine Stellung
einnimmt, in der es möglich ist, eine Stellungsänderung des Pantographenmittelpunktes
und damit eine Änderung der Gradierung vorzunehmen, ohne die Stellung des Führungsstiftes
zu stören. In dieser Stellung liegt der Hebel in Linie mit der Bewegungsrichtung
des Schlittens 81, der den Mittelpunkt 71 trägt. Der -Mittelpunkt kann dann entlang
der Nut im Hebel bewegt werden, ohne daß auf die Stellung des Stiftes 15 eingewirkt
wird. In dem Modellhalter sind nun Schlitze 2Zg vorgesehen, die parallel zu dieser
besonderen Stellung des Hebels 69 verlaufen und deren Mittellinie dann auch in der
gleichen senkrechten Ebene liegen wie der Führungsstift 15.
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Wenn der Arbeiter also einen bestimmten Teil des Modells in anderer
Größe als den übrigen Teil ausführen will, befestigt er das Modell 49 an dem Träger
47 so, daß die Mittellinie des betreffenden Teiles unter der Mittellinie des Schlitzes
liegt. Er kann dann, wenn er an diesen Punkt kommt, die gewünschte Änderung vornehmen
und nach Fertigstellung dieses Teiles
an einem gegenüberliegenden
Punkt die alte Einstellung wieder herbeiführen.
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Auch bei zwei Punkten, die in gleicher Entfernung von der Mittellinie
des Schlitzes liegen, kann eine solche Änderung vorgenommen werden; es ist dazu
nur notwendig, außer der Einstellung des Mittelpunktes auch eine Verstellung des
Hülsenlagers in der oben angegebenen Weise vorzunehmen.
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Ferner ist, wenn man eine Kante unter die Mittellinie des Schlitzes
legt und dann eine Stellungsänderung des Pantographenmittelpunktes bewirkt, eine
Änderung der Gradierung in der Breite zu dieser Kante erreichbar. Für den Fall,
daß das ':Modell sehr groß ist, sind zu den Schlitzen 219 parallele, weiter außen
liegende Schlitze 221 vorgesehen, und das Lager 65 kann in seiner Führung 59 entsprechend
der Entfernung zwischen den Schlitzen 219 und 221 verstellt werden, so daß, wenn
die Mittellinie der Schlitze 22Z über der Stanze liegt, der Breitenpantographenhebel
mit der Stange 81 parallel liegt.
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Die Einstellung des Hülsenlagers erfolgt mittels des unteren der beiden
Schieber 61 und 63 (Abb. 6) ; zur Erleichterung der Einstellung auf den erforderlichen
Abstand ist eine Marke 223 (-ebb. Z) angebracht. Ferner ist ein Federstift -a25
(4bb. 6) vorgesehen, der durch Eingriff in entsprechende Löcher die Stellungen sichert.
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In gleicher Weise und für den gleichen Zweck sind ferner zu den Schlitzen
2Zg (Abb. 2) senkrechte Schlitze 227 vorgesehen, durch die eine Einstellung des
Längenpantographenmittelpunktes möglich ist.
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Schließlich ist noch ein Schablonenhalter vorhanden, der aus Klemmbacken
an einem um einen Zapfen 2.1 am Modellhalter schwingbaren Hebel 232 besteht.
Aus der Arbeitsstelfung unter dem Rahmen kann der Hebel mit den Backen in eine strichpunktiert
angedeutete Ruhestellung arg (Abb. 2) geschwungen werden. Wenn eine Schablone ausgeschnitten
ist, kann sie zwischen die in Ruhestellung befindlichen Klemmbacken gelegt werden,
worauf mittels des Handgriffes 233 (Abb. 2) der Hebel 232 über den übrigen Teil
des Schablonen kartons geschwungen wird. Man kann dann genau ersehen, wie der Karton
zum Ausschneiden einer weiteren ähnlichen Schablone eingestellt werden muß.
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Wenn der Stift 15 gegen andere Stifte verschiedener Stärke auswechselbar
ist, kann man in bekannter Weise die Fläche der Schablone um bestimmte Streifen
vergrößern oder verkleinern.