DE569342C - Verfahren zur Herstellung von Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten

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DE569342C
DE569342C DES79147D DES0079147D DE569342C DE 569342 C DE569342 C DE 569342C DE S79147 D DES79147 D DE S79147D DE S0079147 D DES0079147 D DE S0079147D DE 569342 C DE569342 C DE 569342C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G16/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with monomers not provided for in the groups C08G4/00 - C08G14/00
    • C08G16/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with monomers not provided for in the groups C08G4/00 - C08G14/00 of aldehydes
    • C08G16/0293Condensation polymers of aldehydes or ketones with monomers not provided for in the groups C08G4/00 - C08G14/00 of aldehydes with natural products, oils, bitumens, residues
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
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    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
    • C08G12/10Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds with acyclic compounds having the moiety X=C(—N<)2 in which X is O, S or —N
    • C08G12/12Ureas; Thioureas

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten
    Den Ge-enstand Gier Erfindung bildet ein
    Verfahren zur Herstellung plastischer Massen,
    welche insbesondere zur Erzeugung von Knöpfen
    und ähnlichen Drechslerarbeiten geeignet sind.
    Die Herstellung dieser Massen erfolgt gemäß
    der Erfindung in der Weise, claß Harnstoff mit
    Formaldelivd versetzt wird, hierauf Mehl oder
    Stärke in einer ein Vielfaches des Gewichts des
    Harnstoffs betragenden Gewichtsmenge zu-
    gefügt und schließlich das Gemenge in der
    Wärme gepreßt und zweckmäßig vollkommen
    ,getrocknet wird. Da, Pressen erfolgt ebenso
    wie es bei Phenol- und Harnstotfliarzen allge-
    mein üblich ist, niünlich bei Temperaturen
    /wischen 12o bis 15u' zttili Zweck, 11111 die fiär-
    tung ;o zu beschleunigen, daß die Foren bald
    wieder frei wird. Auch beine Trocknen wird
    Wärme zu;c-fülirt. um die llürtung der l:rzetit-
    ni,se zu vollwnden. Statt das Mehl oder die
    Stärke dein t.cmiscli von 1-larnstotf und Forin-
    akie@tYcl zuzusetzen, kann nian es auch mit fer-
    tigen huiulensation:prudnktcn aller .1r1 -.tu,
    Harn,tott und l@oi'Illaltlc'li@tl feucht odertrockrii
    vermischen, .ticl;tnn pressen und trocknen.
    Es ist bureits bekannt, bei der Herstellung
    plastischer Massen Stärke oder stärkehaltige
    Stctte als a,geliaunte Füllmittel zu verwenden,
    d. lt. einer Grundmasse i11 der Weise einzu-
    lagern, daß die einzelnen Teilchen des Zusatzes
    unverändert neben bzw. zwischen denen der
    Hauptmasse eingebettet sind. wie z. !3. Sand in
    Beton.
    Gemäß der britischen Patentschrift 2t)0 tlU7
    ist es ferner bekannt, ein Kulilenhvdrat, vor-
    zugsweise eine Polvuse, mit Harnstoff zii kon-
    densieren und dann erst einen \lethvlenkürper
    als RärtunQSmittel zuzufügen. Die Konden-
    sation erfolZt unter Zusatz von Schwefelsäure.
    Diese Art des Zusammenbringen: bedint eine
    wesentliche Veränderung vier Stärke. hevt,r sie
    in heaktion tritt; sie wird dabei unter der Ein-
    wirkuii# der @ch«efil@äure zunächst über Dcx-
    trin I11 Maltore iiher;efiilirt 1@. Handbuch zier
    Kulloidt@i;:@Il:cltatt vtm Wo. t);twalcl. lid.ll.
    S. 0(i).
    Von tIvn bekannten Vri-fahren unter<cheidet
    .ich dic h:rtin<lun@ in mehrfacher Wei#r. Zu-
    nächst dadurch, ctaß es zum erstenmal geitin2ril
    ist, Mehl (,der Stärke als Hauptbestandteil einur
    l@tui,tma,@e neben verliältiii:niäßig gerin,en
    Mengen eines Kondensationsproduktes zu ver-
    wenden und dabei dennoch ein sehr hoch-
    wertige:, in Wasser nahezu unlüsliclie: End-
    produkt zu erzielen.
    . Ferner ist die Kunstmasse gemäß der Erfin-
    dung ein Produkt. das keinerlei lilltutilu;enitat
    aufweist, die Masse ist vollkommen durchsichtig bis Aasklar, co (laß man statt einer ebeneinanderlagerung der einzelnen Partikeln der Bestandteile deren Zusammentritt zu einem einheitlichen Stoff annehmen muß, wenn auch der Chemismus des Vorganges noch nicht erklärt ist. So viel ist jedenfalls sicher, daß die Stärke bzw. das Mehl trotz der großen 'Menge, in der sie zugesetzt werden, nicht als Füllstoff zu betrachten sind, sondern an der Reaktion Anteil nehmen und durch dieselbe in ihren Eigenschaften verändert werden.
  • Es tritt also erfindungsgemäß Stärke als solche mit dem Kondensationsprodukt aus Harnstoff und Formaldehyd oder mit den beiden Komponenten in Reaktion. Ein Zusatz von starken Säuren, wie er gemäß der britischen Patentschrift 2o9 697 erfolgt, findet nicht statt, ja er «iirde geradezu, den angestrebten Erfolg vernichten und zu brüchigen, von Wasser sehr stark angreifbaren Produkten führen.-Statt 'Formaldehyd können in _ bekannter Weise auch seine Polymeren oder Stoffe verwendet werden, die Formaldehyd abspalten, wie Hexamethylentetramin (CH..),; \7, und Aldehvdammoniaks.
  • Während irgendeines Stadiums des Verfahrens können auch - wie dies bei der Herstellung plastischer 'Massen üblich ist - geeignete Füllstoffe zugesetzt werden. Zweckmäßig geschieht dieser Zusatz gleichzeitig mit der Vermischung mit Mehl oder Stärke. Doch werden unter anderen beim gegenständlichen Verfahren als Füllstoffe auch \ atur- oder Kunstharze zugesetzt, wodurch die N-%'asserfestigkeit der Endprodukte erhöht wird. Es können auch Erweichungsmittel verwendet werden, z. B. ein Produkt, das unter dem Handelsnamen Lanolin bekannt ist.
  • Bei der Herstellung von Lacken, Klebemitteln, Material für Kunstseide, Film- u. dgl. Massen ist es bekannt, dem in organischen Lösungsmitteln, wie Äthylenchlorhydrin, Glykolmonoazetat u. dgl., gelösten Kondensationsprodukt eine oder mehrere nicht oder schwer flüchtige, insbesondere organische Stoffe, wie z. 13. Celluloseester, natürliche und künstliche Harze, sowie Weichmachungsmittel, wie Kampferoder Kampfercrsatzmittel, einzuverleiben.
  • -Ausführungsbeispiele i. i kg Harnstoff wird in 3 kg wäßriger Forinaldeliydlösung gelöst, worauf nach Zusatz v011 Farbe mit 1.1 bis ib kg Mehl oder Stärke zii einem feinen Pulver verrieben und warm, lich bei etwa 12o bis 15o', gepreßt wird. Zwecki n, ißig wird nachher noch in der W-ärme getrocknet. 2. 1 kg Harnstoff wird in _; kg wä ßriger Forinaldehydlösung gelöst und die Lösung; hierauf neutralisiert oder schwach alkalisch gemacht. ach längerem Stehen bildet :ich ein \ ie dri'-schlag, worauf die Masse mit 10 his 14 kg Mehl. evtl. unter Säurezusatz., innig vermischt, gepreßt und unter Wärmeanwendung getrocknet wird. .
  • 3. 1 kg Harnstoff wird in 3 k- wüßriger Foriiialdehydlösung gelöst, neutralisiert, hierauf einige Stunden am Rückfußkühler erhitzt und das überschüssige Wasser abdestilliert. Der Rückstand wird mit 5 bis i5 kg \1e111 oder Stärke zu einem feinen Pulver verrieben. hierauf . warm gepreßt und in dec Wärme getrocknet.
  • 1 kg Harnstoff wird mit 3 kg Formaldehyd in neutraler Lösung verkocht, mit 8 kg Mehl zii einem Teig verknetet, zu Platten verarbeitet und bei 5o bis 6o' getrocknet. Das erhaltene Produkt ist opak. Wird es vor- dem vollkommenen Trocknen warm gepreßt, so wird c hornartig durchscheinend. _ 5. Man mischt 3 bis 4 Teile Mehl oder Stärke mit je einem Teil Harnstoff und Trioxymetliyleii innig, feuchtet mit etwas Wasser aii. preßt bei etwa 130- und trocknet nachher kurze Zeit in der Wärme.
  • Die Zusammensetzung des harten, homogenen, und unlöslichen, gemäß der Erfindung herstellbaren Endproduktes ist nicht mit Sicherheit erforscht. ,Je nach den zur Verwendung kommenden Materialien können auch glasklare, vollkommen durchscheinende Produkte erhalten «'erden, die Hochglanz und hohe Plastizität und Elastizität aufweisen und sich leicht verarbeiten lassen.
  • Ohne daß man sie speziell anzuführen braucht, fallen in den Bereich der vorliegenden hrtindung alle Ausführungsarten der Herstellung des Kondensationsproduktes, die sich hierbei katalvtischer Mittel bedienen, mit oder ohne Erwärmung arbeiten, etwa neutralisieren, alkalisch machen oder ansäuern, je nach den gegebenen Verhältnissen, und jene, die die Flüssigkeit endlich zwecks Erstarrenlassen: in Formen bringen und hierauf pressen und trocknen.

Claims (1)

  1. j_1'1' I? \ 'r .\ \ S L' IL t' @' I 1 I: i. Verfahren zur Her>telluiig bildsamer liondensationsproduktc aus lfarnstoit und Formaldehyd sowie aus Stärke oder Mehl. dadurch gekennzeichnet, daß Harnstoff mit Formaldehyd oder m)lchen ah:paltenden Stoffen versetzt, dann Stärke inler 'fehl in einer ein Vielfaches des Gewichtes des Harnstoifes ausmachenden tlewicht#nienge zugefügt und schließlich Glas G einenge bei etwa 1=o bis 15o` unter Prcßdruck gehärtet und allenfalls einer nachträglichen W:irineameendung; unterworfen wird. z. Verfahren zur ller:tellung plastischer Massen, dadurch gekennzeichnet, daß Mehl [>der @t;irkc' mit 1@gmdrnsatiom.g)rodukten aus 1-iarnstoff und Formaldeiivc1 verrührt werden und die Mischung sodann warm ge- preßt und nötigenfalls getrocknet wird. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen i und z, dadurch gekCnti- zeichnet, daß w<lhrend des Herstelluns-
    prozesse: der 11aae noch Harze einverleiht werden. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekenn- zeichnet, (1a13 inan bei Herstellung der Masse Weichmachungsmittel verwendet.
DES79147D 1926-04-10 1927-04-06 Verfahren zur Herstellung von Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten Expired DE569342C (de)

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