DE565951C - Momentkupplung fuer Pressen, Stanzen und andere Maschinen - Google Patents

Momentkupplung fuer Pressen, Stanzen und andere Maschinen

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DE565951C
DE565951C DE1930565951D DE565951DD DE565951C DE 565951 C DE565951 C DE 565951C DE 1930565951 D DE1930565951 D DE 1930565951D DE 565951D D DE565951D D DE 565951DD DE 565951 C DE565951 C DE 565951C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D11/00Clutches in which the members have interengaging parts
    • F16D11/02Clutches in which the members have interengaging parts disengaged by a contact of a part mounted on the clutch with a stationarily-mounted member
    • F16D11/06Clutches in which the members have interengaging parts disengaged by a contact of a part mounted on the clutch with a stationarily-mounted member with clutching members movable otherwise than only axially, e.g. rotatable keys

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanical Operated Clutches (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
7. DEZEMBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vr 565951 KLASSE 49 c GRUPPE
4P c2 St 41.
Rudolf Stübgen in Erfurt Momentkupplung für Pressen, Stanzen und andere Maschinen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. Mai 1930 ab
Bei Turbogeneratoren und anderen Maschinenaggregaten, bei denen es auf den Zeitpunkt der Kupplung zwischen treibender und angetriebener Maschine nicht ankommt, bei denen also vor dem Einrücken der Kupplung zunächst der anzutreibenden Maschine während zahlreicher Umdrehungen der Antriebsmaschine Gelegenheit zur Erlangung einer gewissen Geschwindigkeit gegeben wird, ist bereits ein nahezu stoßfreies Einrücken der Kupplung möglich. Bei diesen bekannten Kupplungen wird das stoßfreie Einrücken durch Zuhilfenahme der Fliehkraft ermöglicht. Dies ist aber bei den sogenannten Momentkupplungen, bei denen das Einrücken innerhalb eines geringen Teiles nur einer Umdrehung stattfinden muß, nicht möglich, und so ist es denn bislang noch nicht gelungen, eine für Pressen, Stanzen, Schmiedemaschinen ao usw. geeignete stoßfreie einzurückende Momentkupplung zu schaffen. Um den beim Einrücken der Kupplung auftretenden Stoß oder Schlag zu mildern und die großen Beanspruchungen, die zu einem starken Veras schleiß führen, abzuschwächen, hat man allerdings bereits vorgeschlagen, die Mitnahmeteile federnd auszubilden, wobei die Feder auch die beim Schneiden, Prägen, Pressen o. dgl. auftretende Beanspruchung auf sich nehmen sollte, indessen haben die auf Grund dieser Vorschläge angestellten Versuche und ausgeführten Konstruktionen keinen praktischen Erfolg gezeitigt. Wenn nämlich der angestrebte Zweck, d. h. ein weiches Einrücken der Kupplung erzielt werden soll, kann man die Feder oder Federn nicht so stark ausführen, daß sie den gerade bei der . eigentlichen Arbeit, also beim Schneiden, Pressen, Prägen usw. auftretenden Kräfte gewachsen sind. Die Federn brechen also gerade dann, wenn das Werkzeug eben auf den Werkstoff aufgesetzt hat und nunmehr Widerstand erfährt. Will man aber den Federbruch verhüten, so müßte man die Feder so stark ausführen, daß sie beim Beginn der Mitnahme nicht nachgeben kann, womit dann aber wieder ein stoßfreies Einrücken unmöglich gemacht würde.
Demgegenüber bietet der Gegenstand der Erfindung den Vorteil, daß das Einrücken der Kupplung unter allen Umständen vollkommen stoßfrei und durchaus weich erfolgt und daß das Zubruchgehen von Mitnehmerteilen elastischer Art, also auch von Federn, mit Sicherheit verhütet wird. Die Erfindung besteht darin, daß die Mitnahme des anzutreibenden Maschinenteiles zunächst durch einen unter elastischem Druck stehenden oder elastisch ausgebildeten Mitnehmerteil eingeleitet und daß während dieser Zeit, in der der mitnehmende Teil nur einen geringen Bruchteil einer Umdrehung zurücklegt, ein ferner noch vorhandenes starres Kupplungselement am Eingreifen gehindert, daß dagegen nach Ablauf dieser kurzen Zeit, während der der mitgenommene Teil die volle Geschwindigkeit erlangt, das starre Kupplungselement zum Eingreifen freigegeben oder veranlaßt wird,
so daß der nachgiebige Mitnehmerteil nur während desjenigen Hubteiles, in dem keine Widerstände zu überwinden sind, in Wirkung ist, während kurz vor dem Zeitpunkt höchster Beanspruchung, z. B. kurz vor Ausführung des Schnittes des Pressendruckes o. dgl., das Mitnehmen von dem starren Kupp-. lungselement übernommen wird. Da der nachgiebige Mitnehmerteil bzw. die diesem ίο Teil die Eigenschaft der Nachgiebigkeit verleihende Feder beim eigentlichen Schneiden, Pressen, Prägen usw. vollkommen von Kräfteeinwirkungen entlastet ist, können die elastischen Mittel, also die Federn, verhältnismäßig weich ausgebildet sein, so daß sie ein wirklich stoßfreies Mitnehmen gewährleisten.
Der Gegenstand der Erfindung kann sowohl als Drehkeil- wie auch als Bolzen-, Klinkenoder Klauenkupplung ausgeführt werden, wobei zahlreiche Ausführungsformen möglich sind. Wesentlich ist für die Erfindung nur, daß neben einem nachgiebigen Mitnahmeteil, der zuerst in Wirkung tritt und die Mitnahme elastisch einleitet, ein starres Kupplungselement vorhanden ist und eine solche Steuerung erfährt, daß es während der nur einem Bruchteil einer Umdrehung entsprechenden Zeit, in der die Einleitung der Mitnahme durch den nachgiebigen Mitnehmerteil erfolgt und in der der mitgenommene Maschinenteil die volle Geschwindigkeit erlangt, am Eingreifen gehindert, kurz vor dem Zeitpunkt der bei derselben Umdrehung des Schwungrades oder des sonstigen treibenden Maschinenteiles auftretenden höchsten Beanspruchung aber zum Eingreifen freigegeben oder veranlaßt wird, so daß die weitere Mitnahme alsdann durch das starre Kupplungselement erfolgt. Das starre Kupplungselement kann dabei entweder von einem Einfallglied, einer Klinke, einem Riegel oder einem sonstigen geeigneten Mittel, das den nachgiebigen Mitnehmerteil zu dem vorstehend erwähnten Zeitpunkt verriegelt und zu einem starren Teil beispielsweise des Schwungrades umwandelt, oder von einem zweiten Drehkeil, Bolzen o. dgl. gebildet werden, der zunächst am Eingreifen gehindert und nach der vorstehend genannten Strecke der elastischen Mitnahme zum Eingreifen freigegeben wird, um dann beispielsweise das Schwungrad selbst unmittelbar, d. h. ohne Vermittlung des nachgiebigen Mitnehmerteiles, starr mit der Welle zu kuppeln. Die nach einer gewissen Zeit der elastischen Mitnahme eintretende starre Verriegelung z. B. zwischen Schwungrad und Welle kann auch durch ein mit dem Einrückhebel der Presse o. dgl. verbundenes, an sich bekanntes Gesperre herbeigeführt werden. Das starre Kupplungselement kann, wenn es als Verriegelung des nachgiebigen Mitnahmeteils verwendet wird, leicht keilförmig bzw. konisch ausgeführt sein, um jedes Spiel beim Eingreifen und damit das sonst etwa mögliche Auftreten kleiner Stöße zu verhüten. Die das starre Kupplungselement zunächst am Eingreifen hindernde Vorrichtung, z. B. eine Führungs- oder Steuerschiene o. dgl., kann dabei abklappbar, umlegbar, zurückschiebbar, d. h. so angeordnet sein, daß sie mit einem Handgriff oder durch einen Fußtritt oder aber selbsttätig aus dem Bereich des starren Kupplungselementes bzw. Einfallgliedes entfernt werden kann, um in den Fällen, in denen die Maschine nach einmaligem Einrücken dauernd weiterarbeiten soll;, Bewegungen des Einfallgliedes o. dgl. zu verhüten.
Die Zeichnung veranschaulicht den Gegenstand der Erfindung in zwei Ausführungsbeispielen, und zwar beidemal als Drehkeil- kupplung.
Abb. i, 2 und 3 zeigen drei aufeinanderfolgende Stellungen der Teile einer Ausführungsform, bei der ein starres Kupplungselement den beim Einrücken zuerst in Wirkung tretenden nachgiebigen Mitnahmeteil nach Einleitung der Mitnahme verriegelt, während
Abb. 4 ein Beispiel für eine Ausführung darstellt, bei der das starre Kupplungselement durch einen an anderer Stelle und später als der nachgiebige Mitnahmeteil, dabei unmittelbar eingreifenden zweiten Drehkeil, an dessen Stelle natürlich auch ein Bolzen, eine Klinke o. dgl. treten könnte, gebildet wird.
Bei der Ausführung nach Abb. 1 bis 3 ist die Nabe 1 des lose auf der Welle 2 einer Presse, Stanze oder anderen Maschine sitzenden Schwungrades mit einem in einer Ausnehmung 3 untergebrachten und dortselbst der Wirkung einer Feder, eines Gummipuffers o. dgl. 4 unterstellten, also nachgiebigen Mitnahmeteil S versehen, der eine Einfallnut 6 zum Eingriff des in der Welle 2 bzw. in einer auf der Welle 2 festgekeilten Muffe gelagerten Drehkeiles 7 aufweist. Die in Abb. 1 bis 3 gezeichnete Feder 4 stützt sich mit ihrem einen Ende gegen die die Ausnehmung 3 abschließende Wand 8 der Nabe 1 und mit ihrem anderen Ende gegen das mit Bezug auf die Drehrichtung des Schwungrades rückwärtige Ende ζα des nachgiebigen Mitnahmeteils 5, wobei die Feder 4 das Bestreben hat, den Teil 5 mit seinem anderen, vorderen Ende 56 fest gegen die andere Abschlußwand 9 der Nabenausnehmung 3 zu drücken.
Am Schwungrad bzw. an dessen Nabe 1 ist nun fernerhin ein starres Kupplungsglied, nämlich ein Einfallstück 10, vorgesehen, das bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 bis 3 sich an dem einen Ende eines bei 11 am Schwungrad gelagerten doppelarmigen Hebels
befindet, dessen anderes Ende 12 eine Rolle o. dgl. 13 trägt. Das starre Kupplungselement oder Einfallglied 10 ist so gestaltet und bemessen, daß es den Raum ausfüllen kann, der zwischen der Nabenwand 8 und dem Ende 5a des nachgiebigen Mitnahmeteils 5 liegt, wenn der Teil 5 durch die Feder o. dgl. 4 mit seinem Ende $b gegen die Nabenwand 9 gedruckt wird (vgl. Abb. 1 und 3). Eine Feder 14 ist bestrebt, das Einfallglied 10 in die Ausnehmung 3 der Schwungradnabe 1 hineinzuzwingen.
In der aus Abb. 1 ersichtlichen Stellung wird das Einfallglied oder starre Kupplungselement 10 aber an dem Eintreten in die Nabenausnehmung 3 durch eine an einem ortsfesten Teil, z. B. dem Pressenkörper, angeordnete Steuerschiene o. dgl. 15 gehindert, die über die Rolle 13 .den Arm 12 des das Einfallglied 10 tragenden Hebels unter Spannung der Feder 14 gegen die Wellenmitte hin verdrängt hält.
Wird nun zwecks Einrückens der Presse 0. dgl. der Drehkeil 7 in die aus Abb. 1 ersichtliehe Stellung gedreht, so wird der in der Schwungradnabe 1 untergebrachte nachgiebige Mitnehmerteil 5 zunächst für einen Augenblick unter Zusammendrücken der Feder 4 von dem noch ruhenden Drehkeil 7 zurückgehalten, so daß die Teile die in Abb. 2 ■veranschaulichte Stellung einnehmen. Die Feder 4 sucht sich aber sofort wieder zu entspannen und kann diesem Bestreben auch alsbald nachgeben, da sich der Pressenstößel zur Zeit noch im Leergang befindet und keine nennenswerten Widerstände zu überwinden sind. Durch die sich entspannende Feder 4 wird nun der nachgiebige Mitnahmeteil 5, dem Schwungrade nacheilend, in der Drehrichtung des Schwungrades verschoben, so daß die Welle 2 durchaus stoßfrei mitgenommen und auf die Winkelgeschwindigkeit des Schwungrades gebracht wird. Diese Vorgänge spielen sich auf einem Teil einer halben Umdrehung, z. B. 1J5 oder 1Z4 Umdrehung, des Schwungrades ab.
Inzwischen hat nun die Rolle 13 die Steuerschiene 15 verlassen. Sobald nun der nachgiebige Mitnehmerteils durch seine Feder4 wieder in seine ursprüngliche Stellung zurückbewegt ist, das vordere Ende 56 des Teiles 5 also wieder an der Nabenwand 9 anliegt, ist Raum für das Einfallen des Einfallgliedes 10 in die Nabenausnehmung 3 vorhanden, und die Feder 14 veranlaßt jetzt sogleich das Hineintreten des Einfallgliedes 10, also -des starren Kupplungselementes in die Ausnehmung 3 der Nabe 1, wodurch eine starre Verriegelung des nachgiebiggelagerten Mitnahmeteiles 5 herbeigeführt wird. Bei der mit dem Aufsetzen des Werkzeuges auf den Werkstoff und dem dann folgenden Schneiden, Stanzen, Pressen o. dgl. eintretenden Höchstbeanspruchung ist also die zuvor elastische Verbindung bereits durch Verriegelung des Teiles 5 mittels des Einfallgliedes 10 in eine starre Verbindung zwischen Schwungrad und Welle umgewandelt worden, so daß die Feder o. dgl. 4 überhaupt keine Kräfte mehr aufzunehmen hat, von jeder Beanspruchung entlastet und somit trotz verhältnismäßig schwacher Ausführung gegen Bruch gesichert ist.
Um unter allen Umständen eine vollkommene Starrheit der Verriegelung herbeizuführen und jedes Spiel, das zu (wenn auch nur schwachen) Stoßen führen könnte, zwischen den Teilen zu verhüten, kann das Einfallglied 10 leicht keilförmig ausgeführt sein.
Die am Pressenkörper oder an einem anderen ortsfesten Teil vorgesehene Steuerschiene 15 kann abklappbar oder auf andere Weise so beweglich angeordnet sein, daß sie selbsttätig oder durch einen einfachen Handgriff bzw. einen Fußtritt aus dem Bereich der am Hebelende 12 befindlichen Rolle 13 entfernt werden kann, um in den Fällen, in denen die Maschine nach einmaligem Einrücken ohne Unterbrechung weiterlaufen soll, eine Bewegung des Einfallgliedes bei jedem Arbeitshübe zu verhüten.
Selbstverständlich läßt sich die bei der Ausführung nach Abb. 1 bis 3 getroffene Einrichtung gemäß der Erfindung statt für eine Drehkeilkupplung auch für eine Bolzen-, Klauen- oder Klinkenkupplung verwenden, wobei nur die Form und Abmessung der Teile sinngemäß geändert zu werden braucht.
Während nun bei der in Abb. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform die nach einer gewissen Zeit der elastischen Mitnahme eintretende Umwandlung des zunächst nachgiebigen Systems in ein starres durch eine Verriegelung des nach dem Einrücken zuerst arbeitenden nachgiebigen Mitnahmeteils 5 erfolgt, kann die Einrichtung gemäß der Erfindung auch so getroffen werden, daß die erst nach Einleitung der Mitnahme durch den elastischen Mitnehmerteil, also erst etwas später in Tätigkeit tretende starre Verriegelung nicht auf den elastischen Mitnehmerteil, sondern (an einer von dem Ort dieses elastischen Mitnehmerteils abweichenden Stelle) unmittelbar wirkt. Dies kann beispielsweise durch einen entsprechend gesteuerten zweiten Drehkeil oder Bolzen bzw. durch eine zweite Klinke oder Klaue oder durch ein Gesperre erreicht werden.
Abb. 4 stellt eine solche Ausführung des Erfindungsgegenstandes bei Verwendung zweier Drehkeile dar, von denen der eine zwecks Einleitung der Mitnahme mit dem
nachgiebigen Mitnehmerteil zusammen arbeitet, der andere, später als der erste eingreifend, aber kurz vor dem Augenblick höchster Beanspruchung eine unmittelbare starre Verbindung zwischen Schwungrad und Welle vornimmt.
Hierbei ist wieder ι die lose auf einer Welle 2, z. B. auf der Stößelwelle einer Presse o. dgl., sitzende Schwungradnabe, in deren ίο Ausnehmung 3 ein unter der Wirkung einer Feder o. dgl. 4 stehender, also nachgiebiger Mitnehmerteil 5 untergebracht ist. Dieser Teil 5 besitzt eine Einfallnut 6 für den in der Welle 2 bzw. in einer mit dieser Welle 2 verkeilten Muffe gelagerten Drehkeil 7. Unabhängig von diesem Drehkeil 7 ist in der Welle 2 bzw. in der auf der Welle 12 aufgekeilten Muffe noch ein zweiter Drehkeil 16 gelagert. Der Lage dieses zweiten Drehkeiles 16 mit Bezug auf den Drehkeil 7 entsprechend ist die Schwungradnabe 1 mit einer zweiten Einfallnut 17 versehen. Eine Feder 18 ist bestrebt, den Drehkeil 16 so zu drehen, daß er in die Nut 17 der Nabe 1 eingreift. Dieses Bestreben kann sich aber so lange nicht auswirken, wie die an dem freien Ende eines mit dem Drehkeil 16 fest verbundenen Hebels 19 angeordnete Rolle 20 gegen eine z. B. am Pressenkörper vorgesehene Steuerschiene 21 anliegt.
Die Wirkung der aus Abb. 4 ersichtlichen Ausführung des Erfindungsgegenstandes ist folgende:
Wird zwecks Einrücken» der Maschine der Drehkeil 7 in die in Abb. 4 veranschaulichte Stellung gedreht, d. h. zum Eintritt in die Nut 6 der Schwungradnabe 1 veranlaßt, so hält er zunächst für einen Augenblick den nachgiebigen Mitnehmerteil 5 zurück, wobei die Feder 4 zusammengedrückt wird. Die Feder 4 entspannt sich aber alsbald wieder und verdrängt den Teil 5 in der Drehrichtung des Schwungrades, wobei die Welle 2 in Drehung versetzt wird. Da die Maschine zunächst noch keine Arbeit zu leisten hat, demnach keine nennenswerten Widerstände entgegenstehen, braucht die Feder o. dgl. 4 nur so stark ausgeführt zu werden, daß sie die Trägheit der Welle überwindet und diese Welle 2 aus dem Zustand der Ruhe in den der Bewegung überführt. Es findet also ein durchaus weiches und vollkommen stoßfreies Einrücken statt. Der zweite Drehkeil 16 wird während dieser Zeit durch die Steuerschiene 21 noch in ausgerückter, d. h. unwirksamer Lage (vgl. Abb. 4) gehalten.
Erst wenn der nachgiebige Mitnehmerteil 5 durch die Feder 4 wieder in seine ursprüngliche Lage innerhalb der Nabenausnehmung 3 zurückgebracht worden ist, das vordere Ende56 des Teiles 5 also wieder an der Nabenwand 9 anliegt, was bereits nach kurzer Zeit, beispielsweise nach Va oder V4 Umdrehung des Schwungrades, eintritt, verläßt die Rolle 20 die Steuerschiene 21, worauf nunmehr die Feder 18 den Drehkeil 16 in die Nut 17 der Schwungradnabe hineindreht, um jetzt, also noch vor dem Augenblick höchster Beanspruchung (Schneiden, Stanzen, Pressen, Prägen usw.), eine starre Verbindung zwisehen Schwungrad und Welle herzustellen. Diese starre Verbindung mittels des Drehkeils 16 tritt also erst ein, nachdem der mitzunehmende Teil, z. B. die Welle 2, durch die zunächst elastisch erfolgende Mitnahme mittels des nachgiebigen Elements 5 auf die Geschwindigkeit des Schwungrades gebracht worden ist, so daß also das Eingreifen des zweiten Drehkeils 16 vollkommen stoßfrei vor sich geht. Der Erfolg ist also derselbe wie bei der Ausführungsform nach Abb. 1 bis 3.
Der zweite Drehkeil könnte auch durch ein mit dem Einrückhebel verbundenes, an sich bekanntes Gesperre ersetzt werden.
In allen Fällen wird durch den Gegenstand der Erfindung ein vollkommen stoßfreies Einrücken der Maschine o. dgl. gewährleistet und dabei eine vollkommene Sicherung etwa verwendeter Federn gegen Bruch erzielt, da der elastische Mitnehmerteil nur die Mitnahme go während eines Teiles des Leerlaufs einzuleiten, nämlich nur für einen geringen Bruchteil einer Umdrehung zu bewerkstelligen hat und vor dem Zeitpunkt der höheren Beanspruchung, nämlich des Schneidens, Stanzens, Pressens, Prägens o. dgl., hinsichtlich der Mitnahmearbeit bereits von dem alsdann in Wirkung tretenden starren Kupplungäelement, z.B. dem Riegel, Einfallglied, der Klinke o. dgl. bzw. dem zweiten Drehkeil, Bolzen o. dgl., abgelöst, die Feder also vollkommen entlastet wird.

Claims (6)

  1. Patentansprüche:
    i. Momentkupplung für Pressen, Stanzen und andere Maschinen, bei denen das Einrücken innerhalb eines Teiles nur einer Umdrehung des treibenden Elementes erfolgen muß, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnahme des anzutreibenden Maschinenteiles zunächst während eines Bruchteils einer Umdrehung durch einen unter elastischem Druck stehenden oder elastisch ausgebildeten Mitnehmerteil erfolgt, der während dieser Zeit den anzutreibenden Teil auf die Geschwindigkeit des treibenden Teiles bringt, während ein starres Kupplungselement am Eingreifen gehindert ist, und daß, nachdem der anzutreibende Teil die volle Geschwindigkeit des treibenden Teiles erreicht hat, das starre
    Kupplungselement unabhängig von der Fliehkraft zum Eingriff gebracht wird, so daß während des eigentlichen Arbeitsganges die Mitnahme des anzutreibenden Teiles durch das starre Kupplungselement erfolgt.
  2. 2. Momentkupplung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das starre Kupplungselement als ein steuerbares Einfallglied ausgebildet ist.
  3. 3. Momentkupplung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem treibenden Teil ein unter nachgiebigem Druck in normaler Stellung gehaltener Mitnehmerteil (5) angeordnet ist, der beim Einrücken der Maschine zunächst unter Steigerung des nachgiebigen Drukkes zurückbleibt, dann aber durch die Drucksteigerung, dem Schwungrad nacheilend, in seine ursprüngliche Stellung vorgetrieben wird und dabei den anzutreibenden Maschinenteil weich und stoßfrei mitnimmt und auf die Geschwindigkeit des treibenden Maschinenteiles bringt.
  4. 4. Ausführung der Momentkupplung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erst nach der elastisch, nämlich durch den nachgiebigen Mitnehmerteil (z. B. einen federnden Anschlag 5) herbeigeführten Mitnahme eintretende starre Verriegelung nicht auf den nachgiebigen Mitnehmerteil (5), sondern an einer von dem Ort dieses nachgiebigen Mitnehmerteils (5) abweichenden Stelle unmittelbar wirkt.
  5. 5. Ausführungsform der Momentkupplung nach Anspruch 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die starre Verriegelung oder Verbindung durch einen zweiten Drehkeil, Bolzen o. dgl. oder durch eine zweite Klinke, Klaue o. dgl. erfolgt, die zunächst am Eingreifen gehindert und erst nach einer gewissen Strecke der durch den nachgiebigen Mitnehmerteil bewirkten elastischen Mitnahme zum Eingreifen freigegeben oder veranlaßt wird.
  6. 6. Momentkupplung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die das starre Kupplungselement, z. B. das Einfallglied (10), die Klinke, Klaue, den BoI-zen o. dgl. bzw. den zweiten Drehkeil, Bolzen o. dgl., zunächst am Eingreifen hindernde und erst nach erfolgter Mitnahme des mitzunehmenden Teiles durch den nachgiebigen Mitnehmerteil zum Eingreifen freigebende oder veranlassende Vorrichtung, z. B. eine Steuerschiene
    o. dgl. (15 bzw. 21), an einem ortsfesten Teil, beispielsweise am Körper der Maschine, so verschiebbar, umlegbar oder in seiner Lage veränderlich angeordnet ist, daß sie selbsttätig oder mit einem einfachen Handgriff aus dem Bereich des starren Kupplungselementes oder eines mit diesem verbundenen Hebels o. dgl. entfernt werden kann, um die Maschine nach einmaligem Einrücken ohne Unterbrechung arbeiten lassen zu können und dabei Bewegungen des Einfallgliedes o. dgl. zu verhüten.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930565951D 1930-05-31 1930-05-31 Momentkupplung fuer Pressen, Stanzen und andere Maschinen Expired DE565951C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE918292C (de) * 1944-02-08 1954-09-23 Busch Jaeger Duerener Metall Kniehebelantrieb fuer Pressen zum Herstellen von Formteilen aus Kunstharz oder aehnlichen plastischen Stoffen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE918292C (de) * 1944-02-08 1954-09-23 Busch Jaeger Duerener Metall Kniehebelantrieb fuer Pressen zum Herstellen von Formteilen aus Kunstharz oder aehnlichen plastischen Stoffen

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