DE565880C - Verfahren zur Darstellung von Methylalkohol aus Kohlenoxyd - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Methylalkohol aus Kohlenoxyd

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DE565880C
DE565880C DEB108680D DEB0108680D DE565880C DE 565880 C DE565880 C DE 565880C DE B108680 D DEB108680 D DE B108680D DE B0108680 D DEB0108680 D DE B0108680D DE 565880 C DE565880 C DE 565880C
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Germany
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hydrogen
methyl alcohol
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carbon monoxide
preparation
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DEB108680D
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Dr Otto Schmidt
Dr Hanns Ufer
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/15Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of oxides of carbon exclusively
    • C07C29/151Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of oxides of carbon exclusively with hydrogen or hydrogen-containing gases
    • C07C29/153Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of oxides of carbon exclusively with hydrogen or hydrogen-containing gases characterised by the catalyst used
    • C07C29/154Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of oxides of carbon exclusively with hydrogen or hydrogen-containing gases characterised by the catalyst used containing copper, silver, gold, or compounds thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/15Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of oxides of carbon exclusively
    • C07C29/151Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of oxides of carbon exclusively with hydrogen or hydrogen-containing gases
    • C07C29/1512Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of oxides of carbon exclusively with hydrogen or hydrogen-containing gases characterised by reaction conditions

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Description

  • Verfahren zur Darstellung von Methylalkohol aus Kohlenoxyd Die Reduktion von Kohlenoxyd mittels Wasserstoff bei höherer Temperatur und unter erhöhtem Druck bei Gegenwart von Katalysatoren ist bekannt.
  • Es wurde nun gefunden. daß man hierbei Methylall.:ohol in guter Ausbeute und mit großer Reaktionsgeschwindigkeit erhält, wenn man zur Hydrierung solche Katalysatoren %-erwendet, die außer einem oder mehreren katalytisch wirkenden Elementen noch Chrom oder diesem nahestehende Elemente der 6. Gruppe des periodischen Systems oder Bor oder mehrere solcher Elemente gleichzeitig enthalten. Man kann mit solchen Kontaktmassen bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen etwa im Bereich von -2#io bis 250° arbeiten.
  • Die Herstellung der Kontaktmasse kann in verschiedenster Weise erfolgen, ebenso kann das Mischungsverhältnis der Elemente in weiten Grenzen geändert «-erden. Zweckmäßig enthalten die Kontaktmassen jedoch Eisen oder Nickel überhaupt nicht.
  • Die Zusamtnensetzung des Gasgemisches ist so zu wählen, daß Wasserstoff gegenüber dem Kohlenoxyd in überwiegender Raummenge bis zu der der Gleichung CO -= - H. - CH30H entsprechenden oder einer noch größeren Menge vorhanden ist. Ein größerer Überschuß an Wasserstoff ist namentlich im Falle der Verwendung von Kontaktmassen aus Gemischen von Kobalt, Osmium, Palladium oder Zink mit den Oxyden von Chrom oder Molvbdän stets anzuwenden. Das Gemisch darf außerdem noch Stickstoff, Kohlenwasserstoffe und andere Gase, jedoch keine Kontaktgifte enthalten. Der Druck unterliegt nach oben keiner Beschränkung.
  • Nach den Angaben der britischen Patentschriften 108 855 und 157 047 soll man Formaldehvd oder Methvlalkohol oder Gemische dieser erhalten, wenn man Kohlenoxyd und Wasserstoff über erhitzte Kontaktmassen aus Platin, Kupfer, Eisen, Nickel usw. leitet. Eingehende Nacharbeitung der Angaben hat indessen gezeigt, daß man unter den dortigen Bedingungen weder Methylalkohol noch Formaldehyd erhält, auch wenn man die verschiedensten Reaktionstemperaturen, Strömungsgeschwindigkeiten, Gasgemische und Kontaktmassen verwendet. Es wurden z. B. über Platin-, Kupfer- oder Nickelkatalysatoren, die nach den Angaben der genannten Erfindungen hergestellt worden waren, Kohlenox_vd-Wasserstoff-Gemische von wechselndem Kohlenoxy dgehalt mit verschiedenen Strömungsgeschlvindigkeiten bei Temperaturen von roo bis 35o° geleitet. In keinem Falle wurde Formaldehyd oder Methylalkohol erhalten. Erst wenn man gemäß dem vorliegenden Verfahren unter Druck und mit den hier angegebenen Kontaktmassen arbeitet, gelingt es, den wertvollen, bisher nur durch Holzdestillation zugänglichen Methylalkohol in vorzüglicher Ausbeute zu gewinnen. Hierdurch ist das wichtige Problem der synthetischen Gewinnung von Methylalkohol, das seit langer Zeit, aber bisher stets vergeblich, bearbeitet wurde, gelöst worden.
  • In der französischen Patentschrift 540 543 wird ferner vorgeschlagen, Methylalkohol dadurch zu gewinnen, daß man Kohlenoxyd und etwa die theoretisch errechnete Menge Wasserstoff bei höheren Temperaturen und Drukken in Gegenwart von Katalysatoren, wie Nickel, Silber, Kupfer, Eisen u. dgl., aufeinander einwirken läßt und hierbei z. B. in Vorrichtungen arbeitet, deren Wandungen gegen den heißen Wasserstoff beständig sind, z. B. aus Speziallegierungen aus Nickel, Chrom und anderen Metallen hergestellt sein können. Katalysatoren, die außer einem oder mehreren katalytisch wirkenden Elementen noch Chrom usw. enthalten und zweckmäßig frei von Eisen und Nickel sind, werden bei diesem bekannten Verfahren nicht verwendet. Man konnte daher aus dem genannten französischen Patent auch unter Berücksichtigung der Angaben der Patentschriften 307 580, 307 989 und 362 143 in keiner Weise entnehmen, daß es gerade unter Anwendung der bei dem vorliegenden Verfahren benutzten, bestimmt zusammengesetzten Katalysatoren gelingt, bei der katalytischen Reduktion von Kohlenoxyd, bei der sonst im allgemeinen hauptsächlich Kohlenwasserstoffe entstehen, den wertvollen Methylalkohol in vorzüglicher Ausbeute und mit großer Reaktionsgeschwindigkeit zu erhalten. Beispiel i In eine Lösung von 86 Teilen Kupfernitrat und 8 bis io Teilen Chromacetat werden So Teile Asbestwolle eingetragen; dann wird zum Sieden erhitzt, mit Soda gefällt, filtriert, gewaschen, getrocknet, die Asbestwolle zerzaust und bei igo bis 2oo° mit Wasserstoff reduziert. Leitet man über diesen Kontakt ein trockenes, reines Gemisch von Kohlenoxyd und Wasserstoff im Verhältnis von ungefähr z : 2o bei einer Temperatur von 22o bis 25o° und bei einem Druck von etwa ioo Atm., so wird Methylalkohol in guter Ausbeute erhalten. Als Nebenprodukte entstehen mitunter in Wasser unlösliche Öle in geringen Mengen.
  • Mit Kupfer allein in Abwesenheit von Chrom tritt höchstens eine geringfügige Wasserstoffanlagerung ein.
  • Zu ähnlichen Ergebnissen gelangt man, wenn man mit kohlenoxydreicheren oder -ärmeren Kohlenoxyd-Wasserstoff-Gemischen arbeitet. Mit der Zunahme des Druckes wachsen Ausbeute wie Umsatz. Beispiel e In eine verdünnte Lösung von 56 Teilen Kaliumchromat werden So Teile Asbest eingetragen, worauf durch Zufügen einer Lösung von 7o Teilen Kupfernitrat das Kupferchromat auf der Faser abgeschieden wird. Nun wird gewaschen, getrocknet, der Asbest zerzaust und bei ungefähr 2oo° im Wasserstoffstrom reduziert.
  • Dieser Kontakt liefert mit einem Gemisch von i Raumteil Kohlenoxyd und 8 Raumteilen Wasserstoff bei ioo Atm. Druck sehr gute Ausbeuten an Methylalkohol schon bei 22o° und läßt die Bildung von Nebenprodukten, insbesondere von in Wasser unlöslichen Ölen und Methan, fast völlig zurücktreten.
  • Günstige Ergebnisse liefern auch z. B. Silberchromat oder Silber-Kupferchromat, ferner die Molybdate oder Wolframate dieser oder anderer katalytisch wirkender Metalle, z. B. Zinkmolybdat, ferner sonstige Salze oder Mischungen, auch solche, die mehrere katalytisch wirkende oder mehrere als Zusätze dienende Elemente enthalten. Beispiel 3 25 Teile neutrales Kupferacetat und 2r,3 Teile Silbernitrat werden in Wasser gelöst, worauf man So Teile Asbestwolle einträgt, zum Sieden erhitzt, 25 Teile Chromsäure zufügt, unter öfterem Mischen eindampft, trocknet, den Asbest zersaust und bei etwa 4oo° im Wasserstoffstrom bei etwa 25 Atm. Druck reduziert.
  • Leitet man über diesen Kontakt bei einer Temperatur von etwa 23o° und einem Druck von ungefähr i2o Atm. ein reines Gemisch von Kohlenoxyd und Wasserstoff im ungefähren Verhältnis von i : 6 Raumteilen, so wird Methylalkohol in guter Ausbeute erhalten. Beispiel 4 84 Teile Kupfernitrat und io Teile Uranylnitrat werden in Wasser gelöst und So Teile Asbestwolle eingetragen, worauf zum Sieden erhitzt, mit Kalilauge gefällt, filtriert, gut gewaschen, getrocknet, die Asbestwolle zerzaust und bei 2oo° mit Wasserstoff reduziert wird. Der so erhaltene Kontakt liefert mit einem reinen Kohlenoxyd-Wasserstoff-Gemisch mit etwa 15 °/o Kohlenoxyd schon bei einem Druck von 7o Atm. und einer Temperatur von 22o' unter weitgehendem Umsatz und sehr guter Ausbeute fast reinen Methylalkohol. Beispiel s Man löst 36 Teile Kaliumchromat in Zoo Teilen Wasser, trägt 45 Teile Asbestwolle ein, erhitzt zum Sieden, fügt eine Lösung von 51 Teilen Kupferacetat und 61 Teilen Bleinitrat in 5oo Teilen Wasser zu, filtriert ab, wäscht neutral, trocknet und zerzaust den Asbest.
  • Leitet man über diesen Kontakt bei einer Temperatur von etwa 2-.o° und einem Druck von 15o Atm. ein Gemisch von Kohlenoxyd und Wasserstoff im Verhältnis von ungefähr i : io Rautnteilen, so wird Methylalkohol in reichlichen Mengen erhalten.
  • Beispiel 6 Über einen Kontakt, der 63,6 Teile Kupfer, i5,5 Teile Uran und 29,6 Teile Mangan als Oxyde oder Carbonate auf Holzkohle niedergeschlagen enthält, wird bei einer Temperatur von ungefähr 22o bis 25o° und einem Druck von etwa ioo Atm. ein trockenes Geinisch von Kohlenoxyd und Wasserstoff im Volumenverhältnis i : io Raumteilen geleitet. Die den Kontaktraum verlassenden Gase werden abgekühlt, wobei sich der Holzgeist ausscheidet. Die Ausbeute ist vorzüglich.
  • In diesem Beispiel können die Mengenverhältnisse in weiten Grenzen geändert werden, insbesondere kann der Gehalt an Mangan oder Uran oder beiden erheblich gesteigert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Methyl- alkohol durch Reduktion von Kohlenoxyd mittels Wasserstoffs oder " wasserstoff-
    haltigen Gasen, wobei der Wasserstoff gegenüber dem Kohlenoxyd in überwiegender Raummenge angewandt wird, in Gegenwart von Katalysatoren unter Druck und bei erhöhter Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gasgemisch bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen, etwa im Bereich von 22o bis 25o°, über solche Katalysatoren leitet, die außer einem oder mehreren katalytisch wirkenden Elementen noch Chrom oder diesem nahestehende Elemente der 6. Gruppe des periodischen Systems oder Bor oder mehrere solcher Elemente gleichzeitig enthalten.
DEB108680D 1923-03-03 1923-03-03 Verfahren zur Darstellung von Methylalkohol aus Kohlenoxyd Expired DE565880C (de)

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DEB108680D DE565880C (de) 1923-03-03 1923-03-03 Verfahren zur Darstellung von Methylalkohol aus Kohlenoxyd
DEB109384D DE608361C (de) 1923-03-03 1923-04-21 Verfahren zur Herstellung von Methylalkohol aus Kohlenoxyd
AT105591D AT105591B (de) 1923-03-03 1923-09-26 Verfahren zur Darstellung von Methanol.

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DE565880C true DE565880C (de) 1933-01-04

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DE (1) DE565880C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744078C (de) * 1937-09-26 1944-01-08 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen durch Kohlenoxydhydrierung
DE763982C (de) * 1937-01-16 1954-10-04 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur katalytischen Umwandlung von Kohlenoxyd und Wasserstoff enthaltenden Gasgemischen in Kohlenwasserstoffe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE763982C (de) * 1937-01-16 1954-10-04 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur katalytischen Umwandlung von Kohlenoxyd und Wasserstoff enthaltenden Gasgemischen in Kohlenwasserstoffe
DE744078C (de) * 1937-09-26 1944-01-08 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen durch Kohlenoxydhydrierung

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