DE565307C - Boerdelmaschine mit maschinellem Antrieb des Boerdelwerkzeugs und der Schwenkbewegung zwischen Boerdelwerkzeug und Spannbuegel - Google Patents
Boerdelmaschine mit maschinellem Antrieb des Boerdelwerkzeugs und der Schwenkbewegung zwischen Boerdelwerkzeug und SpannbuegelInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
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Description
Bekannt ist eine Maschine zum Bördeln schwerer Kesselböden mit maschinellem Antrieb
des BördelWerkzeuges und der Schwenkbewegung zwischen Bördelwerkzeug und
Spannbügel von dem Antriebsmotor des Bördelwerkzeugs aus unter Einschaltung eines Wendegetriebes. Dort ist aber das
Arbeitsgut ortsfest zentrisch eingespannt und es werden die umlaufenden Bördelrollen mitsamt
dem ganzen Maschinengehäuse und Maschinenantrieb während des Arbeitsganges um einen Winkel von 900 um den Fuß des
Bordschenkels geschwenkt. Derartige Maschinen erfordern eine verwickelte Bauart mit
mehreren Antriebsmotoren für die verschiedenen maschinellen Bewegungen, stellen sich
deshalb in der Herstellung sehr teuer und sind im Betrieb schwerfällig und umständlich.
Die vorliegende Erfindung bietet dieser Maschine gegenüber wesentliche Vorteile bezüglich
der einfachen, zweckentsprechenden Konstruktion, der billigeren Herstellung und der bedeutend leichteren Handhabung bei
besserem Nutzeffekt, und zwar wird das dadurch erreicht, daß der Spannbügel mit dem
zentrisch eingespannten Arbeitsgut geschwenkt wird.
Auf den Zeichnungen ist eine Maschine nach der Erfindung in einer Ausführungsform
dargestellt. Es sind:
Abb. ι eine Gesamtseitenansicht, teilweise
im Schnitt,
Abb. 2 eine Endansicht der Maschine ohne Werkstück, von rechts nach links in Abb. 1
gesehen. Die Teile der linken Hälfte der Abb. I sind hier nicht mit dargestellt,
Abb. 3 ein Schnitt durch die rechte Hälfte der Abb. 1 bei nach oben geschwenktem Spannbügel
mit eingespanntem Werkstück,
Abb. 4 eine Seitenansicht der Aus- und Einschaltwendevorrichtung für die Übertragung
des Antriebs auf den Spannbügel,
Abb. 5 eine Ansicht des Hebelteiles der Vorrichtung nach Abb. 4, von links nach
rechts in Abb. 4 gesehen,
Abb. 6 ein Grundriß desselben Hebelteiles,
Abb. 7 eine Seitenansicht der Vorrichtung zur Antriebsübertragung auf das Lager der
verstellbaren Druckrolle.
Das Werkstück 1, beispielsweise ein gekümpelter Kesselboden, ist in seiner Mitte in
den Spannbügel 2 eingespannt. Zum Einspannen dient einerseits der in dem unteren
Teil des Spannbügels auf Kugeln drehbar gelagerte Zapfen 3, andererseits die im oberen
Teil des Spannbügels 2 mit Gewinde sitzende' Spindel 4, an deren unterem Ende der Druck-
körper 5 auf Kugeln gelagert ist und die mittels des Hebels 6 mit der Hand gedreht
werden kann. Der drehbare Zapfen 3 und der drehbare Druckkörper 5 pressen also das
Werkstück ι ζλνΪΒΰΙιεη sich. Das Einspannen
erfolgt so, daß die Achse des Werkstückes 1 mit der gemeinsamen Achse der beiden pressenden
Teile 3 und 5 zusammenfällt. _
Wird das Werkstück, wie beschrieben, eingespannt, so legt sich sein noch nicht umgebogener
Rand λ'οη oben her auf die als Arbeitsfläche dienende schräge Umfangsfläche
der ortsfest im Maschinengestell gelagerten unteren Druckrolle 7, während die obere
Druckrolle 8, deren Lagerkörper 9 um die waagerechte Achse 10 am Maschinengestell
schwenkbar ist, sich in der oberen Schwenklage befindet, also von der unteren Druckrolle
7 abgehoben ist. Wird jetzt die obere Druckrolle 8 abwärts geschwenkt und, in der
Lage gemäß Abb. 1 angekommen, abwärts gedrückt, so pressen die beiden Druckrollen 7
und 8 den Werkstückrand zwischen sich. Werden sie dazu noch angetrieben, so setzen
• 25 sie das Werkstück 1 durch Mitnahme um die Spannbügeleinspannachse in Umlauf.
Nun ist der Spannbügel 2 um eine waagerechte, winkelrecht zu den Druckrollenachsen
gerichtete Achse 11, die durch die Stelle des Eintrittes des Bleches 1 in den Bearbeitungsraum zwischen den beiden Druckrollen 7 und 8
läuft, aus der Lage in Abb. 1 etwa bis in die Lage in Abb..3 nach oben schwenkbar. Das
Schwenken bewirkt ein Umbiegen des Werk-Stückrandes nach oben, wie dies der Vergleich
der beiden Abb. 1 und 3 erkennen läßt. Mit dem Erreichen der gewünschten höchsten
Schwenklage des Spannbügels 2 ist der ganze Arbeitsvorgang beendet. Das Anheben der
oberen Druckrolle 8 ,und ein Aufwärtsdrehen der Einspannspindel 4 des Spannbügels 2 ermöglicht
dann das Herausnehmen des Werkstückes i. Das Entspannen und Herausnehmen
erfolgt übrigens zweckmäßig erst, nach-♦5 dem der Spannbügel wieder abwärts geschwenkt
ist. Nach dem Herausnehmen kann die Maschine mit dem nächsten Werkstück beschickt werden.
Der Spannbügel 2 ist auf dem Supportbett 12 mittels Schraubenspindel 13 auf verschiedene
Werkstückdurchmesser einstellbar. Das Supportbett 12 ist seinerseits an dem Bettträger 14 radial zur Schwenkachse 11, also
senkrecht mittels des Handrades 15 verstellbar, so daß der Spannbügel 2 auch auf verschiedene
Kümpeltiefen des Werkstückes 1 eingestellt werden kann. Es ist also das aus
dem Spannbügel 2, dem Supportbett 12 und dem Bettträger 14 gebildete Ganze um die
Achse 11 schwenkbar. Das Schwenkgelenk
wird einerseits von den seitlich auslegenden Armen 16 und 17 des Bettträgers 14, andererseits
von den seitlich auskragenden Armen 18 und 19 des Maschinengesetelles gebildet
(Abb. 2).
Der Motor 20 treibt über ein Vorgelege die Welle 26 und über ein zweites Vorgelege die
Welle 21 der unteren Druckrolle 7 und von Welle 21. aus mittels der Zahnräder 22 und 23
die Welle 24, 25 der oberen Druckrolle 8 an. Die Welle 26 gibt den Antrieb aber auch an
die Vorrichtung zum Schwenken des Spannbügels 2 sowie an die- A'Orrichtung zum
Heben und Senken der oberen Druckrolle 8 weiter.
Zur Antriebsübermittlung auf den Spannbügel 2 zum Aus- und Einschalten zwecks
Änderungen in der Richtung des Schwenkens usw. trägt die durchlaufende Welle 26 ein
Wendeherz mit dem Handhebel 27 (Abb. 1, 4 bis 7) und zwei Reibungskeilrädern 28, 29,
die von der Welle 26 aus über zwei Zahnräderpaare 30, 31 und 32, 33 dauernd, aber
in verschiedenem Drehsinn angetrieben werden. Von den Reibungskeilrädern 28, 29 wird
das eine in der einen und das andere in der anderen Grenzstellung des Hebels 27 mit dem
Reibungskeilrad 34 auf der benachbarten Welle 35 in Eingriff gebracht. In der Mittelstellung
des Hebels 27 greift keines der bei- go den Reibungskeilräder 28 und 29 in das Reibungskeilrad
34 der Welle 35 ein. Diese Hebelstellung bedeutet also die Ausschaltung des Antriebes der Schwenkvorrichtung.
Die Welle 35 hat an ihrem in den Abb. 1 und 3 rechten Ende ein steilgängiges Gewinde
36. Auf diesem sitzt eine Mutter 37 (Abb. 3), die an dem Träger 14 für das Bett des Spannbügelhalters
in bezug auf die Schwenkachse 11 radial verschiebbar und um eine zu dieser
Schwenkachse 11 parallele Achse schwingbar
ist.
Wird das Wendeherz mittels des Handhebels 27 aus der Mittelstellung in die eine
Grenzstellung gebracht und damit die Welle 35 in der einen Richtung in Umlauf gesetzt,
so verschiebt sich die Mutter 37 auf der Welle 35 von links nach rechts und schwenkt
den Bettträger 14 mit dem Supportbett 12 und dem Spannbügel 2 nach oben (Abb. 3). Wird
der Hebel 27 in die andere Grenzlage gedreht, so erfolgt ein Zurückweichen des Spannbügels
2.
Durch das Maß des in den Grenzstellungen mit der Hand auf dem Hebel 27 auszuübenden
Druckes bzw. Zuges kann man das Schwenken langsamer oder schneller vor sich gehen lassen.
Auch das Heben, Senken und Druckausüben der Druckrolle geschieht maschinell.
Auf der durchlaufenden Welle 26 sitzen längs eines Keiles verschiebbar die fest miteinander
verbundenen Kegelreibräder 38 und 39. Zwischen ihnen befindet sich das auf der senkrechten
Welle 40 sitzende, belederte Kegelreibrad 41. In der einen Grenzstellung der
beiden Kegelreibräder 38 und 39 ist das eine und in der anderen das andere dieser beiden
Räder 38 und 39 mit dem Kegelreibrad 41 der Welle 40 gekuppelt. Im einen Falle wird
diese Welle also im einen, im anderen Fall im umgekehrten Drehsinne angetrieben. In
der Mittelstellung der beiden Kegelreibräder 38 und 39 berührt keins derselben das Kegelrad
41, und die Welle 40 steht still.
Das Verstellen der Kegelreibräder 38 und 39 geschieht mittels des Handrades 42 über
die unten als Gewindespindel ausgebildete Stange 43 und den Winkelhebel 44, 45, dessen
Arm 44 eine auf der Spindel 43 sitzende Mutter trägt und dessen Arm 45 an dem Körper der Kegelräder 38 und 39 angreift.
Einer kleinen Verschiebung der Kegelräder 38, 39 entspricht eine vergleichsweise große
Drehbewegung des Handrades 42, so daß jeder Reibungsdruck innerhalb der Grenzen Null und Höchstwert zwischen dem jeweils
kuppelnden Kegelreibrad 38 oder 39 und dem Kegelrad 41 eingestellt werden kann.
Die Welle 40 dreht über ein Zahnrädergetriebe die im oberen Maschinengestell gelagerte
Mutter 46. Diese schraubt die Stellspindel 47, deren unteres Ende mit dem schwenkbaren Lagerkörper 9 der oberen
Druckrolle 8 über eüi die Spindel 47 gegen Drehung sicherndes, das Schwenken des
Lagerkörpers 9 aber zulassendes Gelenk verbunden ist, aufwärts oder abwärts. Hierdurch
wird der Lagerkörper 9 mit der Druckrolle 8 angehoben oder gesenkt. Erreicht die
Druckrolle 8 den auf der unteren Druckrolle 7 liegenden Rand des Werkstückes 1, tritt ein
Gleiten der Kegelreibräder 38 oder 39 auf 41 ein. Durch Regelung des Gleitens läßt sich
der Druck der Druckrallen 7 und 8 auf das Werkstück regeln.
Es liegt in der Art der oben beschriebenen Vorrichtung zum Einstellen des Reibungsdruckes zwischen den kuppelnden Kegelrädern
begründet, daß die Einstellbarkeit des Druckes der Druckrollen eine Feineinstellbarkeit
ist. Trotzdem ermöglicht die Schaltvorrichtung auch ein schnelles Heben und Senken der oberen Druckrolle. Denn der
Gesamtverschiebungsweg der beiden Kegelreibräder 38, 39 kann sehr klein sein; dem
entspricht auch eine kleine Drehung des Handrades 42, so daß man von der Druckausübung
zum Heben der oberen Druckrolle 8 ohne langes Drehen übergehen kann.
Den Lagerkörper der oberen Druckrolle 8 könnte man anstatt schwenkbar auch parallel
mit sich selbst heb- und senkbar ausbilden.
Die Schwenkbarkeit hat aber den Vorteil der j größeren baulichen Einfachheit und den Vorteil,
daß trotz der Hebbarkeit der Welle die Antriebsübertragung auf sie dauernd bestehen
bleiben kann. Die Welle 25 erhält nämlich den Antrieb von einer ortsfest gelagerten
Welle 24, die sich in axialer Richtung, und zwar nahe der Schwenkachse 10 der oberen
Druckrolle an sie anschließt, so daß beim Schwenken nur eine Richtungsänderung, aber
kein oder doch kein wesentliches Entfernen der Anschlußenden der beiden Wellen 24, 25
voneinander eintritt. Die Enden der beiden Wellen sind mehrkantig ausgebildet und von
einer entsprechenden Muffe 48 umgeben. Man braucht nur dafür zu sorgen, daß zwischen
den Mehrkantflächen der Wellenenden einerseits und der Muffe 48 andererseits genügend
Spiel bleibt und etwa noch unmittelbar an den Wellenenden deren Flächenkanten etwas
abgerundet sind, um Richtungsänderungen der beiden Wellen zueinander zu ermöglichen.
Die Ausbildung der Kupplungen für den Antrieb des Spannbügels sowie für den Antrieb
zum Heben und Senken der Druckrolle als Reibungskupplungen bietet noch den Vorteil
der Sicherung gegen Überbeanspruchungen.
Claims (4)
1. Bördelmaschine mit maschinellem Antrieb des Bördelwerkzeugs und der
Schwenkbewegung zwischen Bördelwerkzeug und Spannbügel von dem Antriebsmotor des Bördelwerkzeugs aus unter
Einschaltung eines Wendegetriebes, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannbügel geschwenkt wird.
2. Bördelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für das
Schwenken des Spannbügels (11, 12, 13,
14, 15) die den Antrieb empfangende Welle (35) ein Reibungsrad (Keilrad 34)
und die Antriebswelle (26) ein Wendeherz mit zwei von ihr in verschiedenem Drehsinn
angetriebenen Reibungsrädern (Keilräder 28, 29) trägt, deren eine--, (28) -in
der einen und deren anderes (29) in der anderen Grenzstellung des Wendeherzes mit dem Reibungsrad der Empfangswelle
gekuppelt wird, während in der Wendeherzmittelstellung der Antrieb ausgeschaltet
ist.
3. Bördelmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Weitergabe des Antriebes von der Empfangswelle (35) an den schwenkbaren Spannbügel (11, 12, 13, 14, 15) die Empfangswelle
mittels Gewindes (36) eine gegen Drehung gegenüber der Spindel-
achse gesicherte Mutter (37) verschiebt, die an dem Spannbügel oder dessen Träger
(11, 12, 13, 14, 15) um eine zur
Schwenkachse (11) parallele Achse schwenkbar und zur Schwenkachse radial
bewegbar ist.
4. Bördelmaschine nach Anspruch bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Reibungswendegetriebe (38, 39, 41) die
Druckrollen (7, 8) mit regelbarer Kraft gegen das zu bördelnde Blech zu drücken gestattet.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
BERLTN. GEDRiJCKT IN DER REICHSDPUCKEREi
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH80131D DE565307C (de) | 1926-09-15 | 1926-09-15 | Boerdelmaschine mit maschinellem Antrieb des Boerdelwerkzeugs und der Schwenkbewegung zwischen Boerdelwerkzeug und Spannbuegel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH80131D DE565307C (de) | 1926-09-15 | 1926-09-15 | Boerdelmaschine mit maschinellem Antrieb des Boerdelwerkzeugs und der Schwenkbewegung zwischen Boerdelwerkzeug und Spannbuegel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE565307C true DE565307C (de) | 1932-11-29 |
Family
ID=7442015
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH80131D Expired DE565307C (de) | 1926-09-15 | 1926-09-15 | Boerdelmaschine mit maschinellem Antrieb des Boerdelwerkzeugs und der Schwenkbewegung zwischen Boerdelwerkzeug und Spannbuegel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE565307C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1158469B (de) * | 1957-06-19 | 1963-12-05 | Walter Kunz | Drueckmaschine zum Woelben eines in einer umlaufenden Halterung eingespannten Bleches |
| DE1286495B (de) * | 1963-08-05 | 1969-01-09 | Schleifenbaum & Steinmetz Ohg | Boerdelmaschine zur Formung des Bordrandes an Behaelterboeden |
-
1926
- 1926-09-15 DE DESCH80131D patent/DE565307C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1158469B (de) * | 1957-06-19 | 1963-12-05 | Walter Kunz | Drueckmaschine zum Woelben eines in einer umlaufenden Halterung eingespannten Bleches |
| DE1286495B (de) * | 1963-08-05 | 1969-01-09 | Schleifenbaum & Steinmetz Ohg | Boerdelmaschine zur Formung des Bordrandes an Behaelterboeden |
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