DE565185C - Verfahren zur Herstellung hohler Kunstseidenfaeden aus Viscose - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hohler Kunstseidenfaeden aus Viscose

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/24Formation of filaments, threads, or the like with a hollow structure; Spinnerette packs therefor
    • D01D5/247Discontinuous hollow structure or microporous structure

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung hohler Kunstseidenfäden aus Viscose Die vorliegende Erfindung :betrifft ein Verfahren zur Herstellung hohler Kunstseidenfäden aus V iscose.
  • Es ist bereits bekannt, zur Herstellung von Hohlfäden dünnflüssiger, nicht entgaster Viscose fein gepulverten Bimsstein in Mengen von i °j°, auf die Viscose berechnet, zuzusetzen. Der Bimsstein soll dann angeblich beim Verspinnen als Gasentbindungsmittelwirken.
  • Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man aus ungereifter Viscose von normaler Zusammensetzung leicht ausgezeichnete Hohlfäden herstellen kann. wenn man der Viscose in einem beliebigen Stadium des Herstellungsverfahrens bestimmte organische Stoffe in Mengen von höchstens 0,10;o, auf die Viscose berechnet, zusetzt und die Viscose dann in den üblichen Säure und Salz enthaltenden Bädern verspinnt.
  • Als geeignet haben sich beispielsweise organische Verbindungen, wie Naphthalin, Nitronaphthalin, Kampfer, Anthracen, Diphenylamin u. dgl., erwiesen. Wie sich ergeben hat, gestatten nur solche Stoffe die Erzielung von Hohlfäden, die unter den gewöhnlichen Bedingungen fest sind, sich in Viscose nicht lösen, mit der Viscose auch keine merkliche Reaktion eingehen und unter den Bedingungen, die beim Spinnprozeß herrschen, weder schmelzen noch verdampfen. Hierbei ist natürlich zu berücksichtigen, daß an -sich alle Stoffe auch schon bei gewöhnlicher Temperatur eine gewisse Dampf spannungbesitzen. Bedingung für die Durchführung des vorliegenden Verfahrens ist aber jedenfalls, daß der Schmelz- oder Sublimierungspunkt der Substanz über der beim Kunstseidenherstellungsprozeß angewendeten Höchsttemperatur liegt.
  • Es ist tatsächlich außerordentlich überraschend, daß derartig geringe Zusatzmengen der genannten Stoffe, wie sie gemäß der vorliegenden Erfindung angewendet werden, die Erzielung erheblicher Hohlräume in den Fäden gestatten. Mit einem Verdampfen der Stoffe im Augenblick des Spinnvorganges läßt sich diese Tatsache unmöglich erklären, da die angewendeten Stoffe bei den im Spinnbad herrschenden Temperaturen nicht einmal schmelzen. Es bleibt also nur die Erklärung, daß diese Stoffe als Gasentbindungskerne wirken, in der Weise, daß die beim Spinnvorgang stets auftretende starke Gasentwicklung, die leicht zu einem Zerreißen der Fadenwandung führt, durch Anwesenheit der genannten Zusatzstoffe gemäßigt wird, so daß die aus der Viscose entwickelten Gase, wie Schwefelwasserstoff, Schwefelkohlenstoff, Kohlensäure u. dgl., bei Anwesenheit der genannten Zusatzstoffe die Fadenwandung nicht sprengen, sondern den Faden lediglich aufblähen. Es mag indessen dahingestellt bleiben, ob diese Theorie in jeder Hinsicht das Richtige trifft. Jedenfalls ist das Volumen der. Hohlräume in den nach dem neuen Verfahren erzielten Fäden wesentlich größer als das Volumen der aus den Zusatzstoffen beim Spinnprozeß etwa gebildeten Gase oder Dämpfe. Zur Durchführung des neuen Verfahrens ist es erfoipkerlich; die Zusätze in der Viscose möglichst fein zu verteilen. `.Zur Erreichung dieses Zwecks kann man die Zusatzstoffe beispielsweise der zum Lösen des Xanthogenates verwendeten Löselauge zugeben, wobei sie dann während des Auflösens in der ganzen Masse gleichmäßig verteilt werden. Man kann die organischen Stoffe auch der Alkalicellulose vor dem Zerfasern zugeben, wobei dann während des Zerfaserns schon eine .innige Vermischung der Zusätze mit der Cellulose erfolgt.
  • Andererseits kann man jedoch die Zusatzstoffe zunächst in geeigneten Lösungsmitteln, wie Pyridin oder Eisessig, auflösen und dies;. Lösung der Viscose z. B. im Lösekessel zufügen. Auch hierdurch wird eine feine Verteilung der Zusatzstoffe gesichert. Schließlich kann man auch die eben erwähnten Lösungen dadurch zu einer besonderen feinen Suspension verteilen, daß man sie beispielsweise in eine i °/oige wäßrige Saponinlösung eingießt, und die so erzielte äußerst feine Suspension der Viscose zusetzen.
  • Das folgende Beispiel möge die Ausführung der Erfindung erläutern. Ausführungsbeispiel Viscose mit 7°/o Alkali und 71/-,°1o Cellulose und von normaler Viscosität, die nur während 6 bis io Stunden bei i5° C gereift hat, wird mit einer Naphthalinemulsion .derart vermischt, daß auf i kg Viscose aoomg Naphthalin kommen. Man verspinnt unmittelbar in einem Spinnbade mit9°/o Schwefelsäure, 1b°0 Magnesiumsulfat, 7/, Natriumsulfat und i "/o Zinksulfat.
  • Die in .dieser Weise erhaltenen Elementarfäden sind röhrenförmig aufgeblasen; der frisch gesponnene Faden treibt auf dem Wasser. Die Fädchen enthalten Hohlräume, die größer sind als die, welche aus einer etwa 5010 Natriumcarbonat enthaltenden Viscose gewonnen werden. Die so gewonnene Kunstseide ist sehr voluminös. Ein besonderer Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß die Zusatzstoffe die Eigenschaften des fertigen Fadens praktisch in keiner Weise verändern oder beeinflussen. Die Zusätze sind vielmehr in dem fertigen Faden kaum nachweisbar. Hierin liegt ein wesentlicher Fortschritt des neuen Verfahrens gegenüber der bekannten Arbeitsweise unter Verwendung von Bimsstein, der naturgemäß stets im fertigen Faden fühlbar und sichtbar bleibt und diesem einen rauhen, kratzenden Griff und ein völlig matte Aussehen verleiht, zumal er mindestens in der iofachen Menge im Vergleich mit den Zusatzstoffen gemäß vorliegender Erfindung angewandt werden muß. Auch beeinträchtigt der Zusatz solcher anorganischer Silicate, wie Bimsstein, den Spinnprozeß, zumal bei Anwendung so großer Zusatzmengen, erheblich. Ein rasches Verstopfen der Düsen läßt sich bei Verwendung solcher bimssteinhaltigerViscose gar nicht vermeiden. Demgegenüber hindern die Zusätze gemäß vorliegender Erfindung den Spinnprozeß nicht im mindesten, offenbar deswegen, weil sie, abgesehen von der geringen Menge der benötigten Zusatzstoffe, sich in der Viscose mit Leichtigkeit in kolloidaler Feinheit verteilen lassen.
  • Besonders überraschend ist es aber, daß sich für das vorliegende Verfahren auch solche urgereifte Viscose verwenden läßt, die sonst bei der Herstellung von Kunstseide in den üblichen Säure und Salz enthaltenden Bädern bisher ein trübes, brüchiges, unbrauchbares Gespinst ergab-.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung hohler Kunstseidenfäden aus Viscose unter Zusatz von Stoffen, die als Gasentbindungskerne wirken sollen, dadurch gekennzeichnet, daß man normal zusammengesetzter urgereifter Viscose, die eine Chlorammoniumreife von höchstens 1a° aufweist, spätestens vor dem Verspinnen organische, der Viscose gegenüber indifferente, in ihr nicht lösliche Stoffe, wie Naphthalin, Nitronaphthalin, Kampfer, Anthracen u. dgl., in feiner Verteilung zusetzt, die bei den Bedingungen des Spinnprozesses weder flüssig noch gasförmig sind, und zwar in Mengen von höchstens o, i % auf die Viscose berechnet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzstoff zunächst in einem organischen Lösungsmittel, z. B. Pyridin oder Eisessig, aufgelöst, die Lösung gegebenenfalls mit einer verdünnten Saponinlösung versetzt und dann in diesem Zustand in der V iscose verteilt wird.
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