DE565161C - Verfahren zur Herstellung sulfhydrylhaltiger Eiweiss-Spaltprodukte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung sulfhydrylhaltiger Eiweiss-Spaltprodukte

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DE565161C
DE565161C DEW86699D DEW0086699D DE565161C DE 565161 C DE565161 C DE 565161C DE W86699 D DEW86699 D DE W86699D DE W0086699 D DEW0086699 D DE W0086699D DE 565161 C DE565161 C DE 565161C
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Description

  • Verfahren zur Herstellung sulfhydrylhaltiger Eiweiß-Spaltprodukte Es ist bekannt, Schwefeleiweiße, z_. B. Keratine. in Gegenwart von Reduktionsmitteln der Hvdrolvse zu unterwerfen. So sind nach der britischen Patentschrift 345 630 Wolle, Haare und Horn in Gegenwart von Zinn der Hydrolyse mit Salzsäure unterworfen worden. Bei diesem bekannten Verfahren war das Ziel, aus Keratinen leicht wasserlösliche, Sulfhydrylgruppen enthaltende Verbindungen zu gewinnen. Um diese wasserlöslichen Verbindungen schwermetallfrei herzustellen, muß das Zinn mit Schwefelwasserstoff entfernt werden; dabei ist es, wie eine Nacharbeit der britischen Patentschrift 345 630 ergab, um völlige Zinnfreiheit zu erhalten, erforderlich, das Hydrolvsat auf das Fünffache seines Volumens mit Wasser zu verdünnen.
  • Nach vorliegender Erfindung ist es nun möglich, in einfacher Weise, ohne daß man das Hvdrolvsat zu verdünnen oder ein Metall mit Schwefelwasserstoff zu entfernen braucht, Sulfhvdrvlgruppen enthaltende Eiweißhydrolvsate zu gewinnen. Es wurde nämlich gefunden, daß die Bildung von Sulfhvdrvlgruppen aus S-S-Brücken auch gelingt, wenn man durch Hydrolyse gewonnene Eiweiß-Spaltprodukte in saurer Lösung mit Natriumainalgam reduziert.
  • Als Ausgangsstoffe werden, da das Ziel des @"erfahrens ja die Gewinnung sulfliyd.rylhaltiger Spaltprodukte ist, in erster Linie schwefelreiche Albumine und Albuminoide benutzt.
  • Es wird das Amalgam erst nach erfolgter Hydrolyse zugefügt, da bei Zufügung während der Hydrolyse zu große Mengen verbraucht werden.
  • Nicht notwendig ist es, alle in dem Hydrolyseprodukt enthaltenen S-S-Brücken in Sulfhydrylgruppen überzuführen. Um Produkte, die entgiftend gegenüber Bakterientoxinen, anorganischen und organischen Giften wirken, zu erhalten, genügt es, wenn ein Teil der Schwefelbrücken reduziert ist.
  • Da die Hydrolysenprodukte bei Anwendung des genannten Reduktionsmittels und Salzsäure als Hydrolysemittel nur Kochsalz enthalten, sind die aus ihnen gewonnenen Lösungen unmittelbar zur parenteralen Verabreichung geeignet.
  • Beispiel i 2o Gewichtsteile Eialbumin werden mit der iofachen Menge i5 °1oiger Salzsäure auf dem Wasserbade so lange erhitzt, bis vollständige Lösung eingetreten ist. Nach dem Erkalten werden Zoo Gewichtsteile Natriumamalgain anteilweise zugesetzt; nach erfolgter Reaktion wird das OOuecksilber abfiltriert. Das Filtrat wird im Vakuum bei möglichst niedriger Temperatur eingedampft. Die mit etwas Kochsalz verunreinigten Hydrochloride der Spaltprodukte können unmittelbar verwendet werden.: Beispie12 5o Gewichtsteile Haare werden mit Zoo Gewichtsteilen 2o°/oiger Salzsäure auf dem Wasserbade bis zur vollständigen Lösung erhitzt. Es wird filtriert und das Filtrat zur Entfernung der überschüssigen Salzsäure im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird in Wasser aufgenommen; in die Lösung werden unter Rühren anteilweise Zoo Gewichtsteile Natriumamalgam eingetragen. Nach erfolgter Reaktion wird vom Quecksilber abfiltriert und das Filtrat bei möglichst niedriger Temperatur im Vakuum zur Trockene eingedampft. Beispie13 5o Gewichtsteile Lactalbumin, das durch Erhitzung von Molken ausgefällt und gewonnen ist, werden mit Zoo Gewichtsteilen 2o°1oiger Salzsäure auf dem Wasserbade bis zur vollständigen Lösung erhitzt. Die weitere Verarbeitung erfolgt wie im Beispiel e ausgeführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung sulfhydrylhaltiger Eiweiß-Spaltprodukte, dadurch gekennzeichnet, daß schwefelreiche Albumine und Albuminoide nach erfolgter Hydrolyse mit Natriumamalgam in saurer Lösung reduziert werden.
DEW86699D 1931-08-13 1931-08-13 Verfahren zur Herstellung sulfhydrylhaltiger Eiweiss-Spaltprodukte Expired DE565161C (de)

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