AT129770B - Verfahren zur Darstellung von Acylaminobenzolarsin- oder Acylaminobenzolstibinsäuren. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Acylaminobenzolarsin- oder Acylaminobenzolstibinsäuren.

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AT129770B
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  Verfahren zur Darstellung von   Aeylaminobenzolarsin-oder Aeylaminobenzolstibinsäuren.   



   Im Patent Nr. 124141 ist ein Verfahren zur Darstellung   aromatischer Arsen-oder Antimonver-   bindungen geschützt, das darin besteht, dass in Oxyacylaminoanilin bzw. dessen Derivate der Arsen-oder Antimonsäurerest über den Diazoweg eingeführt wird und allenfalls die hiebei erhaltenen Arsin-bzw. 



  Stibinsäuren für sich oder im Gemisch untereinander bzw. mit beliebigen Phenylarsin-oder-stibinsäuren nach üblichen Methoden zu den entsprechenden Arsin-bzw. Stibinoxyden, symmetrischen oder asymmetrischen Arseno-bzw. Stibino-oder Arsenostibinobenzolen reduziert werden. 



   Es wurde nun gefunden, dass man zu den obgenannten   M-Oxyacylaminobenzolarsin-bzw.-stibin-   säuren auch in der Weise gelangen kann, dass man in die Aminogruppe   von Aminobenzolarsin-bzw.-stibin-   säuren einen Oxyacylrest nach den für die Acylierung derartiger Verbindungen üblichen Methoden einführt. 



   Die so erhaltenen Oxyacylaminoverbindungen zeigen gegenüber den Ausgangsprodukten und gegenüber den Aeylaminoverbindungen eine weitgehende Entgiftung und besitzen einen viel höheren Heilwert. Dies war überraschend, denn es war nicht vorauszusehen, dass die Oxyacylreste gegenüber den Acylresten therapeutische Vorzüge bieten. 



     Beispiel1 : 135 g   Arsanilsäure werden entweder mit 120 g kristallisierter Glykolsäure verrieben und im Ölbad auf 1100 erhitzt, bis klare Schmelze eingetreten ist, oder mit 120 g eines 70% igen wässerigen Glykolsäuresirups eine halbe Stunde auf   117 -1200 erhitzt.   Man lässt erkalten und löst die Schmelze in 200   cm3   Wasser. Beim Abkühlen erstarrt die Lösung zu einem Kristallbrei von 4-Glykolylamino-   benzolarsinsäure- (l). Man   saugt ab und kristallisiert aus Wasser um ; Ausbeute :   45%.   



   Beispiel 2 : 3   g 3-Aminobenzolstibinsäure- (1) werden   mit 2   g wasserfreier   Glykolsäure innig gemischt und im Ölbad 20 Minuten auf   150-1550 erhitzt.   Die Schmelze wird in Wasser gegossen, unter Eiskühlung mit Natronlauge genau neutralisiert und das Reaktionsprodukt mit Natriumhydrosulfit zum 3. 3'-Di-[glykolylamino]-stibinobenzol reduziert, aus welchem die 3-Glykolyiaminobenzolstibin-   säure- (l) durch   Oxydation, z. B. mit Wasserstoffsuperoxyd in ammoniakalischer Lösung, gewonnen werden kann. Sie stellt nach dem Trocknen ein weisses, in verdünnten Alkalien und Ammoniak lösliches Pulver dar, das beim Erhitzen verkohlt, ohne zu schmelzen. 



   Beispiel 3 : 125   g 4-0xy-3-aminobenzolarsinsäure- (1)   werden mit   100 g   Glykolsäure gemischt und im Ölbad auf   120-1250 erhitzt,   bis die Masse nach vorübergehender Schmelze erstarrt. Man nimmt mit Natronlauge auf, filtriert über Tierkohle und scheidet die   4-0xy-3-glykolylaminobenzolarsinsäure- (1)   mit Salzsäure ab ; die Säure kann aus   n-Natriumacetatlösung   umkristallisiert werden. 



   Beispiel 4 : 25 g   4-Chlor-3-aminobenzolarsinsäure- (l)   werden mit 20 g Glykolsäure auf   120-125    erhitzt, bis die Masse nach vorübergehender Schmelze erstarrt. Nach dem Erkalten wird in 2n-Natronlauge aufgenommen, mit Tierkohle geklärt, die 4-Chlor-3-glykolylaminobenzolarsinsäure-(1) mit Salzsäure abgeschieden und aus Wasser umkristallisiert ; Ausbeute :   65%.   Feine Nadeln, schwer löslich in Eisessig und Äthylalkohol, leichter in Methylalkohol, unlöslich in Aceton. 



   Beispiel 5 : 25 5-Amino-2-methylbenzolarsinsäure-(1) werden mit 20 g Glykolsäure auf 1250 erhitzt, bis klare Schmelze eingetreten ist. Nach dem Erkalten wird mit 100 cm3 Wasser angerührt, wobei sich die   5-Glykolylamino-2-methylbenzolarsinsäure- (1)   kristallin abscheidet. Nach dem Umkristallisieren 
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 kaum und in Aceton unlöslich sind. 



   Beispiel 7 : 25   g 2-Chlor-4-aminobenzolarsinsäure- (1)   werden mit 20 Glykolsäure auf 1000 erhitzt, bis klare Schmelze eingetreten ist. Nach dem Erkalten wird die zähe Masse in 50 ems Wasser gelöst,   mit Tierkohle versetzt, filtriert und das Filtrat 24 Stunden lang bei 0  stehen gelassen. Die ausgeschiedene   
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Beispiel 8 : 25 g 4-Oxy-3-aminophenylarsinsäure-(1) werden mit   20 g   reiner   Milchsäure   innig gemischt und im Ölbad unter Rühren auf 120-125  erhitzt, bis die Schmelze   dünnflüssig   geworden ist. 



  Der erkaltete Schmelzkuchen wird in verdünnter Natronlauge gelöst, durch Zusatz von Salzsäure die 4-Oxy-3-lactylaminophenylarsinsäure-(1) abgeschieden und aus n-Natriumacetatlösung umkristallisiert. 



   Die so erhaltenen Arsin-bzw. Stibinsäuren können durch Reduktion in   üblicher Weise   in dreiwertiges Arsen bzw. Antimon enthaltende Verbindungen   übergeführt   werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Acylaminobenzolarsin- oder Acylaminobenzolstibinsäuren durch Acylierung von Aminobenzolarsin oder Aminobenzolstibinsäuren nach üblichen Methoden, dadurch gekennzeichnet, dass man zwecks Darstellung von M-Oxyacylaminobenzolarsin-bzw.-stibinsäuren die Acylierung mit solchen Acylierungsmitteln durchführt, welche einen Oxyacylrest enthalten.
AT129770D 1928-09-03 1929-08-05 Verfahren zur Darstellung von Acylaminobenzolarsin- oder Acylaminobenzolstibinsäuren. AT129770B (de)

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