DE563380C - Verfahren und Vorrichtung zur mechanischen Kohlengewinnung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur mechanischen KohlengewinnungInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21C—MINING OR QUARRYING
- E21C25/00—Cutting machines, i.e. for making slits approximately parallel or perpendicular to the seam
- E21C25/64—Slitting machines guided solely by hand and either carried by hand or mounted on supports
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Hereingewinnung von Kohle, Marmor,
Schiefer u. dgl., sowohl im Bergwerksbetriebe unter Tage als auch im Tagesbetriebe.
Hierbei wird das heutige Bestreben, die Schießarbeit und deren nachteiligen Folgen bei der Gewinnung der Mineralien
nach Möglichkeit einzuschränken oder ganz zu verdrängen, weitgehendst gefördert. Alle
Arten der bisher gebauten Schrämmaschinen wie auch die sogenannten Kohlenschneider
dienen zur Herstellung freier Flächen. Durch diese freien Flächen soll die Menge des
Sprengmaterials bei den einzelnen Sprengüngen ζ. B. in harter Kohle herabgesetzt werden,
um das zu starke Zertrümmern derselben zu verhindern und einen starken Anfall von Stückkohle zu erzielen. Ein weiteres
Ziel dieser Maßnahme ist auch die Einschränkung des Verbrauchs an dem teuren Sprengmaterial
selbst. Da bei Anwendung des vorliegenden Verfahrens die Verwendung von Sprengmaterial vollständig fortfällt, so gewährleistet
dasselbe den Erfolg der vorerwähnten Bestrebungen im vollsten Maße.
Man hat bereits versucht, an Stelle des Schießverfahrens das mechanische Brechverfahren
einzuführen. Dies besteht darin, daß in den Flözen horizontale und vertikale Schlitze angebracht werden, worauf das
Fördergut entsprechend der Schlitzführung durch Brechhebel ausgebrochen wird. Dieses
Verfahren ist hygienisch einwandfreier als das Schießverfahren, hat aber den wirtschaftlichen
Nachteil, daß die Herstellung der Schlitze die Aufstellung größerer Maschinen verlangt und daß der Abbau somit wesentlich
höhere Gestehungskosten erfordert. Auch hat man die Kohlengewinnung dadurch zu ermöglichen
versucht, daß man durch mechanisch angetriebene Kreissägen, die auf einem schwenkbar und drehbar gelagerten Tragbalken
geführt sind, parallele, an der senkrechten Stollenbrust von der Streckenrichtung schräg
nach links gerichtete Sägeschnitte herstellt, die sich im anstehenden mit parallelen, von
der Stollenbrust ausgehenden, zur Streckenrichtung schräg nach rechts gerichteten Sägeschnitten
kreuzen und daß dann die so beiderseits hinterschnittenen säulenartigen Blöcke an der Sohle und Firste durch waagerechte
Schnitte ausgelöst werden. Dieses Verfahren hat aber in der Praxis keinen Eingang gefunden,
da beim Streckenvortrieb in den wenigsten Fällen der Platz zur Aufstellung der nicht unbedeutenden Maschinen, deren Aktionsradius
sehr gering ist, vorhanden ist; außerdem gewährleistete die Verwendung einer Kreissäge nicht die Ausführung der erforderlichen
Schnitte an den Stollenseiten, so däß das Verfahren nur als ein unvollkommenes
zu bezeichnen ist.
Ferner sind leichte Handkettensägen, die von einem nebenan aufgestellten Motor ange-
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trieben werden, bekannt geworden ebenso wie leichte Handschrämmaschinen, doch haben
sich dieselben infolge ihrer einseitigen Verwendbarkeit keinen Weg in die Praxis bahnen
können.
Beim Erfindungsgegenstand wird durch die Benutzung einer leichten Handkettensäge,
die mit einer Boden- und Randführung und einem zu dieser Randführung parallel und
ίο ihr gegenüberliegenden seitlichen Maschinenrahmen versehen ist, der einen handschwenkbaren
Schrämkettenhalter trägt, das Herstellen unter 45 ° zur. Stollenbrust aufwärts und
abwärts gerichteter Sägeschnitte durch die besondere Anordnung der Führungsvorrichtung
und des Werkzeuges zueinander, wodurch der stets gleiche Abstand der beiden Schnittarten unter sich und ihre Parallelführung
gesichert sind, ermöglicht. Sowohl das ao Halten als auch der Vorschub der Maschine
wird dadurch erleichtert, daß der Antrieb derselben durch eine biegsame Welle von einem
besonders aufgestellten Motor aus bewerkstelligt wird. Das Lager dieser biegsamen Welle
bzw. der Antriebswelle der Antriebsscheibe ist zu einer Handhabe ausgebildet, eine
zweite Handhabe befindet sich am Schrämkettenhalter. Durch die regelmäßigen, sich in
der Kohle unter einem rechten Winkel schneidenden Schnitte werden gleichmäßige Blöcke
von quadratischem Querschnitt gelöst, die durch an den Stoßen ausgeführte senkrechte
Schnitte vollständig losgetrennt werden.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. ι eine perspektivische Ansicht eines
aufzufahrenden Stollens mit den zum Vortrieb desselben erforderlichen auszuführenden
Schnitten,
Abb. 2 eine perspektivische Ansicht des weiteren Verlaufs des Vortriebs,
Abb. 3 eine perspektivische Ansicht der Arbeitsweise und der Ausführungsform der
Schrämmaschine.
Wie hieraus zu ersehen ist, besteht die Maschine aus der Bodenführung a, der Seitenführung
b, dem seitlichen Maschinenrahmen c mit dem in d handschwenkbar angebrachten
Schrämkettenhalter e nebst Handhabe /. g ist das zu einem Handgriff ausgebildete Achsenlager der biegsamen Welle h.
Die Arbeitsweise ist folgende: Soll eine Strecke nach diesem Verfahren angefangen werden, so müssen zur Ausführung
der ersten Schnitte künstliche Flächen und Kanten zur Führung der Maschine geschaffen
werden. Zwei Bretter, deren Länge der der Streckenbreite gleich ist und von der Breite der Blöcke, werden mit den Längsseiten
rechtwinklig zu einer Rinne zusammengenagelt. Diese wird dann so zwischen den . Stoßen und Stempeln durch Holzkeile eingeklemmt,
daß sie einen in die Strecke vorspringenden Teil des Kohlenstoßes mit rechtwinklig
zueinander liegenden Flächen ersetzt. Auf die nach unten abfallende Fläche der Rinne
legt man nun derart die Bodenführung a, daß das Werkzeug unterhalb der Rinne einen
unter 45 ° nach oben gerichteten Schnitt ausführt. Dabei umfaßt die Randführung b von
oben her die eine Kante und der in d schwenkbare Kettenhalter c die eine Kante des Brettes
so, daß dadurch die Maschine zwangsläufig geführt wird. In derselben Weise wird dann
von oben her der unter einem Winkel von 45 ° nach unten gerichtete Sägeschnitt ausgeführt.
Beim Herstellen der Schnitte muß immer darauf geachtet werden, daß die schneidenden
Zähne, sich aus dem Kohlenstoß herausbewegen, um durch ihre Zugwirkung das Werkzeug
an den Kohlenstoß heranzuziehen, wodurch der Arbeiter beim Halten der Maschine entlastet wird. Nach Ausführung der obenerwähnten
Schnitte wird der Block durch senkrechte Schnitte an den Stoßen ν vollständig
gelöst. Hierbei wird ein Brett parallel zum Stoß zwischen Firste und Sohle geklemmt,
an diesem wird die Maschine entlang geführt, wobei die Blöcke in jede gewünschte
Länge unterteilt werden können. Ist erst der ganze Ortstoß auf diese Weise vorgerichtet, so erübrigt sich die weitere
künstliche Führung der Maschine, da dann Führungsflächen und Kanten in der Kohle
vorhanden sind.
Claims (3)
1. Verfahren zur Gewinnung von Kohlen u. dgl. durch sich kreuzende, schräg
nach oben und unten in die Kohle gelegte Schrämschnitte zur Abtrennung von Kohlenblöcken
quadratischen Querschnitts, gekennzeichnet durch Anwendung einer leichten Handkettensägemaschine, deren
Führungsrahmen auf einer Seite frei von Hand schwenkbar den Schrämkettenhalter trägt und zwei senkrecht aufeinanderstellende
Führungsflächen hat, von denen die eine (Boden-) Führung (α), auf frei ge- no
schnittener Kohlenfläche gleitend, die stetige Gleichrichtung der Aufwärts- bzw.
Abwärtsschnitte, die andere Randführung (b) den stets gleichen Abstand der
Schnitte durch Umgreifen der durch vorhergehende Schnitte entstandenen Kohlenkante
sichert.
2. Handkettensägemaschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ' das in an sich bekannter Weise unabhängig von der durch biegsame Welle angeschlossenen
Antriebsmaschine für sich bewegliche Führungsgestell eine Bodenführung (ei)
und eine von dieser rechtwinklig abwärts abgebogene Seitenführung (b) hat, an denen
der Vorschub von Hand auf vorgeschnittenen Flächen der Kohle erfolgt und daß der schwenkbare Schrämkettenhalter
frei auf der der Seitenführung gegenüberliegenden Seite des Gestells parallel zur
Seitenführung liegt.
3. Handkettensägemaschine nach Anspruch 2 zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Kettenscheibe antreibende
biegsame Welle (h) durch den *5
hohlen Vorschubhandgriff (g) geführt ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK109008D DE563380C (de) | 1928-04-17 | 1928-04-17 | Verfahren und Vorrichtung zur mechanischen Kohlengewinnung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK109008D DE563380C (de) | 1928-04-17 | 1928-04-17 | Verfahren und Vorrichtung zur mechanischen Kohlengewinnung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE563380C true DE563380C (de) | 1932-11-04 |
Family
ID=7241559
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK109008D Expired DE563380C (de) | 1928-04-17 | 1928-04-17 | Verfahren und Vorrichtung zur mechanischen Kohlengewinnung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE563380C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE970253C (de) * | 1949-11-01 | 1958-09-04 | Alwin Duesterloh Dipl Ing | Verfahren zur Gewinnung von Kohle im Streb |
-
1928
- 1928-04-17 DE DEK109008D patent/DE563380C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE970253C (de) * | 1949-11-01 | 1958-09-04 | Alwin Duesterloh Dipl Ing | Verfahren zur Gewinnung von Kohle im Streb |
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