DE563371C - Schussfadenabschneidevorrichtung - Google Patents

Schussfadenabschneidevorrichtung

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DE563371C
DE563371C DES100646D DES0100646D DE563371C DE 563371 C DE563371 C DE 563371C DE S100646 D DES100646 D DE S100646D DE S0100646 D DES0100646 D DE S0100646D DE 563371 C DE563371 C DE 563371C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/70Devices for cutting weft threads

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Schußfadenabschneidevorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abschneiden der Schußfadenenden, die von der Gewebeleiste nach der auszuwechselnden Schußspule einerseits und andererseits von der Schußfadenhaltev orrichtung (Fadenrosette) des Schußspulenbehälters nach der Gewebeleiste zu verlaufen. Wie die Vorrichtung des Hauptpatentes 542 844, so ist auch sie im besonderen bestimmt für Webstühle mit beidseitigem Schützenwechsel und selbsttätiger Schußspulenauswechselung, bei welchen sich auf der Auswechselseite mehrere Schützenkastenzellen befinden.
  • Da sich im Gegensatz zu einschützigen Webstühlen oder einseitigen Wechselstühlen bei beidseitigen Wechselstühlen im Augenblick der selbsttätigen Schußspulenauswechselung je nach der Wechselfolge nicht nur ein einziger, sondern zwei und mehr Schußfaden zwischen Gewebeleiste und Schützenkasten, also im Bereich der Schußfadenabschneidevorrichtung, befinden, so sind besondere Maßnahmen notwendig, um zu erreichen, daß immer nur das Schußfadenende der ausgeworfenen bzw. auszuwerfenden Schußspule und der Schußfadenanfang der eingewechselten Schußspule abgeschnitten wird.
  • Nach dem Hauptpatent wird dies dadurch erzielt, daß eine von hintenher durch das Wehblatt greifende Schußfadenschere in vorderster Webladenstellung schneidet, wenn allein der abzuschneidende Schußfaden auf der Auswechselseite zwischen Gewebeleiste und Schützenkasten im Bereich der Schere liegt, daß dieselbe aber bereits vor Erreichung der vordersten Webladenstellung in Tätigkeit tritt, um den zuletzt eingetragenen, noch nicht vollständig angeschlagenen Schußfaden abzuschneiden, wenn noch ein oder mehrere andere Schußfaden sich an gleicher Stelle befinden, die nicht beschädigt werden dürfen. Die zu diesem Zwecke verwendete Vorrichtung arbeitet vollkommen einwandfrei, sie besitzt aber zwei Nachteile, die darin bestehen, daß für das Durchgreifen der Schere von hinten aus dem Wehblatt ein oder mehrere Zähne entfernt werden müssen und daß die Mittel zur Bewegung der Schere an schwer zugänglicher Stelle zwischen der Webstuhlwand und der Webladenstelze angeordnet sind. Der erstgenannte Nachteil macht sich unangenehm bemerkbar, wenn das gleiche Webblatt für breiter eingestellte Gewebe verwendet werden soll; der zweite erschwert die Einstellung der Bewegungsteile, sofern bei manchen Stuhltypen infolge Mangels an Raum die Anbringung der Vorrichtung nicht Überhaupt scheitert.
  • Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, diese Übelstände zu vermeiden. Er wird dadurch erreicht, daß die Schußfadenabschneidev orrichtung in bekannter Weise vor dem Webblatt, z. B. am Breithalter, - angebracht und so ausgebildet wird, daß sie beim Vorliegen mehrerer Schußfaden auf der Auswechselseite immer nur die Schußfaden der am Auswechselvorgang beteiligten beiden Schußspulen erfassen und abschneiden kann.
  • Erreicht wird dieses dadurch, daß die sich beim Intätigkeittreten der Schußspulenauswechselvorrichtung öffnende, mit einem Haken oder Horn versehene Schere oder ein eine ähnliche Bewegung ausführender besonderer Schußfadenheber die bereits vom Webblatt angeschlagenen Schußfaden aus dem Bereiche der Schneiden der Schere bringt und so nur das Schneiden des noch nicht vollständig vom Webblatt angeschlagenen Schusses gestattet, sofern nicht ein beim Öffnen der Schere vorschnellender Schieber den bereits angeschlagenen abzuschneidenden Schußfäden rechtzeitig aus dem Bereiche des Haltens bzw. des besonderen Schußfadenhebers entfernt um ihn zwischen die Scherenschenkel gelangen zu lassen.
  • In den Abb. i und 2 ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in zwei verschiedenen Stellungen dargestellt, und zwar läßt Abb. i die Wirkungsweise der Vorrichtung erkennen, wenn nur ein Schußfaden auf der Auswechselseite vorliegt, während Abb. 2 zeigt, wie die Vorrichtung arbeitet, wenn noch ein anderer Schuß vorhanden ist, der unverletzt bleiben muß.
  • Die Abb. 3 bis 6 sind schematische Draufsichten zu den vorhergehenden Abbildungen, aus denen insbesondere die Lage der Schußfäden zur Schere erkennbar ist: Zur Erklärung der Vorgänge sei wiederum der bekannte dreischüssige Rundwechsel benutzt, bei welchem in dem Augenblicke, in dem das Schußfadenende der ausgeworfenen bzw. auszuwerfenden Schußspule abgeschnitten werden muß, nur dieses allein im Bereich der Schere liegt, während sich dann, wenn der vom Schußfadenhalter nach der Gewebeleiste zu .-erlaufende Schußfadenanfang von der neuen Schußspule abzuschneiden ist, noch ein zweiter Schußfaden in der Schnittlinie der Schere befindet. Die Arbeitsweise der Schußspulenauswechselvorrichtungwird als bekannt vorausgesetzt und deshalb nicht im einzelnen erläutert. .
  • Am Breithaltergehäuse i (Abb. i), das in bekannter Weise am Breithalterstab 2 befestigt ist, der am Breithalterkasten 3 am Brustbaum 4. längsverschieblich gelagert ist, ist die Schußfadenschere angeschraubt, die aus der feststehenden Klinge 5 und der beweglichen Klinge 6 besteht, welche mit einem hornartigen Vorsprung oder Haken 1a ausgerüstet ist. Die bewegliche Klinge 6 ist an einem zweiarmigen Hebel 7, 8 drehbar angelenkt. Sie bewegt sich mit diesem beim Schneiden zunächst abwärts und kippt dann entgegen der Wirkung der Torsionsfeder 9 um einen Anschlagbolzen io an der festen Klinge 5, wodurch sie, sich schließend, schneidet.
  • Der Hebel 7, 8 steht unter dem Einfluß einer Zugfeder ii, die bestrebt ist, ihn im Sinne der Öffnung der Schere 5, 6 zu bewegen. Für gewöhnlich wird er in dieser Bewegung gehindert durch einen Sperrhebel 12, der zufolge seines Eigengewichtes hinter dem Ansatz 13 am Hebel 8 einfällt. Mittels eines an seinem Bolzen 14 angreifenden Schlitzzugstängelchens 15 betätigt dieser Sperrhebel 12 gleichzeitig den auf dem Hebel 8 gleitenden Schieber 16, der mit einer an der Weblade 17 befestigten Druckleiste 18 zusammen arbeiten kann, wenn der Sperrhebel 12 gehoben worden ist. Die bis hierher beschriebene Vorrichtung ist mit Ausnahme des Hornes 1a an der beweglichen Scherenklinge 6 bekannt. Zum Zwecke seiner Aushebung besitzt der Sperrhebel eine Nase i9, gegen die ein Hubnocken 2o arbeitet, der fest auf einer Welle 21 am Brustbaum 4 sitzt, die mittels eines Hebels 22, einer Zugstange 23 und nicht dargestellter weiterer Übertragungsmittel vom Schußspulenfühler oder von der Schußspulenauswechselvorrichtung aus unmittelbar oder durch von diesen Vorrichtungen in Bewegung gesetzte Zwischenmittel verschwenkt wird.
  • Schließlich ist noch ein flacher Schieber 24 vorhanden, der sich einerseits mit seinem Schlitz an einem Bolzen 25 des Scherenhalters und andererseits am Breithalterkasten 3 führt und unter dem Einfluß einer Zugfeder 26 steht, die ihn nach jedem Arbeitshub, den er von einem zweiten, auf der Welle 2i festsitzenden Hubnocken 27 erhält, in seine Grundstellung zurückzieht. Der Hubnocken 27 greift hinter eine Nase 28 des Schiebers 24 ein. Vor der Erreichung der rechten Stellung des Hubnockens 27 schnellt der Schieber 24 in seine Grundstellung zurück, weil der von der Spitze des Nockens 27 beschriebene Kreis und die Gerade, in welcher sich die Nase 28 bewegt, dann auseinanderstreben (vgl. Abb. i, die diesen Augenblick darstellt).
  • Die Arbeitsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Wird vom Schußspulenfühler oder auch vom Schußwächter aus die Schußspulenauswechselvorrichtung in Bereitschaft gebracht, so schwingt, durch die oben bereits angedeuteten Übertragungsmittel betätigt, die Zugstange 23 mit dem Hebel -22 im Sinne des Pfeiles nach links und verschwenkt so die Welle 2 i finit den N ocken 2o und -27. Nokken 2o trifft dabei gegen die Nase i9 des Sperrhebels 12, hebt diesen an und gestattet so dein Doppelhebel ;, 8, dem Zuge der Feder i t folgend, die Schere 5, 6 zu öffnen. Dabei würde das Horn 1a an der beweglichen Klinge 6 den in diesem Augenblick vorliegenden Schußfaden a der auszuwechselnden Schußspule erfassen und hochheben, so daß sie ihn nicht zerschneiden könnte, wenn nicht gleichzeitig mit der Öffnung der Schere der Schieber 2d., von dein Nocken 27 gestoßen, vorschnellen und den Schußfaden a aus dem Bereiche des Horns k. bringen würde (v g1. Abb.3). Ist die Schere geöffnet, so gleitet die Nase 28 des Schiebers 2d. von dem Nocken 2; ab; der. Schieber schnellt, gezogen von der Feder 26, zurück, und der Schußfaden a gelangt zufolge seiner eigenen Spannung und dem Andruck des Webblattes unter die Scherenklinge 6 (vgl. Abb. 4.). Da durch den Hub des Sperrhebels 12 vermittels der Schlitzzugstange 15 auch der Schieber 16 gehoben wird, so trifft die Druckleiste i8 im Augenblick des Anschlagens der Weblade 17 gegen seinen Bolzen und schließt dadurch die Schere 5, 6, so das Schußfadenende a dicht an der Gewebeleiste abschneidend.
  • Abb. i zeigt die Teile kurz vor dem Zurückschnellen des Schiebers24. Die Schere 5, 6 ist noch nicht ganz geöffnet.
  • Inzwischen ist, von der anderen Webstuhlseite kommend, ein zweiter Schütz in eine der Schützenkastenzellen der Auswechselseite eingelaufen, so daß nunmehr ein Schußfaden c (Abb.2) vorliegt, der von der Schere 5, 6 nicht beschädigt werden darf, und es hat die Auswechslung der Schußspule stattgefunden, von der beim nächsten Webladenrückgang erstmalig der Schußfaden b (Abb. 2) in das Webfach eingetragen wird.
  • Der von der Fadenrosette nach der Gewebeleiste zu verlaufende Anfang dieses Schußfadens b muß nun abgeschnitten werden, ohne daß der Schußfaden c verletzt wird.
  • Da bei derRückkehr der Spulenauswechselvorrichtung in ihre Grundstellung auch die Welle 21 mit den Nocken 2o und 27 zurückschwingt, so wird durch das Auftreffen des Nockens 2o auf die Nase i9 der Sperrhebel 12 nochmals gehoben und dadurch die Schere 5, 6 ein zweites Mal geöffnet. Der Schieber 24 hingegen kann nicht wieder in Tätigkeit treten, weil er beim ersten Hub von dein Nocken 27 abgeglitten ist und sich bereits in seiner Grundstellung befindet. Infolgedessen wird beim Hochschnellen der Scherenklinge 6 der bereits angeschlagene Schußfaden c von dem Horn h. erfaßt und hochgehoben (vgl. Abb. 5). Die Klinge 6 greift also gewissermaßen unter diesemSchuß hinweg und erfaßt nur den Schuß b, den sie beim Vorgang der Weblade 17 zerschneidet (vgl. Abb. 6). Die Abb. -2 zeigt die Stellung der Schußfadenabschneidevorrichtung kurz vor dem zweiten Schnitt.
  • Liegen bei jedem, also auch beim Abschneiden des Schußfadenendes der auszuwerfenden Spule noch ein oder mehrere Schüsse vor, die nicht verletzt werden dürfen, so beseitigt man den Schieber 24 oder stellt ihn durch Hochheben des im Kasten .3 geführten Endes oder durch Lösung des Nokkens 27 ab. Es werden dann stets die bereits angeschlagenen Schüsse von dem Horn da erfaßt, so daß auch bei anderen Wechselfolgen immer nur die Schußfadenanfänge bzw. Enden der am Auswechselvorgang unmittelbar beteiligten Schußspulen von der Schere 5, 6 erreicht werden können. Sinngemäß kann selbstverständlich die Schere auch nach unten geöffnet «.erden, ohne daß die Wirkung dadurch beeinträchtigt wird. An Stelle des Horns h an der Klinge 6 kann auch ein von der Klinge unabhängiger, beispielsweise am Hebel 7 befestigter Haken o. dgl. dazu benutzt werden, die nicht zu zerschneidenden Schußfaden der Wirkung der Schere zu entziehen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schußfadenabschneidevorrichtung für Webstühle mit selbsttätiger Schußspulenauswechselung nach Patent 542 844 (vor dem Webblatt bzw. am Breithalter). dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung der Schußfadenschere die sich beim Intätigkeittreten der Schußspulenauswechselvorrichtung öffnende, mit einem Haken oder Horn (1a) versehene Schere (5, 6) oder ein eine ähnliche Bewegung ausführender besonderer Schußfadenheber die bereits vom Webblatt angeschlagenen Schußfaden (c, Abb. 2) aus dem Bereiche der Schneiden der Schere (5, 6) bringt und so nur das Schneiden des noch nicht vollständig vom Webblatt angeschlagenen Schusses gestattet, sofern nicht ein beim Öffnen der Schere vorschnellender Schieber (24, Abb. i) den bereits angeschlagenen abzuschneidenden Schußfaden (a, Abb. i) rechtzeitig aus dem Bereiche des Hakens (Iz) bzw. des besonderen Schußfadenhebers entfernt, um ihn zwischen die Scherenschenkel gelangen zu lassen.
  2. 2. Schußfadenabschneidevorrichtung für Webstühle mit selbsttätiger Schußspulenäuswechselung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein beim Intätigkeittreten der Schußspulenauswechselvorrichtung ausschwingender und hierbei eine erstmalige Schneidbewegung. der Schere (5, 6) züm Abschneiden des Schußfadenendes (a) der auszuwechselnden Schußspule bewirkender und bei Rückkehr der Schere in ihre Grundstellung ebenfalls in seine Grundstellung zurückkehrender Hubnocken (2o) durch Beeinflussung eines die Schere (5, 6) in geschlossener Stellung haltenden Sperrhebels (i2) die Schere erneut öffnet, deren bewegliche Klinge (6) mit einem Horn oder Haken (h) versehen ist, mit welchem sie die bereits angeschlagenen Schüsse (b, c) erfaßt und hochhebt, so daß diese nicht in den Bereich der Schneiden der Schere (5, 6) gelangen können, sofern ein beim erstmaligen Öffnen der Schere unter dem Einflusse eines zweiten Hubnockens (27) stehender Schieber (2q.) diese Schüsse nicht rechtzeitig der Wirkung des Horns (da) durch Zurückschieben entzieht.
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