-
Waagebalken aus synthetischen Stoffen, wie Kunstharz oder Hartgummi
Die Erfindung betrifft einen Waagebalken aus synthetischen Stoffen, wie Kunstharz
oder Hartgummi.
-
Solche Waagebalken sind an sich bekannt. Die bisher vorgeschlagenen
Waagebalken haben aber keinen Eingang in die Praxis finden können, weil sie zu empfindlich
gegenüber den Verschiebungen des Laufgewichtes sind, die auf dem Waagebalken angebrachten
Anschläge entweder abgebrochen oder gelockert werden, Einstellkerben bereits nach
kurzer Zeit abgenutzt werden und das zur Herstellung der Waagebalken benutzte Material
sich leicht wirft und seine Form verliert, so daß die Waage bereits nach kurzer
Zeit infolge stark verminderter Genauigkeit und Unansehnlichkeit unbrauchbar wird.
-
Um nun die den zur Zeit bekannten, aus synthetischen Stoffen hergestellten
Waagebalken anhaftenden Nachteile zu beheben und den infolge ihrer leichten Bildsamkeit
und chemischen Widerstandsfähigkeit an und für sich für die Herstellung von Waagebalken
gut geeigneten synthetischen Stoffen ein weiteres Anwendungsgebiet zu sichern, wird
erfindungsgemäß vorgeschlagen, als Lauffläche für das Laufgewicht eine mit den Anschlägen
und Kerben zur Einstellung des Laufgewichts versehene Metallschiene zu verwenden,
die in den Waagebalken von zweckmäßig j-förmigem Querschnitt eingegossen wird, während
die Skalenteile in an sich bekannter Weise in den Waagebalken selbst vertieft oder
erhaben eingegossen werden. Das Eingießen oder Einpressen von Metallteilen in Kunstharzmassen
ist bereits bekannt.
-
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in den Abb.
i bis q. dargestellt.
-
Es zeigen: Abb. i die Vorderansicht einer Waage mit dem erfindungsgemäßen
Waagebalken, Abb.2 den erfindungsgemäßen Waagebalken mit Stehgewicht in vergrößertem
@aßstäbe, Abb. 3 einen Schnitt nach der Linie III-111 der Abb. 2, Abb. q. ein Teilstück
des Schnittes nach der Linie IV-IV der Abb. 2.
-
Wie aus den Abbildungen hervorgeht, trägt die Waage, an der der erfindungsgemäße
Waagebalken beispielsweise vorgesehen ist, auf einem Unterrahmen i eine Stütze 2,
von der mittels Lager der Haupthebel 3 getragen wird. Auf diesen Hebel stützt sich
gelenkig ein Spreizgestell 4., das mit Haltern zur Aufnahme eines Warenaufnehmers
5 ausgerüstet ist. Das gegenüberliegende Ende des Hebels 3 reicht in ein nach oben
sich erstreckendes Gehäuse 6, das ebenfalls auf dem Unterrahmen i befestigt ist.
Der am Hebel befestigte Nasengelenkzapfen 7 erfaßt ein Lager am unteren Ende eines
Verbindungsgliedes B. Das obere Ende dieses Gliedes erfaßt gelenkig einen Zapfen
9, der in einem Arm befestigt ist, welcher einen Bestandteil des Pendels io bildet.
Dieses Pendel ist im Innern- des Gehäuses 6 angebracht und enthält ein Nabenstück
i
i, eine Hängestange 12 und ein an dieser befestigtes Pendelgewicht 13. An der Pendelnabe
i i ist ein Zeiger 14 befestigt, der sich an einer ortsfesten, innerhalb des Gehäuses
befestigten Teilscheibe 15 vorbeibewegt, um das Gewicht der im Warenaufnehmer befindlichen,
durch das Pendel ausgeglichenen Last anzuzeigen. Am Spreizgestell 4 ist eine Hängestange
16 befestigt, an die sich gelenkig das eine Ende des Parallelogrammlenkers 17 anschließt.
Das andere Ende dieses Lenkers erfaßt gelenkig einen im Unterrahmen befestigten
ortsfesten Bolzen 18. Durch dieses Gestänge wird in bekannter Weise die waagerechte
Lage des Warenaufnehmers gesichert. Ein gelenkig an den Hebel angeschlossener Kolben
i9 bewegt sich in einem Ölbremstopf 2o, um die Schwingungen der Waage zu dämpfen.
-
Am Hebel 3 ist seitlich zu diesem des Balken 21 befestigt. Die Art
und Weise der Benutzung dieses Balkens bei Waagen dieser Gattung ist bekannt. Bei
der in Abb. 2 gezeichneten Ausführung besitzt der Balken einen etwa j-förmigen Querschnitt.
Die Skalenteile 22 und 23 sind, wie bei gußeisernen Waagebalken schon bekannt, in
den Steg des Balkens eingegossen. Diese vertieftenTeilstriche und Ziffern können
dann mit einer leicht gefärbten Füllmasse oder mit Farbe ausgefüllt werden, um mehr
ins Auge zu fallen.
-
Die aus synthetischen Stoffen, wie Kunstharz oder Hartgummi, bestehenden
Waagebalken, die in Stahlformen gegossen werden, sind an sich für Wiegevorrrichtungen
vorzüglich geeignet, weil sie durch Säure- oder Alkalidämpfe nicht angegriffen werden.
Sie haben jedoch den Nachteil, daß sie sich leicht abnutzen. Um nun dieser Abnutzung
vorzubeugen, wird erfindungsgemäß in den oberen Teil des Balkens 21 eine Schiene
24 eingelegt. Diese Schiene 24 besteht zweckmäßig aus hochwertigem Stahl und dient
dazu, das Stellgewicht 25 zu tragen und zu führen. In dieser Schiene sind auch die
Anschläge 26 und die Kerben 27 vorgesehen.
-
Fernerhin ist die Schiene noch mit Löchern 28 versehen, durch die
der Werkstoff beim Gießen des Waagebalkens fließt. Auf diese Art und Weise wird
die Schiene in eine unverrückbare Lage gebracht, so daß die vorgesehenen Stellgewichtsanschläge
oder Kerben ihre Lage gegenüber den Teilungen nicht verändern können.