DE55966C - Federlose Schlofsfalle - Google Patents

Federlose Schlofsfalle

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DE55966C
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DE
Germany
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weight
latch
springless
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lock latch
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Expired - Lifetime
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DENDAT55966D
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English (en)
Original Assignee
H. C. E. EGGERS & CO. in Hamburg, Rödingsmarkt 24
Publication of DE55966C publication Critical patent/DE55966C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B61/00Other locks with provision for latching

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  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
. KLASSE 68: Schlosserei.
H. CE. EGGERS & CO. in HAMBURG. Federlose Schlofsfalle.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Juli 1890 ab.
Das in der Zeichnung vorliegende federlose Sicherheitsschlofs zeigt einen Fallenriegel, der wie das übrige Schlofsgetriebe federlos ist. Die Falle wird statt von einer treibenden Feder durch ein Gewicht aus dem Schlofs vorgedrückt.
Ein um einen festen Zapfen α schwingendes Dreieck b setzt den senkrecht wirkenden Gewichtsdruck in horizontale, auf den Fallenriegelschaft c wirkende Richtung um, indem vom Riegel sowohl als auch vom Gewicht je ein Gelenkzapfen m und η in je ein längliches Loch im Dreieck b eingreift. Die beiden länglichen Löcher liegen in normal auf einander stehenden Radien.
Wird ein Geldschrank, dessen Thür nicht weiter verschlossen ist, sondern nur durch die Schlofsfalle im Thürrahmen gehalten wird, nach vorn überhängend aufgestellt und schlägt man dann mit einem schweren Hammer so gegen den Schrank, dafs die Schläge in die Richtung der Fallenriegelbewegung geführt sind, so kommt es, dafs die Falle vermöge der Trägheit ihrer Masse zurückspringt und die wegen der überhängenden Schrankstellung nach vorn drängende Thür aufspringt. Durch Anheben und Niederfallenlassen des auf der Thürangelseite liegenden Schrankes kann man dasselbe erreichen.
In diebischer Absicht sind so oder in ähnlicher Weise schon nur mit der Falle geschlossene Schränke geöffnet worden. Die Feder hinter der Falle giebt der Massenträgheitswirkung bei solchen geeignet angestellten Oeffhungsbemühungen nach. Dies würde nun auch ein Gewicht an Stelle der Feder thun, doch ist gerade dagegen die hier dargestellte neue Einrichtung ausgebildet worden.
Es sind zwei Plattenstücke d d1, Fig. 1 bis 3, senkrecht zwischen den Stützen e e1 und mittelst je eines Schlitzes und der darin steckenden Ansätze i i1, die auf dem Schlofsboden q und der Schlofsdecke ρ befestigt sind, senkrecht im Schlofs geführt. Die Plattenstücke verbindet fest mit einander ein Drehzapfen 0. Auf diesem ist das auf die Falle wirkende Gewicht g pendelfähig aufgehängt, während die Platte d den Gelenkzapfen η trägt, der in das Dreieck b eingreift.
Das hammerartig gestaltete Gewicht g ist unter dem Zapfen 0 länglich durchbrochen und die senkrechten Laibungstheile der Durchbrechung sind sperrzahnstangenartig eingekerbt.
Durch die Durchbrechung und durch Schlitze in den Platten d d1 hindurch geht vom Schlofsboden zur Schlofsdecke, Fig. 3, ein an diesen beiden festgemachter Stab r von dreieckigem Querschnitt. Wird irgend ein Versuch gemacht, die Falle durch seitliches Schlagen am Schrank oder durch Stofsen desselben zu öffnen, so schwingt, durch Massenträgheit veranlafst, zunächst das Pendelgewicht g hin oder her und dabei klinkt sich eine der Sperrzahnlücken der Durchbrechungslaibung auf der Kante des dreieckigen Stabes r auf. Dies hindert jegliches Anheben des Gewichts, und somit ist man sicher, dafs der Fallenriegel nicht in das Schlofs zurückspringen kann.
Selbst wenn der Geldschrank auf den Kopf gestellt würde, wird mit grofser Wahrscheinlichkeit immer eine der Zahnkerben auf dem dreieckigen Stab hängen und somit die Falle aus ihrer Schliefsstellung nicht weichen.
Wird ordnungsgemäfs das Schlofs am normal stehenden Geldschrank geschlossen, so hebt die emporgehende Zuhaltung % die Platten d d1, von denen die eine mit einem Schwanz rf2 auf einem Zuhaltungsansatz aufliegt, und das Gewicht g empor und nimmt durch das damit um seinen Zapfen α gedrehte Dreieck b die Falle mit und in das Schlofs zurück.
Durch eine Feder könnte, wenn erwünscht, die Gewichtswirkung noch unterstützt werden.
Die Fig. 4 und 5 zeigen eine Abänderung der beschriebenen Einrichtung insofern, als die hintere Führungsplatte d1 fehlt, auf dem Schlofsboden q aber eine Platte s festgemacht ist. Diese ist mit der Sperrzahnbesatzdurchbrechung versehen, und am undurchbrochenen Gewicht befindet sich ein dreieckiger Vorsprung r1, der in die Durchbrechung der Platte s hineinlangt und beim Pendeln des Gewichts dieses gegen Anheben festklinkt.
Fig. 6 zeigt dagegen den Sperrzahnbesatz aufsen auf dem Gewicht, und die Führungsstützen e e1 sind nach unten so zugeschärft, dafs auf ihnen das Gewicht beim Pendeln sich gegen sie stützt.
Statt dem niederdrückenden Gewicht unmittelbar die Sperrzähne anzusetzen, könnte auch auf dem Zapfen 0 noch ein besonderes Gewicht als Sperrzahnträger aufgehängt sein.

Claims (1)

  1. Pa te nt-Anspruch:
    Eine federlose Schlofsfalle, bei welcher statt der Feder ein an einem Führungsstück (d dl) pendelnd aufgehängtes und zweiseitig mit Sperrzähnen versehenes Gewicht (g) angebracht ist, und zwar derartig, dafs es mit den Sperrzähnen in feststehende Zähne (r) eingreift, sobald das Gewicht bei Versuchen, das Schlofs zu öffnen, aus seiner normalen Lage weicht, während das Gewicht von den Zähnen (r) freibleibend aufwärts geht, wenn mit ordnungsmäfsigem Schlofsöffnen das Führungsstück (d d1) ruhig gehoben und damit der Fallenriegel zurückgezogen wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT55966D Federlose Schlofsfalle Expired - Lifetime DE55966C (de)

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