DE55771C - Fliehkraftregler für Lastwinden - Google Patents

Fliehkraftregler für Lastwinden

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DE55771C
DE55771C DENDAT55771D DE55771DA DE55771C DE 55771 C DE55771 C DE 55771C DE NDAT55771 D DENDAT55771 D DE NDAT55771D DE 55771D A DE55771D A DE 55771DA DE 55771 C DE55771 C DE 55771C
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Germany
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controller
arms
centrifugal governor
flyballs
load
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT55771D
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English (en)
Original Assignee
A. STOLTE in Varenholz, Lippe
Publication of DE55771C publication Critical patent/DE55771C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66DCAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
    • B66D5/00Braking or detent devices characterised by application to lifting or hoisting gear, e.g. for controlling the lowering of loads
    • B66D5/02Crane, lift hoist, or winch brakes operating on drums, barrels, or ropes
    • B66D5/04Crane, lift hoist, or winch brakes operating on drums, barrels, or ropes actuated by centrifugal force

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36: Hebezeuge.
Patentirt im Deutschen Reiche vom al. August 1890 ab.
In der Zeichnung, Fig. 1 bis 6, ist eine Erfindung dargestellt, die eine Regeleinrichtung betrifft, deren kennzeichnendes Merkmal darin besteht, dafs bei zunehmender Fallgeschwindigkeit irgend einer herabzulassenden Last auf selbsttätigem Wege eine Hemmung herbeigeführt wird.
Das Wesentliche der Vorrichtung ergiebt sich aus nachfolgender Erläuterung.
In der Zeichnung bedeutet:
Fig. ι einen Aufrifsschnitt der Einrichtung,
Fig. 2 einen Seitenansichtschnitt durch die Seiltrommeln,
Fig. 3 einen desgleichen vor der Bremsscheibe,
Fig." 4 einen Grundrifsschnitt,
Fig. 5 einen Schnitt zur Erkenntlichmachung des federnden Andruckes der Kugel,
Fig. 6 eine Vorderansicht der Kugel mit geschnittenem Hohltheil des Schwungarmes.
Die Seilwellen A und B, welche zum Auf- und Abwinden irgend welcher Lasten, die an den Seilen D und E angehängt sind, verwendet werden, stehen mit der Achse a des Regelers F durch Räder b d in Verbindung. Der Regeler F trägt an seinen Armen G, welche derartig mit der Achse α verbunden sind, dafs sie der Wirkung der Fliehkraft folgen können, die Schwungkugeln HH.
Dieser Regeler zeigt eine besondere Einrichtung, indem die Schwungkugeln HH auf den Armen G G verschiebbar befestigt sind. Die Arme sind an ihrem unteren Ende als Rohre gestaltet, in denen die Druckschraubenfedern /, Fig. 5, gelagert sind. Die Arme G sind mit Schlitzen e versehen, in denen der über der Feder / befindliche Druckkolben g geführt wird. Auf letzterem ruhen die Schwungkugeln HH. Die Wirkung dieser Einrichtung ist folgende:
Sobald mittelst der Rollen A oder B eine Last herabgelassen wird und deren Fallgeschwindigkeit zunimmt, werden die Schwungkugeln H des Regelers F nicht nur zum Ausschlag gebracht, sondern durch die Fliehkraft der Kugeln H werden die Federn / in den Regelerarmen G zusammengedrückt, der Hebelarm der Kugeln wird dadurch vergröfsert, und die hierdurch entwickelte Fliehkraftwirkung wird mittelst Hebelübersetzung auf die Bremsbacke K übertragen, und die Bremsscheibe L bezw. auch die Seilrollen A und B werden in ihrer schnellen Umlaufsgeschwindigkeit gehemmt.
Um die Wirkung der Regeler zu verstärken, können mehrere derselben zur gemeinschaftlichen Wirkung auf die Bremsbacke K angebracht werden.
Je gröfser die Fallgeschwindigkeit wird, desto stärker wird auch die Bremswirkung. Um gleiche Lasten, d. h. regelmäfsig Lasten von gleichem Gewicht mit einer gewissen, aber nicht Ubermäfsigen Geschwindigkeit abwärts befördern zu können, lassen sich die Schwungkugeln H in beliebiger Stellung auf den Armen G unverrückbar befestigen, und zwar geschieht dies mit Hülfe der Schrauben h h.
Die beschriebene Vorrichtung läfst sich zu den verschiedenartigsten Zwecken verwenden, und es ist ganz besonders hervorzuheben, dafs dieselbe als sichere Rettungseinrichtung bei Feuersgefahr Verwendung finden kann, weil
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die gefährdeten Personen das denkbar Wenigste zu ihrer Rettung beizutragen haben, was sehr wesentlich ist, da in solchen Fällen durch Angst und mangelnde Geistesgegenwart andere Rettungsvorrichtungen unbenutzt bleiben und ferner als wichtig hervorzuheben ist, dafs es sich gleich bleibt, ob eine oder mehrere Personen zugleich die Einrichtung benutzen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum selbstthätigen Verringern der Fallgeschwindigkeit herabzulassender Lasten oder Gewichtsmengen, bestehend in den Seilrollen A B, die mit einer Regelerachse α in Zusammenhang stehen und durch einen Regeler F gehemmt werden, zu welchem Zweck letzterer an seinen Armen G die ver-. schiebbar angebrachten Schwungkugeln HH trägt, welche bei eintretender Wirkung der Fliehkraft die Federn/ zusammendrücken, dadurch den Hebelarm der Schwungkugeln H vergröfsern und das entstehende Kraftmoment mittelst Hebel k und / auf die Bremsscheibe L übertragen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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