DE55627C - Bewegungsvorrichtung für Klotzbremsen - Google Patents
Bewegungsvorrichtung für KlotzbremsenInfo
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- DE55627C DE55627C DENDAT55627D DE55627DA DE55627C DE 55627 C DE55627 C DE 55627C DE NDAT55627 D DENDAT55627 D DE NDAT55627D DE 55627D A DE55627D A DE 55627DA DE 55627 C DE55627 C DE 55627C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61H—BRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
- B61H13/00—Actuating rail-vehicle brakes
- B61H13/02—Hand or other personal actuation
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
ALEXANDER BAAR in MILITSCH (Schlesien). Bewegungsvorrichtung für Klotzbremsen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. August 1890 ab.
Bei vorliegender Bremse, einer Reibungsbremse, wird in der Weise eine energische
Bremswirkung erzielt, dafs auf beiden Seiten des Rades je' ein Bremsklotz angebracht ist,
von welchen der eine durch Hebelübersetzung von der Hand aus gegen den Radkranz angeprefst
und hierbei dann durch Reibung von dem rollenden Rad mitgenommen wird, so dafs eine Zugstange, welche in geeigneter
Weise mit diesem Bremsklotz verbunden ist, den Gegenbremsklotz anzieht und somit auch
auf der anderen Seite des Radkranzes eine Bremsung hervorruft.
Diese Bremse ist in beiliegender Zeichnung in Fig. ι bis 4 veranschaulicht, und zwar zeigt
Fig. ι ein kinematisches Bild der verschiedenen Bremsklotz- und Bremshebelstellungen, Fig. 2
die Gesammtanordnung der Bremsvorrichtung, während Fig. 3 bis 4 eine Detailconstruction
veranschaulichen.
c d sind die beiden gegenüberliegenden Bremsklötze. Der Bremsklotz c kann vermittelst
des Hebels k i und der Stange g gegen den Radkranz durch Niederdrücken des
Handhebels k angeprefst werden. Die Druckstange gj Fig. 2 bis 4, ist einerseits gelenkig
mit dem Bremsklotz c verbunden, andererseits vermittelst Stiftes I mit einem Schlitz m des
Hebels i verbunden und schliefslich noch vermittelst eines Längsschlitzes η auf der kleinen
Achse ο verschiebbar angeordnet. Diese Achse 0 sitzt unbeweglich an den Bockverlängerungen h
und gestattet sowohl der Druckstange g als auch der Hülse p, welche um die Druckstange
g greift und mit Durchbohrungen zum Durchlassen der Drehachse 0 versehen ist, sich
in der Ebene des Rades zu drehen.
Mit der Hülse ρ sind die Arme a b starr
verbunden; an den schwingenden Enden dieser Arme α b sind mittelst Schlitzen q r die zu
dem Gegenbremsklotz d führenden Zugstangen e und f gelenkig verbunden, und zwar derart,
dafs beim Schwingen der Arme α b immer nur eine Zugwirkung, aber nie eine Druckwirkung
auf eine der Stangen e f ausgeübt werden kann.
Die Wirkung dieser Bremse ist nun folgende: Wird auf den Handhebel k gedrückt,,
so prefst die Druckstange g den Bremsklotz c gegen den Radkranz an, wobei sich der Längsschlitz
der Druckstange g quer zu der Achse ο etwas verschiebt; sobald durch Andrücken des
Bremsklotzes c eine hinreichende Reibung zwischen letzterem und dem Radkranz erzeugt ist,
wird dieser Bremsklotz c von dem Rad mitgenommen, so dafs sich die Druckstange g
noch weiter vorschiebt und eine Drehung um die Achse 0 vornimmt. Hierbei gleitet der
Stift Z so weit nach oben oder unten, je nach der Drehungsrichtung des Rades innerhalb des
Schlitzes m, als dies die Neigung der Druckstange g verlangt.
Durch die Neigung der Druckstange g wird nun auch eine Neigung der Hülse ρ und somit
ein Schwingen der Arme α b veranlafst. Infolge dessen wird derjenige Hebel α oder b,
welcher von dem rollenden Rad wegschwingt,
einen Zug auf die entsprechende Zugstange, e oder f ausüben, während der andere, dem
rollenden Rad entgegenschwingende Hebel mit seinem Ende in dem Schlitz der entsprechenden
Zugstange gleitet, ohne eine Wirkung auf letztere hervorzurufen. Durch das Anziehen
einer der Zugstangen wird der Gegenbremsklotz d ebenfalls an den Radkranz angeprefst,
so dafs die rollende Bewegung des Rades selbst bezw. das Beharrungsvermögen der beweglichen
Masse das Anziehen des Gegenbrems-, klotzes d bewirkt. Es ist somit ohne besonders
gesteigerte Kraftanwendung eine grofse Bremswirkung erzielt.
Statt diese Bremse von Hand in Thätigkeit zu setzen, könnte dieselbe natürlich auf irgend
welche Weise vermittelst mechanischer Mittel betrieben werden, auch liefsen sich solche
Bremsvorrichtungen bei verschiedenen Rädern unter einander verbinden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Reibungsbremse, bestehend aus den beiden gegenüberliegend abgebrachten Bremsklötzen c d, von welchen der eine Bremsklotz c durch Vorschieben der Druckstange g, welche quer zu einer Drehachse ο verschiebbar angeordnet ist, von Hand oder auf mechanischem Wege gegen den Radkranz angeprefst wird, wobei, sobald zwischen Radkranz und Bremsklotz eine hinreichende Reibung entstanden ist, der Bremsklotz c in der Drehrichtung des rollenden Rades mitgenommen wird, so dafs, während das eine Ende Z in einem Schlitz m des Druckwinkelhebels k i gleitet, die Druckstange g eine Neigung um die Achse ο annimmt und hierbei die mitschwingenden Hebel a b eine Zugwirkung auf eine der mit dem Gegenbremsklotz d in Verbindung stehenden Zugstangen ef ausüben, so dafs auch der Gegenbremsklotz d an den Radkranz angeprefst wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55627C true DE55627C (de) |
Family
ID=330142
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55627D Expired - Lifetime DE55627C (de) | Bewegungsvorrichtung für Klotzbremsen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55627C (de) |
-
0
- DE DENDAT55627D patent/DE55627C/de not_active Expired - Lifetime
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