DE55506C - Verfahren zur Darstellung von Salzen der p-Diamidodiphenoxylessigsäure - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Salzen der p-Diamidodiphenoxylessigsäure

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DE55506C
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diamidodiphenoxyacetic
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KAISERLICHES
PATENTAMT
Die von Fritzsche (J. f. pr. Ch., N. F., Bd. 20, S. 283) und von Thate (das. Bd. 2g, S. 145 ff.) näher beschriebene o-Nitrophenoxylessigsäure C6 H4 (N O2)- O - C H2 - C O O H hat seither nicht in ein Diphenylderivat umgewandelt werden können. Mit Zinnchlorür und Salzsäure reducirt, liefert sie nach Thate (1. c. S. 182) das Anhydrid einer gechlorten Amidophenoxylessigsäure. Andererseits ist sie durch Behandlung mit Natriumamalgam zwar in die zugehörige Azoxy-, Azo- und Hydrazoverbindung übergeführt worden, indefs wird nach Thate letztere als leicht zersetzlich beschriebene Verbindung durch freie Mineralsäure wieder in Azoxyphenoxylessigsäure zurückverr wandelt.
Im Gegensatz zu diesen Angaben ist es gelungen, die Bedingungen zu ermitteln, unter welchen die Hydrazo-o-phenoxylessigsäure, wie auch die entsprechende Azo- und Azoxyvqrbindung in Diphenylderivate übergeführt werden können.
Das durch Einwirkung von Mineralsäuren auf Hydrazo-o-phenoxylessigsäure, sowie durch Behandlung der Azo- bezw. Azoxy-o-phenoxylessigsäure mit sauren Reductionsmitteln entstehende Reactionsproduct ist zunächst keine dem Diamidodiphenyl entsprechende Base, sondern eine indifferente, weifse, in Wasser und verdünnten Säuren fast unlösliche Verbindung, deren Zusammensetzung der Formel:
C16H12N2O,
entspricht.
Dieselbe löst sich in Alkali anfänglich unverändert auf; wird indessen die Einwirkung des letzteren genügend lange fortgesetzt, so tritt Hydratisirung ein unter Bildung des Alkalisalzes einer Säure, welche leicht diazotirbar ist und demnach die p-Diamido-di-o-phenoxylessigsäure von der wahrscheinlichen Constitutionsformel:
C6 H3 (NH2) (0-CH2-CO2H)
C6 H, (NH2) (0-CH2-C O2 H)
repräsentirt.
Durch Ueberführung dieser in ihrer Constitution an die ο - Diamidodiphensäure erinnernden Säure in ihre Disazoverbindung und Einwirkung der letzteren auf Amine u. s. w. entstehen Farbstoffe, welche sich gegenüber den bekannten durch neue werthvolle Eigenschaften auszeichnen.
Die Darstellung der Diamidodiphenoxylessigsäure ist aus dem folgenden Beispiele ersichtlich:
i. Darstellung des Anhydrids
a) aus Hydrazophenoxylessigsäure.
2 kg o-Nitrophenoxylessigsäure werden in ι ο 1 Wasser unter Zusatz von 3 1 Natronlauge (400B.) gelöst. In die kochende Lösung werden nach und nach abwechselnd Zinkstaub und weitere Natronlauge eingetragen, bis dieselbe gerade farblos geworden ist. Hierzu sind etwa 3,2 kg Zinkstaub , und 4,5 kg Natronlauge (40° B.) erforderlich. Der Zutritt von Luft ist hierbei wie bei der folgenden Operation möglichst auszuschliefsen.
Man trägt die Mischung alsdann nach vollendeter Entfärbung sofort unter Umrühren in überschüssige starke Salzsäure ein und setzt das Erwärmen fort, bis der noch vorhandene
Zinkstaub in Lösung gegangen ist. Die Reactionsflüssigkeit enthält nunmehr eine reichliche Ausscheidung des weifsen Anhydrids. Man läfst alsdann erkalten, fütrirt und wäscht mit Wasser völlig aus. Das erhaltene Product kann gleich in Pastenform weiter verarbeitet werden.
In trockener Form bildet es ein weifses, schweres, krystallinisches Pulver, welches beim Erhitzen auf 3000 noch nicht geschmolzen ist. Dasselbe ist in den üblichen neutralen Lösungsmitteln fast völlig unlöslich, desgleichen in verdünnten Mineralsäuren und in Eisessig. Durch salpetrige Säure kann es nicht in eine Diazobezw. Disazoverbindung übergeführt werden. In concentrirter Schwefelsäure löst es sich farblos auf und wird aus der Lösung durch Wasserzusatz wieder gefällt. In heifser starker Natronlauge ist es gleichfalls leicht löslich und krystallisirt aus der Lösung beim Erkalten wieder aus, falls das Erwärmen nur kurze Zeit angedauert hat. Bei längerem Erhitzen mit Natronlauge etc. tritt indefs Umwandlung in die Diamidodiphenoxylessigsäure ein.
b) aus Azophenoxylessigsäure.
2 kg Azophenoxylessigsäure bezw. eine entsprechende Menge der Azoxyverbindung werden unter gutem Umrühren portionenweise in eine heifse Lösung von 3 kg krystallisirtem Zinnchlorür in 9 kg concentrirter Salzsäure (1,19 spec. Gew.) eingetragen und die Mischung mehrere Stunden bezw. so lange auf dem Wasserbade erhitzt, bis die rothe Farbe des suspendirten Niederschlags verschwunden ist und in einer abfiltrirten Probe bei weiterem Erhitzen keine weifse Ausscheidung mehr eintritt. Man verdünnt dann mit Wasser, filtrirt den Niederschlag ab und wäscht ihn mit Wasser völlig aus.
2. Darstellung des Natronsalzes der
Diamidodiphenoxylessigsäure.
Das aus 2 kg o-Nitrophenoxylessigsäure nach obiger Vorschrift dargestellte Anhydrid wird noch feucht in ein heifses Gemisch von etwa 5 1 Natronlage (40° B.) und 5 1 Wasser eingetragen.
Die entstandene Lösung wird sodann zum Kochen erhitzt und darin etwa 1 Stunde oder so lange erhalten, bis eine Probe bei Zusatz von verdünnter Salzsäure in der Kälte keinen Niederschlag von Anhydrid mehr liefert. Beim Erkalten oder eventuell nach Zusatz von Kochsalz scheidet sich alsdann das Natronsalz der gebildeten Diamidodiphenoxylessigsäure als in der Regel hellgraue Masse ab. Dasselbe kann durch Umkrystallisiren aus wenig Wasser unter Zusatz von Kochsalzlösung und Natronlauge weiter gereinigt werden.
Das erhaltene Natronsalz der Diamidodiphenoxylessigsäure wird aus Wasser in undeutlichen krystallinischen Formen erhalten. Es ist sehr leicht löslich in kaltem Wasser und wird aus der concentrirten Lösung, insbesondere durch Zusatz von Natronlauge abgeschieden. In Alkohol ist es unlöslich. Die wässerige Lösung wird in der Kälte durch Mineralsäure zunächst nicht gefällt. Beim Erhitzen der sauren Lösung jedoch oder bei längerem Stehen mit concentrirten Säuren tritt Rückbildung des Diamidodiphenoxylessigsäureanhydrids und Abscheidung desselben ein.
Versetzt man eine kalte Lösung des beschriebenen Natronsalzes mit Salzsäure und Natriumnitrit, so entsteht die entsprechende Disazoverbindung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Salzen der p-Diamido -di-o-phenoxyessigsäure, darin bestehend, dafs man zunächst
    a) entweder durch Einwirkung saurer Reductionsmittel auf ο-Azo- oder Azoxyphenoxylessigsäure,
    b) oder durch Einwirkung von Mineralsäuren auf o-Hydrazophenoxylessigsäure
    das p-Diamido-di-o-phenoxylessigsäureanhydrid darstellt und dies dann durch Kochen mit Kalioder Natronlauge hydratisirt.
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