DE553945C - Vorrichtung zum selbsttaetigen Auswechseln der Spulen an Kunstseidenspinnmaschinen mit schwenkbaren Spulentraegern - Google Patents

Vorrichtung zum selbsttaetigen Auswechseln der Spulen an Kunstseidenspinnmaschinen mit schwenkbaren Spulentraegern

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DE553945C
DE553945C DE1930553945D DE553945DD DE553945C DE 553945 C DE553945 C DE 553945C DE 1930553945 D DE1930553945 D DE 1930553945D DE 553945D D DE553945D D DE 553945DD DE 553945 C DE553945 C DE 553945C
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carrier
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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H67/00Replacing or removing cores, receptacles, or completed packages at paying-out, winding, or depositing stations
    • B65H67/04Arrangements for removing completed take-up packages and or replacing by cores, formers, or empty receptacles at winding or depositing stations; Transferring material between adjacent full and empty take-up elements
    • B65H67/044Continuous winding apparatus for winding on two or more winding heads in succession
    • B65H67/048Continuous winding apparatus for winding on two or more winding heads in succession having winding heads arranged on rotary capstan head
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B65H2701/30Handled filamentary material
    • B65H2701/31Textiles threads or artificial strands of filaments

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  • Winding Filamentary Materials (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

Die beim Spinnprozeß erzeugten Kunstseidenfäden werden in vielen Fällen auf Spulen aufgewickelt, die je nach der Länge des aufgewickelten Fadens mehr oder weniger 5 oft gewechselt, d. h. durch leere Spulen ersetzt werden müssen.- Dieses Wechseln der Spulen muß naturgemäß um so öfter erfolgen, je schneller der Spinnprozeß abläuft. In einem modernen Fabrikbetriebe strebt man aus wirtschaftlichen Gründen schnellere Spinng_eschwindigkeiten an, um die Leistungen je Maschineneinheit zu erhöhen und den Aufwand an Zeit je Produktionseinheit zu verkürzen. Es ist nun für schnellaufende Kunstig Seidenspinnmaschinen nach dem Spulensystem wirtschaftlich nicht mehr zulässig, das Auswechseln der Spulen mit dem aufgewickelten' Fadengut von Hand vorzunehmen. Es sind daher schon Maschinen gebaut worden, bei denen das Umschalten der Spulen nach einer gewissen Spinndauer mechanisch erfolgte.
Die durch einen rationell geleiteten Spinnereibetrieb gestellten Anforderungen an eine Spulenschaltvorrichtung lassen sich nach folgenden wichtigsten Gesichtspunkten hin zusammenfassen :
Leichte Schwenkbarkeit um beliebige Winkel mit größter Betriebssicherheit auch bei hohen Tourenzahlen der Spulen;
sichere Gewähr für die Mitnahme des Fadens beim Schaltvorgang ohne Benetzung des Fadens, der Spule oder einer besonderen Fadentrennvorrichtung;
Einstellbarkeit der einzelnen Spulenpaare zueinander in jeder beliebigen Lage, je nach den spinntechnischen Erfordernissen und je nach dem zur Mitnahme des Fadens erforderlichen Umschlingungs winkel;
Stillstand der gewickelten Spule nach dem Schaltvorgang;
leichte und handliche Auswechselbarkeit der mit Fadengut bewickelten Spule nach dem Stillstand;
sicheres Erreichen von Titergleichheit der beiden Fadenenden, d.h. die aus der Arbeitsstellung wandernde volle Spule muß noch so lange ihre frühere Tourenzahl behalten, bis die Leerspule, die inzwischen ihre volle Tourenzahl erreicht haben muß, den Faden erfaßt hat;
der ganze Antriebsmechanismus der. Spulenträger muß zum Schutz gegen Korrosion durch Spinnbad- oder Spulenbadflüssigkeiten gekapselt werden können und bei höherer Tourenzahl eine Einbettung in Öl gestatten.
Gemäß vorliegender Erfindung lassen sich die vorstehend angeführten Arbeitsbedingungen erfüllen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung für zwei Spulen dargestellt. Die um jeden beliebigen Winkel, z. B. i8o°, schwenkbare Vorrichtung zum Wechseln der Spinnspulen besteht im wesentlichen aus einer Antriebswelle 4, die über die Zahnräder 2 und 3 von der Hauptantriebswelle 1 angetrieben wird. Das Ende der Antriebs-
welle 4 trägt fest verbunden ein Zahnrads, in das' zwei Zahnräder 6 eingreifen. Diese Zahnräder sind mit einer um je einen Bolzen 8 drehbar angeordneten Büchse fest verbunden. Diese Büchse ist an einem Ende als Teil einer Kupplung/ ausgebildet. Die Bolzen 8 sind mit der Grundplatte 14 fest verbunden (verschraubt, verschweißt o. dgl.). Diese Platte 14 ist über eine Büchse 15 mit einem Zahnrad 16 fest verbunden und um die Antriebswelle 4 schwenkbar. Die Bolzen 8 haben eine zentrische Bohrung, durch die je ein Stift 10 geführt ist. Diese Stifte tragen an dem Ende, das in die Spulenträger 9 ragt, eine Scheibe 20; das andere Ende der Stifte läuft bei Schwenkung der Spulen- auf der feststehenden Führungsscheibe 11. Die Spulenträger 9 sind um die Bolzen 8 drehbar und an einer Seite als zu dem Kupplungsteil 7 passende Kupplung ausgebildet. Eine im Innern .' des Spulenträgers 9 angebrachte Feder 12 hat stets das Bestreben, die Spulenträger gegen die Kupplung 7 zu drücken. Dies ist aber nur dann möglich, wenn der Stift 10 entsprechend geführt wird. Durch entsprechend angebrachte Erhebungen und Vertiefungen auf der Führungsplatte 11 läßt sich, das Aus- und Einkuppeln der Spulenträger erreichen. Der Stift 10 ist so angeordnet, daß er sich, in· dem BoI-zen 8 nicht drehen kann, d. h. daß er mit seiner Scheibe 20 nach Abheben des Spulenträgers von der Kupplungshälfte 7 als Brems-" vorrichtung wirkt, so daß die Spule sofort nach dem Auskuppeln zum Stillstand kommt. Einer Erhöhung 18a auf der Führungsscheibe entspricht ein Stillsetzen der Spulen und umgekehrt eine Vertiefung dem Umlauf der Spulen. Der Räderkasten kann mit einem Gehäuse umgeben werden, das mit Öl gefüllt sein kann·. Die Führungsscheibe 11 ist in einem weiteren Gesamtgehäuse, das auch den Hauptantrieb umschließt, feststehend angeordnet. Die Platte 14 wird von der Schaltwelle 18 über die Räder 17, 16 und die Büchse 15 angetrieben, hierbei dreht sie den ganzen Schaltmechanismus um den gewünschten Winkel, also auch das Gehäuse, das die Räder der Spulenträger einschließt.
Soll die besponnene Spule nach dem Schaltvorgang noch einige Zeit in einem Bad, z. B. zum Auswaschen, in Wasser laufen, so ordnet man um das Zahnrad 5 drei oder mehrere Spulenträger an und gibt der Führungsplatte die entsprechende Form, so daß die Arbeitsspule und die volle Spule im Waschtrog laufen und nur die dritte ausgewaschene Spule zum Zwecke des Auswechselns stillsteht.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    I. Vorrichtung zum selbsttätigen Auswechseln der Spulen an Kunstseidenspinnmaschinen mit schwenkbaren Spulenträgern, bei der die Antriebsräder der Spulenträger in Eingriff mit der Antriebswelle stehen, dadurch gekennzeichnet, daß durch. Zwischenschaltung einer zwischen das Antriebsrad und je einem Spulenträgerkörper angeordneten Kupplung, welche beim Umschwenken um einen Winkel, z. B. i8o°, mittels eines von einer Steuerfläche gelenkten Stiftes entgegen Federdruck in Tätigkeit gesetzt werden kann, die Spulenträgerkörper entweder in Garig gesetzt oder ausgekuppelt und nach dem Auskuppeln gebremst werden können.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Lösen der Kupplung dienende Stift gleichzeitig mit dem als Bremsscheibe ausgebildeten Ende den Spulenträger zum Stillstand bringt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehr als zwei Spulenträger um das Antriebsrad angeordnet sind, und daß durch entsprechende Ausbildung der Steuerscheibe alle Spulenträger in Umlauf sind außer dem durch das Aufstecken einer leeren Spule beding·- ten stillgesetzten Spulenträger, so daß neben dem Spinnprozeß Nachbehandlungen. bei umlaufender Spule, wie Auswaschen, möglich sind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DE1930553945D 1933-05-12 1930-06-13 Vorrichtung zum selbsttaetigen Auswechseln der Spulen an Kunstseidenspinnmaschinen mit schwenkbaren Spulentraegern Expired DE553945C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB1382833A GB421174A (en) 1933-05-12 1933-05-12 Improvements in and relating to the bobbin carriers of machines for spinning artificial silk

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE553945C true DE553945C (de) 1932-07-02

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ID=10030103

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930553945D Expired DE553945C (de) 1933-05-12 1930-06-13 Vorrichtung zum selbsttaetigen Auswechseln der Spulen an Kunstseidenspinnmaschinen mit schwenkbaren Spulentraegern

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GB (1) GB421174A (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5228630A (en) * 1989-09-27 1993-07-20 Kamitsu Seisakusho Ltd. Turret type yarn winder
US5489067A (en) * 1989-09-27 1996-02-06 Kamitsu Seisakusho, Ltd. Turret type precision yarn winder

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GB421174A (en) 1934-12-12

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