DE550645C - Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen

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DE550645C
DE550645C DEI39612D DEI0039612D DE550645C DE 550645 C DE550645 C DE 550645C DE I39612 D DEI39612 D DE I39612D DE I0039612 D DEI0039612 D DE I0039612D DE 550645 C DE550645 C DE 550645C
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DE
Germany
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halogen
dyes
dye
sulfuric acid
hydrogen
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Expired
Application number
DEI39612D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Heinrich Greune
Dr Georg Kraenslein
Dr Max Thiele
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE550645C publication Critical patent/DE550645C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B19/00Oxazine dyes
    • C09B19/02Bisoxazines prepared from aminoquinones

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen Es ist bekannt, daß man Diarylaminoderivaten von halogenierten i # 4-Benzochinonen oder aus i # 4-Benzochinonen der folgenden Formel: in der Y für Wasserstoff oder Halogen, Y für Wasserstoff oder Alkyl, R und R, für gleiche oder verschiedene Arvlreste stehen und in der die Arylreste R und y R,. zusammen mit dem Stickstoffatom N, ein Carbazolringsystem bilden können, durch Erhitzen für sich oder in Gegenwart hochsiedender Lösungsmittel, evtl. unter Zusatz von Metallhalogeniden, wertvolle Farbstoffe erhält (s. die Patentschrift 253 091 und deren "Zusätze und die Patentschrift 51719d.).
  • Es wurde nun gefunden, dafi man zu Farbstoffen mit sehr wertvollen Eigenschaften gelangt, wenn man die in der oben beschriebenen Weise erhältlichen Farbstoffe, gegebenenfalls in Gegenwart von Lösungs- oder Verdünnungsmitteln, mit Halogen oder halogenabgebenden Mitteln behandelt. Als Lösungs-oder Verdünnungsmittel dienen geeignete organische oder anorganische Flüssigkeiten, bei welch letzteren sofort die für die Verwendung der Produkte als Pigmentfarbstoffe nötige feine Verteilung erreicht «.erden kann.
  • Oft ist der Zusatz von Halogenüberträgern, wie beispielsweise Jod, Schwefel, Antimon usw., bei der Halogenierung von Vorteil.
  • Die erhaltenen halogenierten Produkte stellen wertvolle Farbstoffe dar, die ebenso gute Echtheitseigenschaften wie die Ausgangsstoffe besitzen, sich jedoch von ihnen durch andere Nuancen unterscheiden. Sie können als Pigmente für die Papier-, Tapeten-, Lack- und Gummifärberei oder, nach Einführung von Sulfogruppen, als Sulfosäuren Verwendung finden. Die unlöslichen Salze dieser Sulfosäuren sind wertvolle Lackfarbstoffe, die mit organischen Basen hergestellten löslichen Salze schöne Sprit-, Cellon-und Zaponfarbstoffe.
  • Beispiele i. 118g des aus z#5-Di-(N-äthylcarbazolyl-3'-amino-)3 # 6-dichlor-i # q.-benzochinon durch Kochen mit hochsiedenden Lösungsmitteln erhaltenen Kondensationsproduktes werden mit 15 1jitrobenzol zurff-,ieden erhitzt und dazu 64g Brom tropenweise hinzugegeben und die Flüssigkeit so lange im Sieden erhalten, bis die Bromwasserstoffentwicklung beendet ist. Der bromierte Farbstoff wird nach Erkalten abgesaugt, gewaschen und getrocknet und aus konzentrierter Schwefelsäure umgelöst. Er enthält ungefähr 2 Atome Brom und ist blauschwarz gefärbt. Seine Lösung. in Nitrobenzol ist blau, in Schwefelsäure rötlichblau. Durch Anwendung größerer Mengen Brom erhält man höher bromierte Produkte.
  • 2. 118 g des aus a # 5-Di-(N-äthylcarbazolyl-3'-amino-)3 . 6-dichlor-1 - 4-benzochinon durch Kochen mit hochsiedenden Lösungsmitteln erhaltenen Kondensationsproduktes werden in eine mit Kaliumsulfat gesättigte Schwefelsäure eingetragen und nach dem Verrühren mit 8o g Brom versetzt. Danach wird die Reaktionsmasse auf Eis gegeben. Man erhält nach dem Abfiltrieren und Ausnutschen des bromierten Farbstoffes eine Paste, die direkt zum Färben verwendet werden kann. Der Farbstoff enthält etwa 2 Atome Brom. Der Farbstoff löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit rötlichblauer und in Nitrobenzol mit blauer Farbe. Durch Zusatz einer größeren Menge Brom erhält man Tri- bis Tetrabromverbindungen.
  • 3. 65, g des aus z - 5-Di-(N-benzylcarbazolyl-,3'-amino-)3 - 6-dichlor-1 : 4-benzochinon durch Kochen mit hochsiedenden Lösungsmitteln erhaltenen Kondensationsproduktes werden in 5oo g Fluorsulfonsäure eingetragen und gelöst, dazu gibt man langsam 48 g Brom in kleinen Anteilen. Die durch Eingabe in Eismassen verdünnte Lösung wird abfiltriert, ausgewaschen und kann direkt als Farbstoffpaste verwendet werden. Der Farbstoff hat dunkelviolettes Aussehen. Seine Lösungsfarbe in Nitrobenzol ist rötlichblau; in konzentrierter Schwefelsäure ist er unlöslich.
  • 4. 45 g des aus Di-((3-naphthylamino-)dichlor-1 - 4-benzochinon erhaltenen Kondensationsproduktes werden in 51 siedendem Nitrobenzol suspendiert bzw. gelöst und nach Zusatz von 5 g Jod bis zur gewünschten Gewichtszunahme gasförmiges Chlor eingeleitet und der Farbstoff durch Abfiltrieren isoliert und aus Schwefelsäure umgelöst. Der in grünen Nadeln kristallisierende Farbstoff löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit blauer, in Nitrobenzol mit roter Farbe.
  • 5. 6o g des aus 2 - 5-Di-(N-methvlcarbazolyl-3'-amino-)3 - 6-dichlor-1 - 4-benzochinon erhaltenen Kondensationsproduktes werden in eine Mischung von goo g Schwefelsäure mit 32 g Brom eingetragen, 5 Stunden gerührt und auf Eis gegeben. Durch Eintragen des Farbstoffes in konzentrierter Schwefelsäure und Ausfällen durch Eingießen in Wasser erhält man eine sehr farbstarke Paste. Der bromierte Farbstoff enthält ungefähr 4 Atome Brom. Der Farbstoff stellt ein schwarzblaues Pulver vor. Seine Lösung in Nitrobenzol und Schwefelsäure ist rötlichblau.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man die aus Diarylaminoderivaten von halogenierten 1 - 4-Benzochinonen oder aus 1 - 4-Benzochinonen der folgenden Formel: in der X für Wasserstoff oder Halogen, Y für Wasserstoff oder Alkyl, R und R1 für gleiche oder verschiedene Arylreste stehen und in der die Arylreste R und R, zusammen mit dem Stickstoffatom NI ein Carbazolringsystem bilden können, durch Erhitzen für sich oder in Gegenwart hochsiedender Lösungsmittel erhältlichen Farbstoffe in Gegenwart oder Abwesenheit anorganischer oder organischer Lösungs- oder Verdfnnungsmittel; gegebenenfalls unter Zusatz von Halogenüberträgern, mit Halogen oder halogenabgebenden Mitteln behandelt.
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