DE549597C - Verfahren zur Herstellung farbiger Photographien unter Verwendung von Linsenrasterfilmen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung farbiger Photographien unter Verwendung von Linsenrasterfilmen

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DE549597C
DE549597C DE1930549597D DE549597DD DE549597C DE 549597 C DE549597 C DE 549597C DE 1930549597 D DE1930549597 D DE 1930549597D DE 549597D D DE549597D D DE 549597DD DE 549597 C DE549597 C DE 549597C
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Description

In der Farbphotographie mit Linsenrasterfilmen muß bekanntlich eine bestimmte Beziehung zwischen der Aufnahmeöffnung der Objektivlinse, der Krümmung, der Erhöhungen im Film und der Stärke des Filmträgers vorhanden sein, damit ein Bild des Farbschirmes auf die hinter jedem erhöhten Element liegende Emulsion geworfen wird. Diese erhöhten Elemente haben gewöhnlich die Form von zylindrischen Linsen, die bei kinematographischen Filmen in der Längs-, richtung verlaufen.
Bei der Herstellung bzw. Benutzung von Filmen der obengenannten Art sind die erwähnten Faktoren derart mit Bezug aufeinander bemessen, daß die Gesamtbreite des Bildes der Dreifarbenbänder des Filters im wesentlichen gleich der Breite jedes einzelnen Zylinderelementes der Filmunterlage bzw.
ao des Filmträgers ist. Wenn eine derartige feste Beziehung zwischen der Öffnung der Objektivlinse und den Filmelementen vorhanden ist, kann das von einem Zylinderelement erzeugte Bild nicht die von den benachbarten Zylinderelementen erzeugten Bilder überlappen. Sobald die Öffnung der Aufnahmelinse vergrößert wird, so daß die Breite der Farbbänder des Filters zunimmt, wird aber eine Überlappung stattfinden.
Der Zweck vorliegender Erfindung ist, die Verwendung von Linsen zu ermöglichen, deren Öffnung größer ist als diejenige, für welche die Erhöhungen im Film bestimmt sind. Gemäß der Erfindung werden die Bilder in solcher Weise hergestellt, daß sie einander überlappen. Hierbei wird aber eine genaue Übereinstimmung zwischen den Bildern aufrechterhalten, so daß Rot mit Rot, Grün mit Grün und Blau mit Blau zusammenfällt. Diese Wirkung wird gemäß der Erfindung dadurch erzielt, daß die Farbbänder im Filter derart unterteilt werden, daß eine Reihe von Farbbändergruppen entsteht, wobei die Farben in sämtlichen Gruppen in derselben Reihenfolge angeordnet sind und eine Gruppe (oder Satz von Gruppen) eine derartige Breite hat, daß sie am Film denselben Winkel überspannt wie ein gewöhnliches Filter mit zugehöriger Linse, deren Öffnung dem betreffenden Film angepaßt ist.
Die Anordnung unterscheidet sich grundsätzlich von bekannten Filtern, bei denen mehrere Gruppen von Farbbändern entstehen, weil die Filter in einem verhältnismäßig großen Abstand von der Linsenöffnung liegen, aber keine einander überlappende Bilder erzeugt werden.
Wellenförmige oder linsenförmige Filme, die für Verwendung in Verbindung mit einer f/2-Objektivlinse bestimmt sind, können beispielsweise in Verbindung mit einer f/0,67-Linse verwendet werden, wenn an Stelle des
gewöhnlichen Dreibandfilters ein Filter verwendet wird, das drei Sätze von Dreifarbenbändern enthält, die die Linsenöffnung ausfüllen. Dies ist möglich, weil eine f/0,67-Linse einen Durchmesser hat, der angenähert die dreifache Länge des Durchmessers einer f/2-Linse von derselben Brennweite hat.
Ein Filter dieser Art ist in Abb. 1 dargestellt. Die roten, grünen und blauen Bänder sind hier mit r bzw. g bzw. b bezeichnet. Abb. 2 zeigt die Bahnen der Lichtstrahlen, die von der Objektivlinse (nicht dargestellt) ausgesandt werden und ein Filter durchdringen. A ist das Filter und B der Film, dessen Stärke der Deutlichkeit halber stark vergrößert dargestellt ist. C ist der Celluloidträger, der aus linsenförmigen Elementen m-t zusammengesetzt ist, die für eine f/2-Linse bestimmt sind. Die Emulsion ist in Abb. 2 mit e bezeichnet. Es ist zu bemerken, daß jedes Farbband des Filters A dieselbe Breite hat wie die Bänder in einem Filter für f/2-Linsen. Das linsenförmige Element q erzeugt auf der Emulsion ein Bild der mittleren Gruppe der Filterbänder, welches Bild die normale Breite χ besitzt. Die Bilder der äußeren Gruppen von Filterbändern werden von dem Element q hinter den benachbarten Elementen ρ und j erzeugt. Das Bild eines beliebigen Punktes h, welcher beispielsweise in einem grünen Band liegen kann, wird von q bei h' hinter dem Elements erzeugt. Diese Bilder fallen mit den von den Elementen p und j erzeugten Bildern der mittleren Bändergruppe zusammen. In ähnlicher Weise erzeugt jedes Element/; und s hinter q ein Bild einer äußeren Bändergruppe. Jeder Abschnitt der Emulsion e empfängt somit Licht von drei benachbarten linsenförmigen Elementen, und jedes Element erzeugt bei r', b', g' ein vollständiges Bild des Filters A.
Die in dieser Weise hergestellten Filme können für Projektionszwecke in Verbindung mit einer f/2-Linse mit passenden Filtern benutzt werden. Die Filme können jedoch auch in Verbindung mit einer f/o,67-Linse verwendet werden, wenn ein Filter benutzt wird, das drei Sätze von Farbbändern enthält. Die oben beschriebene Anordnung kann nur in Verbindung mit einer Linse verwendet werden, deren Öffnung dreimal so groß ist wie diejenige, für welche die linsenförmigen Elemente bestimmt sind. Es ist jedoch einleuchtend, daß dasselbe Ergebnis erzielt werden kann, wenn die Farbbänder nur halb so breit oder noch schmaler sind, solange eine ganzzahlige Anzahl von Gruppen die Breite des Filters ausfüllen, der bei der Linse verwendet werden müßte, für welche der Film bestimmt ist. Wenn diese Bedingung erfüllt wird, entstehen Gruppenbilder von der Breite x. Dieses Verfahren wird dann verwendet, wenn zwischen der Linsenöffnung und dem linsenförmigen Element eine andere Beziehung als die normale besteht. Linsenförmige Filme, die für eine f/2-Linse bestimmt sind, können beispielsweise in Verbindungmit einer f/i -Linse verwendet werden, wenn an Stelle des gewöhnlichen Dreibandfilters ein Filter verwendet wird, der vier Sätze von Dreifarbenbändern enthält, die die Linsenöffnung ausfüllen. In diesem Falle haben somit die Bänder die halbe Breite, und jedes zylindrische Linsenelement liefert ein Bild der vier Sätze von Farbbändern, welches die Breite von zwei Elementen hat. Das von jedem Element erzeugte Bild bedeckt die Fläche unmittelbar hinter dem betreffenden Element und die halbe Fläche eines jeden Nachbarelementes. Auf diese Weise erhält jeder Abschnitt des Films Licht von zwei zylindrischen Elementen.
Bilder, die in dieser Weise hergestellt werden, können durch eine f/i-Linse projiziert werden, dessen Filter mit dem Filter der Aufnahmelinse übereinstimmt. Die Bilder können jedoch auch durch eine f/2-Linse projiziert werden, wenn ein Filter benutzt wird, dessen Bänder dieselbe Breite haben, d. h. aus zwei Sätzen von Dreifarbenbändern bestehen.
Aus den obigen Ausführungen geht hervor, daß es, wenn einander überlappende Bilder hergestellt werden, möglich ist, Linsen mit Öffnungen beliebiger Größe zu verwenden, wenn farbige Photographien auf linsenförmigen Filmen hergestellt werden sollen. Sobald die wichtigen Abmessungen der zylindrischen Linsenelemente gewählt sind, ist es ein Leichtes, die für den Fall passende Unterteilung der Filter festzustellen.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung farbiger Photographien unter Verwendung von Linsenrasterfilmen, dadurch gekennzeichnet, daß an der Objektivlinse ein Farbfilter verwendet wird, welches mehrere Gruppen von Farbbändern besitzt, die eine derartige Gesamtbreite haben, daß das von einem linsenförmigen Element erzeugte Bild dieser Gruppen breiter ist als das betreffende Element, so daß die Emulsion übereinstimmende Bilder der Filterbänder von mehr als einem linsenförmigen Element empfängt.
2. Anordnung zur Ausführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Filter mit drei Gruppen von Farbbändern und durch linsenförmige Elemente mit solcher öffnung, daß sie von diesen Gruppen Bilder erzeugen, deren
Gesamtbreite gleich der Breite von drei derartigen Elementen ist, wobei das Bild hinter jedem Element eine der Gruppen darstellt und aus übereinstimmenden, von diesem Element und den beiden Nachbarelementen erzeugten Bildern besteht.
3. Anordnung zur Ausführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Filter mit vier Gruppen von Farbbändern und durch linsenförmige Elemente mit solchen Öffnungen, daß sie von diesen Gruppen Bilder erzeugen, deren Gesamtbreite gleich der Breite von zwei derartigen Elementen ist, wobei das Bild hinter jedem Element zwei Gruppen darstellt, von denen jede aus einem von diesem Element erzeugten Bild besteht, welches mit einem von dem benachbarten Element erzeugten Bild einer Gruppe zusammenfällt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930549597D 1929-12-23 1930-12-03 Verfahren zur Herstellung farbiger Photographien unter Verwendung von Linsenrasterfilmen Expired DE549597C (de)

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