DE496782C - Verfahren, um mit einer grossen Anzahl linsenfoermiger Teilchen gerasterte Filme auf gleichartige Filme anderer Bildgroesse zu kopieren - Google Patents

Verfahren, um mit einer grossen Anzahl linsenfoermiger Teilchen gerasterte Filme auf gleichartige Filme anderer Bildgroesse zu kopieren

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DE496782C
DE496782C DES87247D DES0087247D DE496782C DE 496782 C DE496782 C DE 496782C DE S87247 D DES87247 D DE S87247D DE S0087247 D DES0087247 D DE S0087247D DE 496782 C DE496782 C DE 496782C
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  • Verfahren, um mit einer großen Anzahl linsenförmiger Teilchen gerasterte Filme auf gleichartige Filme anderer Bildgröße zu kopieren Das Kopieren von Farbfilmen, die nach dem Verfahren der Rasterung der Unterlage durch eine große Anzahl. linsenförmiger Teilchen hergestellt sind, auf einen gleichartigen Film anderer Bildgröße bietet beträchtliche Schwierigkeiten, sobald man die Bedingungen stellt, daß die Kopie dem Original getreu sein und seine tatsächlichen Farbtöne wiedergeben soll. Die Erfindung betrifft einen Kunstgriff, um die verschiedenen Schwierigkeiten und Unverträglichkeiten des gestellten Problems zu überwinden.
  • Wie aus dem Schema der Abb. r ersichtlich, kann für das Kopieren normaler, nicht gerasterter Filme jedes beliebige Objektiv hinreichender Güte benutzt werden. Werden seine Hauptebenen mit H und H', seine Brennpunkte mit F und F' bezeichnet und sind 0a und 0'W die beiden Filme, dann läßt sich für den Film O a stets eine solche Lage finden, daß die Gleichung gilt, in der G die gewollte Vergrößerung darstellt. Die Kopie hängt nur von der Güte des verwendeten Objektivs, dagegen weder vom Winkel 52 noch vom Winkel g' oder von deren Verhältnis ab, das durch die Vergrößer ung bestimmt ist.
  • Für das Kopieren der in der Farbenkinematographie benutzten Rasterfilme, heispielsweise der Keller-Dorian-Filme, sind die Verhältnisse ganz anders. Beim Kopieren dieser Filme hat man einer Reihe von Bedingungen zu genügen, die sich noch beträchtlich verschärfen, wenn man auf eine geänderte Bildgröße kopieren soll. Diese Bedingungen und ihre Lösung sind aus Abb. 2 für ein winziges linsenförmiges Element der Rasterung zu entnehmen.
  • H, H' und Hl, H'1 seien zwei in bezug auf die in der beiden optischen Teilen gemeinsamen vorderen Brennpunktsebene angeordnete Blende D symmetrische Objektive; F und F' seien die entsprechenden hinteren Brenrnpunktsebenen jedes optischen Teiles,, und sie spielen die Rolle zweier Hauptgegenehenen der Gesamtheit der optischen Systeme H, H', Hi, H',. In den Ebenen F und F' ordnet man die beiden Filme, nämlich den Originalfilm und den zu belichtenden Film, an, die in Abb. 2 beträchtlich vergrößert dargestellt sind. Die öffnung eines jeden der getrennten Teilobjektive stimmt mit der öffnung des Aufnahmeobjektivs überein. Die beim Kopieren von Rasterfilmen, etwa denen nach K e 11 e r - D o r i a n , an ein Objektiv zu stellenden Forderungen lassen sich wie folgt zusammenfassen F' ist das Bild von F, O' ist das Bild von D, und dies ist seinerseits das Bild von 0; der Winkel 2' ist dem Winkel 2 gleich.
  • Man ist gezwungen, alle diese Bedingungen beim Kopieren der gleichen Filme unter Änderung der Bildgröße beizubehalten. Hier tritt nun folgende Unverträglichkeit auf: das Verhältnis F: F' der Brennzweite muß gleich der verlangten Vergrößerung 0 sein. Es ist jetzt unmöglich, die gleiche Öffnung der beiden zusammenwirkenden Objektive beizubehalten, da die öffnung eines photographischen Objektivs als das Verhältnis der Eintrittspupille dieses Objektivs zu seiner Brennweite definiert ist. Die Eintrittspupille eines jeden Objektivs ist im vorliegenden Falle die beiden optischen Teilen gemeinsame Blende.
  • Aus Abb. 3, in der D die den beiden Teilobjektiven 0 und O' mit dem Brennweitenverhältnis F : F' = Gz gemeinsame Blende ist,w, ersieht man, daß der Winkel 2' größer als der Winkel 2 ist; da der Sektor a' größer ist als der Sektor a, ist es unmöglich, die Sektoren getreu abzubilden.
  • Um diesem Umstande zu begegnen, bedient man sich erfindungsgemäß eines nicht gerasterten Zwischenfilms und stellt zwei Kopien her: man kopiert zunächst den Originalfilm auf einen gewöhnlichen Film und dann diesen auf .einen dem Originalfilm gleichartigen Film und geht dabei folgendermaßen vor: In Abb. q. sei. das beim Doppelkopieren benutzte Objektiv aus den Teilobjektiven O und O' zusammengesetzt, für die die Beziehung F: F' = O gelte; Cr ist die verlangte Vergrößerung.
  • In der vorderen Brennpunktsebene des Objektivs O ordnet man den originalen Rasterfilm f, in der vorderen Brennpunktsebene des Objektivs O' den unbelichteten Originalfilm an, dessen lichtempfindliche Schicht ä dem Objektiv zugewandt ist.
  • Auf dieser lichtempfindlichen G,elatineschicht g erzeugt man ein Bild des passend beleuchteten Films/; in der Blendenöffnung erzeugt man anderseits ein Bild der kleinen Sektorena, die jedem linsenförrngen Teilchen gegenüberliegen. Man muß jedes Bild des Films f so oft auf den Film f' kopieren, als Sektoren oder Streifen von Grundfarben im auswählenden Farbfilter des Aufnahmeobjektivs vorhanden sind. Jedes auf dem Film/' erzeugte Bild wird durch eine einem bestimmten Sehtor von a entsprechende Blende D eingestellt. Zeigt beispielsweise Abb. q. die Blendenstellung für die Einstellung des dem Blau entsprechenden Sektors, dann möge Abb. 5 den gleichen Film im zweiten Stadium des erfindungsgemäßen Verfahrens bei der Einstellung auf den benachbarten Sektor, beispielsweise auf den des Rot, veranschaulichen.
  • Bei der Einstellung auf den dem Grün entsprechenden Sektor ergibt sich die Blendenstellung aus einer Abbildung, die aus Abb. q. durch Spiegelung an der gestrichelten Linie entsteht. Bei diesem Vorgehen besitzt der fertiggestellte Zwischenfilm eine Folge positiver oder negativer Bilder, deren jedes einem Teil des Sonnenspektrums zugeordnet ist; beispielsweise ist die Bildfolge Blau - Grün - Rot, Blau - Grün - Rot, Blau - Grün - Rot usf.
  • Der so .erhaltene belichtete Zwischenfilm ist ganz und gar den Filmen ähnlich, die man bei herkömmlichen Vielfarbenverfahren mittels einer Vielzahl von Objektiven mit Lichtfiltern erhält. Diesen Film. kopiert man nun mittels eines den Abb. q. und 5 entsprechenden Objektivs und einer der dort gezeigten Blendeneinizchtung genau gleichen Vorrichtung auf einen dem Originalfilm gleichartigen Rasterfilm, beispielsweise einen Keller-Dorian-Film. Dieses Mal überlagert man die Teilbilder des Zwischenfilms f' zu einem einzigen Bild des Films f und benutzt dab gleichfalls Blenden, deren jede dem Bild des Films f entspricht. Der so erhaltene Film kann die im Vorhinein angegebenen Größenverhältnisse haben, da man die Brennweite des Objektivs 0' bei der Herstellung der ersten oder bei der Herstellung der zweiten Kopie beliebig wählen kann.
  • Ist der Originalfilm ein Negativflur, so muß der Zwischenfilm ein Positivfilm sein, und der endgültig erhaltene Film. wird durch Umkehrung zu einem Positivfihn entwickelt. Ist der Originalfilm ein Positivfilm, dann ist der Zwischenfilm ein Negativfilm und der schließlich erhaltene Film- unmittelbar positiv. In diesem Falle kann der Zwischenfilm durch Umkehrung als Positivfilm entwickelt und auch der dann schließlich erhaltene Film kann durch Umkehrung in einen Positivfilm übergeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren, um mit einer großen Anzahl linsenförmiger Teilchen gerasterte Filme auf gleichartige Filme anderer Bildgröße zu kopieren, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst der Originalfilm mittels entsprechender Blenden in Teilbilder aufgelöst auf einen nicht gerasterten Zwischenfilm und dann dieser durch Überlagerung, der Teilbilder unter Benutzung von Blenden, deren jede dem Bild des Films (f) entspricht, auf einen dem Originalfilm in der Rasterung gleichartigen Film kopiert wird.
DES87247D 1927-09-27 1928-09-02 Verfahren, um mit einer grossen Anzahl linsenfoermiger Teilchen gerasterte Filme auf gleichartige Filme anderer Bildgroesse zu kopieren Expired DE496782C (de)

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