DE54915C - Selbsteinkassirende Waage, welche das Gewicht durch gedruckte Karte anzeigt - Google Patents
Selbsteinkassirende Waage, welche das Gewicht durch gedruckte Karte anzeigtInfo
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- DE54915C DE54915C DENDAT54915D DE54915DA DE54915C DE 54915 C DE54915 C DE 54915C DE NDAT54915 D DENDAT54915 D DE NDAT54915D DE 54915D A DE54915D A DE 54915DA DE 54915 C DE54915 C DE 54915C
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- G07F17/00—Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services
- G07F17/26—Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services for printing, stamping, franking, typing or teleprinting apparatus
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
$ '4
Die nachfolgend beschriebene und in Fig. 1 bis 1 ο der Zeichnung dargestellte Neuerung an
automatischen Waagen bezweckt, gegen entsprechende Zahlung eine Person automatisch
zu wiegen und derselben ihr Eigengewicht auf einem besonderen Billet aufgedruckt zu übergeben.
. Mit den bis jetzt bekannten Einrichtungen derartiger Wraagen war es nicht möglich, einen
säuberen Druck und eine genaue Wiegung
gleichzeitig zu erreichen.
, ,Praktische Versuche haben nun zu folgender genau wiegenden und sauber druckenden Waage
geführt, bei der als wesentlichste Neuerung zu betrachten ist:
Die Verwendung einer durch Elektromagnet bethätigten und durch die belastete Waage
entsprechend eingestellten Druckvorrichtung, in Verbindung mit einem wahrend des Drückens
freigegebenen, durch Gewicht oder Feder gedrehten Commutator und einem Elektromotor,
welcher das Aufziehen des durch die Waage eingestellten Druckwerkes nach vollendetem
Druck vollzieht und das Druckwerk in die Nullstellung zurückbringt.
. Die Gesammtanordnung wird am besten aus Fig. ι ersichtlich. Die einzelnen Mechanismen
sind in ihrer Wirkung in Fig. 2 bis 10 dargegestellt. Wir gehen sofort zur Beschreibung der
Wirkungsweise über, da daraus am schnellsten die Gesammtvorrichtung erkennbar wird.
Das Geldstück wird durch den Schlitz a eingeworfen und fällt auf den Hebel a1, welcher
in Fig. 5 und 9 in Seiten- und Oberansicht dargestellt ist. Dieser Hebel, welcher
durch das Gewicht a% andererseits belastet ist
und auf eine Sperrklinke λ3, Fig. 9, drückt, wird durch das niederfallende Geldstück irt
die punktirte Stellung, gebracht und die Sperrklinke as, welche bisher in dem Einschnitt α4
des Rades a5 geruht hatte, Fig. 6, wird abgehoben,
so dafs das Rad α5 frei gedreht wird.
Das Rad d5 dreht durch Uebersetzüng das
Zahnrad ae, welches auf derselben Achse mit
der Seilscheibe an sitzt. Auf a1 ist eine
Schnur α 8 aufgewunden, welche an ihrem
Ende ein Gewicht a9 trägt. Vor dem Einwerfen
des Geldstückes ist die zu wiegende Person auf die Waage getreten und hat den
bogenförmigen Waagebalken s, Fig. 1, in die punktirte Stellung gebracht, während das Gewicht
a9 an der Schnur ä8 so lange noch gesperrt
war, bis der Einwurf der Münze erfolgte.
Ist dieser Einwurf erfolgt, die Räder d5 a6,
Seilscheibe a1 freigegeben, so sinkt Gewicht α9
langsam herab und führt sich dabei in der metallischen Führung α10, bis es wieder auf
dem Bogen s aufruht.
In diesem Augenblick erfolgt Stromschlufs, und zwar geht der Strom von der Batterie b
aus durch den Draht b9, die Wandung a'°,
nach dem Gewicht α9, von dort zu dem Waagebalken s und von dem Arm s1 des
Waagebalkens durch Draht bl nach dem Elektromagneten b2, den er umkreist, um
mittelst Drahtes b3 nach dem federnden Contactblech b6 geführt zu werden, an welches
der drehbare Zeiger bs irt seiner Ruhestellung
anliegt, wie in Fig. 1 punktirt gezeichnet. Vom Zeiger b5 geht der Strom zur Achse des Zeigers,
von dort nach Arm bn und durch Draht b%
zum anderen Pol der Batterie zurück.
Der so geschlossene Strom bewirkt das Anziehen des Elektromagnetenankers c, welcher
um die Achse c1 schwingt und das Druckwerk c2 bethätigt. Letzteres Druckwerk ist
durch das Abrollen der Seilscheibe a7 und Schnur α8 in richtiger "Weise eingestellt worden,
so dafs die auf der Unterkante befindliche Type das richtige Gewicht ängiebt, entsprechend
der Senkung, welche der Waagebalken 5 durch das Gewicht der Person erfahren
hat. Das Druckwerk drückt (Fig. 3) auf ein unter ihm liegendes Billet c3 die entsprechende
Ziffer auf, gleichzeitig findet (Fig. 1) eine Justirung der Zahlzeichen beim-Drucken
dadurch statt, dafs der Anker c bei seiner Niederbewegung einen Hebel ci c5 und eine
Stange c6 in Bewegung versetzt, indem c5 auf
den feststehenden Nocken c7 aufstöfst.; die Stange c6 dringt in entsprechende Bohrungen
des Rades c2 ein (nach Art der Justirung der Typenstellung bei Schreibmaschinen) und es
wird so eine genaue Stellung des zu' druckenden Buchstabens gesichert. Gleichzeitig wird
durch den niedergehenden Anker c die verticale Stange c10 niederbewegt, da der Anker c
auf einem Ansatz d2 dieser Stange ruht. Durch das Niedergehen dieser Stange c10 wird der
Hebel c11 c12 gedreht (Fig. 7 zeigt das Detail),
und es wird die Zeigerachse c13, Fig. 7, durch
den Sperrhebel c12 freigegeben, so dafs sie
unter der Wirkung des Gewichtes cli sich in Drehung versetzt. Der sich drehende Zeiger
verläfst das Contactblech be und bewegt sich
in der Pfeilrichtung an den verschiedenen, nach Wunsch einzuschaltenden Contactblechen bub™
vorbei. Im Augenblick, in welchem der Zeiger das Contactblech b 6 verläfst, wird der Strom
unterbrochen, der Anker wird durch die Feder d, welche an der Stange c 10 anfafst (s. Fig. 8),
hochgehoben, und zwar vermittelst des an dw
sitzenden Knaggens <i2. Gleichzeitig wird der Winkelhebel cb c6 in seine Ursprungsstellung
durch die auf c6 aufgewickelte Spiralfeder d1
gebracht. Das Druckwerk ist frei, und wenn bei seiner Drehung der Zeiger das Contactblech
bK berührt, so tritt wieder ein Stromschlufs ein, und zwar dient dieser Strom,
welcher nicht den Elektromagneten &2 umkreist,
dazu, das bedruckte Billet vorzuschieben und ein neues Billet unter die Druckvorrichtung,
zu bringen. Der Stromkreis für diesen Vorgang ist folgender:
Der Strom geht von der Batterie durch den Draht be nach dem Arm b7., von dort zur
Zeigerachse durch den Zeiger bz nach dem
Commutatorblech b15, von dort durch Draht b17
nach einem Elektromagneten b19, Fig. 2, welchen
er umkreist und den Anker b20 anzieht, Vom Elektromagneten b I9- geht er durch
Draht b21 (s. Fig. 1). nach der Batterie zurück.
Die Wirkung des durch den Strom angezogenen
Elektromagnetenankers &20 (s. Fig. 3)
ist folgende:
Durch das Anziehen des Ankers wird der Stift 622 der Stange Z>23, welche an die Kurbel f>24
fafst, frei, und das Gewicht g\ welches auf die Walze g"1 drehend wirkt und vermittelst
der Zahnräder gs gi, Fig. 2, mitbewegt wird,
wird seine Thätigkeit beginnen und die Kurbel b2i in der Pfeilrichtung, Fig. 2, drehen,
da der freigewordene Stift b22 dies zuläfst. Ein Windrad g5, getrieben durch Zahnrad g* g6,
verhindert einen zu schnellen Fall des Gewichtes g1, und bei dieser Bewegung der
Kurbel i>24 wird durch Stange b23 und
Schlitten £25 ein Billet c8 aus dem Billetbehälter
i>26 vorgeschoben, wie dies deutlich aus Fig. 3 ersichtlich ist. Hat die Kurbel i>24
einmal ihren Umlauf vollendet, so klinkt der Stift &22 in den schon wieder durch Feder b27
hochgezogenen Elektromagnetenanker ein und wird arretirt, es ist somit ein neues Billet unter
das Druckrad c" gelangt und das alte soeb.en bedruckte Billet aus dem Tisch c17 ausgestofsen
worden. .
Während dieser Zeit hat der Zeiger bs auch
das Commutatorblech b15 verlassen und gelangt
zum Commutatorblech δ16; es tritt in diesem Augenblick Stromschlufs ein und der durch
den Draht f von der Batterie ausgehende Strom bethätigt einen Elektromotor m von
beliebiger Einrichtung, geht von dort durch den Draht f1 zu dem Commutatorblech b16,.
von dort zum Zeiger bs, zum Arm b7, und
kehrt durch Draht b8 zum Element zurück. Dieser Elektromotor versetzt mit seiner Achse ο
das Zahnrad a17 in Umdrehung, welches seinerseits
das gröfsere Zahnrad α18 rhitdreht, und
da auf der Achse des Zahnrades α18 das Rad.α19
sitzt, welches in das Rad α25 eingreift, so werden diese ganzen Räder so lange gedreht und
dabei das Gewicht α9 mittelst Schnur aB wieder
auf Seilscheibe a7 aufgewickelt, bis das Rad a5
wieder über seine Nullstellung hinweggekommen ist. Der Einschnitt λ* in diesem Rade ist so
geformt, dafs das Rad über seine Nullstellung hinweg durch den Elektromotor gedreht werden
kann, bis der Zeiger das Contactblech bK
verlassen hat und der Strom unterbrochen ist; in diesem Augenblick hört die treibende Kraft
auf zu wirken und das zu viel aufgezogene Rad λ5 bezw. zu viel aufgezogene Gewicht a9
sinkt bis in seine Nullstellung zurück, wobei zugleich das Druckwerk c2 seine Nullstellung
wieder einnimmt. Tritt dann die betreffende Person von der Waage herab, so kehrt auch
der Waagebalken in seine. Nullstellung zurück, und es ist eine Wiegeoperation damit beendigt.
Es können natürlich infolge dieser Anordnung des Commutators und des sich drehenden
Zeigers verschiedene Operationen nach Wunsch noch ausgeführt werden und sind für
Claims (5)
1. Die Anordnung eines als Contact dienenden Waagebalkens s in, Verbindung mit
einem den Gegencontact bildenden Gewicht a9, welches durch Einwurf eines
Geldstückes ausgelöst wird und beim Herabsinken ein Druckwerk in Umdrehung versetzt,
bis bei der Berührung mit dem durch das Gewicht der Person eingestellten Contactwaagebalken
ein bestimmter Druckstempel der zu bedruckenden Karte gegenübersteht
und infolge des bei der Berührung erfolgenden Stromschlusses und des Elektromagneten
die Karte durch das Druckwerk bedruckt wird.
2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Waage
die Anordnung eines unter Drehwirkung stehenden Contacthebels b5, der für gewöhnlich
unter Contact festgestellt ist, beim Niedergehen des Druckwerkes ausgelöst wird, an mehreren Contacten vorbeischleift
und den Strom abwechselnd auf verschiedene, mit Elektromagneten ausgerüstete Leitungen überträgt, wodurch nach einander
das Abheben des Druckwerkes von der Karte, die Weiterschiebung der letzteren und das Aufziehen des Druckwerkes in
seine Nullstellung herbeigeführt wird.
3. Bei der unter 1. geschützten Waage die Anordnung eines schwingend gelagerten,
durch Elektromagnet bethätigten Druckwerkes c2, welches von einer Seilwalze <z9
eingestellt wird, deren sich abwickelnde Schnur mit Fallgewicht als Contact für den
Ring s des Waagebalkens dient.
4. Ber der unter 1. gekennzeichneten Waage die Anordnung einer elektrischen Kraftmaschine
als Aufzugvorrichtung für das auf den λ Waagebalken herabgesunkene Fallgewicht
α9 und für das Druckwerk c2.
5. Bei der unter 1. gekennzeichneten Waage die Anordnung eines halbkreis- oder bogenförmigen,
im Kreismittelpunkte aufgehängten Waagebalkenringes s, zum Zwecke, den Winkelausschlag bei gleicher Mehrbelastung
gleich zu erhalten.
Hierzu 3 Blatt .Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE54915C true DE54915C (de) |
Family
ID=329482
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT54915D Expired - Lifetime DE54915C (de) | Selbsteinkassirende Waage, welche das Gewicht durch gedruckte Karte anzeigt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE54915C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2425437A (en) * | 1944-01-31 | 1947-08-12 | Ernest C Neal | Handle lock for tools |
-
0
- DE DENDAT54915D patent/DE54915C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2425437A (en) * | 1944-01-31 | 1947-08-12 | Ernest C Neal | Handle lock for tools |
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