DE54859C - Controlapparat für Bierausschank - Google Patents

Controlapparat für Bierausschank

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DE54859C
DE54859C DENDAT54859D DE54859DA DE54859C DE 54859 C DE54859 C DE 54859C DE NDAT54859 D DENDAT54859 D DE NDAT54859D DE 54859D A DE54859D A DE 54859DA DE 54859 C DE54859 C DE 54859C
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DE
Germany
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT54859D
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English (en)
Original Assignee
F. PUPLAT in Berlin C, Grenadierstr. 13
Publication of DE54859C publication Critical patent/DE54859C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F13/00Coin-freed apparatus for controlling dispensing or fluids, semiliquids or granular material from reservoirs
    • G07F13/02Coin-freed apparatus for controlling dispensing or fluids, semiliquids or granular material from reservoirs by volume

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 44: Kurzwaaren.
F. PUPLAT in BERLIN. Controlapparat für Bierausschank.
Dieser Apparat hat den Zweck, beim Ausschänken von Getränken irgend welcher Art, vor allem aber von Bier, den Buffetkellner zu ersparen. Er liefert dem aufwartenden Kellner so viel Glas Flüssigkeit, als derselbe Münzen bezw. Marken in eine mit dem Schankapparat verbundene selbstthätige Auslösevorrichtung hineinwirft, verzeichnet gleichzeitig die Anzahl der auszuschänkenden Menge Flüssigkeit und zwingt den Kellner, jedesmal die genau vorgeschriebene Menge Flüssigkeit einzuschänken.
In beiliegender Zeichnung ist diese Vorrichtung in Fig. ι bis 5 veranschaulicht. Fig. 1. zeigt die Gesammtanordnung des Apparates und Fig. 2 den eigentlichen Schankapparat. Fig. 3 bis 5 veranschaulichen die mit dem Schankapparat verbundene selbstthätige Auslösevorrichtung.
Der Schankapparat (Fig. 2) besteht aus den beiden Cylindern cc1, welche entweder aus Metall oder besser aus einem porcellanartigen Stoff hergestellt sind. In den Cylindern sind auf- und abbewegbar die Kolben α αΛ angeordnet, welche vermittelst der Kolbenstangen bb1 und des auf der Welle W sitzenden doppelarmigen Hebels d mit Hülfe der Verbindungsstangen e e1 bethätigt werden können. Der Doppelhebel d ist nach der einen Seite verlängert und läuft in einen Handgriff aus, welcher dem den Apparat in Thätigkeit setzenden Kellner zum Anfassen dient. Arn Boden der beiden Cylinder c c1 sind Einströmventile ff1, welche mit dem Flüssigkeitsbehälter in Verbindung stehen, angeordnet, sowie die Ausströmventile g g1, welche dazu dienen, die Flüssigkeit zu der Ausströmöffnung h gelangen zu lassen. Die Cylinder cc1 sind so abgemessen, dafs bei einmaligem Auf- und Niedergang des Hebels d ein Glas der Flüssigkeit ausgeschänkt wird. Es hat dies den Zweck, einen gleichmäfsigen Strahl Flüssigkeit durch die Oeffnung h austreten zu lassen und somit ein zu starkes Schäumen der Flüssigkeit zu ver- ■ hindern.
Mit dem eigentlichen 'Schankapparat ist die selbstthätige Auslösevorrichtung, welche in Fig. 3 bis 5 besonders herausgezeichnet ist, in der Weise verbunden, dafs eine an Stange i sitzende Nase k in eine Nuth / der Welle W eingreift. Diese selbstthätige Auslösevorrichtung soll in Folgendem beschrieben werden.'
Fig. 3 veranschaulicht diese Vorrichtung inder Ruhestellung, d. h. in der Stellung, welche der Mechanismus einnimmt, wenn keine Münze bezw. Marke durch den Einführungskanal m eingeworfen ist. An der unteren Ausfallöffnung des Einführkanals m, welche genau die Breite einer Münze besitzt, befinden sich zwei Drähte 0, welche an ihrem unteren Ende durch die Platte ρ verbunden sind und mit ihrem oberen Ende an dem Winkelhebel q angreifen. Diese beiden Drähte 0 sind um den Betrag einer Marken- bezw. Münzendicke von einander entfernt. Ferner befindet sich vor dieser fOeffnung der gebogene Hebel i r, der um eine Achse drehbar ist und, wie bereits erwähnt, an seinem oberen Ende mit einer - Nase k versehen ist. An der anderen Seite seines oberen Endes ist derselbe aufserdem mit einer Schneide versehen, welche gegen den
Winkelhebel q anliegt. An der Welle W ist vermittelst des Drahtes s das Plättchen t aufgehängt. Dieses Plättchen t sowohl als auch das Plättchen ρ werden durch die senkrecht angeordneten Federn p1 f in ihrer Lage erhalten, so dafs dieselben stets bestrebt sind, nach einer Aufwärtsbewegung sofort wieder nach unten zu sinken. Werden durch den Einführungskanal m eine oder mehrere Münzen bezw. Marken eingeworfen, so stöfst die erste, also unterste Marke, indem sie durch den zwischen den Drähten ο befindlichen Spalt hindurchschlüpft, gegen das untere Ende des gebogenen Hebels r. Infolge dessen wird sich der untere Arm des Hebels r nach rechts bewegen und sich gegen das Plättchen t anlegen. Gleichzeitig bewegt sich der obere Arm des Hebels r nach links und hebt mittelst seiner Schneide, welche den senkrechten Arm des Winkelhebels q nach links bewegt, den waagrechten Arm dieses Winkelhebels nach oben, so dafs auch die Drähte ο und das Plättchen ρ aufwärts bewegt werden. Mittlerweile ist die unterste Marke durch den Spalt zwischen den Drähten ο weiter vorgerückt, kann aber nicht nach unten durchfallen, da das Plättchen t das untere Ende des gebogenen Hebels r an einem weiteren Ausschlagen hindert. Dadurch, dafs der obere Arm des Hebels r sich nach links bewegt hat, ist die an demselben befindliche Nase k aus der Längsnuth / der Achse W herausgehoben worden, so dafs nunmehr der Kellner vermittelst des Handgriffes die Achse W einmal . hin- und herdrehen kann. Hierbei gelangt die in den Cylindern cc1 abgemessene Menge Bier einmal zum Ausschank. Bei der Rechtsdrehung der Welle W wird der Draht s und das Plättchen t in die Höhe gezogen, worauf der Winkelhebel q infolge des gegen ihn von der Münze bezw. Marke ausgeübten Seitendruckes nach rechts vollständig ausschlagen hann. Die unterste Marke fällt herab und das Plättchen ρ wird hochgehoben, so dafs die nächste Münze nicht ohne Weiteres nachfolgen kann. Bei der Rückwärtsbewegung der Welle W sinkt das Plättchen t herab, da die Feder dasselbe nach unten zieht; ebenso bewegt sich auch die Platte ρ nach unten und die folgende Münze kann etwas nachrücken, ohne jedoch an das untere Ende des Hebels r anstofsen zu können, da das Plättchen ρ den Ausgang noch immer nicht hinreichend freigiebt. Dies kommt daher, weil die Nase k auf der Mantelfläche der Welle W schleift,~ somit der waagrechte Arm des Winkelhebels q noch immer etwas hochgehoben ist. Ist aber der Handgriff und somit auch die Welle W wieder vollständig in die ursprüngliche Stellung zurückbewegt worden, so springt die Nase k in die Nuth / von neuem ein; infolge dessen sinkt nun auch das Plättchen ρ vollständig herab. Die nächste Münze, d. h. die von den in den Einführungskanal m eingeworfenen ■ am tiefsten liegende, rückt durch den zwischen den Drähten ο befindlichen Spalt hindurch und hebt von neuem infolge ihres Druckes auf den Hebel r die Nase k aus der Nuth /'heraus. Der Kellner" kann also ein zweites Glas Flüssigkeit auslaufen lassen. Dieser Vorgang wiederholt sich so oft, als Münzen in den Einführkanal geworfen worden sind. Ist keine Münze in dem Apparat befindlich, welche Stellung in Fig. 3 vorgeführt ist, so liegt die Nase beständig in der Nuth und hindert somit jede Drehung der Welle W. Vom Kellner aus kann die Nase nicht aus der Nuth herausgehoben werden, weil sich die ganze Vorrichtung selbstverständlich in einem verschliefsbaren Gehäuse befindet. An zweckmäfsiger Stelle unter dem selbstthätigen Auslöseapparat ist die zur Aufnahme der durchfallenden Marken bestimmte Kasse angebracht.
Damit der Kellner gezwungen ist, jedesmal die Welle vollständig so weit hin und her zu bewegen, dafs das bestimmte Quantum Flüssigkeit ausströmt, und somit also die Gäste vor Betrug zu schützen, ist auf der Welle W eine Vorrichtung angebracht, welche die Zurückbewegung der Welle nicht eher gestattet, als bis die vorgeschriebene Vorwärtsbewegung ganz vollendet ist. Diese Vorrichtung besteht aus dem senkrecht zu der Welle stehenden Zahnbogen u und dem senkrecht über dem Mittelpunkt der Welle angeordneten Sperrzahn v. Dieser Sperrzahn ν behält durch die Blattfeder w, welche durch die Drehachse des Sperrzahnes herabgeführt ist und mit ihrem oberen Ende zwischen zwei Stiften spielt, das Bestreben, sich beständig nach einer seitlichen Verschiebung wieder in die Richtung der Senkrechten zu stellen. Der Sperrzahn selbst ist so geformt, dafs er, wenn der Zahnbogen an ihm vorbeistreift, sich mit seinem Kopfe gegen die rückwärts gerichtete Flanke der Zähne des Zahnsectors anlegt. Wenn also die Welle W nach rechts bewegt wird, so schleift der Sperrzahn ν auf dem Zahnkranz des Zahnsectors u\ wollte nun der Kellner die Welle zurückbewegen, bevor sämmtliche Zähne des Zahnsectors unter dem Zahne ν vorbeigegangen sind, so würde der Zahnbogen, wie dies in Fig. 2 a veranschaulicht ist, gegen die Flanke ul des Zahnes anstofsen, welcher eben den Sperrzahn ν gefafst hat; infolge dessen würde jegliches Bemühen des Kellners, die Welle jetzt schon zurückzubewegen, vergeblich sein. Er mufs vielmehr den vollen Hub ausführen und kann dann erst die Rückwärtsbewegung vornehmen; auch diese mufs er wieder vollständig zu Ende führen, ehe er ein neues Glas einschänken kann.
Um auch den Schänkwirth vor Betrug seitens der' Kellner zu schützen, ist mit dem Apparat eine Zählvorrichtung verknüpft, welche die Anzahl der ausgeschänkten Gläser zu jeder Zeit angiebt und dem Wirthe so eine sichere Ueberwachung seines Dienstpersonals ermöglicht.
Mit dem Bierschankcontrolapparat läfst sich aufserdem zweckmäfsig eine Luftpumpe verbinden, welche ebenfalls von der Welle aus bewegt wird und beim jedesmaligen Einschänken eines Glases Bier eine entsprechende Menge Luft in das Bierfafs einprefst, so dafs in letzterem das Bier stets unter annähernd gleichem Druck steht.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    Ein Schankcontrolapparat, bei welchem durch einmaliges Hin- und Herdrehen eines Hebels, dessen Hub vermittelst der Sperrvorrichtung u ν genau bestimmt wird, die auszuschänkende Flüssigkeit in zwei Cylindern c c1 abgemessen und aus denselben in das Trinkgefäfs gleichmäfsig geprefst wird, in Verbindung mit einem Apparat, der eine oder auch gleichzeitig mehrere Münzen aufnimmt und selbstthätig eine der Anzahl der eingeworfenen Münzen entsprechende Anzahl von Hin- und Herbewegungen der Achse W gestattet.
  2. 2. Bei der unter i. gekennzeichneten Verbindung der zur Aufnahme der Münzen dienende Apparat, bei welchem die Münzen durch Kanal m eingeführt werden, zwischen zwei Drähten ο durchfallen und gegen einen Hebel r stofsen, so dafs letzterer sich an eine Platte t anlegt, eine Nase k aus einer Nuth / der Kurbelachse W aushebt und ein an den Drähten ο befestigtes Plättchen ρ etwas in die Höhe gehoben wird, worauf die Achse W einmal hin- und herbewegt werden kann, und bei welchem nach erfolgter Drehung dieser Achse das Plättchen t in die Höhe geht, so dafs die Münze in einen Behälter durchfällt und ein Nachrücken der folgenden Münze nicht eher erfolgen kann, als bis Nase k wieder in die Nuth I der Achse W einspringt und infolge dessen Plättchen ρ herabsinkt.
  3. 3. Bei der unter !.gekennzeichneten Verbindung die zur genauen Bestimmung des Kurbelhubes dienende Sperrvorrichtung u v, bei welcher dem Sperrzahn ν durch Feder w das Bestreben ertheilt wird, sich beständig senkrecht zu stellen, und dem mit der Kurbelachse W verbundenen Zahnsector u eine Aenderung seines jeweiligen Drehungssinnes erst dann gestattet ist, wenn seine sämmtlichen Zähne sich an dem Sperrzahn ν vorbeibewegt haben.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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