DE545204C - Wechselstromzeitrelais - Google Patents

Wechselstromzeitrelais

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Publication number
DE545204C
DE545204C DE1930545204D DE545204DD DE545204C DE 545204 C DE545204 C DE 545204C DE 1930545204 D DE1930545204 D DE 1930545204D DE 545204D D DE545204D D DE 545204DD DE 545204 C DE545204 C DE 545204C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contact
running
drive mechanism
mating contact
mating
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Expired
Application number
DE1930545204D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Siegfried John
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Application granted granted Critical
Publication of DE545204C publication Critical patent/DE545204C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/42Induction-motor, induced-current, or electrodynamic release mechanisms

Landscapes

  • Braking Arrangements (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
26. FEBRUAR 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JV£ 545 KLASSE 21 c GRUPPE
21C3 S559.3O
Siemens & Halske Akt-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Wechselstromzeitrelais Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Dezember 1930 ab
Es sind Wechselstromzeitrelais bekannt, bei denen ein Laufkontakt nach Zurücklegung eines bestimmten Weges auf einen Gegenkontakt trifft und dadurch einen Stromkreis für die Auslösung von Leitungsschaltern oder sonstige Steuervorgänge schließt. Ein Nachteil dieser Relais ist, daß die Kontaktgabe nicht immer ganz einwandfrei erfolgt. Namentlich bei abhängigen Überstromzeit-
'° relais kann es leicht eintreten, daß der drehbare Anker des Zeitrelais bei starkem Überstrom eine Geschwindigkeit annimmt, die dazu führt, daß sich die Kontakte nach der Berührung wieder öffnen. Dies liegt daran, daß die lebendige Energie des rotierenden Ankers, beispielsweise einer Ferrarisscheibe, nicht plötzlich vernichtet werden kann und daher bei der Schließung der Kontakte mechanische Spannungen hervorruft, die den Laufkontakt und den mit ihm gekuppelten Anker rückwärts in Bewegung zu setzen vermögen.
Zur Vermeidung dieser Schwierigkeit betätigt erfindungsgemäß der Laufkontakt, wenn er nach Erreichen des Gegenkontaktes auf diesen einen Kontaktdruck bestimmter Größe ausübt, Selbstsperrung, beispielsweise durch eine Vorrichtung zur Bremsung des Antriebswerkes. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Kraft, mit der das Antriebswerk gebremst wird, -in solchem Zusammenhang mit dem Antriebsmoment des Triebwerkes steht, daß die Sperrkraft zugleich mit der Antriebskraft wächst.
Nähere Einzelheiten der Erfindung werden durch die Figur erläutert, die ein Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellt.
In der Figur ist mit 1 ein Triebmagnet für eine Ferrarisscheibe 2 bezeichnet. Der Triebmagnet 1 besitzt einen abgeschirmten Pol 3 und übt auf die Ferrarisscheibe 2 ein Drehmoment in der durch einen Pfeil angedeuteten Richtung aus. Unter der Einwirkung dieses Drehmoments kann sich die Scheibe 2 dauernd drehen.
Die Relaiskontakte sind mit 4 und 5 bezeichnet. 4 ist der Gegenkontakt, der um einen Drehpunkt 6 drehbar gelagert ist und durch die Kraft einer Feder 7 normalerweise in der dargestellten Lage gehalten wird. Der Lauf kontakt des Relais ist der Kontakt 5, der mit einem Zahnrad 8 gekuppelt ist, das in der Arbeitsstellung mit einer Schnecke 9 in Eingriff steht. In der Ruhelage dagegen sind das Zahnrad 8 und die Schnecke 9 nicht in Eingriff, wie dargestellt ist. Der Wechselstrommagnet 1 ist beispielsweise ein Überstrommagnet, dessen Kraft bei einer gewissen Stärke des Erregerstromes einen Relaisanker ι ο gegen die Kraft einer Feder 11 anzieht. Das Zeitrelais kann auch ein Hilfsrelais sein, das durch ein anderes Relais im Bedarfsfall eingeschaltet wird. Beim Ansprechen des Ma-
::V Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Siegfried John in Berlin-Weißensee.
gneten ι wird ein doppelarmiger Hebel 12,-13 um einen Drehpunkt 14 geschwenkt, so daß das Zahnrad 8 mit der Schnecke 9 in Eingriff kommt. Mit einer von der Geschwindigkeit der Scheibe 2 abhängigen Laufgeschwindigkeit wird dann der Laufkontakt 5 auf den Gegenkontakt 4 zu bewegt. Die Bewegung des Laufkontaktes 5 dauert auch, nachdem der Kontakt den Gegenkontakt 4 erreicht hat, noch an, und zwar so lange, bis durch die Kraft des Laufkontaktes 5 unter gleichzeitiger Überwindung der Kraft der Feder 7 ein Bremsklotz 16 gegen die Ferrarisscheibe angepreßt wird. Dadurch erst wird die Ferrarisscheibe 2 zum Stillstand gebracht. Da anderseits das Zahnrad 8, solange der Überstrommagnet 1 noch erregt ist, mit der Schnecke 9 in Eingriff bleibt, sind die Kontakte 5 und 4 danach unlösbar aufeinandergepreßt. Der Kontaktdruck ist dabei mindestens gleich der durch die Feder 7 hervorgerufenen Gegenkraft des Kontaktes 4. Sobald der Strommagnet 1 seine Erregung verliert, werden die Schnecke 9 und das Zahns5 rad 8 voneinander gelöst, und erst dann können das Zahnrad 8 und der Laufkontakt 5 in ihre Ruhelage zurückkehren. Als Rückholkraft wirkt auf das Zahnrad 8 beispielsweise das Gewicht des Kontaktgliedes 5 oder eine dazu besonders vorgesehene Rückstellkraft— Federkraft oder Gewicht. Gleichzeitig mit der Rückwärtsbewegung des Laufkontaktes 5 kann der Kontakt 4 dem Zug der Feder 7 folgen. Dadurch wird zugleich auch der Bremsklotz 16 von der Ferrarisscheibe zurückgezogen. Die Bremsung der Ferrarisscheibe 2 hat einerseits die Wirkung, daß sich die Kontakte 4 und 5 nicht vorzeitig wieder
lösen können. Anderseits verhütet sie eine Beschädigung der Schnecke 9 und des 40 Ritzels 8. An Stelle eines Bremsklotzes kann auch ein Sperrhahn benutzt werden, wenn beispielsweise die Ferrarisscheibe oder eine mit ihr gekuppelte Scheibe einen gezahnten Rand besitzt.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Kontakteinrichtung für elektrische Zeitrelais, dadurch gekennzeichnet, daß ein von einem Antriebswerk in Bewegung gesetzter Laufkontakt, wenn er nach Erreichung des Gegenkontaktes auf diesen einen Druck von bestimmter Mindestgröße ausübt, sich selbst in der Kontaktschlußstellung sperrt, vorzugsweise durch Bremsung des Antriebswerkes.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenkontakt beweglich gelagert ist und daß ein mit dem Gegenkontakt gekuppeltes Sperrglied durch die Kraft des Laufkontaktes in eine Lage gebracht wird, in der es das Antriebswerk sperrt.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Laufkontakt den Gegenkontakt nur unter Überwindung einer am Gegenkontakt angreifenden Kraft bewegen kann.
4. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Laufkontakt und das mit dem Gegenkontakt gekuppelte Sperrglied (Bremse) erst nach Lösung einer Kupplung zwischen Laufkontakt und Antriebswerk in die Ruhelage zurückkehren können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930545204D 1930-12-19 1930-12-19 Wechselstromzeitrelais Expired DE545204C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE545204T 1930-12-19

Publications (1)

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DE545204C true DE545204C (de) 1932-02-26

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ID=6560704

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DE1930545204D Expired DE545204C (de) 1930-12-19 1930-12-19 Wechselstromzeitrelais

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DE (1) DE545204C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE757610C (de) * 1939-09-21 1953-01-05 Neumann Hochspannungsapp G M B Stromabhaengiges UEberstrom-Zeitrelais mit Ferraris-Laufwerk

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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