DE544614C - Gewebe-Spann- und Trockenmaschine mit Querbelueftung - Google Patents

Gewebe-Spann- und Trockenmaschine mit Querbelueftung

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DE544614C
DE544614C DED58630D DED0058630D DE544614C DE 544614 C DE544614 C DE 544614C DE D58630 D DED58630 D DE D58630D DE D0058630 D DED0058630 D DE D0058630D DE 544614 C DE544614 C DE 544614C
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    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C3/00Stretching, tentering or spreading textile fabrics; Producing elasticity in textile fabrics
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • D06C2700/00Finishing or decoration of textile materials, except for bleaching, dyeing, printing, mercerising, washing or fulling
    • D06C2700/04Tenters or driers for fabrics without diagonal displacement

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Gewebe-Spann- und Trockenmaschine mit Querbelüftung Die vorliegende Erfindung behandelt eine Querbelüftungstrockenmaschine mit umschlossenen Trockenräumen für das Trocknen gespannter oder ungespannter Gewebebahnen. Die bekannten derartigen Trockenmaschinen leiten den Ouerluftstrom quer zur Gewebebahn von der einen Maschinenlängsseite aus in die von dem Gewebe gebildeten Warengassen in der Maschine ein und besitzen auf der gegenüberliegenden Maschinenlängsseite Absaugöffnungen für das Weitergeben des Trockenluftstromes in höher gelegene Warengassen oder in die Außenluft. Mit dieser Luftführung ist leicht eineinseitiges Gewebetrocknen verbunden, denn die an der Einblasseite vorbeieilende Gewebekante trocknet erheblich schneller als diejenige an der die Luft absaugenden Maschinenseite; ganz unvermeidlich sind mit den bisherigen Bauarten strömungsstille Stellen innerhalb einer Gewebegasse, in welche sich die von .der Ware losgelösten Flocken ablagern und dichte Flockenansammlungen an den mit Ölhauch überzogenen Kettenführungsschienen oder an den Maschinenwänden hervorrufen, die beim Niederfallen während des Betriebes das Gewebe beschmutzen. In erhöhtem Maße treten diese Nachteile bei der mit sogenannten Reihen- oder Zellenlüftern erzeugten Luftumwälzung auf. weil der hier schräg zum Schußfaden verlaufende Strömungsweg derTrockenluft ganze- Strecken ohne Trockenluftbeaufschlagung auf das Gewebe innerhalb einer Gewebegasse zurückläßt, so daß außer der erhöhten Beschmutzungsgefahr noch tatsächlich ein beträchtlicher Teil von dem Trockenraum für die Trocknung verlorengeht, wenn berücksichtigt wird, daß die Höchstleistung der Trocknung von der Größe der mit Trockenluft beaufschlagten Gewebefläche innerhalb einer Warengasse abhängig ist. Das Anbringen mehrerer Lüfter für die Bewegung der Trockenluft zur stufenweisen Wärmesteigerung oder zur besseren Beaufschlagung des Gewebes ist druckschriftlich und nach praktischer Gepflogenheit bereits Allgemeingut der Trockentechnik geworden, ebenfalls auch das Gegenstromtrocknen, das aber mit den bekannten Maschinen nur in begrenztem Maße durchführbar bleibt; der gleiche Sinn und Zweck liegt einer Anordnung zugrunde, in der die Trockenluft aus einer mit der Maschine mehr oder weniger eng verbundenen Wärmequelle durch Rohrleitungen mit mehreren Mündungsstellen an der Maschine in die Warengassen oder über die Gewebefläche strömt. Solche Luftführungen sind bei offenen Planrahmen anzutreffen; hierbei strömt die Trockenluft entweder unmittelbar über die Ware oder von beiden Maschinenlängsseiten aus quer zum Gewebe an der Gewebebahn entlang und entweicht danach. frei in die Außenluft.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung beseitigt die beschriebenen Nachteile und besitzt erhebliche Vorteile in bezug auf Trockenleistung und Wirkungsgrad gegenüber den bekannten Gewebetrock enmaschinen. Sie erreicht dies durch Anwendung einer an sich bekannten Regel für die Trockentechnik, nach der eine bessere Trockenleistung eintritt, wenn ,die Trockenluft an mehreren Stellen der Längsseiten zwischen das Gut geblasen und alsbald wieder abgesaugt wird. Infolge der baulich von den sonstigen Trockenvorrichtungen erheblichen Abweichungen der Gewebe-Spann- und Trockenmaschinen bestand bisher ein starkes Vorurteil gegen die f.Tbertragbarkeit genannter Regel auf Trockenvorrichtungen für Gewebe.
  • Das Gewebetrocknen ist bekanntlich wie jedes andere Trocknen ein Verdunsten des in dem zu trocknenden Gute enthaltenen Wassers, das in Trockenmaschinen mit Hilfe von strömender Heißluft durchgeführt wird. Die Heißluft strömt dem Trockengut, von Lüftern auf den Strömungsdruck gebracht, zu, nachdem die von außen oder aus der Maschine zurückgesaugte Luft beim Durchgang durch im Saug- oder Druckluftstrom eingebaute Heizkörper auf die jeweils beabsichtigte Temperatur erhitzt worden ist. Bei bahngeführten Getveben ergibt sich ein um so beschleunigterer Trocknungsvorgang, je wirksamer der frisch in die Maschine eingeblasene Heißluftstrom mit dem Gewebe in Berührung kommt und je kürzer die Berührungsdauer mit dem Gewebe bemessen wird, auf daß ein rasch folgender Heißluftwechsel die Wrasenbildung und -wegnahme begünstigen kann. Die Heißluft verliert bei ihrem Eintritt in die Maschine sofort Wärme und gibt besonders auf ihrem Wege über das Gewebe an jedes Wegteil Wärme ab; damit sinkt fortschreitend auf ihrem Wege auch ihr vom Wärmegehalt abhängiges Trocknungsvermögen, zumal sie mit den Wärmeverlusten und abgaben Bewegungsverzögerung, Gewichtszunahme und in sich Feuchtigkeitsschwere erleidet. Hieraus folgt unmittelbar, daß ein einseitiger Heißlufteintritt ein einseitiges Trocknen nach sich ziehen muß. Weiterhin ist für ein ordentliches Gewebetrocknen das Gewebe an allen Stellen in der Maschine durch Luftschichten zu führen, die über und unter dem Gewebe Wärme- und Strömungsgleichgewicht aufweisen, weil im gegensätzlichen Falle Wärmeverluste für den Ausgleich sowie ein ungleichmäßiges Durchtrocknen des Gewebes entstehen.
  • In der Zeichnung sind dargestellt in Abb. r ein waagerechter Schnitt, Abb. 2, 3 und 4 senkrechte Schnitte.
  • Die Abb. i zeigt im Grundriß den Strömungsverlauf über und unter ,einer Gewebebahn für jede der in Frage kommenden Maschinen mit einfacher Warenbahn oder mehrfachen Warenbahnen in der Maschine; die seitliche Begrenzung des Trockenraumes ist mit den auf die Gewebebreiten einstellbaren Maschinenwänden. 3 gegeben. Die Länge einer Maschine setzt sich üblich aus mehreren Einheiten, Felder genannt, zusammen; der Grundriß zeigt vier Felder. In der Mitte eines jeden Feldes sind auf beiden Maschinenseiten einander gegenüberliegende Einblasöffnungen 22, durch die Lüfter 13 die Heißluft in den Trockenraum einblasen, wie im zweiten Feld eingezeichnet ist. Die Heißluft wurde beim Durchgang durch den Heizkörper 14 der im Ansaugraum für den Lüfter 13 liegt, erzeugt und auf ihrem Wege noch vor dem Eintritt in den Heizkörper durch das Sieb 8 gereinigt. Die Einblasöffnungen 22 mögen die Heißluft auf die Oberfläche und die Einblasöffnungen 22a auf die Unterfläche des Gewebes leiten; links und rechts von jeder Einblasöffnung geben die Ausströmöffnungen 24 der zuvor eingeblasenen Heißluft Abzugswege je nach der Bauart teils in .denselben Lüfter als Rückluft und teils in einen anderen Lüfter zum Weiterbefördern der Luft längs derselben Gewebegasse oder aufsteigend in höher gelegene Warengassen bis in die Außenluft. Die so einander gegenüberliegend zugeordneten Lüfter zeitigen einen eigenartigen Strömungsverlauf für die eingeblasene Heißluft, der mit den eingezeichneten Stromlinien (ausgezogen für die Oberfläche, gestrichelt für die Unterfläche) sinngemäß angedeutet sein soll, aber hauptsächlich darüber Aufschluß gibt, daß die aufeinander zulaufenden, gleichförmig gerichteten Heißluftstörme nur auf einer kleinen Wegstrecke in diesem Strömungszustand bleiben können und beim Zusammenprall, etwa in der Mitte der Gewebebahn, sich gegenseitig in viele wirbelnde Stromfäden spalten. Die dadurch erzeugten Wirbelstraßen besitzen eine geringe Fortschreitgeschwindigkeit und nehmen, unterstützt vom Rückstoß, zwangsweise die Richtung auf die Unterdruckstellen an den Ausströmöffnungen 24 auf Wegen nach den eingezeichneten Stromlinien; gleichzeitig füllen sie alle Zwischenräume, woraus sofort eine vollständige Beaufschlagung der Gewebebahn innerhalb einer Gewebegasse bzw. über und unter der Gewebebahn mit Trockenluft folgt, so daß die erste Voraussetzung für ein Trocknen bis an eine mögliche obere Grenze gegeben ist. Die wirbelnde Heißluftbe-,vegung kann auf ihrem Wege über das Gewebe den Trocknungsvorgang in ,der Gewebebreite nicht mehr ungleichmäßig beeinflussen, sie kommt gar nicht zum Anhaften, erschwert also auch nicht das Wrasenaufsteigen, sondern fördert dieses durch das jedem Wirbel eigene Saugvermögen, und als letzter Vorteil werden die abgerissenen Flocken sicher in die Siebe geschleudert, wo sie den zugewiesenen Platz einnehmen und nicht mehr den Trockenraum verunreinigen. Die Heißlufteinblasung von beiden Maschinenlängsseiten aus in die gleiche Gewebegasse leitet den Trocknungsvorgan1 von beiden Gewebekanten aus gleichmäßig nach der Mitte des Gewebes zu ein, gleichmäßig auch auf der Ober- und Unterfläche; einseitiges Trocknen und Wärmeverluste durch Austausch des Wärmegehaltes der oberen zu der unteren Heißluft oder umgelehrt durch .das Gewebe hindurch sind beseitigt. Ebenso gleichmäßig verhält sich über und unter der Gewebebahn der Strömungsdruck. «-as ein Flattern des Gewebes beim Durchlaufen der Trockenmaschine ausschließt. Strömungsform und -wiege gewährleisten mit dem Ausbreiten der Heißluft über die ganze Gewebebahn eine vorteilhafte Ausnutzung des verfüglichen Wärmegefälles, das insgesamt auf den Trockenvorgang einwirken muß, weil nach Abb. i keinerlei schädliche Räume der Heißluft eine Möglichkeit dazu bieten, arbeitslos aus der Maschine zu entweichen, und andererseits veranl,aßt der wirbelnde Luftstrom für alle Luftteile eine zwingende Teilnahme an der Trocknungsarbeit; dann hat aber auch die Wärmequelle keine Verlustwärme zu bestreiten, sondern sie gibt die Wärme her, die innerhalb der Maschine tatsächlich Nutzarbeit leistet. Der Wärmeaufwand, am Dampfverbrauch gemessen, führt damit zu einer Dampfersparnis gegenüber dem Dampfverbrauch bei solchen Maschinen, deren Trockenräume schädliche Räume nicht vermeiden oder in denen die Trockenluft im gebundenen Luftstrom über das Gewebe streicht. Für eine Trockenmaschine gemäß der Erfindung verbinden sich demnach hohe Trockenleistung und geringster Dampfverbrauch zu einem bestmöglichen Leistungswert; allerdings steht dieser in Abhängigkeit von einem Gewebe mit bestimmter Breite, Dichte und Schwere, auf das beim Bau der Maschine Bezug genommen war. Ein Abweichen davon beeinträchtigte bisher den Leistungswert; jedoch die jetzt mit einfachen baulichen Mitteln wahrnehmbaren Regelungen für die Luft und den Dampfverbrauch belassen den Leistungswert stets in der Nähe seines Höchstwertes und geben ebenfalls jedem Gewebe eine durchaus schonende Behandlung, so daß sogar auf Netzen durch die Maschine getragenes Gewebe vollständig flatterfrei mit leichtester Auflage auf den etzen gehalten werden kann. Es bieten sich baulich viele Veränderliche, um Zweckdienlichkeit und Wirtschaftlichkeit in vorteilhaftem Maße zur Geltung zu bringen. Das gilt bei der Erfindung auch für den Begriff des Gegenstromtrocknens. Nehmen nämlich die beiden Lüfter oder nimmt ein Lüfter im ersten Feld allein Frischluft in der Menge, wie verbrauchte Luft aus der Maschine entweicht, so verarbeiten alle anderen Lüfter nacheinander die eingenommene Luft, gegebenenfalls mit Rückluft durchsetzt, erst längs einer Gewebegasse, dann ebenfalls längs der nächst höher gelegenen usw.; damit steigt der Wärmegrad in der Trockenluft von Lüfter zu Lüfter. bis sie beabsichtigt feuchtigkeitsgesättigt, aber mit hohem Wärmegrad, auf die naß in die Maschine einlaufende Gewebebahn gelangt, wo ihr nur noch die Aufgabe zufällt, das Gewebe auf die Verdunstungswärme des im Gewebe enthaltenen Wassers zu erwärmen, um danach aus der Maschine entlassen zu werden. Feuchtigkeitsarm mit geringem Wärmegrad lag die Trockenluft auf der die Maschine verlassenden trockenen Gewebebahn; feuchtigkeitssatt mit hohem Wärmegrad liegt sie auf dem einlaufenden nassen Gewebe; somit ist eine strenge Gegenstromtrocknung durchgeführt, die bei mehreren Gewebegassen übereinander am laufenden Gewebe sogar damit beginnen kann, das Gewebe in der unteren Gewebegasse nur mit Frischluft zum Zwecke des Gewebekühlens und der Luftvorwärmung zu behandeln.
  • Die Aussagen an der Abb. i über die Belüftung über und unter der Gewebebahn beziehen sich auf Plantrockner mit einfacher Gewebebahn; die genannten Gewebegassen sind in sogenannten Ein- oder Mehretagen-Trockenmaschinen, die das Gewebe mit einer hin und her laufenden Gewebebahn bzw. mit mehr als einer hin und her laufenden Gew ebbahn durch die Maschine geben. Alle diese Maschinen sind bekannt, und sie kennzeichnen sich dadurch, daß das Gewebe von Nadel-oder Kluppenketten gespannt gehalten oder auf Stäben, Gurten oder Netzen lose aufliegend die Maschine durchläuft; bauliche Hinweise in der Beschreibung dienen, soweit nicht anderes hervorgehoben wird, lediglich zur Erklärung und beschränken keineswegs andere Bauformen für die Auswirkung der Belüftung; die Kettenführungen können einen waagerechten oder senkrechten Kettenlauf bedingen, die Lüfter und Heizkörper können mit den Maschinenwänden fest verbunden sein, so daß sie bei einer Breitenverstellung der Maschinenwände mitwandern, oder die Lüfter und Heizkörper haben einen ortsfesten Stand, von dem aus die Luft durch Rohrleitungen in die Maschine gelangt.
  • Abb. 2 zeigt im Querschnitt eine Einetagen-Spann-Rahm- und Trockenmaschine; die Begrenzung ist mit der oberen Abdeckung i, der unteren Abdeckung 2 und den seitlichen Maschinenwänden 3 gegeben. Die Lüfter 13 und die Heizkörper 1:I sind mit den Maschinenlängswänden fest verbunden. In der Maschine bildet die Gewebebahn eine Gewebegasse, begrenzt von der hingehenden Gewebestrecke 4 und der rückkehrenden Gewebestrecke 4a. Auf jeder Lüfterwelle treiben links- und rechtsläufige Lüfter i3 den Heißluftstrom in die Maschine, wie eingezeichnet ist, und erwirken im Grundriß ein Strömungsbild nach Abb. i. Die verbrauchte Luft entweicht durch den Abzugsschacht 15.
  • Abb.3 ist ein Querschnitt einer Mehretagen-Trockenmaschine. Es sind vier Etagen gezeichnet, die insgesamt acht Gewebebahnen bilden; hiervon sind die Bahnen hingehend und die Bahnen 4a rückkehrend. Für das Einblasen der Heißluft wird abweichend von der Abb. 2 für jede Etage auf jeder Maschinenseite eine Lüfterreihe mit links- und rechtsläufigen Lüftern benutzt. Die in die Lüfterkanäle eingesetzten Verteiler 13a leiten den Heißluftstrom auf die Ober-und Unterfläche einer jeden Gewebebahn. Das Einsetzen solcher Verteiler 13a in die Ausblastrichter der Lüfter ist ein weiteres Mittel für die Durchführung des erfindungsgemäßen oder ähnlicher Belüftungen bei unmäßigen Gassenhöhen, wo ein Aufteilen des Luftstromes und ein Hinlenken des Luftstromes auf die Gewebebahn den Trocknungsvorgang fördern kann; auch für das Trocknen mittelschwerer Gewebe sind die Verteiler vorteilhaft.
  • Abb. 4 gibt eine Auswirkung der Erfindung für das Trocknen von ganz 'schweren Geweben und Filzen. Der hierfür notwendige hohe Heißluftbedarf zwingt zum möglichst dichten Aneinanderreihen der Lufteinströmöffnungen. Der Lüfter 120 saugt Frischluft an, erwärmt diese in einem vorgeschalteten Heizkörper und drückt sie durch das aufgezeichnete Verteilerrohrbündel in die Maschine. Jedes Rohr erhält noch einen Verteiler 13a, der die Heißluft auf das Gewebe richtet. Die Verteilerrohre haben rechteckige Querschnitte mit größtmöglicher Breite; zwischen den Rohren liegen Hohlräume i9 als Auslaßkanäle; in der Mitte zwischen den Bahnen entsteht durch das Richten des eingeblasenen Luftstromes gegen die Gewebebahnen Unterdruck, so daß die Luftströme unmittelbar nach dem Zusammenprall auch in die Gassenmitte und dann in die Hohlräume i9 einkehren, um von dort aus von dem Lüfter 21 angesaugt zu werden. Das führt zu einem besonders kräftigen Wirbeln der Heißluftströme; wie das Wirbelfeld über und unter jeder Gewebebahn im Grundriß nach Abb. i aufkommt, wird jetzt auch in der Höhe der Gewebegasse ein Wirbelfeld erzeugt, und damit entwickelt die mittlere Strömung aus beiden Wirbelfeldern ein Bild fleißigster Teilnahme aller Luftteile am Trocknungsvorgang. Auf dem Weg in den Lüfter 2 1 wird die Luft natürlich gereinigt und weiter erwärmt; so vorbereitet gibt der Lüfter 21 die schon einmal benutzte Luft ebenfalls durch ein Verteilerrohrbündel in die oberen Abteilungen der Maschine. Die in diesem Bündel vorhandenen Hohlräume 17 stehen mit Abzugsschächten 16 in Verbindung, damit der Abzugsschacht 15 nicht allein die verbrauchte Luft wegzuschaffen hat; einige Hohlräume 18 sind für ein Rücksaugen der Luft in den Lüfter 2i gedacht, um damit anzudeuten, daß hier, soviel wie erwünscht, eine Heißluftrückgewinnung durchführbar ist. Die steuerbaren Klappen 2o sollen zum Richten größerer Luftmengen auf eine Gewebefläche benutzt werden, wenn z. B. bei bestimmt gefülltem Gewebe die eine Fläche mehr Heißlufterhalten muß als die andere. Ein Rohrbündel, das gleichzeitig Ein- und Ausströmöffnungen in sich vereinigt, ist bei Gewebetrockenmaschinen ein neues Mittel für die Führung der Heißluft. Aus Abb. 4 geht noch hervor, daß für ein Zubringen der Heißluft in größerer Menge nicht unbedingt für jede Gewebegasse oder jedes Paar von Gewebegassen je eine Lüfterreihe zweckdienlich zu sein braucht; bestimmte Bedarfsfälle erhalten zweckmäßiger viele Eintrittsöffnungen auf jeder Maschinenseite so dicht wie möglich nebeneinander, damit eine breite Beaufschlagung des Gewebes mit Heißluft den Trocknungsvorgang wirksamer machen kann; unter gegebenen Umständen sind dann die Luftauslaßöffnungen nicht allein seitlich neben den Einlaßöffnungen, sondern auch noch zwischen zwei übereinanderliegenden Einlaßöffnungen anzubringen, um für die Lüfter hinreichende Ansaugöffnungen zu schaffen.
  • Die in der Beschreibung fortlaufend angegebenen baulichen Einzelheiten der Erfindung können sinngemäß, soweit sie später beschrieben wurden, auch für die vorhergehenden und soweit sie vorher beschrieben wurden, auch für die nachfolgenden Anordnungen mit zur Anwendung kommen. Wie die Lüfter auf jeder Maschinenseite angebracht und mit welcher Häufigkeit sie neben- oder übereinandergesetzt werden, darüber entscheidet ein jeweiliger Bedarfsfall; nebensächlich ist es dagegen, ob mehrere neben- oder übereinanderliegende Lüfter auf einer gemeinsamen Antriebswelle vereinigt werden oder nicht. Sinngemäß gilt das für waagerechte Gewebebahnen Gesagte auch für senkrechte Gewebeläufe, wie solche in Trockenmaschinen und besonders in den unter den Begriff von Trokhenmaschinen fallenden Karbonisationsmaschinen vorkommen; auch auf Fadentrocknung in Schlichtmaschinen ist die Erfindung ausdehnbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Gewebe-Spann- und Trockenmaschine mit Ouerbelüftung, bei der die Trockenluft von beiden Längsseiten gleichzeitig zwischen die laufende Bahn an mehreren Stellen eingeblasen und zwischen den Einblasestellen abgesaugt wird. Trockenmaschine nach Anspruch i mit einfacher Warenbahn.
DED58630D 1929-06-18 1929-06-18 Gewebe-Spann- und Trockenmaschine mit Querbelueftung Expired DE544614C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742858C (de) * 1937-05-25 1952-02-14 Richard Dirks Frankenberg Sach Kettengarntrockner
DE964494C (de) * 1942-07-25 1957-05-23 Anciens Ateliers Victor Charpe Kontinuierlich arbeitender Trockner fuer Textilmaterialien
DE1054949B (de) * 1954-05-28 1959-04-16 British Rayon Res Ass Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Bahnen, insbesondere aus Textilstoffen

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DE742858C (de) * 1937-05-25 1952-02-14 Richard Dirks Frankenberg Sach Kettengarntrockner
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