DE54271C - Briefstempelmaschine - Google Patents

Briefstempelmaschine

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DE54271C
DE54271C DENDAT54271D DE54271DA DE54271C DE 54271 C DE54271 C DE 54271C DE NDAT54271 D DENDAT54271 D DE NDAT54271D DE 54271D A DE54271D A DE 54271DA DE 54271 C DE54271 C DE 54271C
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letters
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arm
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DENDAT54271D
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THE INTERNATIONAL POSTAL SUPPLY COMPANY OF NEW-YORK in Brooklyn, 222 Jefferson Avenue, Staat New-York, V. St. A
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE IS: Druckerei
Briefstempelmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. August 1889 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zum selbsttätigen und schnellen Stempeln von Briefen und umfafst einen Mechanismus zum Ordnen und Zuführen der einzelnen Briefe, einen Stempel, um das gewünschte Zeichen auf den Briefen anzubringen, nebst einem Drücker in der Bahn der Briefe, um den Stempel zu veranlassen, die Briefe an der geeigneten Stelle zu zeichnen, und eine Vorrichtung zum Registriren der durch die Maschine gehenden Briefe.
Auf beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 eine perspectivische Ansicht der Maschine. Fig. 2 bis 5 zeigen den Mechanismus zum Ordnen und Zuführen der Briefe im Grundrifs, in Ansicht, im Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. 2 und in Endansicht. Fig. 6 ist eine Einzelheit im vergröfserten Mafsstabe. Fig. 7 bis 9 veranschaulichen die Abstempelvorrichtung in perspectivischer Ansicht, in Seitenansicht und im Grundrifs. Fig. 10 zeigt die in Fig. 9 dargestellte Vorrichtung in anderer Stellung. Fig. 11 verbildlicht die Vorrichtung zum Einstellen der Abstempelvorrichtung für einen dicken Brief, Fig. 12 einen Schnitt durch den Druckcylinder und die Stempelwalze. Fig. 13 ist eine Vorrichtung zum Registriren der Briefe, Fig. 14 ein Schnitt durch den Datumstempel (mit Fortlassung der Stempelwalze). Fig. 15 zeigt die Einfügung der Typen in den Stempel. Fig. 16 veranschaulicht den Drücker E. Fig. 17 zeigt den Klauenmechanismus von unten, Fig. 18 die Sperrklinke in vergrößertem Mafsstabe und Fig. 19 giebt eine Ansicht der Stempelwalze mit besonderer Berücksichtigung der Stempelzeichen.
Mit A, Fig. i, ist ein Tisch bezeichnet, welcher auf Füfsen A1 ruht. Letztere tragen gleichfalls eine Triebwelle B mit Riemscheiben C. Riemen c übertragen die Bewegung von den Riemscheiben C nach der Abstempelvorrichtung D, dem Drücker E und dem Vorschubmechanismus F, welche sämmtlich auf dem Tisch A untergebracht sind. Die Triebwelle B wird durch einen Fufstritt G und eine Stange g in Drehung versetzt, doch kann dies auch auf andere Weise geschehen.
Der Vorschubmechanismus F, Fig. 2 bis 5, besteht aus einem Riemen H, auf welchen die Briefe gebracht werden, Vorschubrollen JJ1J2J3 zum Zuführen der Briefe und Trennrollen LL1, um die gleichzeitige Zuführung von mehr als einem Brief zu verhindern. Der Riemen H läuft über Trommeln h, welche an dem Tisch A angeordnet und mit dem Riemen c verbunden sind.
Ueber dem Riemen H befindet sich der Brief behälter, welcher aus den sich über der Kante genannten Riemens erhebenden Wandungen IP gebildet wird. Die Wandung 71 ist mit einem gekrümmten Ende i versehen, welches dicht vor einer der Rollen JJ1J2J3 liegt. Letztere sind mit dem Riemen c verbunden und lagern mit ihrem einen Zapfen in dem Tisch A und mit dem anderen Zapfen in einem von Stützen K1 getragenen Rahmen K. Die Rollen LL1 sind auf einer Welle I angebracht, welche in Gleitlagern M der Büchsen N des Rahmens K1 und des Tisches A läuft.
Die Welle Ji der Rolle /2 ist mit einem Rade j, Fig. 6, ausgestattet, welches lose auf einem Ansatz j1 derselben montirt ist; über
dem Rade j befindet sich eine Scheibe j-, welche eine Feder β trägt. Das Ende der Welle J4 erstreckt sich über letztere hinaus und hat Muttern j* erhalten. Durch Abwärtsdrücken der Feder j3 wird das Rad j mit der Welle J* fest verbunden, bei starker Beanspruchung jedoch unter Ueberwindung des Federdruckes gelöst.
An der Welle Z ist die Scheibe 0 befestigt, welcher von dem Rade j durch einen Federriemen P Bewegung übertragen wird. Unterhalb der Rolle J2 ist eine gleiche Rolle J3 angebracht, und gegenüber diesen Rollen liegen die Rollen L und L\ indem zwischen den gegenüberliegenden Oberflächen ein geringer Raum bleibt. Die Rollen L und L1 werden nach den Rollen J2 und j3 durch auf die Lager M wirkende Federn m hingedrückt.
In einer gleitenden Büchse r des Armes R, Fig. 2, ist an dem Ende i der Wandung I1 eine Druckrolle S gelagert, welche die Briefe gegen die anliegende Rolle J1 preist. Der Riemen H bringt die Briefe nach den Vorschubrollen, während die Druckrolle S die Berührung der Briefe mit der Rolle J1 herbeiführt und so eine Weiterschiebung veranlafst.
Sollte mehr als ein Brief zwischen die Druckrolle S und die Rolle J1 gezogen werden, so kommt der zweite Brief in Berührung mit den Rollen LL1, welche sich in entgegengesetzter Richtung zu den Vorschubrollen J und J1 drehen, und wird von diesen rückwärts bewegt oder so lange gehalten, bis der an den Vorschubrollen anliegende erste Brief durchgeschoben ist, worauf der zweite Brief von den Vorschubrollen erfafst wird.
Aus Fig. 4 ersieht man, dafs die Welle / aus zwei Theilen besteht, von welchen der obere in den Rahmen K eingelassen und mit dem verschiebbaren unteren Theil durch ein Universalgelenk T verbunden ist. Letzteres besteht vorzugsweise aus einem doppelten Joch t mit Spitzen tl, doch kann dasselbe auch anders construirt sein. Diese Spitzen greifen in Scheiben U, welche bei u mit dem oberen und unteren Theil der Welle I drehbar verbunden sind. Es können somit infolge der Verschiebbarkeit der Trennrollen Briefe von verschiedener Dicke durch den Vorschubmechanismus gehen.
Wenn ein dicker Brief sich zwischen den Rollen befindet, so wird der Widerstand der seitwärts gedrückten Reibungsrollen gröfser und verursacht, da sich auch Scheibe O verschiebt, einen stärkeren Zug auf den Federriemen P. Dieser Zug überwindet den Widerstand der Frictionsvorrichtung, welche das Rad j mit seiner Triebwelle J* verbindet, worauf besagtes Rad gelöst wird und die Scheibe O und die Reibungsrollen nicht mehr in Bewegung versetzen kann.
Nach dem Verlassen der Trennrollen bringt eine Rolle 3 und eine Rolle 8 den Brief nach dem Drücker is, welcher die Stempelwalze in Thätigkeit setzt (Fig. 7 bis 10).
Die Stempelwalze 14 besteht vorzugsweise aus einer oberen Trommel 15, welche durch eine Stellschraube 16 mit der Welle 13 verbunden ist, und dem eigentlichen Stempel 18, welcher mit den noch weiter unten zu besprechenden Stempelzeichen bezw. mit herausnehmbaren Buchstaben versehen ist.
Gegenüber der Stempelwalze 14 liegt der Druckzylinder 12, welcher mit Kautschuk oder einem anderen elastischen Material bedeckt ist und in einem oder mehreren Armen 11 der drehbaren Stange 4 des Tisches A lagert. Eine Feder 55, Fig. 11, wirkt auf den Arm 11 und drückt den Cylinder 12 gegen die Stempelwalze 14. Die Welle 7 der oben erwähnten Rolle 8 wird von einem Arm 6 getragen, welcher von einer lose auf der Stange 4 angebrachten Muffe ausgeht (Fig. 9).
Der eigentliche Stempel 18 der Stempelwalze 14 ist lose auf der Welle 13 montirt und mit der sich beständig drehenden Trommel 15 durch einen auf der Welle 13 lose angebrachten Klauenmechanismus verbunden.
Dieser Klauenmechanismus besteht vorzugsweise aus einem Paar Reibungsklinken 37, welche von einer mit der Welle 13 fest verbundenen Muffe 38 durch Stifte 37 l mitgenommen werden und auf der oberen Fläche des Stempels 18 bei 37s drehbar befestigt sind. Das eine Ende dieser Klinken ist mit einer Feder 39 verbunden, welche das andere Frictionsende 40 der Klinken gegen die innere Fläche 17 der sich fortwährend drehenden Trommel 15 zu pressen suchen und so den Stempel in Drehung versetzen. Dies wird jedoch für gewöhnlich durch einen Zapfen 23 gehindert, welcher auf der unteren Seite der einen Klinke 37 angebracht ist und mit einem Vorsprung 221 der Sperrklinke 22 in Eingriff kommt und zurückgedrückt wird, wodurch unter Ueberwindung der Feder 39 sowohl die mit dem Stift versehene Klinke 37 als auch durch die gehemmte Muffe die andere Klinke von den Wandungen 17 entfernt wird. Die Sperrklinke 22 ist auf einer Platte 2 angeordnet, welche mit einer zweiten, an den Armen 6 vorgesehenen Platte 10 eine Führung für den durch die Zuführungsrollen zugeleiteten Brief bildet. Mit der Klinke 22 ist durch ein Gelenkstück 24 ein Drücker E, Fig. 16, verbunden, dessen freies Ende sich in die Bahn des vorwärts bewegten Briefes und vorzugsweise in eine Aussparung der Führungsplatte 10 erstreckt. Der Schaft 27 des Drückers ist an das Gelenk 24 drehbar angeschlossen, ebenso an die Platte 2 bei 28. Eine Seite des Drückerschaftes ist abgerundet, während auf der anderen Seite eine Gleitstange 30 mittelst Stell-
schrauben 31 angebracht ist, die durch Schlitze der Stange treten.
Das freie Ende 32 des gleitenden Theiles 30 ist mit einem Ausschnitt versehen, um einen geeigneten Anschlag für den Brief zu bilden; dasselbe erstreckt sich über die Kante der Platte 2 hinaus und vorzugsweise in die Aussparung 26 der Platte 10 (Fig. 7), gegen welche es durch eine Feder 33 geprefst wird. Eine an der Oese 35 der Gleitstange befestigte Feder 34 sucht den Drücker E in seine Arbeitslage gegen den Anschlag 36 zu ziehen.
Der durch die Rollen 3 und 8 zugeführte Brief stöfst gegen den Ausschnitt 32 und dreht den Drücker in die in Fig. 10 gezeigte Stellung, wodurch derselbe aufser Eingriff mit dem Brief kommt. Der Druck der Feder 33 wird dadurch für einen Augenblick von dem gleitenden Theil 30 auf den Schaft 27 übertragen, und die Spitze der Gleitstange 30 tritt zurück, um den Brief durchzulassen; gleichzeitig wird die Sperrklinke 22 verstellt und der Zapfen 23 freigegeben, die Federn pressen die Reibungsklinken gegen die Fläche 17, und der Stempel tritt in Thätigkeit. Die Feder 34 ist aber stärker als die Feder 33, und sie zieht den Drücker sofort nach dem Anschlag 36, wobei das Ende des Drückers durch die Feder 33 gegen die Fläche des vorbeigehenden Briefes gedrückt wird. Der Brief kann also nicht ohne Weiteres die Gleitstange nach hinten zurückdrängen, sondern stöfst erst diese nebst dem Drücker E zur Seite, wodurch der Stempel ausgelöst wird, aber nur eine Umdrehung machen kann, da die Feder 34 sogleich E unter Zurücksfofsung der Gleitstange 30 in die vorige Stellung bringt und der Brief jetzt zwischen der Spitze 32 und der Führung 10 weiter hindurchgeschoben werden kann, ohne auf seiner Oberfläche mehr als einmal bedruckt zu werden. Unmittelbar nach dem Durchgang des Briefes bringt die Feder 33 das Ende 32 in die in Fig. 9 veranschaulichte Stellung, in welcher dasselbe bleibt, bis ein neuer Brief herankommt.
Um die rückwärtige Bewegung des Stempelcylinders und die Auslösung des Zapfens 23 von der Klinke 22 zu verhindern, ist ein Arm 42, Fig. 13, vorgesehen, welcher in Berührung mit einem an der unteren Fläche der Stempelwalze angebrachten Stift 41 tritt. Der Arm hat eine Fläche 45 erhalten, gegen welche sich der Stift beim Drehen der Walze legt und dabei den Arm auswärts gegen eine Feder 43 prefst, welche nach Vorbeigang des Stiftes den Arm 42 in seine frühere Lage zurückschnellen läfst. Unmittelbar nachdem der Zapfen 23 in Eingriff mit der Klinke 22 kommt, erreicht der Stift das Ende der Fläche 45 und fällt in eine Aussparung 44, welche, sobald eine geringe rückwärtige Bewegung der Stempelwalze nach dem Zusammentreffen des Zapfens 23 mit der Klinke 22 eintreten sollte, eine weitere Zurückdrehung der Stempelwalze verhindert. Die Reibung, des Stiftes 41 gegen die Fläche 45 verhindert zusammen mit den Klinken 37 eine Weiterdrehung der Walze nach Durchgang des Briefes. Der Arm 42 ist vorzugsweise mit einem Daumen 42 l versehen, welcher den einen Arm eines Winkelhebels 46 verstellt, der mit seinem anderen Arm mittelst einer Klinke 47 in das Sperrrad 48 einer Registrirvorrichtung W, Fig. i, greift, welche eine beliebige Construction und Form besitzen kann. Da der Arm 42 bei jeder Umdrehung der Stempelwalze bethätigt wird, so vermag der Hebel 46 die Anzahl der abgestempelten Briefe genau zu registriren.
Sobald ein besonders dicker Brief durch die Maschine geht, wird der Druckzylinder zunächst von der Stempelwalze durch eine Vorrichtung entfernt, welche in Fig. 11 dargestellt ist. Die Welle 7 der Rolle 8 erstreckt sich noch unterhalb der letzteren und trifft hier mit einem Arm eines Winkelhebels 50 zusammen. Der andere Arm dieses bei 50' befestigten Hebels ist durch ein Gelenk 51 mit einem drehbaren Hebel 52 verbunden, welcher sich mit einer Rolle 53 gegen eine curvenförmige Fläche 54 des Armes 1 1 legt. Wenn dann ein dicker Brief durch die Maschine geht, so wird die Rolle 8 von der Rolle 3 dadurch entfernt, dafs der Winkelhebel 50 gedreht wird, welcher den 'Hebel 52 veranlafst, den Arm 11 des Druckcylinders rückwärts gegen die Feder 55 zu bewegen.
Fig. 12, 14 und 15 veranschaulichen die Einfügung bezw. Befestigung der Stempelzeichen, welche, wie aus Fig. 19 ersichtlich, bei der vorliegenden Construction aus Stempelreifen 20 zur Entwerthufig der Marke und einem Ortsbezw. Zeitstempel 19 besteht, welche von einer mit Filz oder dergleichen überzogenen Farbwalze 40 eingeschwärzt werden. 56 ist der feststehende Rand, welcher mit dem Namen der Stadt und der Jahreszahl versehen ist; der mit 57 bezeichnete Theil ist dagegen auswechselbar und erhält die Monats-, Tagesund Stundenbezeichnung. Letzterer Theil besteht in einem segmentartig eingepafsten Gehäuse (Fig. 12), gegen dessen innere Fläche sich eine Feder 60 legt (Fig. 14), welche das Gehäuse auswärts drückt. An dem Gehäuse 57 ist eine Nase 59 angebracht, welche in einen vorzugsweise auf einer Feder montirten Haken 58 greift. Wenn das Gehäuse 57 in die gewünschte Stellung gebracht ist, prefst dasselbe die Feder 60 zusammen, und der Haken 58 fafst vor die Nase 59.
Um das Gehäuse zu entfernen, braucht man nur den Haken 58 aufser Eingriff mit dem Haken 59 zu bringen; die Feder 60 bringt dann das Gehäuse etwas vorwärts, worauf man dasselbe mit der Hand herausziehen kann.
Die Typen 61, welche vorzugsweise keil-
förtnig und so angeordnet sind, dafs sie die betreffende Zelle ausfüllen, werden in ihrer Stellung durch Keile 62 gehalten. Diese Keile werden in einer in dem Gehäuse angebrachten Nuth geführt und greifen gleichfalls in eine in den Typen vorgesehene Nuth, um so die Typen an ihrer Stelle zu halten.
Das Ende der Keile ist mit einem Haken 63, Fig. ι 5, versehen, welcher sich in einen Schlitz an der Aufsenseile des Gehäuses 57 einpassen läfst. Es braucht nur ein Theil besagter Typen entfernt zu werden, je nachdem ein Theil des Keiles herausgezogen ist; die übrigen Typen werden durch den Keil in ihrer Stelle gehalten.
Nachdem die Briefe durch die Stempelwalze bearbeitet sind, treten sie in eine von einem Rahmen y des Tisches A getragene Leitung Y. Dieser Rahmen ist mit einem offenen Boden versehen, durch welchen die Briefe auf eine Platte F1 fallen, von welcher sie dann entfernt werden.
Die vorstehend beschriebene Maschine wirkt in folgender Weise: Die in den Behälter gebrachten Briefe werden durch den Riemen H nach den Vorschubrollen JJ1J2J3 gebracht, wobei die Trennrollen LL1 das Zuführen mehr als eines Briefes verhindern; die Briefe gelangen einzeln zu dem Drücker E, worauf der vordere Theil derselben in Eingriff mit dem Ausschnitt 32 des gleitenden Theiles 30 tritt und der Drücker in die Stellung der Fig. 10 gebracht wird. Hierdurch kommt die Sperrklinke 22 aufser Eingriff mit dem Zapfen 23. Unmittelbar darauf schliefsen die Federn 39 die Frictionsklinken 37 an die rotirende Trommel 15 an und verursachen die Drehung der Stempelwalze, welche nun den betreffenden Brief mit den Zeichen versieht. Während der Brief vorbeigeht, legt sich der gleitende Theil 30 des Drückers E gegen denselben; sobald das hintere Ende des Briefes vorbeigegangen ist, tritt der gleitende Theil wieder in seine Anfangsstellung. Wenn die Stempelwalze das Ende ihrer Umdrehung erreicht hat, veranlafst der Arm 42 und der Hebel 46 die Registrirung des Briefes. Nach dem Stempeln des Briefes tritt der Zapfen 23 wieder in Eingriff mit der Sperrklinke 22, und die Drehung der Walze wird unterbrochen, bis der Drücker E von dem folgenden Brief wieder in Thätigkeit gesetzt wird.
Die Einzelheiten in der Construction und die Anordnung der einzelnen Theile der vorliegenden Maschine können immerhin abgeändert werden, da die Erfindung nicht genau auf die beschriebene Form und Construction beschränkt ist.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Maschine zum Abstempeln von Briefen, . gekennzeichnet durch eine aus zwei Theilen bestehende Stempelwalze 14, von welchen die obere Trommel .15 in fortwährender Drehung sich befindet und beim Zuführen eines Briefes mit der unteren, eigentlichen Stempelwalze D durch eine Frictionsvorrichtung in der Weise verbunden wird, dafs eine die Frictionsvorrichtung aufser Wirksamkeit haltende Sperrklinke 22 mittelst eines durch den vorbeigehenden Brief bethätigten Drückers E aus der Frictionsvorrichtung ausgeschaltet wird.
  2. 2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung:
    a) eine Vorrichtung zum Ordnen und Zuführen der Briefe, gekennzeichnet durch Vorschubrollen J2 J3 und Trennrollen L L', von denen die ersteren auf einer festliegenden Achse J4, die letzteren dagegen auf einer verschiebbaren Achse I angeordnet sind, der von der festliegenden Achse J1 eine entgegengesetzte Drehbewegung übertragen wird, wobei die Achse J* mit dem diese Drehbewegung übertragenden Elemente durch eine Frictionsvorrichtung verbunden ist, zu dem Zwecke, nur einen einzelnen Brief der Stempelwalze zuzuführen und beim Durchgang von dicken Briefen die Trennrollen zum Stillstand zu bringen;
    b) die Anordnung eines mit einer Feder 43, einer Fläche 45 und einer Aussparung 44 versehenen Armes 42 in der Weise, dafs ein auf der Stempelwalze angebrachter Stift 41 auf der Fläche 45 \vährend der Drehung der Stempelwalze arbeitet, dagegen beim Stillsetzen der letzteren in die Aussparung 44 tritt, wobei der Arm 42 mit einem Daumen versehen ist, welcher in Eingriff mit einem eine Registrirvorrichtung beeinflussenden Winkelhebel 46 steht, zu dem Zwecke, ein Rückwärtsdrehen der Stempelwalze zu verhindern und die Anzahl der abgestempelten Briefe zu registriren;
    c) die Anordnung eines Winkelhebels 50 in Verbindung mit der verschiebbaren Welle einer der Zuführungswalzen 3, 8 und einem drehbaren, sich gegen den die Druckwalze tragenden Arm legenden Hebel 52, zu dem Zwecke, die Entfernung der Druckwalze von der Stempelwalze nach der Dicke des zugeführten Briefes zu regeln.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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