DE54271C - Briefstempelmaschine - Google Patents
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- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
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- B65H3/52—Friction retainers acting on under or rear side of article being separated
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE IS: Druckerei
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. August 1889 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zum selbsttätigen und schnellen Stempeln
von Briefen und umfafst einen Mechanismus zum Ordnen und Zuführen der einzelnen Briefe, einen Stempel, um das gewünschte
Zeichen auf den Briefen anzubringen, nebst einem Drücker in der Bahn der Briefe, um
den Stempel zu veranlassen, die Briefe an der geeigneten Stelle zu zeichnen, und eine Vorrichtung
zum Registriren der durch die Maschine gehenden Briefe.
Auf beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 eine perspectivische Ansicht der Maschine. Fig. 2
bis 5 zeigen den Mechanismus zum Ordnen und Zuführen der Briefe im Grundrifs, in Ansicht,
im Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. 2 und in Endansicht. Fig. 6 ist eine Einzelheit
im vergröfserten Mafsstabe. Fig. 7 bis 9 veranschaulichen die Abstempelvorrichtung in perspectivischer
Ansicht, in Seitenansicht und im Grundrifs. Fig. 10 zeigt die in Fig. 9 dargestellte
Vorrichtung in anderer Stellung. Fig. 11 verbildlicht die Vorrichtung zum Einstellen der
Abstempelvorrichtung für einen dicken Brief, Fig. 12 einen Schnitt durch den Druckcylinder
und die Stempelwalze. Fig. 13 ist eine Vorrichtung zum Registriren der Briefe, Fig. 14 ein
Schnitt durch den Datumstempel (mit Fortlassung der Stempelwalze). Fig. 15 zeigt die
Einfügung der Typen in den Stempel. Fig. 16 veranschaulicht den Drücker E. Fig. 17 zeigt
den Klauenmechanismus von unten, Fig. 18 die Sperrklinke in vergrößertem Mafsstabe und
Fig. 19 giebt eine Ansicht der Stempelwalze mit besonderer Berücksichtigung der Stempelzeichen.
Mit A, Fig. i, ist ein Tisch bezeichnet, welcher
auf Füfsen A1 ruht. Letztere tragen gleichfalls eine Triebwelle B mit Riemscheiben C.
Riemen c übertragen die Bewegung von den Riemscheiben C nach der Abstempelvorrichtung
D, dem Drücker E und dem Vorschubmechanismus F, welche sämmtlich auf dem
Tisch A untergebracht sind. Die Triebwelle B wird durch einen Fufstritt G und eine Stange g
in Drehung versetzt, doch kann dies auch auf andere Weise geschehen.
Der Vorschubmechanismus F, Fig. 2 bis 5, besteht aus einem Riemen H, auf welchen die
Briefe gebracht werden, Vorschubrollen JJ1J2J3
zum Zuführen der Briefe und Trennrollen LL1, um die gleichzeitige Zuführung von mehr als
einem Brief zu verhindern. Der Riemen H läuft über Trommeln h, welche an dem Tisch A
angeordnet und mit dem Riemen c verbunden sind.
Ueber dem Riemen H befindet sich der Brief behälter, welcher aus den sich über der
Kante genannten Riemens erhebenden Wandungen IP gebildet wird. Die Wandung 71
ist mit einem gekrümmten Ende i versehen, welches dicht vor einer der Rollen JJ1J2J3
liegt. Letztere sind mit dem Riemen c verbunden und lagern mit ihrem einen Zapfen in
dem Tisch A und mit dem anderen Zapfen in einem von Stützen K1 getragenen Rahmen K.
Die Rollen LL1 sind auf einer Welle I angebracht,
welche in Gleitlagern M der Büchsen N des Rahmens K1 und des Tisches A läuft.
Die Welle Ji der Rolle /2 ist mit einem
Rade j, Fig. 6, ausgestattet, welches lose auf einem Ansatz j1 derselben montirt ist; über
dem Rade j befindet sich eine Scheibe j-,
welche eine Feder β trägt. Das Ende der Welle J4 erstreckt sich über letztere hinaus
und hat Muttern j* erhalten. Durch Abwärtsdrücken
der Feder j3 wird das Rad j mit der Welle J* fest verbunden, bei starker Beanspruchung
jedoch unter Ueberwindung des Federdruckes gelöst.
An der Welle Z ist die Scheibe 0 befestigt, welcher von dem Rade j durch einen Federriemen
P Bewegung übertragen wird. Unterhalb der Rolle J2 ist eine gleiche Rolle J3
angebracht, und gegenüber diesen Rollen liegen die Rollen L und L\ indem zwischen den gegenüberliegenden
Oberflächen ein geringer Raum bleibt. Die Rollen L und L1 werden nach den
Rollen J2 und j3 durch auf die Lager M wirkende Federn m hingedrückt.
In einer gleitenden Büchse r des Armes R, Fig. 2, ist an dem Ende i der Wandung I1
eine Druckrolle S gelagert, welche die Briefe gegen die anliegende Rolle J1 preist. Der
Riemen H bringt die Briefe nach den Vorschubrollen, während die Druckrolle S die
Berührung der Briefe mit der Rolle J1 herbeiführt und so eine Weiterschiebung veranlafst.
Sollte mehr als ein Brief zwischen die Druckrolle S und die Rolle J1 gezogen werden,
so kommt der zweite Brief in Berührung mit den Rollen LL1, welche sich in entgegengesetzter
Richtung zu den Vorschubrollen J und J1 drehen, und wird von diesen rückwärts
bewegt oder so lange gehalten, bis der an den Vorschubrollen anliegende erste Brief durchgeschoben
ist, worauf der zweite Brief von den Vorschubrollen erfafst wird.
Aus Fig. 4 ersieht man, dafs die Welle / aus zwei Theilen besteht, von welchen der
obere in den Rahmen K eingelassen und mit dem verschiebbaren unteren Theil durch ein
Universalgelenk T verbunden ist. Letzteres besteht vorzugsweise aus einem doppelten
Joch t mit Spitzen tl, doch kann dasselbe
auch anders construirt sein. Diese Spitzen greifen in Scheiben U, welche bei u mit dem
oberen und unteren Theil der Welle I drehbar verbunden sind. Es können somit infolge der
Verschiebbarkeit der Trennrollen Briefe von verschiedener Dicke durch den Vorschubmechanismus
gehen.
Wenn ein dicker Brief sich zwischen den Rollen befindet, so wird der Widerstand der
seitwärts gedrückten Reibungsrollen gröfser und verursacht, da sich auch Scheibe O verschiebt,
einen stärkeren Zug auf den Federriemen P. Dieser Zug überwindet den Widerstand der
Frictionsvorrichtung, welche das Rad j mit seiner Triebwelle J* verbindet, worauf besagtes
Rad gelöst wird und die Scheibe O und die Reibungsrollen nicht mehr in Bewegung versetzen
kann.
Nach dem Verlassen der Trennrollen bringt eine Rolle 3 und eine Rolle 8 den Brief nach
dem Drücker is, welcher die Stempelwalze in Thätigkeit setzt (Fig. 7 bis 10).
Die Stempelwalze 14 besteht vorzugsweise aus einer oberen Trommel 15, welche durch
eine Stellschraube 16 mit der Welle 13 verbunden ist, und dem eigentlichen Stempel 18,
welcher mit den noch weiter unten zu besprechenden Stempelzeichen bezw. mit herausnehmbaren
Buchstaben versehen ist.
Gegenüber der Stempelwalze 14 liegt der Druckzylinder 12, welcher mit Kautschuk oder
einem anderen elastischen Material bedeckt ist und in einem oder mehreren Armen 11 der
drehbaren Stange 4 des Tisches A lagert. Eine Feder 55, Fig. 11, wirkt auf den Arm 11 und
drückt den Cylinder 12 gegen die Stempelwalze 14. Die Welle 7 der oben erwähnten
Rolle 8 wird von einem Arm 6 getragen, welcher von einer lose auf der Stange 4 angebrachten
Muffe ausgeht (Fig. 9).
Der eigentliche Stempel 18 der Stempelwalze
14 ist lose auf der Welle 13 montirt und mit der sich beständig drehenden Trommel
15 durch einen auf der Welle 13 lose angebrachten Klauenmechanismus verbunden.
Dieser Klauenmechanismus besteht vorzugsweise aus einem Paar Reibungsklinken 37,
welche von einer mit der Welle 13 fest verbundenen Muffe 38 durch Stifte 37 l mitgenommen
werden und auf der oberen Fläche des Stempels 18 bei 37s drehbar befestigt sind.
Das eine Ende dieser Klinken ist mit einer Feder 39 verbunden, welche das andere
Frictionsende 40 der Klinken gegen die innere Fläche 17 der sich fortwährend drehenden
Trommel 15 zu pressen suchen und so den Stempel in Drehung versetzen. Dies wird jedoch
für gewöhnlich durch einen Zapfen 23 gehindert, welcher auf der unteren Seite der
einen Klinke 37 angebracht ist und mit einem Vorsprung 221 der Sperrklinke 22 in Eingriff
kommt und zurückgedrückt wird, wodurch unter Ueberwindung der Feder 39 sowohl die
mit dem Stift versehene Klinke 37 als auch durch die gehemmte Muffe die andere Klinke
von den Wandungen 17 entfernt wird. Die Sperrklinke 22 ist auf einer Platte 2 angeordnet,
welche mit einer zweiten, an den Armen 6 vorgesehenen Platte 10 eine Führung für den
durch die Zuführungsrollen zugeleiteten Brief bildet. Mit der Klinke 22 ist durch ein Gelenkstück
24 ein Drücker E, Fig. 16, verbunden, dessen freies Ende sich in die Bahn des
vorwärts bewegten Briefes und vorzugsweise in eine Aussparung der Führungsplatte 10 erstreckt.
Der Schaft 27 des Drückers ist an das Gelenk 24 drehbar angeschlossen, ebenso an die Platte 2 bei 28. Eine Seite des Drückerschaftes
ist abgerundet, während auf der anderen Seite eine Gleitstange 30 mittelst Stell-
schrauben 31 angebracht ist, die durch Schlitze
der Stange treten.
Das freie Ende 32 des gleitenden Theiles 30 ist mit einem Ausschnitt versehen, um einen
geeigneten Anschlag für den Brief zu bilden; dasselbe erstreckt sich über die Kante der
Platte 2 hinaus und vorzugsweise in die Aussparung 26 der Platte 10 (Fig. 7), gegen welche
es durch eine Feder 33 geprefst wird. Eine an der Oese 35 der Gleitstange befestigte Feder 34
sucht den Drücker E in seine Arbeitslage gegen den Anschlag 36 zu ziehen.
Der durch die Rollen 3 und 8 zugeführte Brief stöfst gegen den Ausschnitt 32 und dreht
den Drücker in die in Fig. 10 gezeigte Stellung, wodurch derselbe aufser Eingriff mit dem
Brief kommt. Der Druck der Feder 33 wird dadurch für einen Augenblick von dem gleitenden
Theil 30 auf den Schaft 27 übertragen, und die Spitze der Gleitstange 30 tritt zurück,
um den Brief durchzulassen; gleichzeitig wird die Sperrklinke 22 verstellt und der Zapfen 23
freigegeben, die Federn pressen die Reibungsklinken gegen die Fläche 17, und der Stempel
tritt in Thätigkeit. Die Feder 34 ist aber stärker als die Feder 33, und sie zieht den
Drücker sofort nach dem Anschlag 36, wobei das Ende des Drückers durch die Feder 33
gegen die Fläche des vorbeigehenden Briefes gedrückt wird. Der Brief kann also nicht
ohne Weiteres die Gleitstange nach hinten zurückdrängen, sondern stöfst erst diese nebst dem
Drücker E zur Seite, wodurch der Stempel ausgelöst wird, aber nur eine Umdrehung
machen kann, da die Feder 34 sogleich E unter Zurücksfofsung der Gleitstange 30 in die
vorige Stellung bringt und der Brief jetzt zwischen der Spitze 32 und der Führung 10
weiter hindurchgeschoben werden kann, ohne auf seiner Oberfläche mehr als einmal bedruckt
zu werden. Unmittelbar nach dem Durchgang des Briefes bringt die Feder 33 das Ende 32
in die in Fig. 9 veranschaulichte Stellung, in welcher dasselbe bleibt, bis ein neuer Brief
herankommt.
Um die rückwärtige Bewegung des Stempelcylinders und die Auslösung des Zapfens 23
von der Klinke 22 zu verhindern, ist ein Arm 42, Fig. 13, vorgesehen, welcher in Berührung
mit einem an der unteren Fläche der Stempelwalze angebrachten Stift 41 tritt. Der
Arm hat eine Fläche 45 erhalten, gegen welche sich der Stift beim Drehen der Walze legt und
dabei den Arm auswärts gegen eine Feder 43 prefst, welche nach Vorbeigang des Stiftes den
Arm 42 in seine frühere Lage zurückschnellen läfst. Unmittelbar nachdem der Zapfen 23 in
Eingriff mit der Klinke 22 kommt, erreicht der Stift das Ende der Fläche 45 und fällt in
eine Aussparung 44, welche, sobald eine geringe rückwärtige Bewegung der Stempelwalze
nach dem Zusammentreffen des Zapfens 23 mit der Klinke 22 eintreten sollte, eine weitere
Zurückdrehung der Stempelwalze verhindert. Die Reibung, des Stiftes 41 gegen die Fläche 45
verhindert zusammen mit den Klinken 37 eine Weiterdrehung der Walze nach Durchgang des
Briefes. Der Arm 42 ist vorzugsweise mit einem Daumen 42 l versehen, welcher den einen
Arm eines Winkelhebels 46 verstellt, der mit seinem anderen Arm mittelst einer Klinke 47
in das Sperrrad 48 einer Registrirvorrichtung W, Fig. i, greift, welche eine beliebige Construction
und Form besitzen kann. Da der Arm 42 bei jeder Umdrehung der Stempelwalze bethätigt
wird, so vermag der Hebel 46 die Anzahl der abgestempelten Briefe genau zu registriren.
Sobald ein besonders dicker Brief durch die Maschine geht, wird der Druckzylinder zunächst
von der Stempelwalze durch eine Vorrichtung entfernt, welche in Fig. 11 dargestellt ist. Die
Welle 7 der Rolle 8 erstreckt sich noch unterhalb der letzteren und trifft hier mit einem
Arm eines Winkelhebels 50 zusammen. Der andere Arm dieses bei 50' befestigten Hebels
ist durch ein Gelenk 51 mit einem drehbaren Hebel 52 verbunden, welcher sich mit einer
Rolle 53 gegen eine curvenförmige Fläche 54 des Armes 1 1 legt. Wenn dann ein dicker
Brief durch die Maschine geht, so wird die Rolle 8 von der Rolle 3 dadurch entfernt,
dafs der Winkelhebel 50 gedreht wird, welcher den 'Hebel 52 veranlafst, den Arm 11 des
Druckcylinders rückwärts gegen die Feder 55 zu bewegen.
Fig. 12, 14 und 15 veranschaulichen die Einfügung
bezw. Befestigung der Stempelzeichen, welche, wie aus Fig. 19 ersichtlich, bei der
vorliegenden Construction aus Stempelreifen 20 zur Entwerthufig der Marke und einem Ortsbezw.
Zeitstempel 19 besteht, welche von einer mit Filz oder dergleichen überzogenen
Farbwalze 40 eingeschwärzt werden. 56 ist der feststehende Rand, welcher mit dem Namen
der Stadt und der Jahreszahl versehen ist; der mit 57 bezeichnete Theil ist dagegen
auswechselbar und erhält die Monats-, Tagesund Stundenbezeichnung. Letzterer Theil besteht
in einem segmentartig eingepafsten Gehäuse (Fig. 12), gegen dessen innere Fläche
sich eine Feder 60 legt (Fig. 14), welche das Gehäuse auswärts drückt. An dem Gehäuse 57
ist eine Nase 59 angebracht, welche in einen vorzugsweise auf einer Feder montirten Haken 58
greift. Wenn das Gehäuse 57 in die gewünschte Stellung gebracht ist, prefst dasselbe
die Feder 60 zusammen, und der Haken 58 fafst vor die Nase 59.
Um das Gehäuse zu entfernen, braucht man nur den Haken 58 aufser Eingriff mit dem
Haken 59 zu bringen; die Feder 60 bringt dann das Gehäuse etwas vorwärts, worauf man
dasselbe mit der Hand herausziehen kann.
Die Typen 61, welche vorzugsweise keil-
förtnig und so angeordnet sind, dafs sie die betreffende Zelle ausfüllen, werden in ihrer
Stellung durch Keile 62 gehalten. Diese Keile werden in einer in dem Gehäuse angebrachten
Nuth geführt und greifen gleichfalls in eine in den Typen vorgesehene Nuth, um so die
Typen an ihrer Stelle zu halten.
Das Ende der Keile ist mit einem Haken 63, Fig. ι 5, versehen, welcher sich in einen Schlitz
an der Aufsenseile des Gehäuses 57 einpassen läfst. Es braucht nur ein Theil besagter
Typen entfernt zu werden, je nachdem ein Theil des Keiles herausgezogen ist; die übrigen
Typen werden durch den Keil in ihrer Stelle gehalten.
Nachdem die Briefe durch die Stempelwalze bearbeitet sind, treten sie in eine von einem
Rahmen y des Tisches A getragene Leitung Y. Dieser Rahmen ist mit einem offenen Boden
versehen, durch welchen die Briefe auf eine Platte F1 fallen, von welcher sie dann entfernt
werden.
Die vorstehend beschriebene Maschine wirkt in folgender Weise: Die in den Behälter gebrachten
Briefe werden durch den Riemen H nach den Vorschubrollen JJ1J2J3 gebracht,
wobei die Trennrollen LL1 das Zuführen mehr als eines Briefes verhindern; die Briefe gelangen
einzeln zu dem Drücker E, worauf der vordere Theil derselben in Eingriff mit dem
Ausschnitt 32 des gleitenden Theiles 30 tritt und der Drücker in die Stellung der Fig. 10
gebracht wird. Hierdurch kommt die Sperrklinke 22 aufser Eingriff mit dem Zapfen 23.
Unmittelbar darauf schliefsen die Federn 39 die Frictionsklinken 37 an die rotirende Trommel
15 an und verursachen die Drehung der Stempelwalze, welche nun den betreffenden
Brief mit den Zeichen versieht. Während der Brief vorbeigeht, legt sich der gleitende Theil 30
des Drückers E gegen denselben; sobald das hintere Ende des Briefes vorbeigegangen ist,
tritt der gleitende Theil wieder in seine Anfangsstellung. Wenn die Stempelwalze das
Ende ihrer Umdrehung erreicht hat, veranlafst der Arm 42 und der Hebel 46 die Registrirung
des Briefes. Nach dem Stempeln des Briefes tritt der Zapfen 23 wieder in Eingriff mit der
Sperrklinke 22, und die Drehung der Walze wird unterbrochen, bis der Drücker E von
dem folgenden Brief wieder in Thätigkeit gesetzt wird.
Die Einzelheiten in der Construction und die Anordnung der einzelnen Theile der vorliegenden
Maschine können immerhin abgeändert werden, da die Erfindung nicht genau auf die beschriebene Form und Construction
beschränkt ist.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Maschine zum Abstempeln von Briefen, . gekennzeichnet durch eine aus zwei Theilen bestehende Stempelwalze 14, von welchen die obere Trommel .15 in fortwährender Drehung sich befindet und beim Zuführen eines Briefes mit der unteren, eigentlichen Stempelwalze D durch eine Frictionsvorrichtung in der Weise verbunden wird, dafs eine die Frictionsvorrichtung aufser Wirksamkeit haltende Sperrklinke 22 mittelst eines durch den vorbeigehenden Brief bethätigten Drückers E aus der Frictionsvorrichtung ausgeschaltet wird.
- 2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung:a) eine Vorrichtung zum Ordnen und Zuführen der Briefe, gekennzeichnet durch Vorschubrollen J2 J3 und Trennrollen L L', von denen die ersteren auf einer festliegenden Achse J4, die letzteren dagegen auf einer verschiebbaren Achse I angeordnet sind, der von der festliegenden Achse J1 eine entgegengesetzte Drehbewegung übertragen wird, wobei die Achse J* mit dem diese Drehbewegung übertragenden Elemente durch eine Frictionsvorrichtung verbunden ist, zu dem Zwecke, nur einen einzelnen Brief der Stempelwalze zuzuführen und beim Durchgang von dicken Briefen die Trennrollen zum Stillstand zu bringen;b) die Anordnung eines mit einer Feder 43, einer Fläche 45 und einer Aussparung 44 versehenen Armes 42 in der Weise, dafs ein auf der Stempelwalze angebrachter Stift 41 auf der Fläche 45 \vährend der Drehung der Stempelwalze arbeitet, dagegen beim Stillsetzen der letzteren in die Aussparung 44 tritt, wobei der Arm 42 mit einem Daumen versehen ist, welcher in Eingriff mit einem eine Registrirvorrichtung beeinflussenden Winkelhebel 46 steht, zu dem Zwecke, ein Rückwärtsdrehen der Stempelwalze zu verhindern und die Anzahl der abgestempelten Briefe zu registriren;c) die Anordnung eines Winkelhebels 50 in Verbindung mit der verschiebbaren Welle einer der Zuführungswalzen 3, 8 und einem drehbaren, sich gegen den die Druckwalze tragenden Arm legenden Hebel 52, zu dem Zwecke, die Entfernung der Druckwalze von der Stempelwalze nach der Dicke des zugeführten Briefes zu regeln.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE54271C true DE54271C (de) |
Family
ID=328875
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT54271D Expired - Lifetime DE54271C (de) | Briefstempelmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE54271C (de) |
-
0
- DE DENDAT54271D patent/DE54271C/de not_active Expired - Lifetime
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