DE541850C - Nachbeeinflussbarer Hemmschuh fuer Schienenfahrzeuge - Google Patents

Nachbeeinflussbarer Hemmschuh fuer Schienenfahrzeuge

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DE541850C
DE541850C DE1930541850D DE541850DD DE541850C DE 541850 C DE541850 C DE 541850C DE 1930541850 D DE1930541850 D DE 1930541850D DE 541850D D DE541850D D DE 541850DD DE 541850 C DE541850 C DE 541850C
Authority
DE
Germany
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brake shoe
influenceable
post
braking
rail
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Expired
Application number
DE1930541850D
Other languages
English (en)
Inventor
Jakob Dietrich
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OBERBAUFORSCHUNG und RANGIERTE
Original Assignee
OBERBAUFORSCHUNG und RANGIERTE
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61KAUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61K7/00Railway stops fixed to permanent way; Track brakes or retarding apparatus fixed to permanent way; Sand tracks or the like
    • B61K7/02Track brakes or retarding apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 16. JANUAR 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 541850 KLASSE 20 h GRUPPE
Nachbeeinflußbarer Hemmschuh für Schienenfahrzeuge Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Januar 1930 ab
Die Erfindung bezieht sich auf einen Hemmschuh, dessen Bremswirkung nach gewünschter Geschwindigkeitsminderung des gebremsten Fahrzeugs aufhebbar ist.
Die bekannten Hemmschuhe können nur dann die Bremswirkung verlieren, wenn sie selbst an einem Herzstück und anschließender Auswurfschiene aus dem Bereich des Rades gleiten, oder sie können erst, wenn das Fahrzeug steht und rückwärts von der Sohle des Hemmschuhes abrollt, von Hand von der Fahrschiene weggenommen werden. Derartige Hemmschuhbremsen können nicht dann außer Wirkung gesetzt werden, wenn das Fahrzeug die gewünschte Geschwindigkeit hat, sondern die Bremslänge muß vorher geschätzt werden, wobei das oft im letzten Augenblick vorgenommene Auflegen des Hemmschuhes nicht ohne Lebensgefahr für den Bedienenden ist.
ao Auch solche Hemmschuhbremsen sind bekannt, bei denen der Hemmschuh von vornherein nicht mit der Fahrschiene in Verbindung steht, sondern an einer besonderen Schiene gleitet, durch deren Absenken die Bremsung beendet wird. Diese Anordnung schließt zwar die Gefahren aus, hat aber den Nachteil, daß sie an kurze Bremslängen und Kostspieligkeit gebunden ist. Es sind schließlich noch Hemmschuhbremsen bekannt, bei denen der Hemmschuhbock gegenüber der Hemmschuhsohle verschiebbar ist und bei denen die während der Bremsung erforderliche Verriegelung zwischen Hemmschuhbock und Hemmschuhsohle durch Seilzug auslösbar ist.
Das Neue der Erfindung besteht darin, daß der Hemmschuhbock gelenkig mit der Hemmschuhsohle verbunden ist, so daß die Bremswirkung durch Schwenken des Hemmschuhbockes gegenüber der ihre Lage auf der Fahrschiene beibehaltenden Hemmschuhsohle aufhebbar ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigt die Zeichnung, und zwar:
Abb. ι die Aufsicht auf einen Hemmschuh mit Beischiene in Bremsstellung, Abb. 2 dasselbe in Lösestellung,
Abb. 3 eine Seitenansicht des Hemmschuhes nach Abb. 1,
Abb. 4 eine Stirnansicht des Hemmschuhes nach Abb. 1,
Abb. 5 die Aufsicht auf einen Hemmschuh ohne Beischiene in Bremsstellung,
Abb. 6 dasselbe wie Abb. 5, jedoch in Lösestellung,
Abb. 7 eine Seitenansicht des Hemmschuhes nach Abb. 5 und
Abb. 8 eine Stirnansicht des Hemmschuhes nach Abb. 5.
Der Hemmschuh nach Abb. 1 bis 4 hat eine Sohle a. mit gabelförmig angesetzten Auslegern 1 und 2, mit denen sich der Hemmschuh auf einer parallel zur Fahrschiene q laufenden
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Jakob Dietrich in München.
Beischiene b stützt, während die Leisten 3, und 5 die Führung des Hemmschuhes in der Längsrichtung sichern. Der Hemmschuhbock hat einen Stiel 6, der mittels des Bolzens 7 gelenkig mit dem Ausleger 1 verbunden ist Fährt ein Fahrzeug auf den Hemmschuh in Bremsbereitschaft entsprechend Abb. 1, so gleitet er, das Fahrzeug verzögernd, unverändert so lange weiter, bis das Rückholseil d, das nach jeder Bremsung den Hemmschuh wieder in Anfangsstellung bringt, durch Festhalten der zugehörigen Seilwinde, Federtrommel oder ähnlichem oder auch durch Festklemmen des Seiles durch geeignete Vorrichtungen auf der Strecke den Winkelhebel e entgegen der Spannung der Feder f im Uhrzeigersinn dreht, Der Haken 8 des Winkelhebels e gibt den Anschlag 9 des auf der Beischiene b reitenden Gleitstückes g frei. Infolge der Reibung des Gleitstückes g auf dem Schienenkopf der Beischiene b wird dieses zunächst gegenüber dem Hemmschuh zurückbleiben wollen. Dadurch kommt in die Lasche h Zugspannung, und die gezahnte Außenführung 10 des Gleitstückes g setzt sich seitlich am Schienenkopf der Beischiene b fest, während der Hemmschuh, vom Rad geschoben, noch weitergleitet. Das Gleitstück g zieht mittels der Lasche h den Hemmschuhbock c in die Lage der Abb. 2. Das Rad kann dann über die Hemmschuhsohle α weglaufen; die Bremsung ist zu Ende. Der Hemmschuh kann vom Rückholseil d wieder in die Anfangsstellung zurückgezogen werden. Vor Erreichen der Anfangsstellung schlägt die Nase 11 des Gleitstückes g gegen einen Streckenanschlag i, wodurch beim Weiterziehen das Gleitstück g und der Hemmschuhbock c wieder in Bremsbereitschaft nach Abb. 1 gebracht werden.
Der Hemmschuh nach Abb. 5 bis 8 beansprucht keine besondere Beischiene. Die Hemmschuhsohle k trägt am hinteren Ende das Auge 12 zur Aufnahme des Bolzens 13, um den der Bockstiel 14 drehbar ist. Die Hemmschuhsohle k führt sich am Schienenkopf mittels der Leisten 15, 16 und 17 in der Längsachse. Durch den Ausleger 1 kann der Hemmschuh entweder durch Untergriff unter das Tragprofil m oder durch Aufbringen eines Gegengewichtes u auf den Ausleger 1 im Gleichgewicht gehalten werden.
Beim Befahren des Hemmschuhes in Bremsbereitschaft nach Abb. 5 durch ein Fahrzeug gleitet der Hemmschuh, das Fahrzeug verzögernd, unverändert, da der Hemmschuhbock c durch die Nase 18 an der Hemmschuhsohle k und den Sperrhaken 19 in. seiner Lage gehalten wird. Die Bremsung wird auch hier durch Festhalten des Rückholseiles 0 beendet. Das Rückholseil 0 ist um eine Ideine Seiltrommel f geschlungen, die sich beim Festhalten des Rückholseiles 0 und Weitergleiten des Hemmschuhes entgegen dem Uhrzeigersinn drehen muß. Die auf der Trommelwelle aufgekeilte Scheibe η mit spiralförmigem Umfang dreht sich mit der Seiltrommel j> und gibt den Sperrhaken 19 von der Verriegelung mit der Nase 18 frei. Durch Drehen der Scheibe n, deren spiralförmiger Umfang zur Erhöhung der Reibung an der Schienenkopfseite gezahnt ist, kommt infolge der Halbmesserzunahme die Umfangsverzahnung in Pressung mit dem schienenkopf s. Die Reibung genügt, daß der Umfang der Scheibe η sich am Schienenkopf s abwälzt, wodurch der Hemmschuhbock c ganz aus der Radebene herausgezogen wird. Das Rad kann dann über die Hemmschuhsohle k weglaufen, und die Bremsung ist beendet. Während der Drehung der Trommelwelle hat sich die Feder 20 gespannt; gleichzeitig wurde von der zweiten Seiltrommeln, die unter der Seiltrommel p angeordnet ist, das Seil 21 abgewickelt. Solange das Rückholseil 0 durch den Gleitwiderstand beim Zurückziehen des Hemmschuhes unter Spannung steht, bleibt der Hemmschuhbock c in der ausgeschwenkten Lage. Hört aber die Spannung in dem Rückholseil 0 auf, so kann sich die Feder 20 unter Rückdrehung der Seiltrommeln φ und t und Scheibe η entspannen. Das Seil 21, das mit der Hemmschuhsohle k in go Verbindung steht, wickelt sich auf, wodurch der Hemmschuhbock c in die Bremsbereitschaft nach Abb. 5 zurückgezogen und durch Nase 18 und Sperrhaken 19 wiederum verriegelt wird. Die Beendigung der Bremsung kann bei beiden Ausführungen bei jeder gewünschten Geschwindigkeit durch Festhalten der Rückholseile bewirkt werden. Bei der zweiten Ausführung gestattet die selbsttätige Rückstellung sogar eine Mehrfachbremsung, wenn das Seil schon frühzeitig wieder losgelassen wird.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Nachbeeinflußbarer Hemmschuh für Schienenfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß der Hemmschuhbock (c) gelenkig mit der Hemmschuhsohle (a, k) verbunden ist, so daß die Bremswirkung durch Schwenken des Hemmschuhbockes (c) gegenüber der ihre Lage auf der Fahrschiene (q) beibehaltenden Hemmschuhsohle [a, k) aufhebbar ist.
2. Nachbeeinflußbarer Hemmschuh nach Anspruch 1 mit einer Beischiene, dadurch gekennzeichnet, daß der Hemmschuhbock (c) sich während der Bremsung über einen Lenker (A) auf ein relativ zur Sohle bewegliches, verriegeltes und die Beischiene (b) umfassendes Gleitstück (g) abstützt und daß das Gleitstück (g) zur Beendigung der Bremsung durch Seilzug (d) entriegelbar ist.
3. Nachbeeinflußbarer Hemmschuh nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hemmschuh zur Wiedererlangung der Bremsbereitschaft durch einen Streckenanschlag (i) für das Gleitstück (g) steuerbar ist.
4. Nachbeeinflußbarer Hemmschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem schwenkbaren Hemmschuhbock (14) eine Scheibe (n) mit spiralförmigem Umfang drehbar angeordnet ist, der sich am Schienenkopf abwälzt.
5. Nachbeeinflußbarer Hemmschuh nach
Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (n) mit spiralförmigem Umfang durch eine spannbare Feder (20) gehalten und durch ein Verbindungsseil (21) mit der Hemmschuhsohle (k) verbunden ist, so daß bei Nachlassen der Spannung im Seilzug (0) zur Wiedererlangung der Bremsbereitschaft beide Seile durch die Feder (20) von der Scheibenwelle aufgewickelt werden und durch das Verbindungsseil (21) der Hemmschuhbock (i4)zurückgeschwenkt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DE1930541850D 1930-08-10 1930-01-04 Nachbeeinflussbarer Hemmschuh fuer Schienenfahrzeuge Expired DE541850C (de)

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