DE54136C - Entzinnung von Weifsblech - Google Patents

Entzinnung von Weifsblech

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DE54136C
DE54136C DENDAT54136D DE54136DA DE54136C DE 54136 C DE54136 C DE 54136C DE NDAT54136 D DENDAT54136 D DE NDAT54136D DE 54136D A DE54136D A DE 54136DA DE 54136 C DE54136 C DE 54136C
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Germany
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detinning
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DENDAT54136D
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J. A. F. BANG und M. CH. A. RUFFIN in Paris, Avenue d'Antin Nr. 18
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Publication of DE54136C publication Critical patent/DE54136C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B25/00Obtaining tin
    • C22B25/06Obtaining tin from scrap, especially tin scrap
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P10/00Technologies related to metal processing
    • Y02P10/20Recycling

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Entzinnung von Weifsblech.
Seit langem geht das Streben dahin, die Entzinnung von Weifsblechabfällen, sowie gebrauchten Weifsblechgegenständen so vorzu-, nehmen, dafs neben dem Zinn auch das Eisen in reinem verwendbaren Zustande wiedergewonnen wird. Die mit den hierzu vorgeschlagenen Verfahrensweisen zu erzielenden Resultate sind indefs bezüglich des Zinns immer unsicher und bezüglich des Eisens absolut gleich Null, weil eine Spur von Zinn das Eisen schon brüchig macht.
In den Lehrbüchern der Chemie wird angegeben, dafs die Alkalien Zinn unter Wasserstoffentwickelung und Bildung von Zinnoxydul lösen. Da nun Natron das Eisen nicht angreift, würde mit dieser Reaction eine vollkommene Entzinnung ohne. Verunreinigung durch Eisen erreicht werden können. Thatsächlich gelingt jedoch der Versuch nicht. Taucht man Zinn in die Lösung eines Alkalis, so tritt zwar (je nach Concentration und Temperatur der Lauge mehr oder weniger rasch) anfänglich eine Einwirkung auf das Zinn ein; dieselbe, hört jedoch bald auf urd die Lösung -enthält nur Spuren von Zinn. Nach unseren Untersuchungen stellt sich eine Art von Polarisation an der Oberfläche des Zinns ein, indem nascirender Wasserstoff auf der Oberfläche des Zinns sich ansammelt und, mit diesem sich verbindend, die fernere Einwirkung des Alkalis aufhält.
Von dieser Erkenntnifs ausgehend, haben wir festgestellt, dafs, wenn man gasförmigen Sauerstoff, am einfachsten Luft, zugleich mit der Alkalilauge einwirken läfst, die Wirkung der letzteren keine Hemmung erfährt und man das Zinn nicht nur rasch, sondern auch vollständig lösen kann, wenn man nur die Sauerstoffzufuhr hinreichend lange fortsetzt.
Zur Ausführung des Verfahrens häufen wir das zu entzinnende Gut in einem Gefä'fs auf, auf dessen Boden eine vielfach mit engen Löchern versehene Schlange liegt, die mit einem Luftgebläse " in Verbindung steht. Dann giefst man so viel kaustische Natron- bezw. Kalilauge (am zweckmäfsigsten 150B.) zu, dafs sie das Gut vollständig bedeckt. Man hält die Lauge auf einer Temperatur von etwa 500 C, wozu man das Gefäfs .auf offenem Feuer oder mittelst Dampfschlange heizt, und bläst beständig Luft ein. Das Zinn geht allmälig in Lösung und findet sich in dieser als metazinnsaures Natron bezw. Kali vor. Jedenfalls aber bildet sich zunächst Zinnoxydul Sn O und wird dieses durch den Sauerstoff der Luft zu Sn O2 oxydirt. Bekanntlich oxydirt sich Zinnoxydul zumal als Hydrat ä'ufserst rasch.
Ist die Entzinnung vollständig geworden, so decantirt man die Lösung ab. Zur Gewinnung der Zinnsäure fällen wir die Lösung mit gelöschtem Kalk in Gestalt von Kalkmilch aus, wobei wir kräftig rühren, und erhalten dadurch, unter Wiederherstellung des kaustischen Natrons, Calciumstannat:
Sn O3 Na2 + Ca O = Sn O3 Ca + Na2 O.
Dasselbe fällt rasch nieder und wird von der Lauge getrennt. Letztere kehrt in den Betrieb zurück; das Calciumstannat wird durch Schmelzen mit Kohle und einem geeigneten Flufsmittel zu metallischem Zinn reducirt oder man gewinnt daraus die Metazinnsäure nach bekanntem Verfahren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei dem Verfahren der Entzinnurig von Weifsblech (irgend welcher Form) mittelst kaustischer Alkalien die Einwirkung der letzteren dadurch activ zu erhalten, dafs man gleichzeitig Sauerstoff bezw. atmosphärische Luft fein vertheilt hindurchleitet.
DENDAT54136D Entzinnung von Weifsblech Expired DE54136C (de)

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DE54136C true DE54136C (de) 1900-01-01

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DE (1) DE54136C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1186220B (de) * 1961-03-13 1965-01-28 M & T Chemicals Inc Verfahren zum Entzinnen von Abfaellen, vorzugsweise von Weissblechabfaellen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1186220B (de) * 1961-03-13 1965-01-28 M & T Chemicals Inc Verfahren zum Entzinnen von Abfaellen, vorzugsweise von Weissblechabfaellen

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