DE99225C - - Google Patents
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- DE99225C DE99225C DENDAT99225D DE99225DA DE99225C DE 99225 C DE99225 C DE 99225C DE NDAT99225 D DENDAT99225 D DE NDAT99225D DE 99225D A DE99225D A DE 99225DA DE 99225 C DE99225 C DE 99225C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25B—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25B3/00—Electrolytic production of organic compounds
- C25B3/01—Products
- C25B3/07—Oxygen containing compounds
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE \20 Chemische Verfahren und Apparate. // //
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 29. Dezember 1897 ab.
Der gewöhnliche Procefs, um die Essigsäure aus ihren Salzen abzuscheiden, besteht in der
Zersetzung der letzteren durch Mineralsäuren, die sich mit der alkalischen Base verbinden
und die Essigsäure abscheiden. Dieses Verfahren jedoch hat neben anderen auch den
Nachtheil, dafs der Werth der angewendeten Mineralsäure sowohl wie auch der Werth der
mit der Essigsäure verbundenen Base als solcher vollkommen vernichtet wird, da die von der
Essigfabrikation zurückbleibenden Rückstände technisch kaum verwendbar sind.
Diesen Uebelstand zu vermeiden , ist der Zweck des gegenwärtigen Verfahrens. Es besteht
darin, dafs die essigsauren Salze zunächst auf elektrolytischem Wege zerlegt und die
Essigsäure vom Alkali getrennt wird, und zwar derartig, dafs das Alkali im freien Zustande
und die Essigsäure in Form löslichen Salzes gewonnen wird. Zu diesem Zweck mufs man
in der Kälte arbeiten, und zwar in einem elektrolytischen Troge, der eine eiserne Anode
hat und durch eine poröse Scheidewand in zwei Abtheilungen zerlegt ist, die eine Vermischung
der die beiden Elektroden umspülenden Flüssigkeit verhindert.
Eine Grundbedingung, um das Verfahren durchzuführen, besteht darin, dafs der Acetatlösung,
die zersetzt werden soll, von Anfang an eine geringe Menge freier Essigsäure zugesetzt
wird, zum Zweck, von Anfang der Operation an im Anodenraum eine essigsaure
Lösung zu haben. Der Vorgang ist nun derartig, dafs, sobald der Strom das Bad durchsetzt,
eine Zerlegung des Alkaliacetates stattfindet.
Die freiwerdende Essigsäure greift das Eisen der positiven Elektrode an und bildet Ferroacetat,
während die freie Base sich im Kathodenraum um die negative Elektrode ansammelt.
Das so gewonnene Alkali kann als solches directe Benutzung finden und wird vorzugsweise
dazu dienen können, solche Materialien, die bei der Behandlung mit Alkali lösliche
Alkaliacelate bilden, zu zersetzen, derart, dafs dieselbe Menge Alkali immer wieder in den
Procefs zurückkehrt und zur Bildung neuer Mengen löslicher Alkaliacetate Verwendung
findet.
Das im Anodenraum gewonnene Ferroacetat wird, nachdem es erhitzt ist, in Berührung mit
der Luft verstäubt und geht unter dem Einflufs der Luft in Ferriacetat · über. Diesem so
gewonnenen Ferriacetat fügt man eine geeignete Quantität neutralen Kaliumacetates zu und erhitzt
das Gemisch bis zum Kochen. Kurz vor Eintritt des Kochens findet eine doppelte Umsetzung
statt und unter gleichzeitiger Bildung eines sauren Kaliumacetates fällt das gesammte
Eisen des Ferriacetates in Form von Eisensesquioxyd aus.
Die so erhaltene Lösung des sauren Kaliumacetates wird nun erhitzt, wobei eine Zerlegung
in neutrales Aetat und freie Essigsäure stattfindet. Das erstere kehrt in den Procefs zurück
und dient zur Zersetzung weiterer Mengen Ferriacetat, Es wird daher bei diesem Verfahren
kaustisches Alkali und freie Essigsäure gewonnen, und zwar lediglich unter Aufwand
einer gewissen Quantität Eisens, welches aus dem metallischen Zustand in Eisenoxydhydrat
(2. Auflage, ausgegeben am 11. Dezember i8gg.J
übergeht, und einer Strommenge, welche verhältnifsmäfsig gering ist.
An Stelle der oben genannten Eisenelektrode kann schliefslich auch eine Elektrode aus
anderem Metall, z.B. Zink, Blei etc., angewendet werden, vorausgesetzt, dafs die Metalle mit
Essigsäure lösliche Verbindungen bilden. Allerdings ist das Eisen für die Zwecke des Verfahrens
weitaus am geeignetsten, nicht nur, weil es das billigte der in Betracht kommenden
Metalle sein dürfte, sondern auch weil es infolge seiner Abscheidung aus essigsauren Lösungen
sich am besten zur Durchführung der beschriebenen Reaction eignet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Essigsäure aus Alkaliacetaten, dadurch gekennzeichnet, dafs die Acetatlösung in getrennten Elektrodenräumen und unter Anwendung löslicher Metallanoden (Eisen) elektrolysirt wird, worauf das im Anodenraum erhaltene Metall-(Ferro-) Acetat durch Einwirkung der Luft in Ferriacetat, letzteres durch Einwirkung von Kaliumacetat in der Wärme in Eisenhydroxyd unter gleichzeitiger Bildung von Kaliumbiacetat übergeführt und das Kaliumbiacetat in Kaliumacetat und freie Essigsäure zerlegt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE99225C true DE99225C (de) |
Family
ID=370117
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT99225D Active DE99225C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE99225C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1047765B (de) * | 1953-04-02 | 1958-12-31 | Hooker Electrochemical Co | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gesaettigten aliphatischen Carbonsaeuren durch Elektrolyse von waessrigen Loesungen ihrer Salze in mehrkammerigen Zellen |
| WO1992007648A3 (en) * | 1990-10-31 | 1992-11-26 | Reilly Ind Inc | Electro-synthesis of alcohols and carboxylic acids from corresponding metal salts |
-
0
- DE DENDAT99225D patent/DE99225C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1047765B (de) * | 1953-04-02 | 1958-12-31 | Hooker Electrochemical Co | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gesaettigten aliphatischen Carbonsaeuren durch Elektrolyse von waessrigen Loesungen ihrer Salze in mehrkammerigen Zellen |
| WO1992007648A3 (en) * | 1990-10-31 | 1992-11-26 | Reilly Ind Inc | Electro-synthesis of alcohols and carboxylic acids from corresponding metal salts |
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