DE538776C - Schaltungsanordnung fuer Fernaemter mit Schnurverstaerkern - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernaemter mit Schnurverstaerkern

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DE538776C
DE538776C DEST42414D DEST042414D DE538776C DE 538776 C DE538776 C DE 538776C DE ST42414 D DEST42414 D DE ST42414D DE ST042414 D DEST042414 D DE ST042414D DE 538776 C DE538776 C DE 538776C
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
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Description

Gegenstand des Hauptpatentes ist eine Schaltungsanordnung für Schnurverstärker, bei welchen eine Verbindung am Fernplatz abgefragt wird und am Verstärkerplatz unter Einschaltung einer Verstärkereinrichtung vollendet wird. Die Fernbeamtin behält auch nach Einschaltung des Verstärkers die Überwachung der Verbindung, indem beim Stöpseln einer Verstärkerschnur die Verbindungsschnur der Fernbeamtin über ihre Verbindungsklinken an die Verstärkerschnur angeschaltet wird.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, Schaltmittel vorzusehen, durch welche es einer Fernbeamtin ermöglicht wird, in eine bestehende verstärkte Verbindung einzutreten und zwischen ihrem Fernplatz und dem gewünschten Teilnehmer einen glatt durchlaufenden Sprechstromkreis herzustellen, an dem keine unnötigen, Einrichtungen angeschlossen sind. Es ist bereits vorgeschlagen worden, von dem Schnurstromkreis der Fernbeamtin eine Verbindung zu einer der Fernleitungen herzustellen und inzwischen einen Verstärker unwirksam zu machen. Bei dieser Anordnung bleibt 'jedoch der Verstärker an der Leitung angeschaltet.
Gemäß der vorliegenden Erfindung sind am Verstärkerplatz Schaltmittel vorgesehen, welche beim Eintreten der Fernbeamtin in eine bestehende Verbindung die Fernleitungen von den Verstärkereinrichtungen abschalten und unmittelbar zu dem Schnurstromkreis der Fernbeamtin durchschalten. Der Verstärker wird hierbei vollständig von der Leitung abgetrennt, so daß die größtmöglichste Sprechgüte erzielt wird.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Abb. 1 zeigt Teile der ankommenden Enden zweier Fernleitungen, die vermittels der Schnurstromkreise der Überwachungsbeamtin verbunden werden können. Einer von diesen Schnurstromkreisen ist in derAbbildung dargestellt. In Abb. 2 sind die anderen Teile der ankommenden Enden der Fernleitungen dargestellt, die in gewöhnlichen Doppelklinken enden, durch welche eine Verbindung über den Verstärker hergestellt werden kann. Diese Abbildung bringt außerdem einen Ver-Stärkerstromkreis zur Darstellung, zusammen mit den gewöhnlichen Doppelstöpseln, durch die der Verstärkerschnurstromkreis mit den Fernleitungen verbunden wird.
Das ankommende Ende der Fernleitung ./4 ist mit einer Klinke ι für die Benutzung durch die Überwachungsbeamtin und mit den Doppelklinken 2 und 3 für die Benutzung durch die Beamtin am Verstärkerplatz versehen. Die ankommende Leitung B ist in ähnlicher Weise mit der Klinke 5 für die Überwachungsbeamtin und den Doppelklinken 6 und 7-für die Beamtin am Verstärkerplatz ausgerüstet. Die Überwachungsbeamtin kann eine Verbindung zwischen den Klinken 1 und 5 durch einen Schnur Stromkreis C herstellen. Der Schnurstromkreis C ist mit dem Stöpsel 10 für die Klinke 1 und dem Stöpsel t5 11 für die Klinke 5 ausgerüstet. Die Doppelklinken 2, 3 und 6, 7 befinden sich auf einem Verstärkerplatz, an dem die Beamtin dieses Platzes mit einer Verstärkerschnur D ausgerüstet ist. Der Schnurstromkreis D enthält die Doppelstöpsel 12 und 13 für die Klinken 2 und 3 und die Doppelstöpsel 15 und 16 für die Klinken 6 und 7.· Die Verstärkerschnur D enthält eine Verstärkereinrichtung E von bekannter Konstruktion. Diese Einrichtung ist für die Übertragung der Leitung B auf die Leitung^ vorgesehen. Der Schnurstromkreis D ist ferner ausgerüstet mit einer weiteren gewöhnlichen Verstärkereinrichtung F für die Übertragung von der Leitung A auf die Leitung B. Außerdem ist der Verstärkerkreis D mit einer Einrichtung zur selbsttätigen Regelung des Verstärkungsgrades für die Übertragung von rechts nach links ausgerüstet. Eine entsprechende Einrichtung H ist für die Übertragung von links nach rechts vorgesehen.
Um die verschiedenen Eigenschaften der vorliegenden Erfindung darzulegen, sei jetzt eine eingehende Beschreibung der Herstellung einer Verbindung von Leitung A nach Leitung B gegeben. Zur Herstellung der Verbindung steckt die Überwachungsbeamtin den Stöpsel 10 in die Klinke 1, nachdem der Teilnehmer der Leitung .4 die Anruf lampe, die mit der Klinke 1 verbunden ist, zum Aufleuchten gebracht hat. In der Abbildung ist diese Lampe nicht gezeigt. Ein Stromkreis wird dann wie folgt geschlossen: Batterie, linke Wicklung des Relais 20, Hülse des Stöpsels 10 und Klinke 1, Wicklung des Relais 21, Erde. In diesem Stromkreis werden die Relais 20 und 21 erregt. Relais 20 schließt einen Stromkreis zur Erregung des Relais 23: Batterie, Arbeitskontakt des Relais 20, Wicklung des Relais 23, Ruhekontakt des Wechselstromrelais 26 nach Erde. Ebenso werden Stromkreise geschlossen für die Überwachungslampe 22 und das Relais 84. Da jedoch das Relais 23 schnell anspricht und Relais 84 verzögert abfällt, haben dieses Relais und die Überwachungslampe 22 nicht genügend Zeit, um erregt bzw. zum Aufleuchten gebracht zu werden. Die Überwachungsbeamtin betätigt jetzt ihren Sprechschalter 24, um ihren nicht dargestellten, an die Leitung 25 angeschlossenen Sprechapparat in den Sprechkreis zum anrufenden Teilnehmer einzuschalten.
- Die Überwachungsbeamtin spricht jetzt mit dem Teilnehmer an der Leitung.^ und erhält die Nummer des -gewünschten Teilnehmers. Hierauf steckt sie den Stöpseln des Schnurstromkreises C in die Klinke S der Leitung B, welches die Leitung des gewünschten Teilnehmers sein soll. Der folgende Stromweg wird dadurch hergestellt: Batterie, linke Wicklung des Relais 29, Wicklung des Relais 30, rechte Wicklung des Relais 20, Hülse des Stöpsels 11 und Hals der Klinke 5, Wicklung des Relais 31 nach Erde. In diesem Stromkreise werden die Relais 29, 30 und 31 erregt. Das Relais 29 erregt jetzt in einem leicht erkennbaren Stromkreis das Relais 32. Dieses Relais schaltet an seinem Kontakt die Verbindung zwischen Leitung^ und B über den Schnurstromkreis durch.
Das erregte Relais 30 öffnet den Stromkreis über das Relais 34 und die Sprechadern der Schnur€v- Der hierin verfolgte Zweck wird später beschrieben.
Wenn die Einschaltung eines Verstärkers in diese Verbindung notwendig ist, so fordert die Überwachungsbeamtin über eine nicht dargestellte Dienstleitung die Beamtin des Verstärkerplatzes auf, einen Verstärker in die beiden Leitungen einzuschalten. Diese Beamtin geht hierbei in der Weise vor, daß sie die Doppelstöpsel 12, 13 und 15, 16 in die Doppelklinken 2 und 3 bzw. 6 und 7 des Verstärkerkreises D steckt. Zunächst wird durch diese Maßnahme eine Erregung des Relais 35 und 36 bewirkt. Der Erregerkreis für das Relais 35 ist folgender: Batterie, Arbeitskontakt des Relais 21, Wicklung des Relais 35 oberer geschlossener Kontakt der Klinke 2 nach Erde. Der Erregerkreis für das Relais ist folgender: Batterie, Arbeitskontakt des Relais 31, Wicklung des Relais 36, oberer .geschlossener Kontakt der Klinke 6 nach Erde. Durch diese Relais werden leicht erkennbare ί10 Stromkreise für die Relais 38 und 39 geschlossen. . Durch die Betätigung der Relais und 36 werden die entsprechenden Leitungen vom Überwachungsplatz an den Verstärkerplatz geschaltet. Gleichzeitig werden die α- und &-Adern des Schnurstromkreises der Überwachungsbeatntin an die Hülsen der Klinken 2, 3 und 6, 7 angeschlossen. Durch die Betätigung der Relais 38 und 39 wird der Kurzschluß für die Leitungsnachbildungen 40 und 41, die nur durch Vierecke angedeutet sind, aufgehoben, um diese Einrichtungen in
die Leitungen A und B über deren Adern a und fr einzuschalten.
Durch die Betätigung der Schalteinrichtung 43 wird die Verstärkereinrichtung in die Leitungen A und B eingeschaltet. Dieser Schalter ist so ausgebildet, daß der Kantakt 44 immer bei Betätigung des Schalters betätigt wird, dagegen die Kontakte 45 und 46 oder 47 nacheinander betätigt werden. Das ist eine bekannte Anordnung zur selbsttätigen Einstellung des erforderlichen Verstärkungsgrades für die jeweils zusammen geschalteten Leitungen. Wenn z. B. nur Kontakt 45 betätigt wird, so werden die Relais 50 und 51 erregt. Wenn jedoch die Tasten 46 und 47 betätigt werden, so werden die entsprechenden Relais 52, 53, 54 und 55 erregt. Da die Konstruktion der Einrichtung zur Regelung des Verstärkungsgrades keinen Teil der Erfindung bildet, wird von einer weiter hierauf eingehenden Beschreibung abgesehen. Die Betätigung des Kontaktes 44 schließt einen Erregerstromkreis für die Relais 57, 58, 59 und 60: Batterie, Wicklung des Relais 58, Wicklung des Relais 57, parallel dazu von Batterie, Wicklung des Relais 60, Wicklung des Relais 59, Ruhekontakt des Relais 63, Ruhekontakt des Relais 64, Kontakt 44 nach Erde. Das Relais 80 wird in einem leicht zu übersehenden Stromwege bei Betätigung des Kontaktes 44 erregt, um die Erregung des Relais 62 zu verhindern. Der Zweck, der hierdurch erfüllt wird, wird später beschrieben. Durch die Erregung der Relais 58 und 60 wird ein Stromkreis für das Relais 61 geschlossen: Batterie, Wicklung des Relais 61, rechter Ruhekontakt des Relais 62, linker äußerer Arbeitskontakt des Relais 60, rechter
■ äußerer Arbeitskontakt des Relais 58, Ruhekontakt des Relais 63, Ruhekontakt des Relais 64 über Kontakt 44 nach Erde. Das erregte Relais 61 hebt den Kurzschluß für die Verstärkereinrichtungen B und F über die a- und fr-Adern auf, während die Relais 57, 58, 59 und 60 diese Einrichtungen in die \rerbindung einschalten. Der Stromkreis über die Verstärkereinrichtung F von Leitung A nach Leitung B ist nun folgender: α-Ader der Leitung^ oberer Wechselkontakt des Relais 35, Klinke 2 und Stöpsel 12, rechter innerer Arbeitskontakt des Relais 58, Übertrager 65, Einrichtung H zur Regelung des Verstärkungsgrades über die linken Ruhekontakte eines oder mehrerer der Relais 51, 53 und 55 zu der α-Ader, die zur Verstärkereinrichtung F über den normalen Ein- und Ausgangskreis über die Wicklungen des Übertragers 67 führt, zurück über die fr-Ader durch die Aus- und Eingangskreise der Ver-Stärkereinrichtung F über die fr-Ader zur Einrichtung H über die rechten Ruhekontakte eines oder mehrerer der Relais 51, 53 und S 5 zum Übertrager 65, linker Arbeitskontakt des Relais 58, Stöpsel 12 und Klinke 2, unterer Wechselkontakt des Relais 35 über die fr-Ader der Leitung yl Die andere Seite des Stromkreises der Leitung B ist folgende: α-Ader der Leitung B1 oberer Wechselkontakt des Relais 36, Klinke 6 und Stöpsel 15, linker innerer Arbeitskontakt des Relais 6o, Übertrager 67, Stöpsel 16 und Klinke 7, Leitungsnachbildung 41, Klinke 7 und Stöpsel 16, Übertrager 67, rechter Arbeitskontäkt des Relais 60, Stöpsel 15 und Klinke 6, unterer Wechselkontakt des Relais 36 über die &-Ader der Leitung B. Man erkennt somit, daß die obenerwähnten erregten Relais folgende Teile in die Verbindung für die Übertragung von Leitungvi zur LeitungB einschalten: Verstärkereinrichtung F1 Übertrager 67, Einrichtung H und Leitungsnachbildung 41. In ähnlicher Weise werden in die Verbindung für die Übertragung von Leitung B nach Leitung^! folgende Teile eingeschaltet: Verstärkereinrichtung B, Übertrager 65, Einrichtung H zur Regelung des Verstärkungsgrades und Leitungsnachbildung 41. Dieser letztere Stromkreis ist nicht ausführlich wiedergegeben worden, da er in entsprechend derselben Weise wie der Stromweg für die Übertragung go in der entgegengesetzten Richtung verläuft. Wenn die Überwachungsbeamtin über die ß-Leitung bereits gerufen hat, kann das Gespräch zwischen den beiden Teilnehmern an jedem Ende der Leitung über die hergestellte Verbindung stattfinden. Es ist zuweilen jedoch erforderlich, über die Leitung zu rufen, nachdem die Verbindungen über die Verstärker hergestellt worden sind. Die Wirkungsweise der Schaltung für diese Bedingung soll nunmehr beschrieben werden.
. Um den Teilnehmer an der Leitung B zu rufen, betätigt die Überwachungsbeamtin die Ruftaste 70. Durch die Betätigung dieser Taste wird folgender Stromkreis geschlossen: von Batterie am Mittelpunkt der Sekundärwicklung des Übertragers 73 über die a- und fr-Ader, über den Stöpsel 11 und Klinke S, oberer und unterer Schleppkontakt des Relais 36, Hals der Klinken 6 und 7 und Stöpsel 15 u0 und 16 über die Drosselspule 75, über die Einfachleitung, die mit dem Mittelpunkt dieser Spule verbunden ist, durch die Wicklung des Relais 64, Schleppkontakt des Relais 62 nach Erde. In diesem Stromkreis wird das Relais 64 erregt, welches den Erregerkreis für die Relais 57, 58, 59 und 60 öffnet und diese Relais zum Abfall bringt. Der Abfall der Relais 60 und 58 hat den Abfall des Relais 61 zur Folge, wodurch die Verstärkereinrichtungen E und F3 die Übertrager 65 und 67 und die Einrichtungen G und H durch Kurz-
Schluß über die Kontakte des Relais 61 außer Wirkung gesetzt werden. Nach dem Abfall der Relais 59 und 60 wird Rufstrom auf folgendem Wege auf die Leitung B übertragen: Rufstromquelle 72, Taste 70, Klinken 6 und 7 und Stöpsel 15 und 16, oberer und unterer Wechselkontakt des Relais 59, Schleppkontakte des Relais 60, Stöpsel 15 und Klinke 6, oberer und unterer Wechselkontakt des Relais 36, a- und 6-Ader der Leitung B. Aus obigem ist ersichtlich, daß durch die Betätigung der Ruftaste 70 nicht nur Rufstrom über die Leitung B ausgesandt wird, sondern auch die Verstärkereinrichtungen im Schnurig Stromkreis D außer Wirkung gesetzt werden oder von der Leitung abgeschaltet wird. Bei Auslösen der Ruf taste 70 wird für alle Stromkreise der frühere Zustand widerhergestellt, d. h. Relais 64 fällt ab, und die verschiedenen Relais zur Einschaltung der Verstärkereinrichtungen des Schnurstromkreises in die Verbindung werden wieder erregt.
Wenn die Überwachungsbeamtin über die Leitung B sprechen will, so betätigt sie ihren Sprechschalter 24. In diesem Falle werden die Verstärkereinrichtungen ebenfalls von dem Schnurstromkreis D abgeschaltet. Bei der Betätigung der Taste 24 wird folgender Stromkreis geschlossen: Batterie, Widerstände 76, a- und &-Adem, Kontakte des Schalters 24, a- und &-Adern des Schnurstromkreises D, Drosselspule 75, Wicklung des Relais 64, Erde am Kontakt des Relais 62. Das Relais 64 wird erregt und damit die Verstärkereinrichtungen in der gleichen Weise abgeschaltet, als ob die Ruftaste 70 betätigt wäre. Um ein Mithören des Teilnehmers an der Leitung^ zu verhindern, betätigt die Überwachungsbeamtin die Trenntaste 78. Wenn die Überwachungsbeamtin sich mit dem Teilnehmer der Leitung A in Verbindung setzen will, so legt sie den Sprechschalter 24 um, wodurch ihr Sprechapparat 25 an die Leitung angeschaltet und die Verstärkereinrichtung von dem Schnurstromkreis abgeschaltet wird, und betätigt die Trenntaste 71. Der Schnur Stromkreis C ist auch derart eingerichtet, daß die Überwachungsbeamtin über die Leitung A rufen kann. In diesem go Falle betätigt sie die Ruf taste 75; die Auswirkungen dieser Maßnahme sind dieselben wie bei Betätigung der Ruftaste 70, mit der Ausnahme, daß der von der Rufstromquelle 76 ausgesandte Rufstrom über die Leitung A übertragen wird und das Relais 63 an Stelle des Relais 64 von der Batterie am Mittelpunkt der Übertragerspule 78 erregt wird, um die Verstärkereinrichtung abzuschalten.
Wenn einer der Teilnehmer an der Leitung A oder Leitung JS die Überwachungsbeamtin zu rufen wünscht, dann erregt der ankommende Rufstrom z. B. von der Leitung B das Wechselstromrelais 79 auf folgendem Wege: a- und &-Ader der Leitung B, oberer und unterer Wechselkontakt des Relais 36, Klinke 6 und Stöpsel 15, Arbeitskontakte des Relais 60, Wicklungen des Wechselstromrelais 79. Dieses Relais öffnet bei seiner Erregung den Stromkreis für das Relais 80. Über den Kontakt des abgefallenen Relais 80 wird ein Stromkreis von Erde am Kontakt 44 zur Erregung des Relais 62 geschlossen, welches durch öffnen seines rechten Kontaktes den Stromkreis für das Relais 61 unterbricht. Durch den Abfall des Relais 61 wird die Ver-Stärkereinrichtung während des übrigen ankommenden Rufzeichens kurzgeschlossen. Das erregte Relais 62 schaltet Erde von den Wicklungen der Relais 64 und 63 ab und verhindert so die zufällige Betätigung der Relais während des Rufens in ankommender Richtung. Das erregte Relais 62 betätigt ebenfalls das Relais 82 in einem leicht zu erkennenden Stromkreis. Das Relais 82 legt Rufstrom aus der Rufstromquelle 83 an den Schnurstromkreis D, so daß der Rufstrom auf folgendem Wege zum Schnurstromkreis C der Überwachungsbeamtin übertragen wird: Rufstromquelle 83, Kontakte des Relais 82, Stöpsel 15 und 16 und Hülsen der Klinken 6 und 7, g0 Klinke S und Stöpsel 11 und über die Stöpsel 12 und 13 und Hülsen der Klinken 2 und 3, Klinke 1 und Stöpsel 10, über die Wicklungen des Wechselstromrelais 26. Das Relais 26 wird erregt und bringt das Relais 23 zum Abfallen. Dann wird folgender Erregerstrom für das Relais 84 geschlossen: Batterie, Arbeitskontakt des Relais 20, geschlossener Kontakt am Sprechschalter 24 nach Erde. Das Relais 84 hält sich selbst über seinen eigenen Kontakt unabhängig vom Kontakt des Relais 23. Lampe 22 leuchtet ebenfalls auf: über Ruhekontakt des Relais 23 oder Arbeitskontakt des Relais 84 nach Erde am Schalter 24. 10g
Wenn der Teilnehmer der Leitung A die Überwachungsbeamtin rufen will, so ist der Vorgang praktisch derselbe, mit der Ausnahme jedoch, daß an Stelle des Relais 79 Relais 85 erregt wird, um den Stromkreis für das Relais 80 zu öffnen. Die Wirkung ist hierbei dieselbe, als ob der Teilnehmer der Leitung B die Fernbeamtin anruft, d. h. die Lampe 22 leuchtet auch in diesem Falle auf. Das Aufleuchten dieser Lampe zeigt der ng Überwachungsbeamtin an, daß sie von dem Teilnehmer an der Leitung B oder von dem Teilnehmer an der Leitung A gewünscht wird. Wenn jedoch bei Empfang des Rufstromes von dem Teilnehmer an der Leitung B die Taste 71 betätigt wird, so leuchtet die ampe 86 auf, um der Beamtin anzuzeigen,
daß das Zeichen von der Leitung B gegeben wurde.
Nach Gesprächsbeendigung, was ebenfalls durch Aufleuchten der Lampe 22 angezeigt wird, zieht die Überwachungsbeamtin die Stöpsel 10 und 11 aus den Klinken 1 und 5, wodurch die Relais im Schnur Stromkreis C und die Relais 35, 36, 38 und 39 in die Ruhestellung zurückgebracht werden. Die abgefallenen Relais 38 und 39 schließen die Leitungen zu den Leitungsnachbildungen 40 und 41 kurz; ebenso wird durch diese abgefallenen Relais Batterie an die a- und &-Teile der Klinke 3, des Stöpsels 13, der Klinke 7 und des Stöpsels 16 gelegt. Hierdurch werden die Relais 88 und 89 erregt. Der Stromkreis für das Relais 88 ist folgender: Batterie, Schleppkontakt des Relais 38, a- und fr-Teile der Klinke 3 und des Stöpsels 13, Wicklung des Relais 88, Erde. Die erregten Relais 88 und 89 schließen einen leicht erkennbaren Stromkreis für die Überwachunglampe 90. An dem Aufleuchten dieser Lampe erkennt die Beamtin am Verstärkerplatz, daß die Verbindung getrennt werden soll. Sie zieht hierauf die Doppelstöpsel 12, 13 und 15, 16 aus den Klinken 2, 3 und 6, 7. Die Relais in dem Verstärkerstromkreis D kehren infolgedessen in die Ruhelage zurück.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Schaltungsanordnung für Fernämter mit Schnurverstärkern nach Patent 478 662, dadurch gekennzeichnet, daß am Verstärkerplatz Schaltmittel (Relais 57. 58 und 59, 60) vorgesehen sind, welche beim Wiedereintreten der Fernbeamtin in eine bestehende Verbindung derart beeinflußt werden, daß die Fernleitungen (A, B) von den Verstärkereinrichtungen abgeschaltet und unmittelbar mit dem Schnurstromkreis (C) der Fernbeamtin verbunden werden.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Aussendung von Rufstrom über eine der Leitungen (A oder B), über welche eine über die Verstärkereinrichtungen verlaufende Verbindung hergestellt worden ist, die Schaltmittel (Relais 57, 58 oder 59, 60) die Leitungen (A1 B) von den Verstärkereinrichtungen abschalten und sie unmittelbar zu dem Schnurstromkreis der Fernbeamtin durchschalten, so daß der Rufstrom unmittelbar von dem Schnurstromkreis zu der betreffenden Leitung (A oder B) verläuft.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι oder 2 für Anlagen, in denen eine Schnurverstärkereinrichtung mit einer Schalteinrichtung versehen ist, welche durch ein über eine Fernleitung ankommendes Wechselstromsignal betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung (Relais 85 und 79) bei ihrer Betätigung einen Stromkreis über eine Wechselstromquelle (83) schließt, um im Schnurstromkreis (C) der Fernbeamtin ein Schaltmittel (Relais 26) zum Ansprechen zu bringen, durch welches die Betätigung eines Signals (Lampe 22) im Schnurstromkreis (C) der Fernbeamtin herbeigeführt wird.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Aussendung von Rufstrom über eine der über den Verstärkerplatz miteinander verbundenen Fernleitungen Schaltmittel (Relais 57, 58 oder 59, 60) betätigt werden, welche die Fernleitungen (A, B) von den Verstärkereinrichtungen abschalten und sie unmittelbar mit dem Schnurstromkreis der Fernbeamtin verbinden, so daß der Rufstrom unmittelbar von dem Schnurstromkreis in die Fernleitung (A oder 5) gelangt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEST42414D 1925-10-07 1927-03-19 Schaltungsanordnung fuer Fernaemter mit Schnurverstaerkern Expired DE538776C (de)

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