DE538583C - Verfahren zur Herstellung von Reibungskoerpern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Reibungskoerpern

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DE538583C
DE538583C DEB141226D DEB0141226D DE538583C DE 538583 C DE538583 C DE 538583C DE B141226 D DEB141226 D DE B141226D DE B0141226 D DEB0141226 D DE B0141226D DE 538583 C DE538583 C DE 538583C
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LOUIS BLUMER CHEM FAB
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L65/00Compositions of macromolecular compounds obtained by reactions forming a carbon-to-carbon link in the main chain; Compositions of derivatives of such polymers

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  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Reibungskörpern Bekanntlich werden Reibungskörper meist in der Weise hergestellt, daß man Faserstoffe, wie Asbest oder andere Materialien, mit einem Lack tränkt, worauf getrocknet und geformt wird. Als Lacke dienen hierbei z. B. sogenannte Hartlacke, die aus Leinölfirnis, Asphalt, Harzen und Verdünnungsmitteln bestellen, oder Auflösungen härtbarer Kondensationsprodukte aus Phenol und Formaldehyd. Während Hartlacke die Herstellung von Reibungskörpern mit guter Bremswirkung, aber geringer Hitzebeständigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Benzin, Alkalien usw. erlauben, gewinnt man mit einer Plienolaldehydharzlösung, besonders nach Oberführung des Bindemittels in den unlöslichen und unschmelzbaren Zustand (durch Einwirkung von Hitze und Druck), Reibungskörper von guter Hitzebeständigkeit und hervorragender Widerstandsfähigkeit gegen chemische Agentien, deren Bremsarbeit aber in vieler Hinsicht Nachteile aufweist. Insbesondere verursacht die glasartige, außerordentlich harte Beschaffenheit derartiger Reibungskörper eine unverhältnismäßig starke Abnutzung der die Reibung aufnehmenden Metallteile.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß man unter Aufrechterhaltung der Vorzüge die Nachteile der mit härtbaren Phenolforinaldehydkondensationsprodukten hergestellten Reibungskörper vermeiden kann, wenn man als Binde-bzw. Imprägniermittel die an sich bekannten und gleichfalls härtbaren Kondensationsprodukte aus Phenolen bzw. deren Derivaten einerseits; Polyalkoholen (wie Glycerin, Zucker, Cellulose) andererseits benutzt. Denn die Produkte dieser Art zeigen im Gegensatz zu den glasartigharten Endprodukten aus Phenolen und Formaldehyd selbst nach beliebig langer Erhitzung stets noch recht erhebliche Elastizität und Nachgiebigkeit, die sich zudem innerhalb beliebiger Grenzen leicht abstufen, also den jeweiligen Erfordernissen genau anpassen lassen. Da die Sicherheit der Dauerbremseffekte gerade davon abhängt, daß zwar genügend harte, keinesfalls aber überharte oder überhart werdende Reibungskörper benutzt werden, ist der technische Vorteil der neu vorgeschlagenen Binde- bzw. Imprägniermittel unverkennbar.
  • Da auch die Phenolglycerinharze zunächst iu einem löslichen bzw. schmelzbaren Zustand anfallen und erst durch längere Erhitzung auf höhere Temperatur (gegebenenfalls unter Druck) in die harten, aber dauernd elastischen Endprodukte übergehen, schließt sich ihre Verarbeitungsweise für die Zwecke der Anmeldung eng an diejenige mit sonstigen härtbaren Bindemitteln an. Es erfolgt also z. B. ein Imprägnieren des Fasergutes mit einer Auflösung des Harzes, worauf das Lösungsmittel verdampft und die Masse unter Druck und Hitze geformt und gehärtet wird. Die Umwandlung in das unlösliche und unschmelzbare Produkt kann dabei schon weitgehend bei der zur Verflüchtigung des Lösungsmittels erforderlichen Vortrocknung vor sich gehen. Es ist lediglich erforderlich, daß die Masse hierbei noch in der Wärine den für das Formen erforderlichen ,Plastizitätsgrad besitzt.
  • Durch Hinzufügen von anderen künstlichen oder natürlichen Harzen bzw. durch Zugabe von Härtungsmitteln, wie Hexamethylentetramin, Formaldehyd, ferner von Schwefel, Phthalsäure bzw. Phthalsäureanhydrid. Auch von Kontaktmitteln läßt sich die Beschaffenheit des Produktes noch in beliebiger Weise beeinflussen.
  • Beispiel i Ein aus Asbest- und Metallfaden gewebtes Band wird durch Tauchen in einen 5o°Ioigen Lack von Phenolglycerinkondensationsprodukten in Spiritus imprägniert. Der überschüssige Lack wird hierauf durch leichtes Abpressen entfernt und läuft in das Imprägniergefäß zurück. Das imprägnierte Band wird hierauf zunächst an der Luft, dann in der Wärme getrocknet, wobei der sich verflüchtigende Spiritus zweckmäßig durch entsprechende Wiedergewinnungsanlagen zurückgewonnen wird. Das getrocknete Band wird sodann durch Erhitzen unter Druck gehärtet. Man kann hierbei dem Band durch Formen bzw: durch Kaiandern jede beliebige Biegung geben. Gleichzeitig kann man auch Löcher für die Befestigungsvorrichtungen vorsehen, jedoch können diese auch nachträglich eingebohrt werden. Man kann bei diesem Verfahren naturgemäß Bänder der verschiedensten Abmessung verwenden.
  • Beispiel e Man vermischt 7o Gewichtsteile Asbestabfälle und 8o Gewichtsteile Asbestfaden finit Messingeinlage innig mit ioo Gewichtsteilen 5o°/oigem Lack eines Phenolglycerinkondensationsproduktes in Spiritus. Die Verknetung kann gegebenenfalls auch in der Wärme erfolgen. Die so erhaltene Formmasse wird dann in geeigneten Öfen auf Blechen ausgebreitet und getrocknet. An den Öfen lassen sich Wiedergewinnungsanlagen für den Spiritus leicht vorsehen, so daß eine rationelle Ausnutzung des Lösungsmittels erfolgen kann. Die getrocknete Formmasse wird hierauf in den bekannten Formen unter Hitze und Druck gehärtet. Es genügt hierbei z. B., wenn man das in der Wärme vorgetrocknete Produkt etwa 5 Minuten bei i5o° und einem Druck von etwa ioo Atm. hält. Die Formlinge können in den verschiedensten Abmessungen und in beliebiger Krümmung mit Einlagen bzw. auch Vorrichtungen für das spätere Befestigen auf den Bremsvorrichtungen versehen werden. Beispiel 3 Man vermischt 15o Gewichtsteile Asbestabfälle mit 5o Gewichtsteilen einer 5o°joigen Schellacklösung in Spiritus und 5o Gewichtsteilen einer 5o°/oigen Lösung eines in bekannter Weise gewonnenen Kondensationsproduktes aus Phenol und Zucher in Spiritus und verfährt dann in der gleichen Weise wie in Beispiel 2. An Stelle des Kondensationsproduktes aus Phenol und Zucker kann auch ein Produkt aus Phenol und Cellulose gemäß Patent 247 18i (M a u t h n e r) oder einem anderen bekannten Verfahren benutzt werden. Beispiel q.
  • 6o Gewichtsteile Asbestabfälle und 9o Gewichtsteile Asbestfaden mit Messingeinlage werden mit 5o Gewichtsteilen einer 5o°/oigen Lösung von Akaroid in Spiritus, 5o Gewichtsteilen einer 5o°[oigen Lösung von Kresolglycerinkondensationsprodukten in Spiritus und io Gewichtsteilen Hexamethylentetramin vermischt. Die weitere Verarbeitung erfolgt dann wie in Beispiel e.
  • Beispiel s 75 Gewichtsteile Asbestabfälle, 75 Gewichtsteile Asbestfaden, ioo Gewichtsteile eines 5o°/oigen Lackes von Phenolglycerinkondensationsprodukten in Spiritus und io Gewichtsteile Schwefel werden gut vermischt und dann gemäß Beispie12 auf Reibungskörper weiterverarbeitet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Reibungskörpern durch Imprägnieren eines Grundstoffes, insbesondere von Fasern, mit Kunstharz und Härten des Produktes unter Druck und Hitze, gekennzeichnet durch die Verwendung an sich bekannter Kunstharze aus Phenolen und deren Derivaten einerseits und Polyalkoholen, wie Glycerin, Zucker, Cellulose, andererseits.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß den Phenolpolyalkoholharzen noch andere natürliche oder künstliche, hartbare oder nicht hartbare Harze zugesetzt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß den Kunstharzen Härtungsmittel, wie Hexamethylentetramin, Formaldehyd, ferner Phthalsäure bzw. Phthalsäureanhydrid und Schwefel, insbesondere Schwefelchloride, zugesetzt werden.
DEB141226D 1929-01-01 1929-01-01 Verfahren zur Herstellung von Reibungskoerpern Expired DE538583C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE910220C (de) * 1940-03-21 1954-04-29 Roemmler G M B H H Pressmasse

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DE910220C (de) * 1940-03-21 1954-04-29 Roemmler G M B H H Pressmasse

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