DE872860C - Verfahren zum Veredeln von Holz - Google Patents

Verfahren zum Veredeln von Holz

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DE872860C
DE872860C DEB14365A DEB0014365A DE872860C DE 872860 C DE872860 C DE 872860C DE B14365 A DEB14365 A DE B14365A DE B0014365 A DEB0014365 A DE B0014365A DE 872860 C DE872860 C DE 872860C
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DE
Germany
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wood
acids
impregnation
impregnated
increase
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DEB14365A
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English (en)
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Hans Dr Krzikalla
Oskar Dipl-Ing Lissner
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27KPROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
    • B27K3/00Impregnating wood, e.g. impregnation pretreatment, for example puncturing; Wood impregnation aids not directly involved in the impregnation process
    • B27K3/02Processes; Apparatus
    • B27K3/15Impregnating involving polymerisation including use of polymer-containing impregnating agents
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L93/00Compositions of natural resins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L93/04Rosin
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L97/00Compositions of lignin-containing materials
    • C08L97/02Lignocellulosic material, e.g. wood, straw or bagasse
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/28Nitrogen-containing compounds

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Description

  • Verfahren zum Veredeln von Holz Es ist bekannt, daß miau Holz durch, Imprägnieren: mit härtbaren Kondensationsprodukten auf Basis von Phenol- oder Harnstoff bzw. deren Derivaten mit Formaldehyd veredeln, d. h. insbesondere hinsichtlich der Härte, Druckfestigkeit, Hygroskopizität und Quellbarkeit verbessern kann. Die Hölzer maßten, nach der Imprägnierung mit diesen Kondensationsprodlukten bei 'höherer Temperatur getroclmet werden, um eine Härtung und Wasserunlöslichkeit der Kondensetionsprodukte zu erzielen. Die auf diese Weise behandelten Hölzer sind nach Beenidigung.dies- Kondensationsvorganges zwar 'hart, aber weniger elastisch, so daß sie der oft erforderlichen Beanspruchung auf B,iegsamk eit nicht genügend, Häufig maßten zur Beschleunigung des Härten.s den Imprägnierlösungen Säuren. oder sauer reagierende Salze zugesetzt werden. Die sauren Imprägnierlösungen, wiesen dementsprechend eine nur begrenzte Lagerbeständigkeit auf. Durc die infolge der fortschreitenden Kondensation des Harzes entstehende Molekülvergrößerung wird die Eindringgeschwindi.gkeit und Eindringtiefe in das Holz vermindert, s-chließlich werden die Imprägnierlösung-en, trübe, bilden wasserunlösliche Niederschläge und sind für die Holzimprägnierung praktisch nicht mehr zu gebrauchen.
  • Es wurde nun gefunden, daß diese Schwierigkeiten nicht auftreten, wenn man Holz mit wäßrigen, zweckmäßig ammoniakalischen Lösungen von Polycarbonisfäuren, die mindesitens 6 Ko'hlenstoffatome im Molekül enthalten, imprägniert. Dabei wird die Härte und Druckfestigkeit und die Ouellbes@tändiigkeit des Holzes efhöht,seine Hygroskopzität vermindert und die Biegefestigkeit erheblich verbessert. Die Lagerbeständigkeit der alkalisch-wäßri;ge'rn Impräguierlösun@gen ist praktisch unbegrenzt. - -Es werden bereits gute Erbnisse mit Phthälsäure, Adipinsäure, Sebezins'äure und ihren',höher--molekularen Homologen erzielt. Besonders vorteiilhaft ist jedo'c'h die Verwendung von, harzartigen Polycarbonsäuren, die z. B: aus sauren Naturharzen, wie Kolophonium oder den darin enthaltenen ungesättigten Säuren durch Anlugerung von unigesättigten Carbonsäuren, wie Acryl:s'äure, Maleinsäure u. dgl., hergestellt werden können. Im Gegensatz zu reinem Kolopfhoniiwm (A@bietinsäure) besitzen diese ausi ihm gewonnenen Polycarbonsäurenden Vorteil, au'c'h in verdünnten schwachen Basen leicht löslich zu sein und bei der imprägnierung vom: Holz fest :gebunden zu werden.
  • Es empfiehlt sich, für die Herstellung der Imprägnierlösung die Cafbontsäuren in, verdünntem Ammoniak zu lösen, da das Ammoniak beim Trocknen des imprägnierten Hdlzes wieder entweicht und die im Holz zurückbleibenden Polycarb:onsäuren eine wasserfeste Imprägnierung ergeben. Sie sind nach dem Trocknern desi Holzes im Gegensatz zu reinem Kolophonium nicht auslaügbar und verleihen .dem Holz eine erhöhte Wetterbeständigkeit -und bleibende Queflfestigkeit.
  • Man kann die Polycarbonsäuren zusammen mit anderen Imprägnierungsmitteln, z. B. -den bekannten Kondensationsprodukten aus Phenol oder Harnstoff und Formaldehyd, verwenden. Die gemäß der Erfindung zu verwendenden Imprägnierlösungen, können auch Zusetze von Farbstoffen" fungi-ci,d und baktericid wirkenden, sowie die Brennbarkeit des: Holzes herabsetzenden Stoffen enthalten. Auf diese Weise kann das Holz in, einem Arbeitsbang gefärbt und hinsichtlich Elastizität, Härte, Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse und besonders Feuchtigkeit ,sowie bezüglich seiner Brennbarkeit verbessert werden. Das imprägnierte Holz kann gewünachtenfalls noch verpreßt werden; wodurch die Härte und Quellfesti:gkeit noch weiter gesteigert wird. Die so veredelten Hölzer haben besondere Bedeutung im Bauwesen, Waggionhau, der Möbclindustrie und, älilgemein für Zwecke, bei denen es auf die Verwendung `harter -und, gleichzeitig elastischer Holzsorten ankommt, z. B:. für die Erzeugung vorn Daulben bei der. Faßherstellung u. dlgl-.
  • Beispiel 1 Fichtenholzbretter werden mit einer wäßrigen ammoniakalischen Lösung (PH = 7) eines harzartigen Additrionsipro-duktes aus. Kolophonium und Acryl,säure, .das einen Erweichungspunkt von etwa i.25'°' ,und eine Säurezuhl von, 2"38 besitzt (Feststoffgehadt der Lösung 200/a), imprägniert. Die Imprägnierung wird 4 Stunden in, Vakuum (1o min Hg) vorgenommen, bis °keine Luftblasen mehr entweichen. Anschheß'end wird ein Druck von 3 atü angelegt: Die imprägnierten Bretter werden bei iio5"i bis zur Gewichtskonsitanz getrocknet und die Ei:gensfaften im Vergteich zu unbehandeltem Fichtenholz, (aus .dem gleichen Holzstück) sowie zu Brettern, die in, entsprechender Weise mit einer 2oo/aigent Lösung von Kolophonium (E. P. = etwa 6o°`, S. Z. = 158) in einem Gemisch von Xylöl und Benzin behandelt worden sind, untersucht-. Während bei dem mit Kolophonium imprägnierten Holz bei einer Harzaufnahme von 480/0 die Steigerung der Werte für die Härte 2'0% und die Biegefestigkeit 51/o beträgt und aus dem impr%-nierten Heliz nach 3 Tagen Liegen in, flie-Bendem Wasser 35% seiner Bestandteile (nicht imprägniertes Holz enthält nur i2,5 % auslaugbare Bestandteile) äusg;Jaugb werden, beträgt bei den mit Kolophonium-Acrylsäureharz behandelten Brettern bei einer Harzaufnahme von nur 23°/o die Steigerung der Werte für die Härte q:80/0 und für de Biegefestigkeit 1511/o. Die Quell'barkeit ist um 450/0 zurückgegangen, und aus dem Holz können nur 2,511/o seiner Besbändteile ausgelaugt werten. Beispiel 2 Die Imprägnierung von Tannenhelzbrebtern wird in, ähnlicher Weise wie nach Beispiel 1 mit einer Zoa/oi,gen ammoniakalisch wäßrigen Lösung eines Kalophonium-Maleinsäureharzes (E: P. = 113o, S. Z.--270) durchgeführt (pH-Wert -der Imprägnierlösung = 9). Nach erfolgter. Durehimprägrnierung und Trocknung bei 1o5°" -bis zur Gewichtskonstanz werden folgende Werte für die Veränderungen der Holzeigenschaften festgestellt: Gewichtszunahme . . . . . . . . . . . . . . . i8 bis 2511/o Zunahme der Druckfesitigkeit .... ,27 bis 33 0/0 Zunahme der Härte . . . . . . .. .... . 56 bis- 78°/o Zunahme der Biegefestigikeit .... 1'2@ bis 2-811/o Abnahme der Hygroskopizität .. 38 bis q,60/0 Abnahme der Quellbarkeit ...... 5o bis 5¢% Die Auslaugbarkeit nach 3tägiger Lagerung in fließendem Wasser . . .. . 2,51%. In ähnlicher Weise kann man auch das Ammoniumsalz des Additionsproduktes aus Anthracen und Maleinsäure verwenden. Beispiel 3 Fichtenholzbretter werden nach ,dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren .mit einer 2o%igen ammoniakalisdhen Lösung von Phthalsläure irnprägniert und ans'chließ'end bei i05°' 3 Tage getrocknet. Im Vergleich zu unbehandeltem Holz zeigen die behandelten Hölzer folgende Werte für die Eigenschaften: Gewichtszunahme . . . . . . . . . . . . . . 431/o Zunahme der Druckfestigkeit ...... 5111/o Zunahme der Härte . . . . . . . . . . . . . . 630/0 Zunahme ,der Biegefestigkeit ...... 2'1% Abnahme der Hygroskopizität . . . . . 591/o Abnahme der Qüellbarkeit . . . . . . . . 420/0.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Veredeln von Holz; ,dadurch gekennizeidlmet, daß man Holz mit wäßrigen, zweckmäßig ammoniakalischen Lösungen von Polycarbonsäuren mit mindestens 6 Ko'hlenstoffatomen im Molekül. behandelt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruchli, dadurch gekennzeichnet., daß als Polyoarbonsäuren Anlagerungsverbindungen des Kolophoniums oder der darin enthaltenen Säuren an unigesättigte Carbonsäuren verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach, Ansprüdhen i und 2" gekennzeichnet durch die Mitverwendung von anderen Holz,imprägnierungs- oder Schutzmitteln.
DEB14365A 1951-03-30 1951-03-30 Verfahren zum Veredeln von Holz Expired DE872860C (de)

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