DE53603C - Thurmuhr mit unmittelbarem Antrieb des Gangrades durch eine Spiralfeder - Google Patents
Thurmuhr mit unmittelbarem Antrieb des Gangrades durch eine SpiralfederInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04B—MECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
- G04B15/00—Escapements
- G04B15/10—Escapements with constant impulses for the regulating mechanism
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die in den Blättern 1 bis 3 veranschaulichte
Vorrichtung hat den Zweck, die Unregelmäfsigkeiten im Gange der Uhr, welche durch
die zur Ueberwindung der verschiedenen Widerstände (Auslösung der Schlagwerke, Zeigerleitung
, Wind u. s. w..) nöthig werdenden schweren Gewichte entstehen würden, auf einfachste
Art dadurch aufzuheben, dafs der Betrieb des Gangrades immer nur durch die als gleichbleibend anzusehende Spiralfederkraft geschieht,
während der Kraftüberschufs im Laufwerk sich nur in einer rascheren Aufziehung
der Spiralfeder geltend machen kann.
Die Vorrichtung besteht:
1. in einer .letzten Welle, welche aus zwei
in einander gelagerten Theilen besteht,
2. in einer Spiralfeder, welche auf dem vorderen Theil der letzten Welle, der Gangradwelle,
befestigt ist, und einem : über derselben
befindlichen Federhaus, das auf den hinteren Theil der,letzten Welle, die Laufwerkswelle,
aufgesteckt und verstiftet ist,
3. in einer Hebelauslösung, welche mittelst Gangrades und Pendels in beliebigen kleinen
Zeitabschnitten in Thätigkeit gesetzt wird und dadurch je eine- Umdrehung der Laufwerkswelle
ermöglicht.
• Es sollen nun diese einzelnen Theile näher beschrieben werden:
Der hintere Theil der »letzten Welle«, die Laufwerkswelle α b (s. Fig. 2 und 3), ist mittelst
Zapfen in" den Pfeilern 2 und 3 gelagert, wobei der Zapfen a, Fig. 3, eine Verlängerung
erhält. Auf diese Verlängerung wird ein Federhaus; C, Fig. 3, mittelst des Halses, d aufgesteckt
und verstiftet. Der Hals d, Fig. 3, enthält eine Bohrung, welche als Lager für einen
feinen Zapfen dient.
Auf der Laufwerkswelle befindet sich neben dem gewöhnlichen Triebrad noch ein Windfang
e, Fig. 2 und 3, und eine Hemmung y, welche später des Näheren beschrieben werden
soll.
Der vordere Theil der letzten Welle, die Gangradwelle fg, Fig. .1 und 3, ist einerseits
mittelst des feinen (ca. 4 mm starken) Zapfens/, in dem Hals d des Federhauses, andererseits
mittelst eines ähnlichen Zapfens in der Brücke 4 gelagert, wobei sie lose durch den Pfeiler 1
hindurchgeht (Fig. 3). Auf der Gangradwelle befindet sich im Federhaus ein Federkern h,
Fig. 3 , welcher die Federhauswände nicht berührt und aufserhalb des Federhauses auf der
Welle befestigt ist. Mittelst eines Hakens ist auf dem Federkern eine ca. 2 m lange Spiralfeder'
ζ, Fig. 3, am inneren Ende befestigt, während dieselbe am äufseren Ende an dem Federhaus
festgehakt ist.
Zwischen Pfeiler 1 und Brücke 4 ist auf der Gangradwelle das Gangrad k, Fig. 1 und 3,
befestigt. · .
Die. Auslösung setzt sich wie folgt zusammen:
. .
An dem Pfeiler 3 ist ein um ein Scharnier 0 in horizontaler Richtung drehbarer Hebel m n,
Fig. 3 und 2, der Haupthebel, angebracht. Dieser Hebel m η ist vorn in einem horizontalen
Schlitz geführt, welcher sich in der Brücke ρ befindet, Fig. 1 und 3; er wird durch eine
Feder %, Fig. 3, gegen den Pfeiler 1 gedrückt
und kann durch Stellschrauben in zweck-
entsprechender Entfernung von demselben gehalten werden.
Vor der Brücke ρ sind an dem Haupthebel zwei kleine Brücken q in geringer Entfernung
befestigt, in welchen eine kleine Welle r gelagert ist, die den gekrümmten Hebel s, den
Gleithebel, trägt (Fig. ι und 3). Der Hebel s erhält an seinem. unteren Ende einen messerartigen
Stift Z1, welcher in der Ruhelage des Hebels an einer solchen Stelle sich befinden
mufs, dafs er von einem ähnlichen Stift / am Gangrad getroffen werden kann (Fig. 1 und 3).
Die Ruhelage des Gleithebels 5 wird durch einen runden Stift t erzielt, welcher in einem
curvenförmigen Ausschnitt (der Führungscurve) des Verbindungsstückes zwischen Pfeiler 1 und
Brücke ρ aufliegt (Fig. 1 und 3). An dem oberen Ende trägt der Gleithebel s einen runden Stift w,
welcher in einen horizontalen Schlitz des Gabelstückes ν eingreift (Fig. 1 und 3).
Dieses Gabelstück ν ist an dem vorderen Ende des Haupthebels mn um eine Schraube
drehbar befestigt und endigt gegen das Pendel hin mit einem- Finger w, Fig. 1.
Gegenüber dem Finger w ist an dem Pendel ein Daumen χ derart angebracht, dafs derselbe
in der Ruhelage der Hebel gerade noch über den Finger n> hinweg sich bewegt (Fig. 1).
An dem Pfeiler 2 ist ein. um einen Zapfen drehbarer Hebel α,· der'Hemmungshebel, angebracht,
welcher von dem Haupthebel m η mittelst eines Stiftes β gedreht und zwangsläufig
geführt werden kann (Fig. 2 und 3). Dieser Hemmungshebel α steht in der Ruhelage
mit einem am unteren Ende angebrachten Kniestück (Fig. 3) auf einem Stift & der Hemmung
y, welche auf die Laufwerkswelle a b
festgekeilt ist. An der Hemmung ist noch ein weiterer Stift ε befestigt (Fig. 2 und 3), dessen
Lage bei der nachfolgenden Beschreibung des Zusammenwirkens aller Theile näher angegeben
werden soll.
Gesetzt der Fall, die Uhr befinde sich in regelmäfsigem Gang und die Spiralfeder sei
eben frisch aufgezogen worden, so wäre die Kraft der Spiralfeder im Stande, mit ziemlich
gleichbleibender Kraft das Gangrad etwa 5 Minuten im Laufe zu erhalten.
Nach einmaliger Umdrehung des Gangrades (in der Regel nach einer Minute) stöfst dessen
Stift / den Stift / 1 des Gleithebels in die Höhe
und bewirkt damit eine Drehung des Hebels selbst um seine Welle r; dadurch wird das
Gabelstück ν nach unten und der Finger n> desselben nach oben gedreht. Das Pendel
mufs in diesem Augenblick mit seinem Daumen χ den Finger w berühren, in der Weise, dafs
letzterer in eine Einkerbung des Daumens eingreift. Das Pendel drückt nun mittelst des
Gabelstückes ν den Haupthebel mn und den
Gleithebel s nach aufsen, wodurch dem. Stift I Gelegenheit gegeben : ist, ■ an dem Stift I1 vorbeizukommen,
ohne dafs eine Störung des Ganges entstehen kann.
Zugleich wird der Hemmungshebel α durch den Haupthebel mit nach aufsen genommen
und α läfst dadurch den Stift d' frei. Um nun
aber zu verhindern, dafs die Laufwerks welle' durch die Kraft des angehängten Gewichtes
mehr als einmal sich drehe, was der Fall sein könnte, wenn nur der eine Stift &' vorhanden
wäre, so ist an der Hemmung noch der zweite Stift ε derart angebracht, dafs er nach einer
kleinen Drehung der Laufwerkswelle durch das Kniestück des Hemmungshebels so lange aufgehalten
wird, bis das Pendel seine Schwingung vollendet hat und schon wieder im Rückgänge
sich befindet.
Durch die Federkraft des Haupthebels suchen nun sämmtliche Auslösungstheile wieder in die
Ruhelage zu kommen, der Hemmungshebel verläfst den Stift ε, wodurch der Laufwerkswelle
Gelegenheit geboten ist, ihre Umdrehung zu vollenden und dadurch mittelst des Federhäuses
C der Spiralfeder wieder diejenige Spannung zu ertheilen, die sie durch die einmalige
Umdrehung des Gangrades verloren hat (Aufziehen der Spiralfeder).
Bis der Stift d in seine ursprüngliche Lage zurückgekehrt ist, steht der- Hemmungshebel α
schon zu seiner Aufnahme wieder bereit, und mit diesem stehen auch die sämmtlichen
übrigen Auslösungstheile wieder in ihrer ursprünglichen Lage, so dafs sich der beschriebene
Vorgang wiederholen kann, wenn das Gangrad abermals eine Umdrehung vollendet hat.
Die Ruhelage des Gleithebels 5 wird dadurch wieder sicher erreicht, dafs eine Feder jr,
Fig. 3, den Stift t beim Zurückgehen empfängt und ihn auf seine Ruhelage in der Führungscurve
zurückdrückt.
Das Pendel ist sehr schwer construirt, damit trotz der regelmäfsig wiederkehrenden Auslösungsarbeit
ein gleichmäfsiger Gang desselben gesichert erscheint. Die Kraft, die das Pendel
zur Auslösungsarbeit beim Hingange verwendet, erhält dasselbe beim Rückgange von der Feder \
des Haupthebels gröfstentheils wieder zurück.
Als wesentliche Vortheile dieser Vorrichtung gegenüber anderen, denselben Zweck verfolgenden
Vorrichtungen mit constanter Kraft sind anzuführen:
ι. Es braucht eine Uhr mit dieser Vorrichtung nicht mehr Räder als eine gewöhnliche
Thurmuhr, bei der das angehängte Gewicht unmittelbar auf Gangrad und Zeigertransmission
wirkt, während die anderen, bis jetzt bekannten Vorrichtungen Zwischengelege zur
Aufziehung der Spiralfeder oder sonstige verwickelte Mechanismen erfordern.
2. Können, da bei dieser Vorrichtung kein Rad auf das Gangrad einwirkt, sondern nur
das innere Ende der Spiralfeder, die Zapfen der Gangradwelle möglichst dünn hergestellt
werden; es sind deshalb die Widerstände, welche durch den Lauf des Gahgrades zu
überwinden sind, hier auf das kleinste Mafs vermindert, wodurch die Kraft, welche das
Gangrad dem Pendel mittheilt, eine möglichst gleiche und der Gang der Uhr ein möglichst
genauer sein wird.
3. Infolge der Einfachheit dieser Vorrichtung kann eine solche Thurmuhr sehr billig hergestellt
werden und nicht viel theurer als gewöhnliche Uhren ohne eine derartige Einrichtung.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung . zum Betrieb des Gangrades von Thurmuhren durch eine Spiralfeder, welche vermittelst einer Hebelauslösung in beliebigen kleinen Zeitabschnitten von der letzten Welle des Laufwerkes unmittelbar (ohne Zwischenmechanismen) aufgezogen wird.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE53603C true DE53603C (de) |
Family
ID=328247
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT53603D Expired - Lifetime DE53603C (de) | Thurmuhr mit unmittelbarem Antrieb des Gangrades durch eine Spiralfeder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE53603C (de) |
-
0
- DE DENDAT53603D patent/DE53603C/de not_active Expired - Lifetime
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