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Anzeigevorrichtung an Arbeitszeit-Kontrollapparaten Die Erfindung
betrifft eine Anzeigevorrichtung an Arbeitszeit-Kontrollapparaten mit einem ein
Tagesrad darstellenden Anschlagrad zur Bestimmung der Schaltung einer Zählvorrichtung,
zum Zwecke, unmittelbar die tatsächliche Arbeitszeit anzuzeigen. Es ist bekannt,
Typenräder mit Einheiten von o bis 9 vorzusehen zur Registrierung der Einer (Zehntelstunden),
der Zehner (Stunden) sowie der Hunderter (Zehnstunden) behufs Addition der Arbeitszeit
für eine über einen Tag hinäwsgehende Zeitspanne.
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Ein besonderes Zehnstundentypenrad und die für dessen Schaltung und
Sperrung erforderlichen Hilfsmittel werden gemäß der Erfindung dadurch überflüssig
gemacht, daB die Zählvorrichtung ein die Arbeitszeit in Stunden während einer Woche
registrierendes Typenrad aufweist, das somit die Funktionen des bisherigen Stunden-
sowie des Zehnstundentypenrades übernimmt.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
veranschaulicht.
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Abb. i und 2 zeigen denselben in zwei zueinander rechtwinklig versetzten
Aufrissen. Abb.3 bis 6 dienen zur Erklärung von Einzelheiten.
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Es bezeichnet i das auf einer Achse 7 festsitzende Wochenstempelrad,
welches am Umfang mit Typen 16 versehen ist; auf der Zeichnung sind nur in Abb.
i eine - Anzahl solcher Typen gezeichnet. Zur Aufnahme dieser Typen 16 besitzt
das Rad i eine Umfangsnut 36 (Abb. 2). Die Typen z6 sind durch in Löcher 37 des
Rades i eingesetzte Schrauben 38 auswechselbar am Rad befestigt. Das. Rad i, .welches
in der Woche eine Umdrehung ausführt, besitzt beispielsweise i o5 auf dessen Umfang
verteilte Löcher 37, so daB es für eine Zählung von 105 Arbeitsstunden in der Woche
oder von 15 Arbeitsstunden im Tag ausreicht, wenn 7 Arbeitstage angenommen
werden.
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Neben dem Wochenstempelrad i, jedoch exzentrisch zu demselben, ist
ein Stempelrad 39 angeordnet, welches am Umfang eine fortlaufende Zeitteilung mit
den Zahlen oo; o5, io, 15 usw. bis 95 hat; die nach 2o (je 3 Minuten entsprechenden)
Schaltschritten vollzogene Umdrehung des Rades 39 entspricht einer Arbeitsstunde.
Dieses Rad 39 sowie das die vollen Arbeitsstunden während einer Woche zählende Stempelrad
i werden in Übereinstimmung mit der tatsächlichen Arbeitszeit geschaltet, wie noch
näher erläutert wird. 40 ist ein auf der Achse des Rades 39 gelagertes Datumrad,
welches die Ordnungszahl der Wochentage angibt und einen besonderen (nicht gezeichneten.)
Antrieb hat. Die abzustempelnden Kontrollkarten werden in einer nicht dargestellten
Führung
dem unteren Scheitel der Stempelräder i, 39, 40 gegenübergebracht
und in bekannter Weise durch einen Schlaghammer gegen die in Druckstellung befindlichen
Zahlen der Stempelräder i, 39, 40 gedrückt.
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Das Laufwerk der Kontrolluhr besitzt zwei Triebwerke I und II mit
je einem Federhaus. Vom Federhaus 41 des Triebwerkes I aus wird durch ein Zahnrad
42 das die Schaltung der Stempelräder i und 39 bewirkende Anschlagrad 23 ständig
angetrieben. Das Rad 23, welches in den 24 Stunden eines Tages eine Umdrehung ausführt,
besitzt 96 über seinen Umfang verteilte Gewindelöcher 43 für die Aufnahme von Anschlagbolzen
44; es können somit an dem mit einer (nicht gezeichneten) Zeitteilung versehenen
Rad 23 in Abständen, welche dem Zeitabschnitt von je einer Viertelstunde entsprechen,
solche Anschlagbolzen 44 angebracht werden. Diese Anschlagbolzen 44 bestimmen die
Ruhezeit der die Zählvorrichtung bildenden Stempelräder i und 39 und werden deshalb
nach Maßgabe der Arbeitspausen am Rad 23 angeordnet. Der Einfachheit halber sind
in der Zeichnung in Abb. i am Rad 23 lediglich zwei Gruppen a und
b von Anschlagbolzen 44 eingezeichnet. " Die Gruppe a zählt achtundzwanzig
aufeinanderfolgende Bolzen 44 die Gruppe b umfaßt sechs aufeinanderfolgende -Bolzen
44. Die Bolzengruppe a erstreckt sich somit auf einen Zeitabschnitt von 7 Stunden
(Arbeitspause) und die Bolzengruppe b auf einen Zeitabschnitt von ü/2 Stunden (Arbeitspause),
während die zwischen den beiden Bolzengruppen a und b liegende freie Strecke c des
Rades 23 zwanzig . aufeinanderfolgende Löcher 43 zählt, sich also auf einen Zeitabschnitt
von 5 Stunden (Arbeitszeit) erstreckt.
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Mit den Anschlagbolzen 44 arbeitet ein Sperrhebel 46 zusammen, welcher
auf einer Achse 47 gelagert ist, die entgegen dem Einfluß einer Schraubenfeder 48
axial verschiebbar ist und einen Bügel 49 mit Anschlagstift 5.o trägt; ein Führungsstift
51 verhindert ein Drehen des Bügels 49 beim axialen Verschieben der Achse 47. Der
Sperrhebel 4'6 besitzt einen auf der zweiten Seite des Rades 23 befindlichen, mit
46' bezeichneten Arm, welcher bei entsprechender axialer Einstellung der Achse 47
mit vorspringenden Zapfen 44@ der Anschlagbolzen 44 zusammenwirken kann. Der Sperrhebel
46, welcher unter der Wirkung einer Zugfeder 52 steht, kann ein Schaltrad 53 sperren,
welches zu diesem Zweck vier Anschlagstifte 54 hat. Eine -Umdrehung dieses Schaltrades
53, welches das Stempelrad 39 schaltet, entspricht dem Zeitabschnitt von i Arbeitsstunde;
die vier Anschlagstifte 54 ermöglichen das Sperren des Schaltrades 53 jede Viertelstunde.
Dem Sperrhebel 46 ist eüi Sicherungshebel 55 zugeordnet, welcher auf einem Bolzen
56 gelagert und von einer Drahtfeder 57 im Sinne des Eingriffes in eine Kerbe des
Sperrhebels 46 (Abb. 3) bzw. des Aufliegens auf dem Sperrhebel (Abb. i) mit einem
winklig abragenden Arm beeinflußt wird. Der Sicherungshebel 55 trägt einen Querstift
58 (Abb.3), der sich in der Bewegungsbahn einer Klinke 59 befindet, die an einem
Steuerhebel 6o gelagert ist; die Klinke 59 ist in bes.chrämtem Maße, nämlich zwischen
zwei Stiften 61, am Hebel 6o drehbar. Der auf einer Achse 62 gelagerte Steuerhebel
6o wird von einer Zugfeder 63 an eine Scheibe 64 angedrückt, die mit der hohlen
Achse 65 des nicht gezeichneten Minutenzeigers der Kontrolluhr fest verbunden ist.
Die Scheibe 64 weist an ihrem Umfang vier Zähne auf, wodurch der Steuerhebel 6o
nach je 15 Minuten, also jede Viertelstunde, ausgeschwungen wird zwecks Freigabe
des Sicherungshebels 55.
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Das die Uhrzeiger sowie das Anschlagrad 23 drehende Triebwerk I weist
einen ständig angetriebenen zweiarmigen Flügel 66 auf, welcher eine schwingende
Bewegung eines auf einem Bolzen 67 gelagerten Hebels 68 veranlaßt. Der Hebel 68
überträgt seine Bewegung auf einen durch einen Stift 69 mit ihm gekuppelten Winkelhebel
7.o, welcher auf einem Bolzen 7_i gelagert ist. Der Winkelhebel 7o reguliert mittels
eines Querstiftes 72 die Drehbewegung eines zweiarmigen Flügels 73, welcher für
diesen Zweck an beiden Armen je zwei Anschlagstifte 74 hat, zwischen denen der Stift
72 jeweils in bestimmter Stellung des Winkelhebels, 7o hindurchtreten kann, behufs
Freigabe des Flügels 73 für ,eine halbe Umdrehung. Die Drehung- des Flügels 73 wird
durch eine infolge eines. auf ihr angebrachten Gewichts um eine Räderachse 75 sich
abwärts bewegende Spindel. 76 veranlaßt. Bei dieser Sen',bewegung -der gewichtsbelastenden
Spindel 76 wälzt sich ein auf ihr drehbar gelagertes Kegelrad 77 an einem gesperrten
Kegelrad 78 ab, unter Drehung eines Kegelrades 79; die beiden Kegelräder 78 und
79, welche- mit dem Zwischenrad 77 zusammen ein Differentialgetriebe bilden, sitzen
auf der Räderachse 75. Das Kegelrad 79 überträgt seine Drehbewegung durchzwisehengeschaltete
Stirnräder auf den Flügel 73, wobei auch das das Stempelrad 39 schaltende Rad 53
gedreht wird, was schrittweise geschieht entsprechend der vom Flügel 73 aus geregelten
Senkbewegung der gewichtsbelasteten Spindel 76. Jeder Senkschritt der Spindel 76
entsprichst dem Betrage einer Einheit der Teilung -des Stempelrades 39, das nun
in richtiger Aufeinanderfolge eine Zahl nach der anderen in Druckstellung bringt,
Beim
zwanzigsten Schaltschritt, bei welchem das die Arbeitszeit nach Zehntelstunden zählende
Stempelrad 39 wieder die Zahlen oo in die Druckstellung bringt, wird die Sperrung
des Kegelrades 78 aufgehoben, indem ein drehbarer, dem Einfluß des Federhauses 8o
des Triebwerkes II unterstellter Anschlag 81 an einem mit der gewichtsbelasteten
Spindel 76 fest verbundenen Sperrdaumen 82 abgeleitet. Dadurch wird die Sperrung
des Federhauses 8o vorübergehend aufgehoben, was zur Folge hat, daß das Rad 78 des
Differentialgetriebes eine Drehbewegung erhält, wobei dasselbe das Zwischenrad 77
mitnimmt, das sich nun am Rad 79 abwälzt und mit der gewichtsbelasteten Spindel
76 in die Ausgangsstellung zurückkehrt. Hierbei bewirkt das- freigegebene
Federbaus 8o durch mit ihm verbundene Stirnräder die Drehung des die Arbeitszeit
in Stunden zählenden Wochenrades i um den Betrag einer Einheit der Teilung dieses
Stempelrades, worauf der Anschlag 8 i mit seinem zweiten Arm an dem mit der gewichtsbelasteten
Spindel 76 zurückgeschwenkten Sperrdaumen 82 anschlägt, wodurch das Federhaus 8o
und das Kegelrad 78 wieder gesperrt werden. Jetzt kann neuerdings durch Abwärtsbewegen
der Spindel 76 die Schaltung des Stempelrades 39 und in der Folge die Schaltung
des Stempelrades i bewirkt werden, was so lange der Fall ist, als der vom Anschlagrad
23 beeinflußbare Sperrhebel 46 von keinem Anschlag 44 dieses Rades berührt wird.
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Wenn nun ein Anschlagbolzen 44 des ständig angetriebenen Tagesrades
23 mit dem Sperrhebel 46 in Berührung tritt, bewirkt dieser Bolzen 44 eine solche
Verschwenkung des Hebels 46 aus seiner Ruhestellung, in welcher er unter dem Einfluß
seiner Feder 52 an einen Stift 83 anschlägt, daß der Hebel 46 in die Bewegungsbahn
der am Schaltrad 53 vorhandenen Stifte 54 kommt. Infolgedessen wird das Schaltrad
53 durch Anschlagen eines seiner Stifte 54 am Sperrhebel 46 (Abb.3) in seiner Drehbewegung
aufgehalten, wodurch die gewichtsbelastete Spindel 76 an ihrer Abwärtsbewegung verhindert
ist und daher jede Schaltung der Stempelräder 39 und i unterbleibt. Solange die
Gruppe a der Bolzen 44 am Sperrhebel 46 wirksam ist, bleibt die Schaltung der Stempelräder
39 und i unterbrochen. Erst wenn die Bolzengruppe a infolge entsprechender Weiterdrehung
des Anschlagrades 23 den Sperrhebel 46 verläßt, schwingt dieser Hebel wieder in
seine Ruhestellung zurück, wodurch die Sperrung des Schaltrades 53 aufgehoben wird
und folglich der Schaltbetrieb der Räder 39 und i wieder fortgesetzt wird. Dieser
Schaltbetrieb der Zeitstempelräder 39 und i wird neuerdings unterbrochen, Wenn .ein
Anschlagbolzen 44 bzw. der erste dieser Bolzen von der Gruppe b am Hebe146 wirksam
wird usw. Während der Berührung von zwei aufeina.nderfolgenden Bolzen 44 der einzelnen
Gruppe a bzw. b durch den Sperrhebel 46 führt dieser jeweils infolge der
zwischen den Bolzen 44 vorhandenen Lücke eine kleine Schwingbewegung aus, während
welcher der von der Scheibe 64 aus periodisch ausgeschwungene Sicherungshebel55
(Abb.3) vorübergehend aus der Kerbe des Hebels 46 ausgehoben wird. Dies geschieht
dadurch, daß die am Steuerhebel 6o vorgesehene Klinke 59 infolge des durch die sich
drehende Scheibe 64 bewirkten Ausschwingens dieses Hebels 6o bei der Rückkehr des
letzteren in die gezeichnete Stellung mittels einer schrägen Anlauffläche 59' den
Querstift 58 des Sicherungshebels 55 niederdrückt. Dadurch kann der Sperrhebel 46,
wenn er am Rad 23 keinen Anschlagbolzen 44 mehr vorfindet (Abb. 6), sofort in seine
in Abb. i gezeichnete wirkungslose Stellung zurückschwingen, wobei der Sicherungshebel
55 hinter eine am Sperrhebel 46 vorhandene Nase 46" zu liegen kommt (Abb. i)-Vom
Triebwerk I wird somit das Stempelwerk 39, a dauernd periodisch zur Schaltung ausgelöst,
jedoch- wird dessen Schaltbetrieb vom Anschlagrad 23 aus bestimmt. Der Sicherungshebel
53 könnte statt jede Viertelstunde auch in einem anderen Zeitabschnitt periodisch
zwecks Freigabe des Sperrhebels 46 ausgeschwungen werden.
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Wenn die den Sperrhebel 46 tragende Achse 47 sich in Ruhelage (Abb.
2) befindet, kann der Hebel 46 an den Köpfen der in seinen Bereich kommenden Balzen
44 des Rades 23 anschlagen (Abb. 4). Durch axiale Verschiebung der Achse 47, entgegen
dem Einfluß der Feder 48, kann der Arm 46' des Hebels 46 in die Bahn von Zapfen
44 ', soweit solche an Bolzen 44 vorgesehen sind (Abb. 5), gebracht werden; die
Sperrwirkung des Hebels 46 am Schaltrad 53 läßt sich so ebenfalls. erreichen, ohne
daß der Hebel 46. mit den Köpfen der Bolzen 44 in Berührung kommt. Die erwähnte
axiale Verschiebung der den Sperrhebel 46 tragenden Achse 47 wird durch ein am Wochenstempelrad
i auf der einen Seite angebrachtes Bogenstück 84 bewirkt. Dieses Bogenstück 84 trifft
mit einer an seinem entsprechenden Ende vorgesehenen schrägen Ablauffläche auf den
Anschlagstift 5o des mit der Achse 47 fest verbundenen Bügels 49 auf und bewirkt
so die allmähliche axiale Verschiebung der Achse 47, die dann vom Bogenstück 84
in der gegebenen Lage gehalten wird, bis dieses Bogenstück am Anschlagstift 5o vorüberbewegt
worden ist.
Ein- solches Bogenstück, dessen Länge nach Bedarf verschieden
groß sein kann, kann beispielsweise zur Regelung des Schaltbetriebes der Zeitstempelräder
39 und i am Samstag (veränderte Arbeitszeit) zu Hilfe genominen werden. Durch Anordnung
eines oder mehrerer solcher Bogenstücke am Wochenstempelrad i zusammen mit verschiedenartigen,
einzeln auswechselbaren Anschlägen 44 am Tagesrad 23 und der z. B. zwecks Kennzeichnung
von besonderen Arbeitsschichten auswechselbaren Anordnung der Typen 16. am Wöchenstempelrad
i, kann der Schaltbetrieb der Zeitstempelräder allen in Frage kommenden Betriebsverhältnissen
(Arbeitszeiten) für die Dauer einer Woche angepaßt werden, unter Anzeige der Summe
der wöchentlichen Arbeitszeit. An Stelle von Anschlagbalzen 44, die sich mehr für
kurze Sperrzeiten der Zeitstempelräder eignen, können am Tagesrad a3 (Anschlagrad)
für längere Sperrzeiten der Zeitstempelräder auswechselbare Bogenstücke vorgesehen
werden.
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Die die normale Arbeitszeit während einer Woche fortlaufend zählenden
Stempelräder i und 39 werden, wenn die tägliche Arbeitszeit eine kurze ist, am Wochenende
so weit nachgeschaltet, daß sie sich beim Beginn der Arbeitszeit der folgenden Woche
wieder in Nullstellung befinden. Auf dem für den einzelnen Wochentag bestimmten
Umfangsteil des Woclhenstempelrades i können, anschließend an die die normale Arbeitszeit
zählenden Typen, je ein besonderes Merkzeichen aufweisende Typen vorgesehen sein
zur Anzeige allfälliger überzeitarbeit.
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Die erläuterte Ausführungsart der Anzeigevorrichtung des Kontrollapparates
eignet sich in ihrer Bauart besonders für Massenherstellung.