DE535C - Apparate und Maschinen zur Herstellung von Schuh- und Stiefelabsätzen - Google Patents
Apparate und Maschinen zur Herstellung von Schuh- und StiefelabsätzenInfo
- Publication number
- DE535C DE535C DE535DA DE535DA DE535C DE 535 C DE535 C DE 535C DE 535D A DE535D A DE 535DA DE 535D A DE535D A DE 535DA DE 535 C DE535 C DE 535C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- heels
- machines
- heel
- boot
- pins
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D79/00—Combined heel-pressing and nailing machines
Landscapes
- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
1877.
Klasse 71C
WEBER & MILLER in BOCKENHEIM bei FRANKFURT a. M. Apparate und Maschinen zur Herstellung von Schuh- und Stiefelabsätzen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. August 1877 ab.
I. Maschine zum Absatzfräsen (Blatt I).
• Der Schuh, welcher mit dem rohen Absatz versehen ist, wird vermittelst der Spindel 1, die an ihrem einen Ende eine Platte mit Kugelgelenk 2 oder ein in den Schuh passendes, in der Zeichnung punktirt angedeutetes Holzstück hat, in die Maschine festgespannt. Der letzte oder Oberfleck setzt sich dabei in eine auf der Spindel α festgeschraubte Metallkapsel e\ in welche derselbe (der Oberfleck) genau hineinpafst. Die Spindel α sitzt in einem auf den Federn b ruhenden Lager c, welches sich in dem Gufskörper D vertical auf- und niederbewegen kann. An den beiden Enden der Spindel α sitzen zwei ovale Flantschen e e', wovon e' zugleich die Kapsel für den Oberfleck bildet und welche genau der Umfangsform des Absatzes an seinem unteren Theile gleich sind.
• Der Schuh, welcher mit dem rohen Absatz versehen ist, wird vermittelst der Spindel 1, die an ihrem einen Ende eine Platte mit Kugelgelenk 2 oder ein in den Schuh passendes, in der Zeichnung punktirt angedeutetes Holzstück hat, in die Maschine festgespannt. Der letzte oder Oberfleck setzt sich dabei in eine auf der Spindel α festgeschraubte Metallkapsel e\ in welche derselbe (der Oberfleck) genau hineinpafst. Die Spindel α sitzt in einem auf den Federn b ruhenden Lager c, welches sich in dem Gufskörper D vertical auf- und niederbewegen kann. An den beiden Enden der Spindel α sitzen zwei ovale Flantschen e e', wovon e' zugleich die Kapsel für den Oberfleck bildet und welche genau der Umfangsform des Absatzes an seinem unteren Theile gleich sind.
Diese Flantschen e el stofsen an den Hebel F.
Das auf den Federn b ruhende Lager c wird durch die Federn in die Höhe gedrückt, wobei
die Flantschen e immer gegen den Hebel F gedrückt werden. Wird nun die Spindel α gedreht,
so macht dieselbe genau die excentrische Bewegung,1 welche die Flantschen e vorschreiben.
An den Schuh wird oberhalb des Absatzes an dem Fersenteile desselben die
Kapsel g aufgesteckt, welche die Form des oberen Theiles des Absatzes angiebt. Die
federnde Spindel 1 wird durch die Spiralfeder 3 iri die Höhe gezogen, wodurch die Kapsel g
immer gegen das verstellbare Gleitestück 4 angedrückt wird, und wird hierdurch bei der Umdrehung
der Spindel α dem Absatze die Form in seinem oberen Theile, sowie in der verticalen
Richtung gegeben. Auf der Spindel h sitzen die geraden oder schraubenförmigen Messer i,
welche genau die Form des Absatzes haben. Die Spindel h macht 1000 bis 3000 Umdrehungen.
Während die Fräsmesser im Laufe sind,, wird der Schuh vermittelst des Griffes k umgedreht.
Sind die Absätze unterbaut (Fagon Louis XV) so wird anstatt der festen Kapsel e
eine bewegliche Kapsel E angewendet. Die Platte L dient zur besseren Befestigung, des
Schuhes und ist mit der Kapsel e verbunden. Die Mutter / dient zur Spannung der Federn b.
Um beim Anfang des Fräsens die Messer nach und nach anschneiden zu lassen, hat der
Hebel F einen Griff m, welcher dazu dient,
das Lager c beim Beginn des Fräseris mit der Hand niederzudrücken und dann durch den
Federndruck langsam aufsteigen zu lassen. Vermittelst der Schrauben nnl, welche auf den
Hebel F und das Gleitestück 4 drücken, wird die Annäherung und Entfernung des Absatzes
von den Fräsmessern regulirt. 0 ist eine gezahnte Scheibe, welche dazu dient, die Innenseite
des Absatzes, welche mit der Hand vorgehalten wird, abzufräsen.
Die Wirkung der übrigen Maschinentheile ergiebt sich aus der Zeichnung von selbst.
II. Absatzpresse (Blatt II).
II. Absatzpresse (Blatt II).
Die Presse besteht aus dem Gufskörper a,
in welchen das Gewinde, welches die Schraube JS aufnimmt, eingeschnitten ist. Die Schraube B
drückt auf den Stempel C, welcher auf den untergeschobenen Apparat 1 drückt. Die Schraube B
wird durch das Schwungrad D vermittelst der,
Handgriffe E in Bewegung gesetzt.
Das Schwungrad D sitzt lose auf der Schraube B und nimmt durch die zwei Vorsprünge F, welche
an der Schwungradnabe sitzen, die Vorsprünge G an der Schraube mit. Durch diese Construction
ist es möglich, dafs, nachdem der Absatz mit der Schraube zusammengeprefst und genagelt
ist, demselben durch wiederholte Schläge mit dem Rade, ohne dafs der Druck der Schraube
den Absatz verläfst, nach Wunsch eine stärkere Pressung gegeben werden kann. Die Vorrichtung
H dient zum Ausstofsen des Absatzes, nachdem er geprefst und genagelt ist. Neu und
eigenthümlich für Absatzfabrikation ist die Presse durch das lose, auf der Schraube aufsitzende
Rad, welches das Nachziehen der Schraube gestattet.
III. Apparate zum Zusammennageln und -Pressen von Absätzen (Blatt III).
Diese Apparate dienen zum Zusammen-Pressen und Nageln von einzelnen Lederflecken zu Absätzen,
und wird beides in einer Operation ausgeführt.
Das Zusammenpressen der Flecke ist in allen Apparaten gleich; das Nageln geschieht jedoch
auf verschiedene Art, je nachdem die Nägel auf dem Absatz sichtbar sein sollen oder nicht.
Der Apparat A für Absätze mit sichtbaren Nägeln, welche möglichst aufsen am Rande des
Oberfleckes stehen müssen, besteht aus einer schmiedeisernen Grundplatte a, in welcher vier
verticale Stifte b parallel zu einander vernietet sind. Ueber diese vier Stifte sind vier
Spiralfedern c geschoben. Die Absatzform , welche vier mit den Stiften correspondirende
Löcher hat, wird in die Stifte eingesetzt und ruht auf den Federn c und wird durch die beiden
mit Schlitz versehenen Laschen e festgehalten. Das vierkantige, an die Form d angeschraubte
Stück / dient zur Aufnahme der Bolzen g und der Stifte i. /5 ist eine polirte
und gehärtete Stahlplatte, aufweicher die Bolzen aufsitzen. Die Benutzung des Apparates geschieht
auf folgende Weise: Nachdem die Stifte ι vermittelst eines Trichters in die Bolzenlöcher eingeführt
sind, werden die einzelnen Lederflecke 2 mit oder ohne Klebemittel in die Form eingelegt
und der Deckel der Form i darauf gelegt und dann unter eine Presse gebracht. Beim
Niedergehen des Prefsstempels, drücken sich die Flecke passend in die Form ein; zu gleicher
Zeit wird der Widerstand der Federn überwunden und die Form d drückt sich herunter bis
das Viereck / auf der Stahlplatte h aufsitzt, dabei werden die Bolzen g in die Höhe und die
Stifte ι in die Flecke 2 hineingedrückt; dadurch, dafs die Bolzen g an ihren oberen Enden
abgeschrägt sind, behalten die Stifte immer die durch die Bohrung gegebene schräge Lage und
gehen in gleicher Richtung in das Leder. Wenn der Absatz fertig geprefst ist, wird der Apparat
unter der Presse hervorgezogen, der Deckel abgenommen und der Absatz vermittelst des
Bolzens k und einer an der Presse angebrachten mechanischen Vorrichtung ausgestofsen.
Die Apparate B und C sind für Absätze mit
nicht sichtbaren Nägeln (verdeckt aufgenageltem Oberfleck).
Der Unterschied hierbei gegen den vorherbeschriebenen Apparat besteht nur darin, dafs
die Nägel 1 an beiden Enden gespitzt sind, dafs die Bolzen g in gerader Richtung gehen und zur
Aufnahme der unteren Nagelspitzen Versenkungen haben, dafs zwischen die Form d und den Block/
eine Stahlplatte eingeschoben ist, welche konische Löcher zur Geradführung der Stifte mit dem
genauen Durchmesser der Stifte hat, und dafs die Bolzen g nicht auf einer polirten Stahlplatte
gleiten, sondern sich in Versenkungen der Grundplatte einsetzen.
Der Oberfleck wird später auf die Spitzen, welche in entsprechender Länge vorstehen, aufgedrückt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE535T | 1877-08-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE535C true DE535C (de) |
Family
ID=70968622
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE535DA Expired - Lifetime DE535C (de) | 1877-08-11 | 1877-08-11 | Apparate und Maschinen zur Herstellung von Schuh- und Stiefelabsätzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE535C (de) |
-
1877
- 1877-08-11 DE DE535DA patent/DE535C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE535C (de) | Apparate und Maschinen zur Herstellung von Schuh- und Stiefelabsätzen | |
| DE411774C (de) | Schmiedemaschine | |
| DE641311C (de) | Spitzenzwickmaschine | |
| DE711588C (de) | Vorrichtung zum Einwalzen von in Bauteile eingesetzten und zu befestigenden Kugel- und Gelenklagern | |
| DE377570C (de) | Vorrichtung zum Bekleben von Absatzfronten | |
| DE2617056C3 (de) | Preßvorrichtung für hohe Absätze | |
| DE479094C (de) | Vorrichtung zum Zentrieren gezwickter loser Schuhe in bezug auf mit ihnen zu verbindende Sohlen | |
| DE12611C (de) | Vorrichtung zum Aufnageln des Oberflecks auf Absätze | |
| DE54805C (de) | Maschine zum Anfeilen von Klavierstift - Gewinden | |
| DE845259C (de) | Schneidwerkzeug mit eingesetzten, verstellbaren und radial einstellbaren Messern | |
| AT136269B (de) | Preßvorrichtung mit absatzweise bewegtem Zubringeteller für die Werkstücke. | |
| DE2534378B2 (de) | Vorrichtung zur Kraftschlüssigen Verbindung eines verschwenkbaren Gipsmodell-Trägers mit einer das Motorgehäuse einer Sägemaschine tragenden Grundplatte | |
| DE219104C (de) | ||
| AT47702B (de) | Maschine zum Einsetzen metallener Befestigungsmittel in Schuh- und Stiefelleder. | |
| DE875162C (de) | Maschine zum Einstechen von Poren in Leder od. dgl. | |
| DE3890C (de) | Zwei Maschinen zum Festnageln und Beschneiden der Absätze und Sohlen bei Herstellung von Schuhwerk | |
| DE53308C (de) | Schuhnagelmaschine | |
| DE236234C (de) | ||
| DE141384C (de) | ||
| DE282728C (de) | ||
| DE60529C (de) | Absatz-Nagelmaschine | |
| DE442811C (de) | Maschine zum Aufnageln der Absatzflecke, Rahmen und Sohlen von Schuhwerk mit Louis-XV.-Absaetzen | |
| DE936085C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Reissverschluessen | |
| DE1091C (de) | Absatz-, Zusammendrück- und Aufnagelmaschine | |
| CH238324A (de) | Absatz- und Sohlenbeschneidmaschine. |