DE53495C - Verfahren zur Reinigung alkoholischer Flüssigkeiten - Google Patents

Verfahren zur Reinigung alkoholischer Flüssigkeiten

Info

Publication number
DE53495C
DE53495C DENDAT53495D DE53495DA DE53495C DE 53495 C DE53495 C DE 53495C DE NDAT53495 D DENDAT53495 D DE NDAT53495D DE 53495D A DE53495D A DE 53495DA DE 53495 C DE53495 C DE 53495C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
liquid
cleaning
alcoholic liquids
alcoholic
tartrate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT53495D
Other languages
English (en)
Original Assignee
P. C. ROSSEAU, M. J. DE LA BAUME und J. DE CHANTERACin Paris
Publication of DE53495C publication Critical patent/DE53495C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/001Processes specially adapted for distillation or rectification of fermented solutions
    • B01D3/003Rectification of spirit

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
in PARIS.
Es sind bisher zahlreiche Versuche gemacht worden, gebrannte Alkohole und andere alkoholische Producte vollständig von allen dieselben verunreinigenden Stoffen zu befreien, um in kurzer Zeit und mit geringen Kosten ein absolut reines Product zu erhalten. Bisher haben diese Versuche nach Ansicht der Erfinder keine befriedigenden Resultate ergeben.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren, bei welchem eine einfache Reinigungsmethode zur Anwendung kommt, welche keinen besonderen Apparat erfordert, sondern mittelst gebräuchlicher Apparate ausgeführt werden kann, und welches so wirksam ist, dafs. der erhaltene Alkohol absolut rein ist. Man kann dieses Verfahren auf Alkohole jeder Art und alkoholische Flüssigkeiten anwenden, ohne Rücksicht auf den Grad der Verunreinigung oder die Menge der in der Flüssigkeit enthaltenen trübenden oder einen scharfen Geschmack bedingenden Stoffe. Dieser Reinigungsprocefs besteht im wesentlichen darin, dafs zwei Agenden angewendet werden, welche, anfangs von einander getrennt, später gleichzeitig zur Wirkung kommen, wobei ein chemisch reines Product erhalten wird. Diese Agentien sind: neutrales Kaliumtartrat oder Kaliumnatriumtartrat und Natrium- oder Bariumhyposulfit. Es können alle neutralen Tartrate zur Reinigung der Alkohole angewendet werden; man wendet jedoch vortheilhaft die genannten (Seignettesalz) an. Von den Hyposulfiten giebt der unterschwefligsaure Baryt oder das entsprechende Natronsalz das beste Resultat.
Das Verfahren wird in folgender Weise ausgeführt:
Die zu reinigende alkoholische Flüssigkeit wird in einen Behälter von beliebiger Form gebracht, welcher möglichst dicht geschlossen wird, damit Verluste infolge von Verdampfung vermieden werden. Man führt das Tartrat für sich in kleinen Mengen ein und schüttelt die Masse, bis die Flüssigkeit sich neutral gegen Reagenspapier verhält oder leicht alkalisch reagirt. Man überläfst dann die Flüssigkeit sich selbst, wobei dieselbe — zu Anfang getrübt — allmälig klar wird und am Boden des Recipienten mehr oder weniger dichte Niederschläge sich ansammeln, je nachdem der zu behandelnde Alkohol mehr oder weniger unrein war. Die Dauer dieses ersten Theiles des Verfahrens hängt von dem Grade der Verunreinigung des Alkohols ab und kann zwischen einigen Stunden und mehreren Tagen schwanken.
Die Verhältnisse, unter welchen man das Verfahren ausführt, sind ebenfalls zu berücksichtigen; denn Licht und Wärme beschleunigen den Procefs derart, dafs die Dauer desselben unter den günstigsten Verhältnissen auf wenige Stunden reducirt werden kann, d. h. wenn man die zu reinigende Flüssigkeit erwärmt; in diesem Falle würde man aber mit geschlossenen Gefäfsen arbeiten müssen, um Verluste durch Verdampfung zu vermeiden.
Hat man sich davon überzeugt, dafs die Flüssigkeit vollständig klar ist, so führt man eine entsprechende Menge Hyposulfit in den Behälter ein, nämlich ungefähr χ/3 des Gewichtes des Tartrates, welches verwendet wurde. Selbstverständlich wird die Menge des zuzufügenden Hyposulfite entsprechend der Beschaffenheit und der Menge der in der alkoholischen Flüssigkeit enthaltenen Unreinigkeiten zu ändern sein. Man hat das richtige Verhältnifs für das zuzusetzende Hyposulfit gewählt, wenn sich einige Zeit nach dem Zusetzen am Boden des Behälters ein leichter krystallinischer Niederschlag bildet, wobei die Flüssigkeit klar und durchsichtig wird.
Zu bemerken ist, dafs ein Ueberschufs von Hyposulfit keinerlei nachtheilige Wirkung auf das Product ausübt. Dafs der Procefs zu Ende ist, erkennt man daran, dafs die Flüssigkeit, nachdem dieselbe mehrere Male geschüttelt worden ist, zur Ruhe gekommen, aufs Neue klar wird. Die gereinigte Flüssigkeit wird nun von der Ablagerung, welche sich am Boden gebildet hat, entweder durch Filtriren, Decantiren oder auf irgend eine andere Weise getrennt und darauf in den gewöhnlichen Apparaten rectificirt.
Ein derartiges Reinigungsverfahren kann bei allen alkoholischen Flüssigkeiten und Getränken angewendet werden, besonders bei Wein, Rum u. s. w., wodurch man den Geschmack derselben bedeutend verbessert.
Das Eigenthümliche dieses Verfahrens ist also, dafs man rohe Alkohole oder andere unreine alkoholische Flüssigkeiten zuerst mit neutralen Tartraten und dann mit Hyposulfiten mischt; . würde man die Agentien für sich oder in umgekehrter Reihenfolge anwenden, so würde man nicht das gewünschte Resultat erhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Reinigung alkoholischer Flüssigkeiten, darin bestehend, dafs man zu denselben neutrales Kaliumtartrat oder Kaliumnatriumtartrat setzt, dann Natrium- oder Bariumhyposulfit hinzufügt, die Flüssigkeit vom Niederschlage trennt und rectificirt.
DENDAT53495D Verfahren zur Reinigung alkoholischer Flüssigkeiten Expired - Lifetime DE53495C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE53495C true DE53495C (de)

Family

ID=328149

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT53495D Expired - Lifetime DE53495C (de) Verfahren zur Reinigung alkoholischer Flüssigkeiten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE53495C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69529449T2 (de) Brennstoffbehandlungsvorrichtung
DE53495C (de) Verfahren zur Reinigung alkoholischer Flüssigkeiten
DE400131C (de) Verfahren zum Waschen und Reinigen von Textil- und anderem Waschgut
DE1963846C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Kaliumhydrogentartrat
DE553613C (de) Verfahren zur Herstellung von Kadmiumueberzuegen in einem zyankalischen Kadmiumbade durch Elektrolyse
DE840980C (de) Verfahren zur biochemischen Abwasserreinigung
Reinefeld et al. Die technologie des zuckers
DE131870C (de)
DE663583C (de) Verfahren zur Verhinderung der Ausbildung grosser Kristalle
DE241802C (de)
DE2348807C3 (de) Verfahren zum Ausscheiden von Weinstein aus Wein oder Schaumwein
DE656598C (de) Verfahren zur Herstellung von Presshefe
DE387086C (de) Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Klebstoff und Zuckersirup aus entzuckerten Ruebenschnitzeln
DE2409609A1 (de) Verfahren zum herstellen von alkoholreduziertem bier
DE60000701T2 (de) Reinigungsverfahren für rohen Zuckerrübensaft
DE7125C (de) Verfahren zum Klären und Entfärben von Zuckerlösungen beim Raffiniren mit Hülfe von Zinknitrat
DE1217350B (de) Verfahren zur Herstellung von grobkoernigem Natriumchlorid durch Vakuumverdampfen von Salzsolen
AT54368B (de) Verfahren zur Herstellung von für die Indigoküpen, insbesondere die kalten Küpen geeigneten Präparaten.
DE539075C (de) Verfahren zur Entzuckerung von Sirupen und Melassen
DE179012C (de)
DE596509C (de) Verfahren zur Herstellung von Pentaerythrit
DE941707C (de) Verfahren zur Herstellung von bakterizidem Klareis
DE30686C (de) Verfahren zur Zuckerfabrikation
AT105784B (de) Verfahren zur Herstellung von Hefe, insbesondere Lufthefe.
DE376404C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Inversion von Zuckerloesungen mit Invertase