DE534809C - Verfahren zum Zerlegen waessriger Emulsionen von Teeren oder OElen - Google Patents

Verfahren zum Zerlegen waessriger Emulsionen von Teeren oder OElen

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DE534809C
DE534809C DER70071D DER0070071D DE534809C DE 534809 C DE534809 C DE 534809C DE R70071 D DER70071 D DE R70071D DE R0070071 D DER0070071 D DE R0070071D DE 534809 C DE534809 C DE 534809C
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emulsion
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solid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G33/00Dewatering or demulsification of hydrocarbon oils
    • C10G33/06Dewatering or demulsification of hydrocarbon oils with mechanical means, e.g. by filtration
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar

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Description

  • Verfahren zum Zerlegen wäßriger Emulsionen von Teeren oder Ölen Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Zerlegung wäßriger Emulsionen von Teeren oder Ölen durch Zugabe von fein verteilten festen, gegen Wasser chemisch indifferenten und in diesem unlöslichen Stoffen zu bewirken. Diese Stoffe wurden nur in geringer Menge (bis zu 402 zugesetzt. Hierbei dauerte jedoch die Abscheidung mehrere Stunden. Ferner erwies sich eine Filtration als notwendig. Die Ausbeute - war zudem gering.
  • Das im folgenden beschriebene Verfahren der Trennung wirkt schnell und liefert außerdem hohe Ausbeuten. Es besteht darin, daß der fein verteilte feste Stoff der Emulsion in einer so hoch bemessenen, etwa das Zweifache ihres Gehaltes an Wasser betragenden Gewichtsmenge zugesetzt wird, daß bei dem Vermischen des Stoffes mit der Emulsion die in ihr enthaltenen wäßrigen Anteile an die festen Stoffteilchen mechanisch gebunden und beim Absinken derselben-als beiartige Masse durch die Ölschicht hindurch zu Boden gerissen werden.
  • Als fester fein verteilter Stoff dient vorzugsweise Granitstaub oder Schieferstaub. Bei Emulsionen, welche viel Wasser, z. B. mehr als 4o'/" Wasser, enthalten, wird der fein verteilte feste Stoff zunächst bei gewöhnlicher Temperatur zugesetzt, worauf das Wasser sich auf der Oberfläche abscheidet. Der Zusatz von mehr Emulsion und das Erhitzen der Mischung verursacht dann eine Umkehrung der Phasen, wobei der Teer oder das Öl auf der Oberfläche abgeschieden wird. Eine Emulsion, welche 3o bis 35 lo Wasser enthält, ist am geeignetsten zur Behandlung gemäß der Erfindung. Durch Versetzen von wasserreicheren mit wasserärmeren Emulsionen stellt man den Wassergehalt vorteilhaft auf den bezeichneten Betrag von 3o bis 35'/, ein. Die einen solchen Wassergehalt aufweisende Emulsion wird während des Vermischens mit dem festen Stoff erhitzt. Hierbei scheidet sich das Öl sofort ab. Das Erhitzen- kann bis zu einer Temperatur von ungefähr ioo° C erfolgen. In der zuletzt genannten Weise können ganz allgemein solche Emulsionen behandelt werden, die bis zu 35 % Wasser enthalten. Ebenso lassen sich in der letztgenannten Weise die Emulsionen behandeln, bei denen der Wassergehalt zwischen 35 und 4o 0f0 liegt.
  • Granitstaub, der bereits einmal benutzt wurde, kann wieder verwendet werden. Zur Wiederverwendung wird er- auf eine verhältnismäßig niedrige, vorzugsweise unter ioo° C liegende Temperatur erhitzt, bis der Wassergehalt auf ungefähr i 01" zurückgegangen ist.
  • Einige Ausführungsbeispiele sollen das neue Verfahren erläutern: Um die Kreosote aus einer Kreosot-Wasser-Emulsion von 4o 01o Wassergehalt abzuscheiden, die etwas fein verteilten Kohlenstoff und andere feste Bestandteile enthält, werden 5oo Gewichtsteile dieser Emulsion auf 6o° C erhitzt und- dann auf 380 Gewichtsteile' feinen Granitstaubes aufgegossen. Die gesamte Masse wird verrührt und die Temperatur dann auf ungefähr 6o° C gesteigert. Nachdem diese Temperatur einige Minuten aufrechterhalten worden ist, ist die Zerlegung der Emulsion beendet. Es werden hierbei 2q.2 Gewichtsteile Öl mit weniger als o,25 °f" Wassergehalt erhalten. Die so erzeugte Ölmenge beträgt 48,4 °1o der gesamten ursprünglichen Emulsion.
  • Die in dem ausgeschiedenen Ölverbleibende Wassermenge kann dadurch geregelt werden, daß man die Menge des verwendeten Granitpulvers ändert. Wenn z. B. die 5oo Gewichtsteile der obenerwähnten Emulsion nur mit 28o Gewichtsteilen des Granitpulvers vermischt werden, so erhält man 26o Gewichtsteile eines Öles, welches ungefähr 1,5'/, Wassergehalt hat. Diese Ölmenge stellt 52 °/o der ursprünglichen Emulsion' dar.
  • Bei einem anderen Beispiele wurden goo Gewichtsteile einer 35 °4 Wassergehalt aufweisenden Emulsion mit 6oo. Gewichtsteilen feinen Granitstaubes gemischt und auf eine Temperatur zwischen go und ioo° C erhitzt. Sobald das Öl sich abzuscheiden beginnt, werden weitere ioo_ Gewichtsteile der Emulsion zugesetzt. In wenigen Minuten scheiden sich 613 Gewichtsteile Öl aus, was einer Ausbeute von 94,3 °/o des in der Emulsion enthalten gewesenen Öles entspricht.
  • Im folgenden wird ein Beispiel von Ausscheidungen angegeben, bei welchen zunächst ein Teil des Wassers ausgeschieden wird, worauf durch Erhitzen und weiteren Zusatz von Emulsion die Phasen umgekehrt werden, und dann die gesamte Ölmenge ausgeschieden wird.
  • 40o Gewichtsteile Emulsion von 57 °@o Wassergehalt werden bei gewöhnlicher Temperatur mit 456 Gewichtsteilen Granitstaub vermengt, welcher bereits zweimal zur Wasserabscheidung verwendet worden war. Ohne irgendwelches Erhitzen scheiden sich 128 Gewichtsteile Wasser aus und steigen an die Oberfläche. Der Rest ist ein steifer Brei und zeigt keine Abscheidung beim Erhitzen auf 70° C. ioo Gewichtsteile der Emulsion werden dann noch zugesetzt und die Gesamtmenge dann wieder auf 7o° C erhitzt, wobei sich 176 Gewichtsteile 01 ausscheiden, also 35 °/o der Gesamtemulsion oder 82 °/o des nicht wäßrigen Anteiles der Emulsion.
  • Diese Arbeitsmethode bietet den Vorteil, daß eine gegebene Menge Emulsion mit hohem Wassergehalt verhältnismäßig wenig Pulver zur Zerlegung benötigt.
  • Es sei nun ein Beispiel genannt, bei welchem das gleiche Granitpulver wiederholt benutzt wurde.
  • 6oo Gewichtsteile Granitpulver wurden verwendet und im ganzen einundzwanzigmal für verschiedene Mengen von Emulsionen gebraucht, wobei die Gesamtmenge der behandelten Emulsion io 6o2 Gewichtsteile mit 6o,i °/o Wassergehalt betrug. Von dieser Gesamtmenge Emulsion wurden 82,8 Volumenprozent des ursprünglichen Ölgehaltes wiedergewonnen. In diesem Falle trat eine direkte Abscheidung des Wassers während der vierten Verwendung des Pulvers und nachher ein.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Zerlegen wäßriger Emulsionen von Teeren oder Ölen mittels fein verteilter fester, gegen Wasser chemisch indifferenter und in diesem unlöslicher Stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß man den fein verteilten Stoff, z. B. Granit- oder Schieferstaub, der Emulsion in einer so hoch bemessenen, etwa das Zweifache ihres Gehaltes an Wasser betragenden Gewichtsmenge zusetzt, daß bei dem Vermischen des Stoffes mit der Emulsion die in ihr enthaltenen w-äßrigen Anteile an die festen Stoffteilchen mechanisch gebunden und beim Absinken derselben als breiartige Masse durch die Ölschicht hindurch zu Boden gerissen werden.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion bei einem Wassergehalt bis zu 35 °4 in an sich bekannter Weise während des Vermischens mit dem festen Stoff erhitzt wird.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion bei einem Wassergehalt von mehr als 40 °/o zunächst nur zu einem bestimmten, beispielsweise vier Fünftel der Gesamtmenge betragenden Anteil mit dem festen Stoff bei gewöhnlicher Temperatur vermischt und sodann die Mischung unter Zugabe des Restanteils der Emulsion erhitzt wird.
  4. 4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet; daß der Wassergehalt der mit dem festen Stoff zu behandelnden Emulsion auf den Betrag von 3o bis 35 °/o durch entsprechendes Vermischen von wasserreicheren mit wasserärmeren Emulsionen eingestellt wird.
DER70071D 1926-03-30 1927-01-30 Verfahren zum Zerlegen waessriger Emulsionen von Teeren oder OElen Expired DE534809C (de)

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DE534809C true DE534809C (de) 1931-10-02

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ID=9855664

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DER70071D Expired DE534809C (de) 1926-03-30 1927-01-30 Verfahren zum Zerlegen waessriger Emulsionen von Teeren oder OElen

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GB (1) GB268547A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748462C (de) * 1941-03-06 1944-12-10 Verfahren zur Entwasserung von Teeren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748462C (de) * 1941-03-06 1944-12-10 Verfahren zur Entwasserung von Teeren

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GB268547A (en) 1927-04-07

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