-
Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine Die Erfindung betrifft
Verbesserungen an Strickmaschinen sowie Verbesserungen in der Herstellung von Waren
auf derartigen Maschinen.
-
Eine ganz besondere Aufgabe der Erfindung liegt in Verbesserungen
der Möglichleiten und Mittel zur Herstellung formgerechter Waren, insbesondere nahtloser
Strumpfwaren auf Rundstrickmaschinen.
-
Gemäß der Erfindung ist eine Strickmaschine mit einer Einrichtung
geschaffen, die es gestattet, zwecks Veränderung der effektiven Warenbreite eine
oder mehrere Gruppen von Nadeln und Platinen wahlweise zwischen bereits arbeitende
Nadeln zu schieben.
-
Mit der Erfindung ist eine Strickmaschine zusammen mit Mitteln geschaffen,
welche Maschen jeweils zwischen zwei schon vorherbestimmten in Arbeit stehenden
Nadeln, die ohne dazwischenliegende Platine vorher eine gemeinsame Masche bildeten,
kuli,eren lassen und die Zahl ,dieser Maschen bei der Herstellung der einzelnen
Maschenreihen zu verändern gestatten, und zwar dies zu dem Zwecke, die Maschenzahl
in den betreffenden Maschenreihen zu ändern und auf :diese Weise die Ware formgerecht
herzustellen.
-
Ein formgerecht gestrickter Warenschlauch, d. h. ein Warenschlauch
mit verschiedenen Durchmessern, kann gemäß der Erfindung hergestellt werden auf
irgendeiner bekannten - oder bewährten Rundstricknnaschine, welche .neben im Kreis
angeordneten Nadeln ebenfalls im Kreis angeordnete Platinen zum Kulieren des Fadens
zwischen den Nadeln besitzt.
-
Inder Ausführung der Erfindung wird- mit dem Stricken begonnen, ,nachdem
eine im voraus bestimmte größte Zahl Nudeln und Platinen erst außer Wirkung gesetzt
worden ist: Mit dem Fortgang. der Strickarbeit wenden dann von diesen Nadeln und
Platinen wahlweise eine oder mehrere,Gruppen wieder zum Stricken mit herangezogen
und das so lange, bis die Nadeln und Platinen in voller Zahl mitarbeiten und nun
.die Ware mit einem ,größten Durchmesser gestrickt wird.
-
Werden die zuvor (außer Betrieb gesetzten Nadeln und Platinen rings
der Maschine in gleichmäßigen Abständen wieder aufgenommen, d. h. wieder zur Arbeit
herangezogen, so entsteht ein sich in seiner Form regelmäßig erweiternder Warenschlauch.
Wenden die genannten Nadeln :und Platinen jedoch auf nur einem Umfangsabschnitt
;der Maschine wieder aufgenommen, d. h. wieder zum Stricken herangezogen, so entsteht
ein Waxenschlauch, der nur auf deiner Seite geweitet bzw. entsprechend irgendeiner
gewünschten Form gestaltet ist.
Die weitere Beschreibung der Erfindung
soll nunmehr an Hand beiliegender Zeichnungen geschehen. Es stellen. dar: Abb. i
und a einen Teil eines nahtlosen, auf einer Rundstrickmaschine formgerecht im Sinne
dieser Erfindung hergestellten Strumpfes, von (der,Seite und von hinten besehen,
Abb. 3 die Anordnung der Nadeln und Platinen einer Rundstrickmaschine gemäß dieser
Erfindung, Abb. 4 und 5 einige Strickwerkzeuge, d. h. einige Nadeln und Platinen
aus Abb. 3 in vergrößerter Darstellung, Abb. 6 und 7 zusammengenommen eine Seitenansicht
eines Teiles einer zur Herstellung von Strümpfen gemäß Abb. i und 2 dienenden Rundstrickmaschine,
Abb. ä die Anordnung der Platinen einer Maschine .gemäß Abb.6 mit Schnitt durch
den Nadelzylinder, Abb.9 von unten gesehen einen Teil des Platinenschloßringes zusammen
mit einem dazugehörigen Sortierschloßteil, Abb. io eine der wählbaren Platinen in
vergrößertem Maßstäbe, Abb. i i die Mittel zur- Wahl der Platinen, Abb. 12 die Mittel
zur Wahl der Nadeln, Abb. 13 Idas Nadelschloß, Abb. 1q. eine Nadel mit dazugehörigem
Nadelstößer in vergrößertem Maßstäbe und Abb. 15 eine Vorrichtung, welche die der
Wahl oder Platinen und Nadeln idienenden Mittel zu steuern gestattet.
-
Im folgenden soll beispielswedse eine besondere Ausführung der Erfindung
beschrieben weiden, und zwar für den Fall der Herstellung eines in Abb. i und 2
dargestellten nahtlos und formgerecht gestrickten Strumpfes o. dgl.
-
Es kann ein solcher Strumpf hergestellt werden auf irgendeiner bekannten
oder bewährten Rundstrickmaschine, bei welcher die Nadeln i (s. Abb. 3), wie üblich;
in den Nadelrinnen eines .drehbaren Nadelzylinders in einem vollständigen Kreis
gegeben und daneben auch in einem .ebenfalls vollständigen Kreis Platinen vorhanden
sind, von denen eine jede für gewöhnlich zwischen zwei der genannten Nadeln arbeiten
kann.
-
.Formgerecht geatbeitet wird der Strumpflängen, indem die Zahl der
Maschen in den fortgesetzt .und spimalig von der Hochferse Iris zu :einer bestimmten
Höhe, z. B. bis zur vollen Stärke ,der Wade, ansteigenden Maschenreihen vergrößert
und dabei die formgerecht hergestellte Fläche vorzugsweise auf dem Strumpflängen
hinten und symmnetr(isch zur Mitte :gearbeitet wind. Von dien auf einem Umfangsabschnitt
des Nadelzylinders (im folgenden soll dieser Abschnitt kurz hinterer Umfangsabschnitt
genannt werden) liegenden Nadeln und Platinen sind ganz bestimmte Nadeln sowie auch
bestimmte Platinen mit Mitteln versehen, diie 'im folgenden noch näher beschrieben
werden und die Möglichkeit geben, unter den zuletzt erwähnten Nadeln und Platinen,
eine Wahl zu treffen und,die jeweils gewählten Nudeln und Platinier ;aus ihrer unwirksamen
Stellung heraus in Beine Stellung zu bringen, ,der zufolge sie am Stricken der Ware
teilnehmen werden. Die wählbaren Nadeln sind mit ja bezeichnet. Vorzugsweise ist
jiede ;dritte Nadel im hinteren Umfangsabschnitt der Maschine eine wählbare Nadel.
Mit 2a sind anderseits die wählbaren Platinen bezeichnet, und zwar sind (es immer
Platinen, .die je seiner wählbaren Nadel ja .auf beiden Seiten zunächst ge, legen
sind.
-
Das Stricken eines nahtlosen formgerechten Strumpfes wird an der Spitze
begonnen und fortgesetzt über .den Füßling, die Ferse und den Längen bis hoch zum
Rand. An .Spitze und Ferse wird im üblicher Weise hin und her gestrickt, während
Füßling und Längen rund gestrickt werden.
-
Bevor mit dem Strick en der Spitze begonrien wird, werden all die
mit ja bezeichneten wählbaren Nadeln sowie auch all die mit 2a bezeichneten wählbaren
Platinren zurück, d. h. außer Wirkung gesetzt. Spitze, Füßling, Ferse und Hochferse
(des Strumpfes werden dann, wie üblich, mit den noch übriggebliebenen Nadeln und
Platinen gestrickt.
-
Da, wo im hinteren Umfangsabschnitt des Nadelzylinders die Nadeln
ja zurückgesetzt sind, entsteht zwischen den Arbeitsnadeln i eine Lücke von einer
Größe gleich der dopgelten Nadelteilung. Da nun die beiden den betreffenden Nadeln
ja rechts und links benachbarten Platinen 2a ebenfalls zurück-, d. h. außer Betrieb
gesetzt worden sind, bilden die beiderseits einer jeden außer Betrieb gesetzten
Nadel ja arbeitenden Nadeln i eine einzige breite Masche, deren Nadelhenkel sich
quer über die durch .das Zurücksetzen der Nadel ja entstandene Nadellücke erstreckt.
Da nun die außer Betrieb ,gesetzten Platinen 2a das soeben erwähnte Fadiens.tück
nicht erfassen und nicht kulieren, wird es verhältnismäßig .straff . über die Nadellücke
gezogen. Wenn je doch die Länge dyer von den arbeitenden Platinen 2 zwischen den
nächstbenachbarten Nadeln i kulierten Fadenlänge im wesentlichen gleich der zwischen,
denArbeitsnadeln i die Nadellücke a überbrückenden Fadenlänge ist (s. Abb.4 und
5), wird die Länge der Plati.nenmaschen der Ware inn wesentlichen konstant werden
(unter Platinenmaschen sind hier die zwischen den Nadelmaischenstäbchen liegenden
Maschenteile zu verstehen, gleich, ob ein Kulieren durch eine Platine erfolgt
ist
oder nicht). Wenngleich die vertikalen Stäbchen, welche überall .da entstehen, wo
Nadieln ja und die für diese Nadeln in Frage kommenden Platinen 2a .außer Betrieb
gesetzt sind, im Aussehen von Iden gewöhnlichen Maschenstäbchen, also von denjenigen,ivelche
mit den zwischen den Arbeitsnadeln i gelegenen Platinen .2 gebildet sind, etwas
verschieden ausfallen, so läßt sich durch nachheriges Zurichten und/oder Spannen
der Strümpfe, was ja allgemein üblich ist, jede vorhandene Differenz des Aussehens
beseitigen, d. h. mit anderen Worten, der Längen des fertig zugerichteten Strumpffes
wird in der Fadenverbindung und allgemein im Aussehen vollkommen gleichmäßig erscheinen.
-
Nachdem die Hochferse des Strumpfes gestrickt worden ist, werden die
ausgerückten Nadeln ja zusammen mit den zugehörigen Platinen 2a wahlweise zu bestimmten
Zeiten und in bestimmter Folge @vieder aufgenommen, :d. h. zum Stricken mit herangezogen,
um .in den nunmehr folgenden Maschenreihen die Zahl ,der Maschen zu vergrößern und
im Strumpflängen hinten in Mitte eine Fläche A formgerecht zu erzeugen. Das Wiederaufnehmen
der Nadeln ja und Platinen 2a wird in Abständen so lange fortgesetzt (mit Bezug
auf Abb. 2 zweckmäßig bis zur Höhe H), bis sämtliche Nadeln und Platinen wieder
in Betrieb stehen und mit -dem vollen Satz die volle Zahl Maschen,in jeder Reihe
gebildet, so also der Strumpf mit sämtlichen Nadeln hoch bis zum Rand fertiggestrickt
wird.
-
Mit dem formgerechten Arbeiten des Strumpflängens wird in einem Falle
z. B. b°-gonn:en, indem am. jedem Ende desjenigen Abschnittes, :auf welchem formgerecht
gearbeitet werden soll, 4 h. in diesem :Falle an jedem Ende des hinteren Umfangsabschnittes
der Maschine, .die beiden ersten zurückgesetzten Nadeln und die vier hierzu gehörigen
Platinen wieder aufgenommen, also wieder in Bletri@eb gesetzt werden und hiermit
die Zahl der Maschen einer vollständigen Maschenreihe um vier vergrößert;wird. Das
Stricken wird danach über irgendeine gewünschte Zahl Maschenreihen zusammen mit
den zwei wieder aufgenommenen Nadeln und deren vier Platinen fortgesetzt, um alsdann
wieder auf beiden Seiten je zwei Nadeln ja und die hierzu in Frage kommenden Platinen
2a aufzunehmen. Die Zahl der Maschen in den jetzt folgenden Maschenreihen erfährt
also wiederum eine Vergrößerung um insgesamt vier Maschen. In dieser Weise wird
,das Wiederaufnehmen der Nadeln und Platinen so lange fortgesetzt, bis sämtliche
Nadeln und Platinen wieder, am Stricken teilnehmen. Die ,Zahl der zwischen den einzelnen
Aufnahmen von Nadeln und Platinen hergestellten Maschenreihen wird vorzugsweise
überall gleichgehalten.
-
Überall da" wo eine Nadel ja zusammen mit den beiden zugehörigen Platinen
2a Wieder zum Stricken herangezogen wurde, zeigt sich in der Ware ein kleines Loch
B (Abb. i und 2). Da, wo die Nadeln paarweise wieder zum Stricken herangezogen wurden,
erscheinen also auch die Löcher B paarweise.
-
Wid aus der Zeichnung ersichtlich, laufen diese Löcher B (Zunahmemarken)
hinten auf dem Strumpflängen in der Richtung nach oben allmählich zusammen. Selbstverständlich
können die zurück-, d. h. außer Betrieb gesetzten Nadeln ja und Platinen 2a auch
in -jeder anderen jeweils gewünschten Folge und in nach Belieben gewählten Maschenreihen
wieder zum Stricken herangezogen werden.
-
In der hier dargestellten Ausführung sind die Nadeln i und ja in den
Nadelrinnen eines vom Hauptantrieb der Maschine in irgendeiner bequemen Weise drehbaren
Nadelzyliniders 3 untergebracht und, wie aus Abb. i ersichtlich, je mit einem Strickfuß
ib versehen sowie je mit einem Nadelstößer q. kombiniert, die im Zylinder in,derselben
Rinne unmittelbar unter ,der zugehörigen Nadel angeordnet ist. Die Nadelnder einen
Hälfte dies Nadelzylinders sind :mit langen Füßchen ib und die der anderen Zylinderhälfte
mit kurzen Füßchen ib versehen, zum Zwecke, die Nadeln bei Fersen- und Spitzenarbeiten
in der üblichen Weise bewegen zu können.
-
Die den nicht avählbaren Nadeln zugehörigen Stößer q. sind glatt,
d. h. sie besitzen am unteren Ende oder ganz in Nähe ihres unteren Endes nur einen
einzigen langen Fuß q. a. Die den wählbaren Nadeln ja zugehörigen Stößer q. sind
dahingegen noch mit einem besonderen Sortierfuß q. b versehen. Höhenlage und Länge
dieser Füße bestimmen die Folge, in welcher die Wahl und damit ,das Wiederheranziehen
zum Stricken erfolgt, so -daß mit einer Anordnung jener Füße in verschiedenen Höhen
und verschiedenen Längen die Wählbarkeit wesentlich vergrößert werden kann.
-
Mit Bezug auf Abb. 13 ti.st ein fester Heber 5 vorgesehen, .dessen
Aufgabe es ist, im Eingriff mit den langen Füßchen 4a der den nicht wählbaren, also
den gewöhnlichen Arbeitsnadeln i zugehörigen Stößer die eben genannten Nadeln so
weit hochzustoßen, daß ihre alten Maschen aus dem Nadelhaken heraus bzw. von :der
Nadelzunge herunter auf den Nadelschaft gebracht erden und dann die Nadeln in die
im, oberen Teil der Abb. 13 mit :einer gestrichelten Linie b eingezeichnete Bahn
gezwungen werden, in der sie durch das Schloß gesteuert, also, wie üblich, ihre
Strickarbeit verrichten wenden.
Die den wählbaren Nadeln i11 zugehörigen
Stößiür 4 werden mit ihren kürzeren Füßchen 411 .an ,dem Heber 5 normalerweise frei
entlang streichen, so daß die mit ib bezeichneten Füßchen der zugehörigen Nadeln
gegen ,einen Schloßteil6 laufen müsisen und durch diesen Schloßteil in eine Bahn
c gebracht wer-,den, @die in Abb. 13 oben strichpunktiert eingezeichnet :ist und
längs unter dem üblichen Strickschloß verläuft. Auf diese Weise wird es jedenfalls
verhindert, daß die Nadeln zunächst am Stricken mit teilnehmen. Soll jedoch eine
Nadel i11 zum Stricken mit betangezogen werden, so wäre von mehreren Übereinander
angeordneten Sortierschloßteilen -7 ein jeweils bestimmter Sohloßteil einzurükken,
damit er auf einen in derselben Höhe gelegenen und eine bestimmte Länge besitzenden
Stößerfuß 4b zu wirken vermag. Jedenfalls hebt der eingerückte Sortierschloßteil
7 den betreffenden Stößer hoch, so daß dann die =dazugehörige Nadel ebenfalls hochgestoßen
und mit ihrem Fuß ib in :die Bahn b giezwüngen, jetzt also in der üblichen Weisse
sich ,11.m Strickvorgang mit beteiligen wind.
-
Um die Beanspruchung der Nadeln während des Durchlaufens des Strickschlosses
auf ein Minimum zu setzen, ist unten ein Schloßteil 4c vorgesehen, der mit Wirkung
auf sämtliche ,Stößerfüße 411 Balle Stößer herunterzieht, d. h. von :den Nadeln
abtrennt. Die Stößeir werden später wieder unmittelbar unter die Nadeln hochgestoßen,
und zwar sobald die Nadeln mit Stricken fertig sind und die Stößerfüßchen 411 eine
Schrägfläche 4d anlaufen.
-
Die übereinandergesetzben Sortierschloßteile 7 sind, wie aus Abb.
6 und 12 ersichtlich, in einem aufrecht stehenden, auf dem Gestell 9 der Maschine
befestigten Gußstück oder Lagerböckchen 8 gelagert. Fürgewöhnlich wird jeder Sortierschloßteil7
mit Hilfe einer zweckentsprechend angeschlossenen Schraubenfeder io ,gegenüber den
Stößerfüßchen 4b zurückgehalten. Der untere festliegende Heber 5 wird ebenfalls
in dem Lagerböckchen 8 mit untergebracht und mit .einer oder mehreren Schrauben
ii o. dgl. festgelegt: Das wahlweise Einrücken ,der Sebloßteile 7 zum Zwecke, bestimmte
Nadeln i11 zum Strikken zu bringen, geschieht mit Hilfe mehreiler Hebel 12, die
übereinander angeordnet, ungefähr in ihrer Mitte drehbar gelagert und mit ihrem
einen Ende in Eingriff gebracht sind mit den auf .dem Umfange einer Steuerwalze
I211 befestigten Nocken i2b (Abb. 7). Die Steuerwalze 1211 ist um eine vertikale
Achse absatzweise drehbar. Jeder der Nocken i2b ist verschieden hoch, um mit dem
dazugehörigen Hebel den entsprechenden Sortierschloßteil verschieden weit einzurücken
und damit zu veranlassen, daß letzterer mit dem verschieden langen, an dem Stößer
in gleicher Höhe :sitzenden Fuß 4b in Eingriff gelangt.
-
Sämtliche Platinen ider Maschine sind horizontal hin und her beweglich
und, wie üblich, in radialen Rinnen eines um das obere Ende dies Nadelzylinders
gelegenen ringförmigen Bettes 13 gelagert (Abb. 8), wobei nun alle die zwischen
,den nicht wählbaren Nadeln i arbeitenden Platinen 2 zum Zwecke, die Maschen zwischen
den genannten Nadeln zu kulneren, durch einen über den Platinen rotierenden Schloßring
14 gesteuert werden.
-
Die Vorrichtung zur Zuführung und zum Wechsel des Fadens, hier allgemein
mit 15 bezeichnet, .isst mit irgendeinem zweckentsprechenden, an sich bekannten
Zungenring 16 über den Platinen angeordnet.
-
Die wählbaren Platinen 211 sind so wie in Abb. io, gestaltet. Das
vordere Ende 2b der Platine ist, wie üblich, geformt und gleich dem vorderen Ende
.aller übrigen Platinen 2. Das hintere Ende einer jeden wählbaren Platine .ist jedoch
mit ,einem Ansatz 2c und auf demselben .in verschiedenen Höhen mit mehreren Nasen'
:2d versehen. Mit dem vorderen Ende :sind diese Platinen in. radialen Rinnen des
ringförmigen Bettes 3, dahingegen mit dem hinteren Ende 2c än Längsrinnen i511 eines
zylindrischen Körpers geführt, der, aus Aluminium oder einem anderen leichten Material
hergestellt, das Platinenbett 13 und dien Platinenschloßring 14 am oberen Ende des
Nadelzylinders umringt.
-
Die .Form der gewöhnlichen Platinen 2 ist in Abb. io mit punktierten
Linien eingezeichnet. Das mit i411 bezeichnete vorspringende Kurvenstück des Platinenschloßringes
14 ist der Größe .des Raumes 2° angepaßt. In der Hauptsache steuert das Kurvenstück
142 die gewöhnlichen Platinen 2, wobei die eigentliche Tiefe, bis auf welche kullert
werden soll, mit einem kleineren Kurvenstück i4P (im folgenden Abschlagexzenter
genannt) gesteuert wird, welches mit der hinteren Kante eines jeden einer gewöhnlichen
Platine 2 zugehörigen und am hinteren Ende derselben vorgeseh.enen Fußes 2f in Eingriff
gelangt. Erwähnt sei noch, @daß diese Füße 11f an einer Stelle ungefähr in halber
Länge der wählbaren Platinen 211 vorgesehen sind.
-
Der in den wählbaren Platinen 211 vorgesehene Raum 2c ist etwas größer
gehalten. als der entsprechende Raum der gewöhnlichen Platinen. Folgerechtlich wird
das Kurvenstück 14.0 lediglich nur auf die Vorderkante der für die Platinen 211
in Frage kommenden Füße 2f wirken, also diese Platinen immer nur radial nach außen
drücken können. Sobald es verlangt wird, die zu beiden Seiten einer, wie oben beschrieben,
wieder aufgenommenen
Nadel 1a sitzenden Platinen 2a einzurücken,
wird ein mit einer konkaven Anlauffläche 17"
(4bb. 9) versehener Körper 17
so tief gestellt, daß er mit einer der Nasen 2d jener Platinen in Eingriff kommen
muß. Der Nokken 17 drückt alsdann die betreffenden Platinen in eine Stellung, der
zufolge die für diese Platinen in Betracht kommenden Füße 2f mit ihrer Hinterkante
vor das Abschlagexzenter 14b gelangen. Nunmehr werden die betreffenden Platinen
2a mit den gewöhnlichen Platinen 2 gemeinsam arbeiten.
-
Eine verschiedene Wahl der Platinen erfolgt durch den Nocken 17 entsprechend
der Position einer oder mehrerer Nasen 2d der Platinen 2a und entsprechend dem Maße
der Tiefstellung jenes Nockens. Die speziell in Abb. io dargestellte Platine ist
mit Nasen 2d voll besetzt und wird demgemäß bei jeder zur Wahl vorgenommenen Verschiebung
des Nokkens 17 in Bewegung gesetzt. Gewisse Platinen, d. h. solche, die allein nur
mit einer untersten Nasd 2d versehen sind, werden dahingegen immer erst dann in
Bewegung gesetzt, d. h. eingerückt, wenn der Nocken 17 in seine tiefste Stellung
gebracht ist.
-
Der Nocken 17 ist in Abb. i i auf einer hochstehenden Führungsschiene
i8 vertikal verschiebbar gelagert. Die Schiene selbst ist mit ihrem oberen Ende
an einem hochstehenden Halter i9 befestigt. Der Halter i9 ist wiederum befestigt
auf dem Deckel2o des Zylinders 15 (d. i. der Zylinder, in welchem die hinteren Enden
der Platinen 2a geführt sind). Für gewöhnlich wird der Nocken 17 mit einer Schraubenfeder
21 hochgehalten. Es ist diese Feder einerseits an dem Halter i9 verankert und andererseits
mit dem Nocken 17 verbunden. Am Nocken 17 sitzt ein Stift 22, der mit dem einen
Ende 23a eines Hebels 23 in Berührung gebracht ist. Der Hebel 23 ist verstellbar
und gestattet, den Nocken 17 tief zu stellen, und zwar zum Zwecke, letzteren mit
den zu wählenden Platinen in Eingriff zu bringen. Die nötige Verstellung des Hebels
erfolgt durch abgestufte Nocken i2c. Dieselben sind auf der vertikal stehenden Steuerwalze
12a oben angeordnet. Das diesen Nocken gegenüberliegende Ende des Hebels 23 ist
mit einer "Rolle 23b versehen, die= es gestattet, jenes Hebelende an den schrägen
Stirnflächen i2d der Nocken i2c entlang nach oben zu drücken. Der Hebel 23 selbst
ist auf ein Lager 24 gesetzt, das an geeigneter Stelle der Maschine befestigt ist.
Das mit dem Stift 22 in Eingriff stehende Ende 23a des Hebels ist, wie aus der Zeichnung
ersichtlich, so geformt, daß es den zu wählenden Platinen gegenüber genauestens
den Nocken 17 einstellen wird.
-
Die absatzweise Drehung der hochstehenden, die Wahl der Nadeln und
Platinen vermittelnden Steuerwalze i2a erfolgt durch eine Klinke 25 (Abb. 7), die
mit einem am unteren Ende der Walze befestigten Schaltrad 26 in Eingriff steht.
Diese Klinke 25 ist einem Teil 27 angelenkt, der auf der vertikalen, die Walze i2a
tragenden Spindel28 frei drehbar gelagert ist. Normalerweise wird die Klinke 25
durch eine Schraubenfeder 29 mit dem Sperrrad 26 in Eingriff gehalten. Der Teil
27 steht unter Einfluß einer Feder 3o. Dieselbe ist bestrebt, den Tei127 im Sinne
des Uhrzeigers zu drehen und hält auf diese Weise einen besonderen Fortsatz des
Teiles 27 mit dem oberen Ende eines Hebels 31 in Eingriff. Letzterer erhält seine
Bewegung durch einen Hebe132, der hier nur zum Teil dargestellt ist und normalerweise
dauernd in der Richtung der eingezeichneten Pfeile hin und her geschwenkt wird.
Jener Schwinghebe132 ist mit einer Vorrichtung verbunden, die mit der Erfindung
an sich nichts zu tun hat, deshalb auch nicht weiter dargestellt ist, j edemfallg
aber den Hebel 32 in Schwingung hält, so daß dieser den Hebel 31 in Eingriff
mit dessen unterem Ende, verschwenken und damit dem Teil 27 und der Klinke 27 zur
Schaltung der Walze i2a die erforderliche Bewegung erteilen kann. In Abb. 15 ist
der Hebel 32 in der Endansicht dargestellt. Sofern es verlangt wird, kann dieser
Hebel mit einer Klinke 33 festgestellt werden, indem dieselbe mit einer auf dem
Schwinghebel gebildeten Stufe 32a o. dgl. in Eingriff gesetzt wird. Es kommt
die Klinke mit jener Stufe 32a nun immer dann in Eingriff, wenn ein mit ihr fest
zusammenhängender Arm 33b unter der Wirkung einer Feder 33` mit der Hauptsteuerkette
34 der Maschine in Eingriff gehalten wird.
-
Die Klinke 33 ist weiterhin mit einem seitwärts gerichteten Fortsatz
33d versehen, der unter einen entsprechend - seitwärts gerichteten Fortsatz 31a
des Schalthebels 31 greift (Abb. 7). Wenn nun der Arm 33b mit einem hochstehenden
Glied 35 der Steuerkette 34 in Eingriff kommt, wird der . Fortsatz 33d in eine Stellung
gebracht, in welcher dem Hebel 31 die Möglichkeit gegeben ist, unter der Einwirkung
des Schwinghebels 32 die Schaltung der Walze i2a zu vermitteln. Wenn jedoch der
Arm 33b durch ein höheres Glied 36 der Kette 34 noch weiter hinausgehoben wird,
so wird auch der Fortsatz 33d noch weiter angehoben und jetzt den Hebel 31 in eine
Stellung bringen, in welcher der Schwinghebel 32 auf das untere Ende jenes
Hebels 31 keinen Einfluß hat und demgemäß die Walze im Stillstand gehalten wird.
Die Drehzeiten und Ruhepausen der Steuerwalze 12a werden sonach durch die Kette
34 und deren Glieder 35, 36 beherrscht.
Es ist indes wünschenswert,
zu gewissen Zeiten während des Betriebes die Steuerwalze 12,11 gegen Drehung zu
halten, aber dem Hebel 32 noch immer die Möglichkeit zur Schwingung zu lassen, und
eigens hierzu sind jene höheren Glieder 36 vorgesehen, die zu solchen Zeiten die
Schaltung der Steuerwalze zu unterbrechen gestatten.
-
Es soll nunmehr beschrieben werden, wie ein nahtloser Strumpf auf
einer Maschine der oben beschriebenen Art formgerecht gearbeitet wird. Beispielsweise
sei angenommen, daß die Maschine im ganzen 300 Nadeln und ebenso viele Platinen
besitzt.
-
Wie schon eingangs erwähnt, wird das Stricken des Strumpfes an der
Spitze begonnen, wobei nun sämtliche wählbaren Nadeln z11 (von denen hier 6o Stück
vorgesehen sind) und sämtliche wählbaren Platinen 211 (von denen hier i2o Stück
vorgesehen sind) außer Wirkung gesetzt, ferner alle Nadelsortierschloßteile 7 zurückgenommen
sind und der zur Wahl der Platinen dienende Nocken 17 in seiner höchsten Stellung
gehalten wird. Die Hebel 12 und 23 stehen mit den Nocken 12b bzw. i2c der Steuerwalze
i211 dann ganz außer Berührung.
-
Nun wird der Nadelzylinder hin und her gedreht und unter Mitwirkung
der Zu- und Abnahmefinger 37, 38 die Strumpfspitze in an sich bekannter Weise hergestellt.
Es folgt dann ein Rundstricken zur Fertigstellung des Füßlings und danach beim Arbeiten
der Ferse wieder ein Hinundherstricken. Dann folgen, je nachdem wie es für zweckmäßig
gehalten werden sollte, einige rundgestrickte Maschenreihen, welche die Hochferse
(ankle) des Strumpfes ergeben, und schließlich wird hier an einer jeweils gewünschten
Stelle mit dem Aufnehmen der Nadeln z11 und Platinen 2d begonnen, zum Zwecke, die
mit A bezeichnete Fläche auf der Rückseite des Strumpfes formgerecht herzustellen.
-
An der gewünschten Stelle läßt man ein auf der Hauptsteuerkette 34
angebrachtes Glied 35 mit dem Arm 33b in Eingriff kommen, damit die Steuerwalze
i211 geschaltet und der unterste der Hebel 12 auf den untersten niedrigsten Nocken
i2b und somit der unterste der Sortierschloßteile 7 eingerückt, also mit den untere
Füße 4 von größter Länge besitzenden Nadelstößern in Eingriff gebracht wird und
nun die diesen Nadelstößern zugehörigen Nadeln i11 mit zum Stricken gebracht werden.
Diese Nadeln liegen sich im Nadelzylinder für gewöhnlich ungefähr diametral gegenüber
an den Enden des hinterenUmfangsabschnittes. Beim Einrücken jener Nadeln kommt nun
gleichzeitig der Hebel 23 mit dem untersten Nocken i2c in Eingriff, so daß der NTocken
17 gesenkt wird und auf die die höchsfen Nasen 2d tragenden wählbaren Platinen wirken
muß; es sind das diejenigen Platinen, die zu beiden Seiten der aufgenommenen, d.
h. wieder zum Stricken herangezogenen Nadeln z11 gelegen sind. Somit sind vier Nadeln
und acht Platinen zum Stricken hinzugekommen, so daß die im Anschluß hieran fertiggestellten
Maschenreihen des Strumpfes acht Maschen mehr erhalten, der Strumpf mit diesen Maschenreihen
also einen Durchmesser bekommt, der entsprechend größer ist als der Durchmesser
der zuvor hergestellten Maschenreihen.
-
Mit diesen hinzugekommenen vier Nadeln wird nun erst eine bestimmte
Zahl Mascheni eihen fertiggestellt, worauf ein anderes Glied 35 in "Stellung gebracht
und die Steuerwalze um einen Schritt weiter geschaltet wird. Demzufolge wird der
unterste Hebel 12 um ein Weiteres verstellt und der dazugehörige Sortierschloßteil
im entsprechenden Maße weiter eingerückt, so daß er nun mit den untersten Stößerfüßchen
,.b mittlerer Länge in Eingriff gerät. Auf diese Weise werden jetzt die den entsprechenden
Stößern zugehörigen Nadeln eingerückt, und zwar sind das die beiden den zuerst ausgemusterten
Nadelpaaren zunächst gelegenen Nadelpaare. Gleichzeitig mit dieser zweiten Nadelwahl
gerät der Hebel 23 mit dem zweiten Nocken i2c in Eingriff, wodurch der Nocken 17
um ein Weiteres gesenkt und auf die zweithöchste Nasen 2d tragenden Platinen. wirken
wird. Es sind dies wiederum diejenigen Platinen, die zu beiden Seiten der bei der
zweiten Wahl aufgenomrnenen oder mit anderen Worten in Betrieb gesetzten Nadeln
gelegen sind.
-
Nunmehr sind insgesamt acht Nadeln und 16 Platinen hinzugekommen,
und wiederum werden jetzt zunächst einige Maschenreihen hergestellt, bevor die Stenerwalze
erneut weitergeschaltet, der unterste Sortierschloßteil noch weiter eingerückt,
der Nocken 17 ebenfalls noch etwas tiefer gestellt und damit die Wahl von weiteren
vier Nad eln und acht Platinen zum Stricken eines nächstfolgenden, im Durchmesser
noch größeren Abschnittes des Strumpflängens veranlaßt wird.
-
Wird die Steuerwalze 12a jetzt W.eiteXgeschältet, so kämmt der zweitunterste
der Hebel 12 mit der ersten Stufe des Nockens 12b in Eingriff, während der Nocken
17 wie zuvor abermals um ein Weiteres tiefer gestellt wird und wiederum vier Nadeln
und acht Platinen eingerückt werden.
-
Zu vermerken wäre, daß die Anfänge der auf der Walze i211 sitzenden
Nocken 12b, d. h. deren eine jeweils geringste Höhe besitzenden Abschnitte, so versetzt
sind, daß der zweitunterste Nocken 12b seinen Hebel nicht zur Verstellung bringt,
bevor nicht der unterste
Nocken seinen Hebel bis zum vollen Maß
verstellt hat. Ebenso wird der dritte Nocken seinen Hebel nicht eher verstellen,
bevor nicht der zweite Nocken seinen Hebel bis zum vollen Maß verstellt hat. Das
gleiche gilt auch für die beiden obersten Nocken i2b.
-
Die Schaltung der Steuerwalze wird so lange fortgesetzt, bis die Nadeln
und Platinen in voller Zahl in Betrieb gesetzt sind. Das ist der Fall, wenn oben
in der Wade des Strumpflängens die Stelle H erreicht ist.
-
Der restliche Teil des Stumpfes wird im Anschluß hieran in der üblichen
Weise fertiggearbeitet. Die Steuerwalze i211 wird hierbei gegen Drehung gesichert,
und zwar durch Vermittlung des mit 36 bezeichneten, besonders hohen Gliedes der
Steuerkette 34. Das Glied 36 hält alsdann im Eingriff mit dem Arm 33 den Schalthebel
31 gegenüber- dem Schwinghebel 32 außer Reichweite.
-
Nachdem "der Strumpf an sich fertiggestellt ist, werden noch einige
Maschenreihen hinzugestrickt, und wenn auch das geschehen, wird mit Hilfe eines
an der Hauptmusterscheibe 42 der Maschine sitzenden Nockens 41 und mit Wirkung desselben
auf ein Hebelwerk 4o ein Hebel 39 eingerückt (s. Abb. 12 und i3), um sämtliche Nadeln
hochzustoßen und die Maschen unter die Nadelzungen zu bringen. In der Zeit, während
welcher dies geschieht, wird die Steuerwalze 1211 weitergeschaltet, und zwar so
weit, bis alle Hebel 12 einschließlich des Hebels 23 mit den Nocken i2b bzw. 12C
außer Eingriff gebracht sind und nun alle wählbaren Nadeln und Platinen zum Stricken
des nächsten Strumpfes wieder zurückgeholt werden können.
-
Wie an sich bekannt, sollen während des letzten Teiles der Herstellung
von Spitze und Ferse eines Strumpfes die Zunahmefinger zum Erhalt eines besseren
Zwickels, statt jeweils eine Nadel nach unten zu nehmen, bei jedem Hin- und Hergang
des Nadelzylinders eine Nadel hoch und zwei Nadeln tief stellen. Allgemein üblich
ist es, einen einzigen Formfinger mit einem T-förmigen Kopf zu verwenden, der auf
jeder Seite so ausgearbeitet ist, daß er zwei einander benachbarte Nadeln gleichzeitig
fassen kann. " Mit Rücksicht auf die besondere Position, welche die Nadeln besitzen,
solange beim Gegenstand dieser Erfindung Strumpfspitze und Ferse gestrickt werden,
ist es jedoch vorzuziehen, zwei solcher Finger zu verwenden und jeden Finger beim
Hinundherstricken .auf eine Nadel sowie des weiteren die beiden Finger einander
folgend arbeiten zu lassen.
-
Bemerkt sei, daß die besondere oben beschriebene Anordnung der Füße
und Nasen der wählbaren Nadeln und Platinen noch mannigfaltig geändert werden kann
und z. B. die N asen 2d, statt sie auf einem nach oben und unten gerichteten Fortsatz
2e der Platinen 211 vorzusehen, auch in bequemer Weise oben auf einem längsgerichteten
Fortsatz der Platinen angeordnet werden könnten. Diese Nasen könnten ferner verschieden
lang gehalten werden, und außerdem könnte dann noch ein besonderer, an sich unabhängiger
Nocken für je eine dieser Nasen vorgesehen werden, derart, daß die Wahl ebenfalls
mit vertikaler Bewegung geschehen kann. Schließlich wäre es auch möglich, die Kulierplatinen
wahlweise durch in zweckentsprechender Weise angeordnete Hilfsplatinen zu steuern.
-
Eine Maschine, die, wie oben beschrieben, zur Herstellung nahtloser
formgerechter Strümpfe dienen soll, kann ferner auch eine Einrichtung bekommen,
die es gestattet, in den Strumpf oberhalb der Ferse entweder eine rechteckige oder
keilförmige Hochfersenverstärkung einzuarbeiten. Da, wo eine keilförmig Hochfersenverstärkung
(in Abb. i und 2 mit C bezeichnet) herzustellen ist, wird die Keilform so gehalten,
daß ihre Seiten mit derjenigen der im Strumpflängen formgerecht gearbeiteten Fläche
A parallel laufen.
-
Als Ersatz für die Hebel 12 und die Nocken 12b könnte geg6benenfalls:
auch irgendeine andere zweckdienliche Mustervorrichtung verwendet werden, z. B.
Musterräder, Jacquardmustermaschinen u. dgl.
-
Die Erfindung als solche ist natürlich keineswegs auf die Herstellung
formgerecht zu arbeitender Strümpfe beschränkt. Das Prinzip, Nadeln und Platinen
zum formgerechten Arbeiten von Strickwaren usw. wahlweise unter die schon strickenden
Nadeln und Platinen zu setzen, kann als solches bei den verschiedensten Strickmaschinen
angewendet werden.