DE534739C - Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine - Google Patents

Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine

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DE534739C
DE534739C DEC43969D DEC0043969D DE534739C DE 534739 C DE534739 C DE 534739C DE C43969 D DEC43969 D DE C43969D DE C0043969 D DEC0043969 D DE C0043969D DE 534739 C DE534739 C DE 534739C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B9/00Circular knitting machines with independently-movable needles
    • D04B9/42Circular knitting machines with independently-movable needles specially adapted for producing goods of particular configuration
    • D04B9/46Circular knitting machines with independently-movable needles specially adapted for producing goods of particular configuration stockings, or portions thereof

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  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

  • Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine Die Erfindung betrifft Verbesserungen an Strickmaschinen sowie Verbesserungen in der Herstellung von Waren auf derartigen Maschinen.
  • Eine ganz besondere Aufgabe der Erfindung liegt in Verbesserungen der Möglichleiten und Mittel zur Herstellung formgerechter Waren, insbesondere nahtloser Strumpfwaren auf Rundstrickmaschinen.
  • Gemäß der Erfindung ist eine Strickmaschine mit einer Einrichtung geschaffen, die es gestattet, zwecks Veränderung der effektiven Warenbreite eine oder mehrere Gruppen von Nadeln und Platinen wahlweise zwischen bereits arbeitende Nadeln zu schieben.
  • Mit der Erfindung ist eine Strickmaschine zusammen mit Mitteln geschaffen, welche Maschen jeweils zwischen zwei schon vorherbestimmten in Arbeit stehenden Nadeln, die ohne dazwischenliegende Platine vorher eine gemeinsame Masche bildeten, kuli,eren lassen und die Zahl ,dieser Maschen bei der Herstellung der einzelnen Maschenreihen zu verändern gestatten, und zwar dies zu dem Zwecke, die Maschenzahl in den betreffenden Maschenreihen zu ändern und auf :diese Weise die Ware formgerecht herzustellen.
  • Ein formgerecht gestrickter Warenschlauch, d. h. ein Warenschlauch mit verschiedenen Durchmessern, kann gemäß der Erfindung hergestellt werden auf irgendeiner bekannten - oder bewährten Rundstricknnaschine, welche .neben im Kreis angeordneten Nadeln ebenfalls im Kreis angeordnete Platinen zum Kulieren des Fadens zwischen den Nadeln besitzt.
  • Inder Ausführung der Erfindung wird- mit dem Stricken begonnen, ,nachdem eine im voraus bestimmte größte Zahl Nudeln und Platinen erst außer Wirkung gesetzt worden ist: Mit dem Fortgang. der Strickarbeit wenden dann von diesen Nadeln und Platinen wahlweise eine oder mehrere,Gruppen wieder zum Stricken mit herangezogen und das so lange, bis die Nadeln und Platinen in voller Zahl mitarbeiten und nun .die Ware mit einem ,größten Durchmesser gestrickt wird.
  • Werden die zuvor (außer Betrieb gesetzten Nadeln und Platinen rings der Maschine in gleichmäßigen Abständen wieder aufgenommen, d. h. wieder zur Arbeit herangezogen, so entsteht ein sich in seiner Form regelmäßig erweiternder Warenschlauch. Wenden die genannten Nadeln :und Platinen jedoch auf nur einem Umfangsabschnitt ;der Maschine wieder aufgenommen, d. h. wieder zum Stricken herangezogen, so entsteht ein Waxenschlauch, der nur auf deiner Seite geweitet bzw. entsprechend irgendeiner gewünschten Form gestaltet ist. Die weitere Beschreibung der Erfindung soll nunmehr an Hand beiliegender Zeichnungen geschehen. Es stellen. dar: Abb. i und a einen Teil eines nahtlosen, auf einer Rundstrickmaschine formgerecht im Sinne dieser Erfindung hergestellten Strumpfes, von (der,Seite und von hinten besehen, Abb. 3 die Anordnung der Nadeln und Platinen einer Rundstrickmaschine gemäß dieser Erfindung, Abb. 4 und 5 einige Strickwerkzeuge, d. h. einige Nadeln und Platinen aus Abb. 3 in vergrößerter Darstellung, Abb. 6 und 7 zusammengenommen eine Seitenansicht eines Teiles einer zur Herstellung von Strümpfen gemäß Abb. i und 2 dienenden Rundstrickmaschine, Abb. ä die Anordnung der Platinen einer Maschine .gemäß Abb.6 mit Schnitt durch den Nadelzylinder, Abb.9 von unten gesehen einen Teil des Platinenschloßringes zusammen mit einem dazugehörigen Sortierschloßteil, Abb. io eine der wählbaren Platinen in vergrößertem Maßstäbe, Abb. i i die Mittel zur- Wahl der Platinen, Abb. 12 die Mittel zur Wahl der Nadeln, Abb. 13 Idas Nadelschloß, Abb. 1q. eine Nadel mit dazugehörigem Nadelstößer in vergrößertem Maßstäbe und Abb. 15 eine Vorrichtung, welche die der Wahl oder Platinen und Nadeln idienenden Mittel zu steuern gestattet.
  • Im folgenden soll beispielswedse eine besondere Ausführung der Erfindung beschrieben weiden, und zwar für den Fall der Herstellung eines in Abb. i und 2 dargestellten nahtlos und formgerecht gestrickten Strumpfes o. dgl.
  • Es kann ein solcher Strumpf hergestellt werden auf irgendeiner bekannten oder bewährten Rundstrickmaschine, bei welcher die Nadeln i (s. Abb. 3), wie üblich; in den Nadelrinnen eines .drehbaren Nadelzylinders in einem vollständigen Kreis gegeben und daneben auch in einem .ebenfalls vollständigen Kreis Platinen vorhanden sind, von denen eine jede für gewöhnlich zwischen zwei der genannten Nadeln arbeiten kann.
  • .Formgerecht geatbeitet wird der Strumpflängen, indem die Zahl der Maschen in den fortgesetzt .und spimalig von der Hochferse Iris zu :einer bestimmten Höhe, z. B. bis zur vollen Stärke ,der Wade, ansteigenden Maschenreihen vergrößert und dabei die formgerecht hergestellte Fläche vorzugsweise auf dem Strumpflängen hinten und symmnetr(isch zur Mitte :gearbeitet wind. Von dien auf einem Umfangsabschnitt des Nadelzylinders (im folgenden soll dieser Abschnitt kurz hinterer Umfangsabschnitt genannt werden) liegenden Nadeln und Platinen sind ganz bestimmte Nadeln sowie auch bestimmte Platinen mit Mitteln versehen, diie 'im folgenden noch näher beschrieben werden und die Möglichkeit geben, unter den zuletzt erwähnten Nadeln und Platinen, eine Wahl zu treffen und,die jeweils gewählten Nudeln und Platinier ;aus ihrer unwirksamen Stellung heraus in Beine Stellung zu bringen, ,der zufolge sie am Stricken der Ware teilnehmen werden. Die wählbaren Nadeln sind mit ja bezeichnet. Vorzugsweise ist jiede ;dritte Nadel im hinteren Umfangsabschnitt der Maschine eine wählbare Nadel. Mit 2a sind anderseits die wählbaren Platinen bezeichnet, und zwar sind (es immer Platinen, .die je seiner wählbaren Nadel ja .auf beiden Seiten zunächst ge, legen sind.
  • Das Stricken eines nahtlosen formgerechten Strumpfes wird an der Spitze begonnen und fortgesetzt über .den Füßling, die Ferse und den Längen bis hoch zum Rand. An .Spitze und Ferse wird im üblicher Weise hin und her gestrickt, während Füßling und Längen rund gestrickt werden.
  • Bevor mit dem Strick en der Spitze begonrien wird, werden all die mit ja bezeichneten wählbaren Nadeln sowie auch all die mit 2a bezeichneten wählbaren Platinren zurück, d. h. außer Wirkung gesetzt. Spitze, Füßling, Ferse und Hochferse (des Strumpfes werden dann, wie üblich, mit den noch übriggebliebenen Nadeln und Platinen gestrickt.
  • Da, wo im hinteren Umfangsabschnitt des Nadelzylinders die Nadeln ja zurückgesetzt sind, entsteht zwischen den Arbeitsnadeln i eine Lücke von einer Größe gleich der dopgelten Nadelteilung. Da nun die beiden den betreffenden Nadeln ja rechts und links benachbarten Platinen 2a ebenfalls zurück-, d. h. außer Betrieb gesetzt worden sind, bilden die beiderseits einer jeden außer Betrieb gesetzten Nadel ja arbeitenden Nadeln i eine einzige breite Masche, deren Nadelhenkel sich quer über die durch .das Zurücksetzen der Nadel ja entstandene Nadellücke erstreckt. Da nun die außer Betrieb ,gesetzten Platinen 2a das soeben erwähnte Fadiens.tück nicht erfassen und nicht kulieren, wird es verhältnismäßig .straff . über die Nadellücke gezogen. Wenn je doch die Länge dyer von den arbeitenden Platinen 2 zwischen den nächstbenachbarten Nadeln i kulierten Fadenlänge im wesentlichen gleich der zwischen, denArbeitsnadeln i die Nadellücke a überbrückenden Fadenlänge ist (s. Abb.4 und 5), wird die Länge der Plati.nenmaschen der Ware inn wesentlichen konstant werden (unter Platinenmaschen sind hier die zwischen den Nadelmaischenstäbchen liegenden Maschenteile zu verstehen, gleich, ob ein Kulieren durch eine Platine erfolgt ist oder nicht). Wenngleich die vertikalen Stäbchen, welche überall .da entstehen, wo Nadieln ja und die für diese Nadeln in Frage kommenden Platinen 2a .außer Betrieb gesetzt sind, im Aussehen von Iden gewöhnlichen Maschenstäbchen, also von denjenigen,ivelche mit den zwischen den Arbeitsnadeln i gelegenen Platinen .2 gebildet sind, etwas verschieden ausfallen, so läßt sich durch nachheriges Zurichten und/oder Spannen der Strümpfe, was ja allgemein üblich ist, jede vorhandene Differenz des Aussehens beseitigen, d. h. mit anderen Worten, der Längen des fertig zugerichteten Strumpffes wird in der Fadenverbindung und allgemein im Aussehen vollkommen gleichmäßig erscheinen.
  • Nachdem die Hochferse des Strumpfes gestrickt worden ist, werden die ausgerückten Nadeln ja zusammen mit den zugehörigen Platinen 2a wahlweise zu bestimmten Zeiten und in bestimmter Folge @vieder aufgenommen, :d. h. zum Stricken mit herangezogen, um .in den nunmehr folgenden Maschenreihen die Zahl ,der Maschen zu vergrößern und im Strumpflängen hinten in Mitte eine Fläche A formgerecht zu erzeugen. Das Wiederaufnehmen der Nadeln ja und Platinen 2a wird in Abständen so lange fortgesetzt (mit Bezug auf Abb. 2 zweckmäßig bis zur Höhe H), bis sämtliche Nadeln und Platinen wieder in Betrieb stehen und mit -dem vollen Satz die volle Zahl Maschen,in jeder Reihe gebildet, so also der Strumpf mit sämtlichen Nadeln hoch bis zum Rand fertiggestrickt wird.
  • Mit dem formgerechten Arbeiten des Strumpflängens wird in einem Falle z. B. b°-gonn:en, indem am. jedem Ende desjenigen Abschnittes, :auf welchem formgerecht gearbeitet werden soll, 4 h. in diesem :Falle an jedem Ende des hinteren Umfangsabschnittes der Maschine, .die beiden ersten zurückgesetzten Nadeln und die vier hierzu gehörigen Platinen wieder aufgenommen, also wieder in Bletri@eb gesetzt werden und hiermit die Zahl der Maschen einer vollständigen Maschenreihe um vier vergrößert;wird. Das Stricken wird danach über irgendeine gewünschte Zahl Maschenreihen zusammen mit den zwei wieder aufgenommenen Nadeln und deren vier Platinen fortgesetzt, um alsdann wieder auf beiden Seiten je zwei Nadeln ja und die hierzu in Frage kommenden Platinen 2a aufzunehmen. Die Zahl der Maschen in den jetzt folgenden Maschenreihen erfährt also wiederum eine Vergrößerung um insgesamt vier Maschen. In dieser Weise wird ,das Wiederaufnehmen der Nadeln und Platinen so lange fortgesetzt, bis sämtliche Nadeln und Platinen wieder, am Stricken teilnehmen. Die ,Zahl der zwischen den einzelnen Aufnahmen von Nadeln und Platinen hergestellten Maschenreihen wird vorzugsweise überall gleichgehalten.
  • Überall da" wo eine Nadel ja zusammen mit den beiden zugehörigen Platinen 2a Wieder zum Stricken herangezogen wurde, zeigt sich in der Ware ein kleines Loch B (Abb. i und 2). Da, wo die Nadeln paarweise wieder zum Stricken herangezogen wurden, erscheinen also auch die Löcher B paarweise.
  • Wid aus der Zeichnung ersichtlich, laufen diese Löcher B (Zunahmemarken) hinten auf dem Strumpflängen in der Richtung nach oben allmählich zusammen. Selbstverständlich können die zurück-, d. h. außer Betrieb gesetzten Nadeln ja und Platinen 2a auch in -jeder anderen jeweils gewünschten Folge und in nach Belieben gewählten Maschenreihen wieder zum Stricken herangezogen werden.
  • In der hier dargestellten Ausführung sind die Nadeln i und ja in den Nadelrinnen eines vom Hauptantrieb der Maschine in irgendeiner bequemen Weise drehbaren Nadelzyliniders 3 untergebracht und, wie aus Abb. i ersichtlich, je mit einem Strickfuß ib versehen sowie je mit einem Nadelstößer q. kombiniert, die im Zylinder in,derselben Rinne unmittelbar unter ,der zugehörigen Nadel angeordnet ist. Die Nadelnder einen Hälfte dies Nadelzylinders sind :mit langen Füßchen ib und die der anderen Zylinderhälfte mit kurzen Füßchen ib versehen, zum Zwecke, die Nadeln bei Fersen- und Spitzenarbeiten in der üblichen Weise bewegen zu können.
  • Die den nicht avählbaren Nadeln zugehörigen Stößer q. sind glatt, d. h. sie besitzen am unteren Ende oder ganz in Nähe ihres unteren Endes nur einen einzigen langen Fuß q. a. Die den wählbaren Nadeln ja zugehörigen Stößer q. sind dahingegen noch mit einem besonderen Sortierfuß q. b versehen. Höhenlage und Länge dieser Füße bestimmen die Folge, in welcher die Wahl und damit ,das Wiederheranziehen zum Stricken erfolgt, so -daß mit einer Anordnung jener Füße in verschiedenen Höhen und verschiedenen Längen die Wählbarkeit wesentlich vergrößert werden kann.
  • Mit Bezug auf Abb. 13 ti.st ein fester Heber 5 vorgesehen, .dessen Aufgabe es ist, im Eingriff mit den langen Füßchen 4a der den nicht wählbaren, also den gewöhnlichen Arbeitsnadeln i zugehörigen Stößer die eben genannten Nadeln so weit hochzustoßen, daß ihre alten Maschen aus dem Nadelhaken heraus bzw. von :der Nadelzunge herunter auf den Nadelschaft gebracht erden und dann die Nadeln in die im, oberen Teil der Abb. 13 mit :einer gestrichelten Linie b eingezeichnete Bahn gezwungen werden, in der sie durch das Schloß gesteuert, also, wie üblich, ihre Strickarbeit verrichten wenden. Die den wählbaren Nadeln i11 zugehörigen Stößiür 4 werden mit ihren kürzeren Füßchen 411 .an ,dem Heber 5 normalerweise frei entlang streichen, so daß die mit ib bezeichneten Füßchen der zugehörigen Nadeln gegen ,einen Schloßteil6 laufen müsisen und durch diesen Schloßteil in eine Bahn c gebracht wer-,den, @die in Abb. 13 oben strichpunktiert eingezeichnet :ist und längs unter dem üblichen Strickschloß verläuft. Auf diese Weise wird es jedenfalls verhindert, daß die Nadeln zunächst am Stricken mit teilnehmen. Soll jedoch eine Nadel i11 zum Stricken mit betangezogen werden, so wäre von mehreren Übereinander angeordneten Sortierschloßteilen -7 ein jeweils bestimmter Sohloßteil einzurükken, damit er auf einen in derselben Höhe gelegenen und eine bestimmte Länge besitzenden Stößerfuß 4b zu wirken vermag. Jedenfalls hebt der eingerückte Sortierschloßteil 7 den betreffenden Stößer hoch, so daß dann die =dazugehörige Nadel ebenfalls hochgestoßen und mit ihrem Fuß ib in :die Bahn b giezwüngen, jetzt also in der üblichen Weisse sich ,11.m Strickvorgang mit beteiligen wind.
  • Um die Beanspruchung der Nadeln während des Durchlaufens des Strickschlosses auf ein Minimum zu setzen, ist unten ein Schloßteil 4c vorgesehen, der mit Wirkung auf sämtliche ,Stößerfüße 411 Balle Stößer herunterzieht, d. h. von :den Nadeln abtrennt. Die Stößeir werden später wieder unmittelbar unter die Nadeln hochgestoßen, und zwar sobald die Nadeln mit Stricken fertig sind und die Stößerfüßchen 411 eine Schrägfläche 4d anlaufen.
  • Die übereinandergesetzben Sortierschloßteile 7 sind, wie aus Abb. 6 und 12 ersichtlich, in einem aufrecht stehenden, auf dem Gestell 9 der Maschine befestigten Gußstück oder Lagerböckchen 8 gelagert. Fürgewöhnlich wird jeder Sortierschloßteil7 mit Hilfe einer zweckentsprechend angeschlossenen Schraubenfeder io ,gegenüber den Stößerfüßchen 4b zurückgehalten. Der untere festliegende Heber 5 wird ebenfalls in dem Lagerböckchen 8 mit untergebracht und mit .einer oder mehreren Schrauben ii o. dgl. festgelegt: Das wahlweise Einrücken ,der Sebloßteile 7 zum Zwecke, bestimmte Nadeln i11 zum Strikken zu bringen, geschieht mit Hilfe mehreiler Hebel 12, die übereinander angeordnet, ungefähr in ihrer Mitte drehbar gelagert und mit ihrem einen Ende in Eingriff gebracht sind mit den auf .dem Umfange einer Steuerwalze I211 befestigten Nocken i2b (Abb. 7). Die Steuerwalze 1211 ist um eine vertikale Achse absatzweise drehbar. Jeder der Nocken i2b ist verschieden hoch, um mit dem dazugehörigen Hebel den entsprechenden Sortierschloßteil verschieden weit einzurücken und damit zu veranlassen, daß letzterer mit dem verschieden langen, an dem Stößer in gleicher Höhe :sitzenden Fuß 4b in Eingriff gelangt.
  • Sämtliche Platinen ider Maschine sind horizontal hin und her beweglich und, wie üblich, in radialen Rinnen eines um das obere Ende dies Nadelzylinders gelegenen ringförmigen Bettes 13 gelagert (Abb. 8), wobei nun alle die zwischen ,den nicht wählbaren Nadeln i arbeitenden Platinen 2 zum Zwecke, die Maschen zwischen den genannten Nadeln zu kulneren, durch einen über den Platinen rotierenden Schloßring 14 gesteuert werden.
  • Die Vorrichtung zur Zuführung und zum Wechsel des Fadens, hier allgemein mit 15 bezeichnet, .isst mit irgendeinem zweckentsprechenden, an sich bekannten Zungenring 16 über den Platinen angeordnet.
  • Die wählbaren Platinen 211 sind so wie in Abb. io, gestaltet. Das vordere Ende 2b der Platine ist, wie üblich, geformt und gleich dem vorderen Ende .aller übrigen Platinen 2. Das hintere Ende einer jeden wählbaren Platine .ist jedoch mit ,einem Ansatz 2c und auf demselben .in verschiedenen Höhen mit mehreren Nasen' :2d versehen. Mit dem vorderen Ende :sind diese Platinen in. radialen Rinnen des ringförmigen Bettes 3, dahingegen mit dem hinteren Ende 2c än Längsrinnen i511 eines zylindrischen Körpers geführt, der, aus Aluminium oder einem anderen leichten Material hergestellt, das Platinenbett 13 und dien Platinenschloßring 14 am oberen Ende des Nadelzylinders umringt.
  • Die .Form der gewöhnlichen Platinen 2 ist in Abb. io mit punktierten Linien eingezeichnet. Das mit i411 bezeichnete vorspringende Kurvenstück des Platinenschloßringes 14 ist der Größe .des Raumes 2° angepaßt. In der Hauptsache steuert das Kurvenstück 142 die gewöhnlichen Platinen 2, wobei die eigentliche Tiefe, bis auf welche kullert werden soll, mit einem kleineren Kurvenstück i4P (im folgenden Abschlagexzenter genannt) gesteuert wird, welches mit der hinteren Kante eines jeden einer gewöhnlichen Platine 2 zugehörigen und am hinteren Ende derselben vorgeseh.enen Fußes 2f in Eingriff gelangt. Erwähnt sei noch, @daß diese Füße 11f an einer Stelle ungefähr in halber Länge der wählbaren Platinen 211 vorgesehen sind.
  • Der in den wählbaren Platinen 211 vorgesehene Raum 2c ist etwas größer gehalten. als der entsprechende Raum der gewöhnlichen Platinen. Folgerechtlich wird das Kurvenstück 14.0 lediglich nur auf die Vorderkante der für die Platinen 211 in Frage kommenden Füße 2f wirken, also diese Platinen immer nur radial nach außen drücken können. Sobald es verlangt wird, die zu beiden Seiten einer, wie oben beschrieben, wieder aufgenommenen Nadel 1a sitzenden Platinen 2a einzurücken, wird ein mit einer konkaven Anlauffläche 17" (4bb. 9) versehener Körper 17 so tief gestellt, daß er mit einer der Nasen 2d jener Platinen in Eingriff kommen muß. Der Nokken 17 drückt alsdann die betreffenden Platinen in eine Stellung, der zufolge die für diese Platinen in Betracht kommenden Füße 2f mit ihrer Hinterkante vor das Abschlagexzenter 14b gelangen. Nunmehr werden die betreffenden Platinen 2a mit den gewöhnlichen Platinen 2 gemeinsam arbeiten.
  • Eine verschiedene Wahl der Platinen erfolgt durch den Nocken 17 entsprechend der Position einer oder mehrerer Nasen 2d der Platinen 2a und entsprechend dem Maße der Tiefstellung jenes Nockens. Die speziell in Abb. io dargestellte Platine ist mit Nasen 2d voll besetzt und wird demgemäß bei jeder zur Wahl vorgenommenen Verschiebung des Nokkens 17 in Bewegung gesetzt. Gewisse Platinen, d. h. solche, die allein nur mit einer untersten Nasd 2d versehen sind, werden dahingegen immer erst dann in Bewegung gesetzt, d. h. eingerückt, wenn der Nocken 17 in seine tiefste Stellung gebracht ist.
  • Der Nocken 17 ist in Abb. i i auf einer hochstehenden Führungsschiene i8 vertikal verschiebbar gelagert. Die Schiene selbst ist mit ihrem oberen Ende an einem hochstehenden Halter i9 befestigt. Der Halter i9 ist wiederum befestigt auf dem Deckel2o des Zylinders 15 (d. i. der Zylinder, in welchem die hinteren Enden der Platinen 2a geführt sind). Für gewöhnlich wird der Nocken 17 mit einer Schraubenfeder 21 hochgehalten. Es ist diese Feder einerseits an dem Halter i9 verankert und andererseits mit dem Nocken 17 verbunden. Am Nocken 17 sitzt ein Stift 22, der mit dem einen Ende 23a eines Hebels 23 in Berührung gebracht ist. Der Hebel 23 ist verstellbar und gestattet, den Nocken 17 tief zu stellen, und zwar zum Zwecke, letzteren mit den zu wählenden Platinen in Eingriff zu bringen. Die nötige Verstellung des Hebels erfolgt durch abgestufte Nocken i2c. Dieselben sind auf der vertikal stehenden Steuerwalze 12a oben angeordnet. Das diesen Nocken gegenüberliegende Ende des Hebels 23 ist mit einer "Rolle 23b versehen, die= es gestattet, jenes Hebelende an den schrägen Stirnflächen i2d der Nocken i2c entlang nach oben zu drücken. Der Hebel 23 selbst ist auf ein Lager 24 gesetzt, das an geeigneter Stelle der Maschine befestigt ist. Das mit dem Stift 22 in Eingriff stehende Ende 23a des Hebels ist, wie aus der Zeichnung ersichtlich, so geformt, daß es den zu wählenden Platinen gegenüber genauestens den Nocken 17 einstellen wird.
  • Die absatzweise Drehung der hochstehenden, die Wahl der Nadeln und Platinen vermittelnden Steuerwalze i2a erfolgt durch eine Klinke 25 (Abb. 7), die mit einem am unteren Ende der Walze befestigten Schaltrad 26 in Eingriff steht. Diese Klinke 25 ist einem Teil 27 angelenkt, der auf der vertikalen, die Walze i2a tragenden Spindel28 frei drehbar gelagert ist. Normalerweise wird die Klinke 25 durch eine Schraubenfeder 29 mit dem Sperrrad 26 in Eingriff gehalten. Der Teil 27 steht unter Einfluß einer Feder 3o. Dieselbe ist bestrebt, den Tei127 im Sinne des Uhrzeigers zu drehen und hält auf diese Weise einen besonderen Fortsatz des Teiles 27 mit dem oberen Ende eines Hebels 31 in Eingriff. Letzterer erhält seine Bewegung durch einen Hebe132, der hier nur zum Teil dargestellt ist und normalerweise dauernd in der Richtung der eingezeichneten Pfeile hin und her geschwenkt wird. Jener Schwinghebe132 ist mit einer Vorrichtung verbunden, die mit der Erfindung an sich nichts zu tun hat, deshalb auch nicht weiter dargestellt ist, j edemfallg aber den Hebel 32 in Schwingung hält, so daß dieser den Hebel 31 in Eingriff mit dessen unterem Ende, verschwenken und damit dem Teil 27 und der Klinke 27 zur Schaltung der Walze i2a die erforderliche Bewegung erteilen kann. In Abb. 15 ist der Hebel 32 in der Endansicht dargestellt. Sofern es verlangt wird, kann dieser Hebel mit einer Klinke 33 festgestellt werden, indem dieselbe mit einer auf dem Schwinghebel gebildeten Stufe 32a o. dgl. in Eingriff gesetzt wird. Es kommt die Klinke mit jener Stufe 32a nun immer dann in Eingriff, wenn ein mit ihr fest zusammenhängender Arm 33b unter der Wirkung einer Feder 33` mit der Hauptsteuerkette 34 der Maschine in Eingriff gehalten wird.
  • Die Klinke 33 ist weiterhin mit einem seitwärts gerichteten Fortsatz 33d versehen, der unter einen entsprechend - seitwärts gerichteten Fortsatz 31a des Schalthebels 31 greift (Abb. 7). Wenn nun der Arm 33b mit einem hochstehenden Glied 35 der Steuerkette 34 in Eingriff kommt, wird der . Fortsatz 33d in eine Stellung gebracht, in welcher dem Hebel 31 die Möglichkeit gegeben ist, unter der Einwirkung des Schwinghebels 32 die Schaltung der Walze i2a zu vermitteln. Wenn jedoch der Arm 33b durch ein höheres Glied 36 der Kette 34 noch weiter hinausgehoben wird, so wird auch der Fortsatz 33d noch weiter angehoben und jetzt den Hebel 31 in eine Stellung bringen, in welcher der Schwinghebel 32 auf das untere Ende jenes Hebels 31 keinen Einfluß hat und demgemäß die Walze im Stillstand gehalten wird. Die Drehzeiten und Ruhepausen der Steuerwalze 12a werden sonach durch die Kette 34 und deren Glieder 35, 36 beherrscht. Es ist indes wünschenswert, zu gewissen Zeiten während des Betriebes die Steuerwalze 12,11 gegen Drehung zu halten, aber dem Hebel 32 noch immer die Möglichkeit zur Schwingung zu lassen, und eigens hierzu sind jene höheren Glieder 36 vorgesehen, die zu solchen Zeiten die Schaltung der Steuerwalze zu unterbrechen gestatten.
  • Es soll nunmehr beschrieben werden, wie ein nahtloser Strumpf auf einer Maschine der oben beschriebenen Art formgerecht gearbeitet wird. Beispielsweise sei angenommen, daß die Maschine im ganzen 300 Nadeln und ebenso viele Platinen besitzt.
  • Wie schon eingangs erwähnt, wird das Stricken des Strumpfes an der Spitze begonnen, wobei nun sämtliche wählbaren Nadeln z11 (von denen hier 6o Stück vorgesehen sind) und sämtliche wählbaren Platinen 211 (von denen hier i2o Stück vorgesehen sind) außer Wirkung gesetzt, ferner alle Nadelsortierschloßteile 7 zurückgenommen sind und der zur Wahl der Platinen dienende Nocken 17 in seiner höchsten Stellung gehalten wird. Die Hebel 12 und 23 stehen mit den Nocken 12b bzw. i2c der Steuerwalze i211 dann ganz außer Berührung.
  • Nun wird der Nadelzylinder hin und her gedreht und unter Mitwirkung der Zu- und Abnahmefinger 37, 38 die Strumpfspitze in an sich bekannter Weise hergestellt. Es folgt dann ein Rundstricken zur Fertigstellung des Füßlings und danach beim Arbeiten der Ferse wieder ein Hinundherstricken. Dann folgen, je nachdem wie es für zweckmäßig gehalten werden sollte, einige rundgestrickte Maschenreihen, welche die Hochferse (ankle) des Strumpfes ergeben, und schließlich wird hier an einer jeweils gewünschten Stelle mit dem Aufnehmen der Nadeln z11 und Platinen 2d begonnen, zum Zwecke, die mit A bezeichnete Fläche auf der Rückseite des Strumpfes formgerecht herzustellen.
  • An der gewünschten Stelle läßt man ein auf der Hauptsteuerkette 34 angebrachtes Glied 35 mit dem Arm 33b in Eingriff kommen, damit die Steuerwalze i211 geschaltet und der unterste der Hebel 12 auf den untersten niedrigsten Nocken i2b und somit der unterste der Sortierschloßteile 7 eingerückt, also mit den untere Füße 4 von größter Länge besitzenden Nadelstößern in Eingriff gebracht wird und nun die diesen Nadelstößern zugehörigen Nadeln i11 mit zum Stricken gebracht werden. Diese Nadeln liegen sich im Nadelzylinder für gewöhnlich ungefähr diametral gegenüber an den Enden des hinterenUmfangsabschnittes. Beim Einrücken jener Nadeln kommt nun gleichzeitig der Hebel 23 mit dem untersten Nocken i2c in Eingriff, so daß der NTocken 17 gesenkt wird und auf die die höchsfen Nasen 2d tragenden wählbaren Platinen wirken muß; es sind das diejenigen Platinen, die zu beiden Seiten der aufgenommenen, d. h. wieder zum Stricken herangezogenen Nadeln z11 gelegen sind. Somit sind vier Nadeln und acht Platinen zum Stricken hinzugekommen, so daß die im Anschluß hieran fertiggestellten Maschenreihen des Strumpfes acht Maschen mehr erhalten, der Strumpf mit diesen Maschenreihen also einen Durchmesser bekommt, der entsprechend größer ist als der Durchmesser der zuvor hergestellten Maschenreihen.
  • Mit diesen hinzugekommenen vier Nadeln wird nun erst eine bestimmte Zahl Mascheni eihen fertiggestellt, worauf ein anderes Glied 35 in "Stellung gebracht und die Steuerwalze um einen Schritt weiter geschaltet wird. Demzufolge wird der unterste Hebel 12 um ein Weiteres verstellt und der dazugehörige Sortierschloßteil im entsprechenden Maße weiter eingerückt, so daß er nun mit den untersten Stößerfüßchen ,.b mittlerer Länge in Eingriff gerät. Auf diese Weise werden jetzt die den entsprechenden Stößern zugehörigen Nadeln eingerückt, und zwar sind das die beiden den zuerst ausgemusterten Nadelpaaren zunächst gelegenen Nadelpaare. Gleichzeitig mit dieser zweiten Nadelwahl gerät der Hebel 23 mit dem zweiten Nocken i2c in Eingriff, wodurch der Nocken 17 um ein Weiteres gesenkt und auf die zweithöchste Nasen 2d tragenden Platinen. wirken wird. Es sind dies wiederum diejenigen Platinen, die zu beiden Seiten der bei der zweiten Wahl aufgenomrnenen oder mit anderen Worten in Betrieb gesetzten Nadeln gelegen sind.
  • Nunmehr sind insgesamt acht Nadeln und 16 Platinen hinzugekommen, und wiederum werden jetzt zunächst einige Maschenreihen hergestellt, bevor die Stenerwalze erneut weitergeschaltet, der unterste Sortierschloßteil noch weiter eingerückt, der Nocken 17 ebenfalls noch etwas tiefer gestellt und damit die Wahl von weiteren vier Nad eln und acht Platinen zum Stricken eines nächstfolgenden, im Durchmesser noch größeren Abschnittes des Strumpflängens veranlaßt wird.
  • Wird die Steuerwalze 12a jetzt W.eiteXgeschältet, so kämmt der zweitunterste der Hebel 12 mit der ersten Stufe des Nockens 12b in Eingriff, während der Nocken 17 wie zuvor abermals um ein Weiteres tiefer gestellt wird und wiederum vier Nadeln und acht Platinen eingerückt werden.
  • Zu vermerken wäre, daß die Anfänge der auf der Walze i211 sitzenden Nocken 12b, d. h. deren eine jeweils geringste Höhe besitzenden Abschnitte, so versetzt sind, daß der zweitunterste Nocken 12b seinen Hebel nicht zur Verstellung bringt, bevor nicht der unterste Nocken seinen Hebel bis zum vollen Maß verstellt hat. Ebenso wird der dritte Nocken seinen Hebel nicht eher verstellen, bevor nicht der zweite Nocken seinen Hebel bis zum vollen Maß verstellt hat. Das gleiche gilt auch für die beiden obersten Nocken i2b.
  • Die Schaltung der Steuerwalze wird so lange fortgesetzt, bis die Nadeln und Platinen in voller Zahl in Betrieb gesetzt sind. Das ist der Fall, wenn oben in der Wade des Strumpflängens die Stelle H erreicht ist.
  • Der restliche Teil des Stumpfes wird im Anschluß hieran in der üblichen Weise fertiggearbeitet. Die Steuerwalze i211 wird hierbei gegen Drehung gesichert, und zwar durch Vermittlung des mit 36 bezeichneten, besonders hohen Gliedes der Steuerkette 34. Das Glied 36 hält alsdann im Eingriff mit dem Arm 33 den Schalthebel 31 gegenüber- dem Schwinghebel 32 außer Reichweite.
  • Nachdem "der Strumpf an sich fertiggestellt ist, werden noch einige Maschenreihen hinzugestrickt, und wenn auch das geschehen, wird mit Hilfe eines an der Hauptmusterscheibe 42 der Maschine sitzenden Nockens 41 und mit Wirkung desselben auf ein Hebelwerk 4o ein Hebel 39 eingerückt (s. Abb. 12 und i3), um sämtliche Nadeln hochzustoßen und die Maschen unter die Nadelzungen zu bringen. In der Zeit, während welcher dies geschieht, wird die Steuerwalze 1211 weitergeschaltet, und zwar so weit, bis alle Hebel 12 einschließlich des Hebels 23 mit den Nocken i2b bzw. 12C außer Eingriff gebracht sind und nun alle wählbaren Nadeln und Platinen zum Stricken des nächsten Strumpfes wieder zurückgeholt werden können.
  • Wie an sich bekannt, sollen während des letzten Teiles der Herstellung von Spitze und Ferse eines Strumpfes die Zunahmefinger zum Erhalt eines besseren Zwickels, statt jeweils eine Nadel nach unten zu nehmen, bei jedem Hin- und Hergang des Nadelzylinders eine Nadel hoch und zwei Nadeln tief stellen. Allgemein üblich ist es, einen einzigen Formfinger mit einem T-förmigen Kopf zu verwenden, der auf jeder Seite so ausgearbeitet ist, daß er zwei einander benachbarte Nadeln gleichzeitig fassen kann. " Mit Rücksicht auf die besondere Position, welche die Nadeln besitzen, solange beim Gegenstand dieser Erfindung Strumpfspitze und Ferse gestrickt werden, ist es jedoch vorzuziehen, zwei solcher Finger zu verwenden und jeden Finger beim Hinundherstricken .auf eine Nadel sowie des weiteren die beiden Finger einander folgend arbeiten zu lassen.
  • Bemerkt sei, daß die besondere oben beschriebene Anordnung der Füße und Nasen der wählbaren Nadeln und Platinen noch mannigfaltig geändert werden kann und z. B. die N asen 2d, statt sie auf einem nach oben und unten gerichteten Fortsatz 2e der Platinen 211 vorzusehen, auch in bequemer Weise oben auf einem längsgerichteten Fortsatz der Platinen angeordnet werden könnten. Diese Nasen könnten ferner verschieden lang gehalten werden, und außerdem könnte dann noch ein besonderer, an sich unabhängiger Nocken für je eine dieser Nasen vorgesehen werden, derart, daß die Wahl ebenfalls mit vertikaler Bewegung geschehen kann. Schließlich wäre es auch möglich, die Kulierplatinen wahlweise durch in zweckentsprechender Weise angeordnete Hilfsplatinen zu steuern.
  • Eine Maschine, die, wie oben beschrieben, zur Herstellung nahtloser formgerechter Strümpfe dienen soll, kann ferner auch eine Einrichtung bekommen, die es gestattet, in den Strumpf oberhalb der Ferse entweder eine rechteckige oder keilförmige Hochfersenverstärkung einzuarbeiten. Da, wo eine keilförmig Hochfersenverstärkung (in Abb. i und 2 mit C bezeichnet) herzustellen ist, wird die Keilform so gehalten, daß ihre Seiten mit derjenigen der im Strumpflängen formgerecht gearbeiteten Fläche A parallel laufen.
  • Als Ersatz für die Hebel 12 und die Nocken 12b könnte geg6benenfalls: auch irgendeine andere zweckdienliche Mustervorrichtung verwendet werden, z. B. Musterräder, Jacquardmustermaschinen u. dgl.
  • Die Erfindung als solche ist natürlich keineswegs auf die Herstellung formgerecht zu arbeitender Strümpfe beschränkt. Das Prinzip, Nadeln und Platinen zum formgerechten Arbeiten von Strickwaren usw. wahlweise unter die schon strickenden Nadeln und Platinen zu setzen, kann als solches bei den verschiedensten Strickmaschinen angewendet werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine, gekennzeichnet durch ein-und ausrückbare Gruppen von zusammengeh örenden Nadeln und Platinen, die zwecks Veränderung der Warenbreite wahlweise zwischen bereits arbeitende Nadeln geschoben werden.
  2. 2. Strickmagchine nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine selbsttätige Einrichtung, zum Zwecke, ausgesuchte, Nadeln und die zu beiden Seiten solcher Nadeln gelegenen Platinen außer Wirkung zu setzen, und durch eine selbsttätige Einrichtung, welche diese außer Wirkung gesetzten Nadeln und Platinen beim Strikken bestimmter Maschenreihen nach Wahl wieder einführen läßt. 3.
  3. Strickmaschine räch Anspruch: z und a, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung ausgesuchter Platinen aus der unwirksamen Stellung in die-Arbeitsstellung durch bewegliche Nocken erfolgt. q..
  4. Strickmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die ausgesuchten Platinen oder auf dieselben wirkende Teile mit Spezialfüßen versehen sind, die im Eingriff mit den beweglichen Nocken die Verschiebung der Platinen aus der unwirksamen Stellung in die Arbeitsstellung vermitteln.
  5. 5. Strickmaschine nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß jede aus ihrer unwirksamen Stellung in die Arbeitsstellung zu überführende Platine auf einem Fortsatz mehrere Nasen trägt und ein vertikal verstellbarer Nocken vorgesehen ist, der mit Wirkung auf jeweils bestimmte Platinen dieselben aus der unwirksamen Stellung in die Arbeitsstellung überführt, während zu gleicher Zeit auch ein Nocken jeweils bestimmte Nadeln aus der unwirksamen in die Arbeitsstellung schiebt.
  6. 6. StrickmAchine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der vertikal verstellbare, zur Wahl der Platinen dienende und die Platinen je nach Wahl aus der unwirksamen Stellung in die Arbeitsstellung überführende Nocken durch Vermittlung eines Hebelwerkes von einer absatzweise gedrehten Steuerwalze gesteuert wird.
  7. 7. Strickmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das alleinige Steuerungsmittel aus einer -mit Nocken besetzten Walze besteht und diese Walze absatzweise drehbar ist, und zwar über ein Sperrklinkengetriebe von einem normalerweise dauernd bewegten, jedoch mit einer Musterkette steuerbaren Hebel. B. Strickmaschine nach Anspruch 6 und 7, gekennzeichnet durch nacheinander arbeitende, beim Stricken der Ferse und der Spitze eines Strumpfes jeweils eine Nadel tief stellende Nadelzunahmefinger.
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