DE53404C - Verfahren und Werkzeuge zur Herstellung glatter (faltenloser) Blechknierohre mit nur einer Naht - Google Patents

Verfahren und Werkzeuge zur Herstellung glatter (faltenloser) Blechknierohre mit nur einer Naht

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DE53404C
DE53404C DENDAT53404D DE53404DA DE53404C DE 53404 C DE53404 C DE 53404C DE NDAT53404 D DENDAT53404 D DE NDAT53404D DE 53404D A DE53404D A DE 53404DA DE 53404 C DE53404 C DE 53404C
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DENDAT53404D
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P. BULL in Bergedorf b. Hamburg
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C37/00Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape
    • B21C37/06Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape of tubes or metal hoses; Combined procedures for making tubes, e.g. for making multi-wall tubes
    • B21C37/15Making tubes of special shape; Making tube fittings
    • B21C37/28Making tube fittings for connecting pipes, e.g. U-pieces
    • B21C37/286Making tube fittings for connecting pipes, e.g. U-pieces starting from sheet material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Bogen- oder Knierohre, wie solche beispielsweise für Abfallrohre Verwendung finden, sind entweder faltig gebogen oder aus zwei Theilen gestanzt hergestellt. Beide Arten besitzen grofse Uebelstände. In den Falten der ersten Art sammelt sich Wasser an, welches im Winter gefriert und die Rohre verdirbt. . Die zweite Art sieht wegen der vorn liegenden Naht unschön aus und wird auch durch das viele Löthen mürbe. Durch die neuerdings erfundenen Rohrbiegemäschinen endlich vermag man zwar auch glatte, faltenlose Bogenrohre herzustellen, indefs besitzen diese Maschinen wieder den Mangel, dafs man mit denselben nur enge, nicht aber weite Rohre biegen kann.
Das Verfahren und die Werkzeuge der vorliegenden Erfindung gestatten nun die Herstellung glatter, faltenloser Bogenrohre mit nur einer Naht und von beliebigem Durchmesser aus Zink-, Eisen- und Stahlblech in jeder beliebigen Krümmung, vom stumpfen bis zum rechten Winkel. Die hierzu benutzten Schnitt-, Zieh- und Stanzwerkzeuge werden in eine Schrauben- oder Ziehpresse eingeschaltet, und die Behandlung geht, wie nachstehend beschrieben, vor sich.
Die Bogenrohre werden aus einer Blechplatte hergestellt, welche vorher in einer der Krümmung entsprechenden Form zugeschnitten ist, wie solche in Fig. 1 zu ersehen ist. Diese Platte kommt in die Stanze, welche in den Fig. 2 bis 5 gezeichnet ist. Dieselbe .besteht aus dem Stempel α von der Krümmung und dem Durchmesser des herzustellenden Bogenrohres, Fig. 2 und 4, und aus der Matrize c mit den zwei Seiten- und zwei Endwänden c1, Fig. 3 und 5. Ueber je zwei Ecken dieser Endwände sind behufs Festhaltens der zu vertiefenden Blechplatte die durch Bolzen 0 verbundenen Bügel b gelegt.. Der durch eine Presse niedergedrückte Stempel α stanzt bezw. zieht die Blechplatte in die durch Fig. 6 dargestellte gebogene Muldenform. Die Festhaltebügel b sind derart angeordnet, dafs das Blech sich glatt in die Matrize c hineinziehen mufs und keine Falten werfen kann.
Das so weit gezogene halbfertige Bogenknie kommt nunmehr zur weiteren Behandlung in das Zieh- und Stanzwerkzeug, welches in den Fig. 7 bis 10 dargestellt ist. Dasselbe besteht aus der Matrize e, dem Stempel /, dem Schieber / und dem Dorn h. Die Matrize ist aus der kräftigen Unterplatte e1 und dem Obertheil e2 zusammengesetzt. Letzterer bildet ein vorn und oben offenes Gehäuse, dessen Hinterwand Oeffnungen für die drei Führungsarme q des Schiebers/, und dessen Seitenwände Durchgangsöffnungen für die Stanzen k mit Griffköpfen kl, die zum Hervorziehen des Schiebers/ dienen, besitzen. Der Schieber/ ist vorn, der gewünschten Bogenform entsprechend, gewölbt gestaltet und nach innen halbrund ausgehöhlt. Die Stange g verbindet die Arme q und Stangen k mit einander. Die Gestalt des Dornes h entspricht genau derjenigen des herzustellenden Bogenrohres, welches über dem Dorn fertig gezogen wird. Der Stempel i endlich besitzt in seinem hinteren Theil behufs
verticaler Führung die schwalbenschwanzförmigen Erweiterungen i1 und in seinem unteren prägenden Theil gleichfalls die beabsichtigte Bogenform, welche viertelrund und entgegengesetzt der Aushöhlung des Schiebers f ausgehöhlt ist. m bezeichnet bei den Stempeln α und i die Aufnahmestange für den Angriff der Presse. Die Bolzen ρ verbinden den Ober- und Untertheil e2 und el der Matrize mit einander.
Vermittelst dieses Werkzeuges wird das halbfertige Blech auf folgende Weise weiter bearbeitet. Man zieht den durch die Arme q geführten Schieber f vermittelst der Stangen k in der Matrize, so weit wie es geht, vor, legt das halbfertige Blech d, Fig. 6, in die Höhlung des Schiebers/ hinein und schiebt sodann den Dorn h zwischen das Blech. Alsdann wird der Stempel i niedergedrückt. Derselbe legt nun die obere Wand des muldenförmigen Bleches um und zieht sie in die Bogenform, hierbei den Dorn h und den Schieber f so weit zu-" rückdrängend, dafs er gerade auf- und niedergehen kann. Nachdem die eine Wand der Blechform umgelegt ist, wird der Schieber f wieder vorgezogen und die Blechform mit dem Dorn h umgedreht, so dafs die untere, gerade Wand des Bleches nach oben zu liegen kommt, welche nunmehr durch den abermals niedergeführten Stempel ebenfalls umgelegt und in die Bogenform gezogen wird. Jetzt wird das fertige Bogenrohr oder Knie, Fig. ii, mit dem Dorn h aus der Stanze herausgenommen und der Dorn aus dem Rohr entfernt. Um dieses Entfernen zu ermöglichen, ist der Dorn, Fig. io, zweitheilig hergestellt und durch leicht herausziehbare Bolzen r zusammengehalten. Diese Bolzen werden aus dem Dorn herausgezogen, bevor die zweite Bogenseite zugestanzt wird, so dafs während dieser Operation die beiden Dorntheile lose zusammensitzen und nach der Fertigstellung des Bogenrohres leicht aus diesem entfernt werden können, weil hierzu das noch nicht zusammengelöthete oder genietete Rohr infolge seiner Federkraft genügenden Spielraum darbietet.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Das Verfahren zur Herstellung von Blech-Knierohren mit nur einer Naht, darin bestehend, dafs man eine nach Fig. ι ausgeschnittene Blechtafel mit Stanzen zuerst in die Muldenform, Fig. 6, bringt, und sodann in einer zweiten Operation in einer Presse die Muldenrä'nder über einen Dorn zusammenbiegt und in irgend einer Weise vereinigt.
2. Bei dem zur Ueberführung der Blechtafel in die gebogene Muldenform benutzten Zieh- und Stanzwerkzeuge die Anwendung der Festhaltungs- und Führungsbügel b b, welche mit Spielraum für die BlechstSrke über den Matrizenwänden befestigt sind (Fig. 2 bis 5).
3. Bei dem zur Ueberführung der Mulden- in die Röhrenform benutzten Zieh- und Stanzwerkzeuge die Anwendung einer herausziehbaren Matrize, bestehend aus dem Schieber / und aus dem zweitheiligen Dorn h (Fig. 6 bis 10).
Hierzu l Blatt Zeichnungen.
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